47 - Podcast # 47 Robert Mülleneisen - von der Mikrobiologie zum Ofenbau

Shownotes

Robert Mülleneisen, weshalb es Ihn vom Studium der Mikrobiologie hin zum Ofenbau getrieben hat, warum er sich dann doch selbstständig gemacht hat und wieso er bereits in sehr jungen Jahren den Vorsitz des GVOB übernommen hat erzählt uns Robert in dieser Podcastfolge.

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Ton und Schnitt: Frank Erlenkämper

Transkript anzeigen

00:00:13: Moin und hallo!

00:00:14: Herzlich Willkommen zu Get the Fire, dem GVOB Podcast.

00:00:18: Vom Ofenbau für den Ofenbaum Und natürlich für die Freunde des Ofenfeuers und denen in die es noch werden wollen.

00:00:26: Mein Name ist Andreas Neuer und in mir brennt das Feuer für den ofenbau seit vielen Jahren.

00:00:32: Ich habe es nie bereut den Beruf zu erlernen um mich selbstständig zu machen.

00:00:36: Mit meinen Verbandskolleginnen und Kollegen mache ich mich stark für einen der ungewöhnlichsten Berufe den viele vor allem junge Menschen so gar nicht kennen.

00:00:45: Gemeinsam vertreten wir im GVUB, dem Gesamtverband Ofenbau, deutschlandweit die Interessen aus Handwerk-, Handel- und Industrie.

00:00:54: Für mich ist es eine besondere kreative und sehr individuelle Handwerkskunst, die eine Verbindung zur modernen Heiztechnik schafft – und eine Verbindung herstellt zwischen den Menschen!

00:01:06: Denn jeder unserer individuellen Irven hört zum Mittelpunkt des Wohnraums umbringt Menschen zusammen.

00:01:13: Genau darum geht es in meinem Podcast.

00:01:15: Geschichten über die Feuerkunst erzählen

00:01:18: und Menschen

00:01:19: nur das Feuer zusammenbringen.

00:01:24: Robert Mülleisen habe ich im Stadion in Leverkusen getroffen, dort gibt es tatsächlich ein Hotel im Stadeon und an einem Besprechungsraum mit Blick ins Stadio haben wir den Podcast aufgenommen.

00:01:37: eigentlich hat Robert nach dem Abitur Mikrobiologie studiert wie und warum es ihn dann doch in den Ofenbau getrieben hat Warum er seit mittlerweile fast

00:01:47: fünf Jahren

00:01:47: auch noch Vorsitzender des GVB ist, dabei auch gerne mal polarisiert.

00:01:53: Und was in dem Nachwuchsräd erfahrt ihr jetzt?

00:01:58: Ja wir sind heute in einer sehr interessanten Location mit Video.

00:02:02: Wir sind bei Arena in Leverkusen und natürlich habe ich dann den Leverkursner Robert Müllner also bei mir.

00:02:08: Hallo Robert!

00:02:09: Hallo Andreas vielen Dank für die Einladung.

00:02:10: schön dass du hier bist

00:02:12: Sehr gerne.

00:02:14: Mein paar Leuten bist ja eigentlich mittlerweile bekannt.

00:02:16: Du bist auch der Vorsitzende des GVUB, aber wie bist du überhaupt im Ofenbau gelandet?

00:02:24: Ja ich habe... ...zwei-tausend zwölf meine Ausbildung angefangen.

00:02:30: Ich hab vorher Abitur gemacht.

00:02:36: Hab dann immer viel Spaß gehabt an Biologie und hab dann gedacht okay, das machst du studieren und studierst Mikrobiologie.

00:02:44: Ich habe mich zwei Semester Mikrobiologie studiert und habe dann aber ein bisschen Diskussion mit dem Professor gehabt, der dann noch mal gesagt hat, das lernt sie jetzt.

00:02:54: Dann habe ich mir die Frage gestellt, wofür lern ich?

00:02:56: Das brauche ich doch später eigentlich gar nicht.

00:02:58: Da habe ich ihm das auch gesagt und man sagt ja ist mir aber egal.

00:03:01: Lernst du das?

00:03:02: Und dann habe ich da so den Spaß verloren weil ich schon gerne Praxis nahe und Verständnis dafür habe was

00:03:10: zu tun.

00:03:10: Wie bist Du auf Mikrobiologe gekommen?

00:03:14: Ich habe viel Spaß an Forschung gehabt und einen Weiterdenken an außergewöhnlichen Themen.

00:03:21: Und genau, das hat ein praktischem Teil und sehr theoretischen Teil der praktische Teil immer sehr viel Spaß gemacht.

00:03:26: also im Labor stehen, Proben ziehen, analysieren so was präparieren Tiere präparen.

00:03:33: Das war super!

00:03:35: Der theoretische Teil war nicht ganz so klassisch.

00:03:41: Ja, und weil ich gut in der Schule in Biologie war, dachte ich okay das liegt mir irgendwie.

00:03:47: Dann hab' ich gesagt ne, mach ich nicht.

00:03:50: Und an der Schulzeit habe ich aber bei einem Ofenbauer uns hier in Leverkusen gejobbt.

00:03:56: Donnerstags Nachmittag und am Samstag den Hof gefegt sortiert Baustellen vorbereitet mit Sachen zusammengestellt sowas.

00:04:07: Während der Schulzeiten oder während der Ferien habe ich da mal länger gearbeitet.

00:04:11: Ich bin mit auf die Baustelle gefahren.

00:04:13: Da haben Malz hatten, die mir schon angeboten, ob ich nicht in eine Ausbildung machen möchte.

00:04:19: Ja

00:04:20: und

00:04:21: dann bin ich aber zurückgegangen, habe mich da beworben, kann das also auch wirklich eine richtige Bewerbung beschrieben, kenne die Familie sehr lange, bin früher mit dem Seniorchef in Urlaub gefahren, wir waren Wandern.

00:04:34: Mein Vater und er haben zusammen im Karneval in Leverkusen viel gemacht.

00:04:40: Genau, und dann habe ich die Ausbildung gemacht.

00:04:43: Drei

00:04:44: Jahre?

00:04:45: Das hättest du nicht als mit Abitur auch verkürzen können auf zwei?

00:04:48: Genau hätte ich machen können.

00:04:50: Wir hatten das diskutiert war jetzt nichts zwingend lag wahrscheinlich auch daran dass sich nicht so gut war jetzt und so das durchgezogen haben wir sind voll gewesen wäre.

00:05:01: War jetzt auch nicht schlimm für mich.

00:05:04: Und dann hab' ich im Anschluss aber ziemlich schnell also direkt eigentlich den Meister gemacht.

00:05:09: Okay.

00:05:13: Den habe ich dann den Straubing gemacht in Bayern, auch das ist eine bewusste Entscheidung weil ich gesagt hab' ich will mal weg aus der HW, muss man aussehen und den Vorteil den wir damals hatten oder immer noch ist es Straubin bietet ihn als Vollzeit an.

00:05:25: Das heißt ich war ein Jahr oder ein halbes Jahr weg.

00:05:28: Ich hab Teil drei und vier in Würzburg gemacht.

00:05:34: Okay, meine damalige Freundin hat da jetzt und dann war der gewohnt und mit ihr gewohnte.

00:05:40: Genau.

00:05:41: Und da die Meisterschule gemacht

00:05:42: ist.

00:05:44: Ja.

00:05:47: So war das.

00:05:48: Dann bist du ja glaube ich erst weiter in dem Betrieb wo du auch gelernt hast gewesen?

00:05:52: Du

00:05:52: hast aber schon mehr oder weniger als Meister für eine Aufgabe übernommen?

00:05:58: Ich bin dann relativ schnell gewechselt von der Baustelle in das operative Geschäft, mit den Beratungen im Verkauf und die Planung.

00:06:07: Wir hatten einen alteingesessenen Techniker, der so auf die Rente zugegangen ist, mit dem ich dann, ich glaube, so ein halbes Jahr mit gegangen habe und hab dann seinen Job übernommen.

00:06:23: Das haben wir sehr viel beigebracht.

00:06:26: Zum Beispiel das im Beratungsgespräch eine Kaminanlage oder einen Karallofen behandt zu zeichnen, ist etwas was ich mal übernommen habe, weil der Kunde kann sich das direkt vorstellen und man nimmt das dementsprechend dann auch mit Klar, wir machen trotzdem eine CAD-Zeichnung.

00:06:44: Aber im ersten Gespräch wenn der Kunde neben dir sitzt dann fängst du an und zeig uns von Hand schon mal so ein bisschen.

00:06:49: Das

00:06:49: hilft mir auch für die Angebotserstellung nachher weil ich daneben schreibe okay will jetzt hier Naturschlein Schwarz Nero absoluter haben oder will lieber eine Keramik haben.

00:06:58: Ja genau ist mein Gesprächsprotokoll quasi.

00:07:02: Ja und dann bist du von dem Betrieb wieder weg?

00:07:05: Und hast dich dann, hast dein eigener Betrieb aufgemacht.

00:07:08: Erstmal habe ich zwei Jahre da ungefähr so gearbeitet.

00:07:11: Dann bin ich in die Geschäftsführung gekommen.

00:07:15: also hat man mich zum Geschäftsführern ernannt weil wir auch den Plan hatten dass sich das Unternehmen übernehmen.

00:07:24: Ganz am Anfang, ich meine es war erste oder zweite Woche meiner Ausbildung kam der Senior zu mir Ich habe hier einen Artikel, der hat damals die Artikel aus der gelben und roten ausgedruckt.

00:07:36: Dann wird Marker markiert und meine Artikel hieß so etwas wie im Handwerk zu Millionär werden.

00:07:44: Okay!

00:07:46: Und dann hat er mir gegeben und sagt dir, guck mal das ist doch was für dich... ich glaube es hat ja damals schon als Motivation gemacht.

00:07:55: Ja also kann sagen ich bin noch nicht millionär Das steht vielleicht noch irgendwann aus.

00:08:03: Wir arbeiten vielleicht darauf hin, aber es ist auch nicht das Ziel.

00:08:08: Aber ich glaube er hat mich damit motivieren wollen und ja, ich wollte dann gerne das Unternehmen übernehmen.

00:08:16: Es hat dann aus verschiedenen Gründen nicht geklappt.

00:08:20: Und dann war das zwanzigzwanzig da Anfang des Jahres Ja, war ich dann arbeitslos.

00:08:27: Und dann habe ich überlegt was machst du jetzt?

00:08:30: Dann hab' ich mit verschiedenen Herstellern gesprochen ob ich da in den Vertrieb gehe.

00:08:34: Außer Dienstler und sowas.

00:08:37: Bei einem war ich sogar als Vertriebsleiter im Gespräch und ja... ...und dann hatte auch da schon eine mündliche Zusage, werden uns gar nicht nach einer Wohnung geguckt in der Nähe der Firma hat also so etwas.

00:08:49: Und an Kamera Covid.

00:08:51: und dann haben alle auf einmal gesagt ne stopp!

00:08:53: Ich stelle nicht ein Genau.

00:08:56: Dann schießt er da und dann kam auch eine Absage, sagt er mal, es geht jetzt nicht.

00:09:01: Okay was machst du jetzt?

00:09:02: Und dann habe ich gesagt okay gut bist du auch mal ein Meister, machst dich selbstständig!

00:09:05: Mein Vater hat immer gesagt da wo sich einen Diamantenhändler hält, dann hält sie auch uns weiter.

00:09:10: Gehe fünfhundert Meter weiter weg.

00:09:13: Das hab' ich nicht gemacht, bin ein bisschen weiter weggegangen schon.

00:09:16: Wir sind im selben Ort.

00:09:17: ja aber genau habe ich mich da selbstverständlich gemacht.

00:09:22: Mit einer Covid ...

00:09:23: mit einen Covid, genau.

00:09:24: Und ganz viele kamen und sagten, was für eine blöde Idee!

00:09:27: Sechs Wochen später kam der... die Firma noch mal auf mich zu und sagte immer, willst du nicht doch den Liefer-Triebsleitung machen?

00:09:34: Ich sagte zu spät jetzt, geht nicht mehr.

00:09:36: Wir sind an einem anderen Weg eingestritten und dann hat sich rausgestellt, Covid war super für die Ofenbranche oder für die Selbstständigkeit, für den Staat in die Selbständigkeit.

00:09:50: So hast du nicht Panik gekriegt, als du wusstest.

00:09:52: Du machst dich jetzt selbstständig und dann kommt das mit Covid und Lockdown?

00:09:56: Ja also ich glaube Lockdown war irgendwie Februar-März und da war ich halt dann April Mai in dieser Gründungsphase.

00:10:05: Dann zeichnete sich aber so langsam ab.

00:10:07: Jetzt kommt der Sommer.

00:10:08: Lockdown ist vorbei Das geht wieder los Und man merkte auch dass die Leute investieren oder in den Garten kaufen.

00:10:22: Aber dann saß ich am Anfang in meinem neuen Showroom, den ich angemietet hatte für einen Heidengeld und die Tür ging nicht auf, kam keiner.

00:10:30: Dann habe ich mit einem Freund gesprochen der mich so marketingmäßig begleitet hat und sagt Robert sei froh entspann dich jetzt nochmals sechs Wochen.

00:10:38: vier Wochen danach geht die Tür auf dann geht ihr nicht mehr zu.

00:10:41: Und ein Stück weit war das so Ja, und dann ging es los.

00:10:47: Aber es ging mir im Übrigen ähnlich.

00:10:48: Ich habe damals eine Kaminöffel angefangen und im ersten Monat habe ich nicht einen Kaminoffen

00:10:53: verkauft.

00:10:55: Also gerade als Gründer denkst du eigentlich, ich hab extra zum September angefangen.

00:10:58: wie das fängt diese Saison an jetzt geht los.

00:11:02: Ich weiß, der eine oder andere kam.

00:11:04: Aber die haben ja auch manchmal ein bisschen mehr Vorlauf?

00:11:07: Ja!

00:11:07: Aber das ist dann nicht vorhanden gelaufen.

00:11:10: Also klar es ist spannend und man stellt sich schon die Frage was muss ich anders machen.

00:11:15: Das ist aber auch etwas, was mich da motiviert muss ich sagen.

00:11:18: Mich hat das Problem, dass ich schlecht schlafe wie das vielleicht andere habe.

00:11:22: Ich bin dann schon eher so angetrieben dass ich sage ich möchte besser werden und ich vertraue in meiner eigenen Stärke.

00:11:28: Was kann ich machen?

00:11:31: Du bist ja dann zu dem Zeitpunkt auch schon Vorsitzender vom GVB gewesen.

00:11:36: Richtig, ich bin dann relativ schnell da in den... ist ja dann der GV B entstanden aus der ADK, der Gütegemeinschaft Karlofen und den Roten Hähnen Und Michael Hickmann hatte ja den Vorsitz der ADC.

00:11:54: Ich bin auch dahin gekommen.

00:11:58: Er hatte dann im Vorstand schon mitgearbeitet in der ADK.

00:12:01: Und dann hatten wir, mit den drei Verbänden, die Vereinen überlegt wie stellen wir denn den GVB auf?

00:12:07: Ja und dann war eigentlich Konsens aus der Industrie dem Handel und den Offenbauern, dem Handwerk.

00:12:13: Wir hätten gerne jemand jungen.

00:12:15: Zu einem Zeitpunkt war ich glaube ich, ich bin im Jahr achtundzwanzig, neun zwanzig also zählte ich jung genau.

00:12:21: und

00:12:24: da habe ich gesagt ja ich mache das kann mir das vorstellen Und ich habe ja.

00:12:27: also auf der Veranstaltung, wo ich gewählt wurde in Berlin.

00:12:33: Da bin ich ja dann auch gefragt worden ob ich mir das zutraue?

00:12:35: Ob ich dann sage Ja und da hab' ich und es ist tatsächlich so eingetreten mit voller Überzeugung auch gar nicht.

00:12:42: Ich traue mir das zu.

00:12:43: und dass was entscheidend ist wir haben ein gutes Team viele Schultern, auf die wir das verteilen können und egal ob das jetzt Michael und die Geschäftsstelle ist ich kann mich auf die verlassen ob du das bist Eichel ist.

00:12:55: Egal wen ich da frage, die Anjas den Weg das sind die die Vorstandskollegen mit denen wir ja am meisten zusammenarbeiten.

00:13:01: am engsten kann ich mich doch verlassen und wenn ich ein Thema habe dann helfen sie mir damit genau.

00:13:07: Du hast ja auch schon in der Zeit einiges initiiert letzten Endes.

00:13:11: Ich meine ich hab dürfte hier noch entsprechend als Querdenk ist heute ein blöder Begriff, aber schon jemand der halt auch über den Teller hinausblickt und dann schon auch frische Ideen mit reinbringt.

00:13:22: Aber da hast du auch gar keine Hemmung ganz im Gegenteil?

00:13:25: Gar nicht!

00:13:28: Weil ich aber auch der Meinung bin dass wenn wir nicht anders denken also outside the box ist ja so der Begriff dazu Dann bewegen wir uns nicht und gerade in traditionsreiches Handwerk wie der Ofenbau das ist Da muss halt auch frischer Wind rein.

00:13:45: Und das geht nur, wenn wir das anders denken.

00:13:47: Wenn wir weiterdenken, wenn mehr neue Sachen machen ausprobieren.

00:13:51: Aufstehen hinfallen, aufstehen.

00:13:54: Genau.

00:13:55: Das ist so das... Ja

00:13:59: und ich sage mal als deine Selbstständigkeit angefangen hat, ist es so gelaufen wie du das vorgestellt hast oder?

00:14:07: Gar nicht!

00:14:08: Also ich habe

00:14:10: Ich erzähle gerne mein Beispiel.

00:14:12: Ich hatte meine Homepage fertig, meinen Briefpapier und meinen Namen, ne?

00:14:17: Also zweihundertsechzig Grad Kaminwerk.

00:14:20: Und dann habe ich bei der Kölner IHK, Industrie- und Handelskammer das Ganze eingetragen oder beim Amtsgericht und den wird die IHk gefragt ob man da was gegen hat, ob es so geht.

00:14:31: und dann rief mich eine Dame an oder ich hab glaube ich sogar einen Brief bekommen Den Namen, den Unternehmensnamen müssen wir ablehnen Ohne Begründung.

00:14:41: Okay, dann

00:14:43: habe ich angerufen mit der Frau gesprochen und sagte ja Werk geht nicht weil das ist der Industrie vorgelassen sie braucht mindestens hundertfünfzig Angestellte.

00:14:52: Moment ist doch komplett Blödsinn.

00:14:54: es kommt vom Antwerk Ja zum Glück nicht so viele Leute zu hab ich Überlegt, wie machst du das denn jetzt?

00:15:04: Weil ich hatte ja Geld dafür bezahlt und alles war fertig.

00:15:06: Ja,

00:15:06: wirklich!

00:15:06: Und dann habe ich das Unternehmen erstmal in Osnabrück angemeldet, hab da einmal die Notar bezahlt... ...und bin dann umgezogen.

00:15:13: Das

00:15:13: ging

00:15:13: dann?!

00:15:13: Und das ging..das ist dann einander akkretisch gelaufen.

00:15:20: Also das ist zum Beispiel etwas so denke ich dann gerne.

00:15:25: Wie wird's das anders machen?

00:15:29: Warst du vorbereitet auf das, was auf dich zukommt wenn du dich selbstständig machst?

00:15:33: Also ich sag mal von irgendwelchen Behörden, Ämtern, Berufsgenossenschaften auf dich zu kommt.

00:15:39: Gar nicht,

00:15:40: gar nicht!

00:15:44: So ein BG-Beitrag.

00:15:46: Klar weißte dass ihr den zahlen musst.

00:15:48: wie hoch der ist, weiß er nicht.

00:15:50: Dass der im dritten oder zweiten Jahr dreifach so hoch ist vom ersten Jahr rechnest ja nicht mit dass du so viel Umsatz machst und das daran messen wird.

00:16:01: Auch an der Anzahl von Mitarbeitern, die du hast... Das hörst du vielleicht mal, aber denkst gar nicht dran.

00:16:10: Da wirst du auch meiner Meinung nach zu wenig im Meisterkurs darauf vorbereitet.

00:16:16: Und ich habe dann überlegt wie kriegst du das hin?

00:16:20: Dass du davon profitierst oder dass du das besser vorbereitet bist?

00:16:24: und da habe ich mir dann überlegt, ich brauche ein gutes Netzwerk.

00:16:28: Das hab' ich zum einen natürlich im Verband mit den Kollegen.

00:16:31: Du, Michael, Manuel die haben das alle schon gemacht ... und wissen, wie das läuft.

00:16:39: Das hörst du dann häufig im Gespräch... ... wenn du dich auf Tagung triffst oder so was?

00:16:44: Also... Auf den Erinnerungsveranstaltungen in TTC oder Barthölz, da sprichst du mit den Kollegen und dann tausche ich aus.

00:16:50: Da ist es sicherlich das Abendprogramm dann mindestens genauso viel wert als die Vorträge.

00:16:56: Und andersrum habe ich mir aber auch überlegt, du brauchst etwas, was außerhalb der Branche ist.

00:17:00: Da hab' ich dann relativ früh einen Unternehmernetzwerk hier in Lemakussen, dem ich beigetreten bin Wo ich auch dann meine Sorgen, meine Themen quasi beteiligen kann.

00:17:10: Weil die ähnliche Themen haben.

00:17:11: da sind zwar jetzt nicht nur Handwerker drin sondern auch andere Dienstleister in der Pflege hier im Hotel wie wo wir jetzt

00:17:17: sitzen.

00:17:17: Aber die

00:17:20: haben natürlich auch Themen.

00:17:21: als Unternehmer

00:17:22: und das ist ein Unternehmer Netzwerk.

00:17:24: musst du da einzahlen?

00:17:26: Die trefft euch einmal die Woche zum Frühstück?

00:17:28: Genau.

00:17:28: Wir treffen

00:17:28: uns Donnerstag morgens zum Frühstag hier mit dem Körf in Leverkusen an der Arena Achtundreißig bis um zehn, das gibt es auch als BNI.

00:17:39: Der BNI ist aber sehr star und strikt.

00:17:41: Und das kann ich nicht leisten.

00:17:45: Ich bin schon mal mit dem Verband unterwegs.

00:17:47: Du hast ja genug anderes zu tun noch

00:17:49: oder so?

00:17:50: Oder ich habe halt eine Baustelle auf die ich muss.

00:17:53: Und dann treffen sich auch um sechs und dreißig um sieben Uhr.

00:18:00: Ja, und dieses Netzwerk ist sehr familiär.

00:18:02: Und das macht was?

00:18:03: Also da bin ich... Das funktioniert gut!

00:18:07: Wir haben einen karriktativen Ansatz auch also für das Geld, was wir zahlen jetzt ein tausend Euro im Jahr dafür.

00:18:12: Okay.

00:18:14: Das geht hauptsächlich dann an Spendenaktionen, bisschen Werbung für das Netzwerk und für die Unternehmen.

00:18:20: Aber der Großteil geht an Karriktative Zwecke bzw.

00:18:24: die Leverkusener Palliativklinik unterstützt, Kindergärten unterstützen wir schon mal Schulen.

00:18:31: Aber auch vor Ort letztendlich?

00:18:32: Ja nur für Leverkusen.

00:18:33: Es dürfen auch nur Leverkurser Unternehmen teilnehmen.

00:18:36: also wenn ich jetzt in meinem Unternehmen umziehen würde dann wäre ich raus.

00:18:42: Du bist vor kurzem mit deiner Ausstellung dann noch einmal komplett umgezogen.

00:18:48: Ich sage mal letztendes baut mir irgendwo so ein Ding auf und hat ja dann seinen Standort.

00:18:54: Wie ist das, machen die Kunden das so einfach mit oder?

00:18:58: Ja, entscheidend ist auch da zum Beispiel dass es schnell zum Notar geht und beim Amtsgericht hinterlegt, dass man die Adresse geändert hat.

00:19:07: So was... Man muss seinen Google-Eintrag, man muss die ganzen Hersteller pflegen.

00:19:15: Das ist unglaublich zeitaufwendig.

00:19:18: dem Kunden muss ich sagen ist das wahrscheinlich relativ egal, ob der jetzt an Adresse A oder B fährt.

00:19:24: Wichtig ist der Google Eintrag dass man das beim Mems schnell findet.

00:19:27: Das ist unglaublich kompliziert.

00:19:29: Weiß nicht wer es mal gemacht hat aber du musst ein Video durchdrehen wo du durch die neue Fläche geht und erkennt was ist außen also Nachbargebäude.

00:19:39: Du musst als Unternehmen eindeutig erkennbar sein.

00:19:42: Also es muss Werbung fest angebracht sein an dem Unternehmen.

00:19:45: Du musst mit dem Schlüssel ins Schloss gehen und zeigen dass du mich aufließen kannst.

00:19:51: Ich verstehe den Hintergrund dazu, aber es ist natürlich auch aufwendig.

00:19:54: Also ich bin auch mal umgezogen.

00:20:01: Wir haben fast zehn Jahre gebraucht bis wir bei Google Maps aufgetaucht sind und das Problem war eine Wilhelmstraße.

00:20:08: Die waren mitten im Ort.

00:20:10: Und die großen Lkw, die uns anliefern wollten, sind mitten in der Sackkasse stehen geblieben.

00:20:14: Das hatten wir mehrfach und unsere hießt die Wilhelm Schaarstraße.

00:20:16: Die gab es aber nirgends.

00:20:17: also insofern das war vielleicht noch eine andere Variante, aber wir hatten auch keine Chance ein Video zu drehen.

00:20:24: Warum bist du umgezogen?

00:20:25: Wieso hast Du dich entschieden?

00:20:27: Ich hatte damals einen Mietvertrag über fünf Jahre und habe dann aber einen Vermieter, der auf den ersten Blick sehr nett war und kooperativ war ja bis zum Ende, also

00:20:40: okay.

00:20:40: Also vom Tag an den wir ausgezogen sind, war er sehr komparativ danach leider nicht mehr.

00:20:49: Aber das ging so nicht, der hatte selber auch in der Fläche gewohnt und dann hatten mir Themen sehr auf seine Sachen geachtet was man gut nachvollziehen kann und die sehr gepflegt.

00:21:01: aber ich hatte zum Beispiel mal einen Kunden, der ist mit einem Porsche vorgefahren stand dann schief in der Parklücke Am Foto.

00:21:07: können Sie dem Kunden bitten, das Auto gerade hinzustellen.

00:21:10: Das geht so nicht und habe ich gesagt ja, das habe ich dann dem Kunden nicht gesagt weil wenn ich

00:21:14: den

00:21:14: Untergang der wäre wieder hochgekommen.

00:21:17: Aber das sind natürlich Dinge die dann nicht so gut funktionieren.

00:21:22: Nach welchen Kriterien hast du denn deine neue Ausstellung ausgesucht?

00:21:26: War dir da wichtig?

00:21:29: Ich lagerfläche, also in der ersten Fläche war ich im zweiten

00:21:32: O.G.,

00:21:33: d.h.

00:21:33: ich habe alles mit dem Lasten aufzukoch gefahren und wieder runter.

00:21:36: Das ist morgens zum Laden der Autos...

00:21:39: Das lag aber auch im zweiten

00:21:40: o.g.,

00:21:41: okay?

00:21:42: Ja, so sportlich dran!

00:21:44: Das war morgens zu laden sehr, sehr aufwändig und zeitintensiv.

00:21:48: Dann hat der andere Mieter den Aufzug noch nutzen können zu derselben Uhrzeit, das heißt man musste teilweise auf den Aufzupraten.

00:21:55: Das ist nicht so gut, kann ich nicht empfehlen.

00:21:59: Die neue Ausstellungsfläche habe ich dann über das Netzwerk gefunden.

00:22:03: Einer der Netzwerkspartner hat neu gebaut und dann hier angeboten einzuziehen.

00:22:08: ist Fensterbauer also auch da haben wir so ein Stück weit oder wir hoffen dass es noch besser wird.

00:22:14: Synergien Ich glaube, dass ich ein bisschen mehr von ihm profitieren kann als er von mir.

00:22:19: Wenn die Kunden sich nach Fenstern informieren ist es meistens ein bisschen früher und danach kommt sie erst nach dem Hof.

00:22:29: Aber darüber ist das gekommen.

00:22:32: Wichtig war für mich ebenerdiges Anliefern.

00:22:35: Genügend Stellfläche für Paletten und Lagerfläche.

00:22:38: Ich habe einen Kleinteillager auch da.

00:22:44: Stück für Stück wachsen.

00:22:45: Und deine Ausstellung ist jetzt aber auch im ersten Geschoss?

00:22:49: Oder und wie ist das mit eingeschränkten Menschen oder so?

00:22:54: Ja, wir

00:22:54: haben einen Aufzug.

00:22:56: Das ist komplett barrierefrei von der Anfahrt ohne Schwelle in den Aufzug dann.

00:23:08: Es ist Neubau Wirklich High-End-Architektur, richtig schick.

00:23:12: Ich habe manchmal eher das Gefühl auch, dass es zu exklusiv für den Kunden ist, dass ich ihn damit ein bisschen abschrecke.

00:23:19: Mit dem Gebäude?

00:23:20: Ja.

00:23:22: Also auf sehr viel Sichtung, vier Meter hohe Decken...

00:23:28: Aber meinst du, dass das dann nicht heimlich genug ist oder...?

00:23:34: Ja, dass es vielleicht auch zu also die Geräte stehen.

00:23:36: Das zu modern ist zu exklusiv wirkt und dann kommt der Kunde rein sieht das finde das gut.

00:23:42: ich finde aber vielleicht nicht das was er sucht.

00:23:44: also kachelofen.

00:23:46: Die dunkle grüne keramik habe ich jetzt aktuell nicht drin.

00:23:51: Auch da gibt's natürlich Kunden für keine frage.

00:23:53: ich biete das gerne an.

00:23:54: Ich glaube auch, dass ich da gut hinberaten kann.

00:23:59: Der Kunde muss sich natürlich auch irgendwie wiederfinden.

00:24:01: Und wenn er dann reinkommt und sieht, oh ist aber sehr clean.

00:24:06: Dann geht der vielleicht eher raus und sagt ah das kann ich mir eh nicht leisten.

00:24:10: Okay.

00:24:12: Deine Ausstellung hast du dir selber gestaltet oder hast du dann in eine Ausstattung?

00:24:17: Nein, ich habe es ja selber gemacht.

00:24:19: Auch dekoriert

00:24:19: etc.,

00:24:20: aber ich sage mal danach ist ja schon die Möglichkeit ein bisschen wohnlicher zu dekorieren dass es nicht so modern ist.

00:24:26: Keine

00:24:26: Frage!

00:24:27: Ja

00:24:29: genau Das kommt natürlich auch mit den Produkten, die man dann reinstellt.

00:24:34: Ich habe den anderen Hersteller der halt eher Landhaus-Style umgebracht.

00:24:38: Aber ja, dann brauchst du

00:24:39: das schon wieder!

00:24:41: Du steckst... Also ich hab' das jetzt so zwischendurch gehört.

00:24:44: Du erzählst das gar nicht?

00:24:45: Du erzähhlst mal eben, dass du da mit dem nochmal vier Stunden gesprochen hast und dann warst du hier steckst ja wahnsinnig viel Zeit auch in deiner jungen Selbstständigkeit da, schon auch in den GVB und in deine ehrenamtlichen Geschichten.

00:25:01: Wie kriegst du das gestemmt?

00:25:04: Man macht an anderer Stelle Abstriche.

00:25:09: Es macht mir sehr, sehr viel Spaß.

00:25:11: Das muss ich wirklich sagen.

00:25:12: Und ich sehe auch einen unglaublichen Fortschritt.

00:25:17: Manchmal muss man sich anhalten und zurückblicken.

00:25:20: Aber was wir geschafft haben mit dem Verband, das ist super.

00:25:24: Also ob das jetzt auf politischer Ebene ist mit dem Johannes Gerstner und den Ansprachen da, ob das marketingtechnisch ist in den nächsten Schritt, den wir hier gemacht haben mit der neuen Agentur?

00:25:38: Ich zieh da auch viel Energie raus.

00:25:39: also ich bin auch jemand, der über solche gemeinschaftlichen Treffen viel Energie nimmt.

00:25:47: Also was fasziniert dich dann?

00:25:50: Ich meine, du wolltest Mikrobiologe werden.

00:25:52: Jetzt baust du Irfen.

00:25:54: Was fasziniere dich am Ofenbau dass du da so wahnsinnig viel rein steckst.

00:25:57: Ja wir sind ja unglaublich kreativ und wir haben eigentlich ein Produkt was in der Höhle entstanden ist.

00:26:02: wenn man das Blödsinn sagt

00:26:04: oder vor der Hölle ja

00:26:05: mit dem Feuer ist ja Das ist ja von von Menschheitsbeginn da Und ohne das Feuer hätten wir uns sicherlich auch nicht so entwickelt wie Wird das jetzt machen oder wie wir jetzt leben?

00:26:18: Ob das jetzt Kondenservierung von Fleisch ist, von Essen.

00:26:22: Vielleicht die Entwicklung vom Rat ist noch so entscheidend würde ich sagen.

00:26:26: Aber das sind so die zwei entscheidenden Dinge, die wir so hatten in der Menschheit.

00:26:32: und dann finde ich diese Traditionsreiche mit dieser Moderne, mit dem neuen Technik.

00:26:38: Wir können ja mit einem Ofen das ganze Haus beheizen.

00:26:40: Das ist ja etwas... und wir können als Ofenbauer sogar ein ganzes Haus bauen handwerklich, dann haben wir ein Produkt was sowohl klassisch traditionell sein kann als auch supermodern.

00:26:54: Diese Vielseitigkeit, das fasziniert mich.

00:26:56: Das versuche ich auch mit meinen Produkten die ich verkaufe, die ich an den Mann bringe zu zeigen und machen.

00:27:06: Klar, wir bauen auch klassische eckige Kissen.

00:27:10: Ja aber

00:27:12: es macht jetzt nicht so viel Spaß.

00:27:17: Gibt's denn besondere Ofenprojekte die im Kopf geblieben sind von denen uns erzählen kannst darfst?

00:27:23: Ja also gibt's zwei vielleicht drei ganz schöne Geschichten des eines werden hier in Leverkus.

00:27:30: eine Familie hat sehr lange auf den Grundofen gespart okay Und dann haben wir einen Ort an Grundofen mit einer beheiztensitzbaren Grückenlehne aufgebaut.

00:27:45: Die Familie kam danach und sagte, das ist der Mittelpunkt.

00:27:50: Der steht auch zwischen Küche, Wohnbereich, Flur so... Der heizt hier die Fläche, wenn wir mit der Familie zusammen sind.

00:27:58: Die Kinder kommen nach Hause, setzen sich an die Bank und haben da Spaß.

00:28:02: Da sind super Diskussionen gekommen da zusammen.

00:28:05: Das ist einfach schön!

00:28:08: Das freut mich auch, das macht mich auch stolz dass wir als Ufenbauerteil von einem Weihnachtsfest sind weil die Leute davor sitzen und das Feuer anmachen, da runterkommen diese Behaglichkeit oder ins neue Jahr feiern, Geburtstage, familienfeste.

00:28:23: Also wir sind immer irgendwie Teil davon und sind Teil dieser Familien, das finde ich super.

00:28:30: Dann haben wir ein Großprojekt gehabt wo wir mit Kaufmann Keramik zusammen einen Vierzig Quadratmeter Keramikum Hand gefertigt und Sonderdesign von der Innenarchitektin gemacht haben.

00:28:42: Okay.

00:28:42: Haben wir in Altenvilla eine Beheizte Heizschlaufen, beheizte Rückwand gebaut.

00:28:52: Davor ein Frontgerät gesetzt und dann das Ganze so mit der weißen Kachel verkleidet.

00:28:59: Das

00:29:01: ganze wurde dann gespiegelt.

00:29:04: Haushälften, der anderen Seite ist die Küche und da wurde das Ganze nochmal gespiegelt.

00:29:08: Auch beheizt mit den Heißschleifen.

00:29:12: Das war ein sehr schönes Projekt weil wir da... Also Kaufmann hat dann die Kachel extra dafür angefältigt und erst mal Muster gemacht.

00:29:19: Es war ein schöner Prozess, war sehr aufwendig ist sicherlich so, wo uns in der Lifetime-Projekt.

00:29:26: Und jetzt gerade bauen wir ein vielseitig frei schwebendes Feuer was sechs Meter fünfzig von der Decke hängt und nachher so dreieinhalb Tonnen wiegt.

00:29:37: Das ist auch so ein Projekt.

00:29:38: das bin ich sehr stolz drauf finde ich klasse wenn es fertig ist.

00:29:41: Ich bin da aber auch besonders stolz auf mein Team muss ich sagen weil die unglaublich gut mitdenken viel möglich machen Und das auch wollen und merken, wie die da dran wachsen und der Spaß dann haben.

00:29:53: Wie bist du in dein Team gekommen?

00:29:54: Wie hast du deine Offenbauer gefunden?

00:29:58: Ich habe einen, der hat sich bei mir beworben, der kommt vor Mitbewerber wo ich gelernt

00:30:04: habe.

00:30:04: Der

00:30:06: ist gerade hergegeben oder war ein Spreitthema.

00:30:13: Ich fahre immer sehr loyal zu ihm.

00:30:16: gut zum gestanden, mit ihm gesprochen.

00:30:19: Und was uns beide auszeichnet ist und oder was er auch gerne sagt immer ist dass wir in Lösungen denken.

00:30:24: Wir

00:30:25: haben alle mal einen schlechten Tag, wir haben alle irgendwie Probleme zu Hause, klappt man nicht so.

00:30:32: aber wir denken immer in Lösung und der kann mit allem zu mir kommen.

00:30:36: Wir können über alles reden.

00:30:37: Wir finden sicherlich viele Lösungen dafür nicht für alles.

00:30:42: Wenn wir nochmal eine Nacht drüber schlafen dann bestimmt am nächsten Tag.

00:30:45: Ja, dann habe ich sehr lange noch Verstärkung gesucht und auch im Freundeskreis das angesprochen.

00:30:56: Ich sagte immer hier, ich suche Leute egal, die müssen jetzt keine gelernten Ofenbauer sein.

00:31:01: Dann habe ich einen Kontakt mit zwei Jungs gefunden, die sehr unglücklich waren bei ihrem damaligen Arbeitgeber.

00:31:09: Und die haben sich dann ... ja wir sind zwei Italiener

00:31:15: Z.B.,

00:31:15: wir waren ja italienischen Flair, bei uns auf der Baustelle immer sehr guten Kaffee

00:31:20: und

00:31:20: italienische Musik.

00:31:22: Wir sind gelernte Verputzer, Stokateure- und Fliesenleger.

00:31:26: Ja gut, du bist zumindest Artverwandt?

00:31:28: Genau!

00:31:29: Und dann habe ich jetzt aktuell den Matthias mit dem euch zusammen die Ausbildung gemacht.

00:31:34: Wir haben hier von Leverkusen aus zusammen nach Gessenküchen gefahren.

00:31:39: Ich hatte damals schon den Führerschein noch nicht, war noch ein bisschen jünger... Ich habe mir mal Montagsmorgen mitgenommen.

00:31:47: Hat da immer ein Frühstückstisch gewartet, bis ich fertig war und mit meiner Mutter schon gepratzt.

00:31:53: Und freitags habe ich ihn wieder mit zurückgenommen.

00:31:57: Der kommt vom Unibet-Breidenbach also Kollege hier aus der Gegend.

00:32:01: Er war jetzt ein Jahr bei mir und hat dann im Herbst wieder zurück dahin und hat für was anderes gesehen.

00:32:07: Ja, ich meine das ist auch toll über den Tellerrand hinaus zu blicken.

00:32:09: Ich glaube gerade am offen Morgen nicht ganz so wichtig.

00:32:13: andere Sachen sehen, auch die Wertschätzung für das eigene Unternehmen.

00:32:16: Was machen andere anders?

00:32:18: Nichts wegen besser aber genau was zu sehen.

00:32:22: Ja ich glaube einfach dass unsere Betriebe extrem unterschiedlich sind und manchmal ist es vielleicht auch gut mal etwas anderes zu sehen und zu sehen, es geht auch anders kann auch mal schlechter sein weiß man vielleicht auch wertzuschätzen was man im anderen Betrieb hat?

00:32:38: gibt es Hersteller mit denen du besonders gerne zusammenarbeitet, es kauft man schon mal bei der Keramik erwähnt.

00:32:50: Also klar ich habe irgendwie so meine steckenpferde.

00:32:53: das ist sicherlich auch weil ich das aus der Ausbildung mitbekommen habe und von früh auf einen guten Draht dann zu den Herstellern hatte.

00:33:03: Ich hab da die Firma Brunner, die Firma Kamina Schmid in den Einsätzen ... alle anderen verbau ich genauso.

00:33:12: Ich gehe da auch jetzt gar nicht so zwingend auf den Hersteller, sondern ich gucke was ist für den Kunden das Beste?

00:33:18: Also jetzt zum Beispiel dieses große Projekt, was wir da gerade machen... Das mache ich mit Metalfire eine Firma.

00:33:25: die kam zu mir und sagten hier, wir würden gerne mit dir zusammenarbeiten.

00:33:28: Ich danke euch gar kein Interesse!

00:33:30: Ich habe meine Herstellern,

00:33:31: ich brauche sie nicht.

00:33:32: Und jetzt hab' ich noch ein zweites Projekt mit denen in der Pipline.

00:33:35: Das kommt dann manchmal so.

00:33:39: Ich mache das, was mir gut gefällt.

00:33:41: Was auch gut für den Kunden ist.

00:33:45: Aber was ist für dich wichtig bei einem Hersteller?

00:33:49: Klar, das Produkt muss passen.

00:33:51: aber ich sage mal der Preis wichtiger oder die Betreuung oder der Kundenservice?

00:33:58: wo würdest du da deine Prioritäten legen?

00:34:02: Ich komme sehr stark vom Design und das Produkt Design technisch gut sein.

00:34:09: Vorher kommt aber für mich schon noch der qualitative Anspruch, klar es muss bezahlbar sein.

00:34:16: Aber ich denke da sind wir mehr oder weniger aktuell eher weniger, aber grundsätzlich drin.

00:34:26: ja die Betreuung durch den Außendienst ist jetzt nicht zwingend erforderlich.

00:34:30: also ich brauche jetzt nicht einen Außennienst der einmal im Monat bei mir auf dem Ansteht.

00:34:34: Da habe wenig Zeit für und der kann mir dann wahrscheinlich auch nicht so viel Neues erzählen.

00:34:40: Ich brauche aber dann eine Betreuung, wenn ich die brauche also wenn ich an den Ofen habe, dann hab' ich schon gerne das ja abhebt oder mich dann zumindest zurückruft.

00:34:47: Das ist ja bei den meisten so Ja deswegen bin da aber auch nicht scheu vor anderen Herstellern Und es muss halt passen.

00:35:02: Ein wichtiges Thema ist heute das Internet, Internetbewertung.

00:35:06: Kümmerst du dich da aktiv drum oder lässt es am mitlaufen?

00:35:10: Ich lasse es mitlaaufen.

00:35:12: ich habe in der aktuellen Phase denke ich häufiger drüber nach ein bisschen mehr zu machen weil man ja dadurch doch dann Sichtbarkeit kriegt.

00:35:24: Wenn ich weiß dass ein Projekt gelaufen dann spreche ich den Kunden schon mal drauf an wo ich weiß der hat auch das Affin für und für denen ist jetzt keine großartige Hürde.

00:35:33: Aber aktiv habe ich das jetzt nicht, verfolge ich es nicht so.

00:35:37: Kannst du mir sagen wie's aussieht?

00:35:39: Du, ja... ...Vier Komma Fünf.

00:35:42: Fünfundzwanzig Bewertung ist okay!

00:35:45: Ich hab schon besseres und hab auch viel schlechteres gesehen.

00:35:50: Also ich persönlich finde es eigentlich wenn ich irgendwo sehe dass da fünf Komma Null steht dann bin ich schon skeptisch.

00:35:58: Dann kann eigentlich irgendwas nicht passen, entweder ist irgendetwas gelöscht worden oder der hat ihn gekauft.

00:36:05: Also gerade im Handwerk arbeiten Menschen und wir machen nie alles perfekt.

00:36:12: also zumindest habe ich den Menschen noch nicht getroffen, der das hinkriegt und manchmal passt auch die Nase nicht und manchmal ist auch der Kunde nicht ganz einfach.

00:36:21: Ich hatte jahrelang eine Internetbewertung drin ein Stern Da war ich nie, war seine Begründung.

00:36:30: Was habe ich falsch gemacht?

00:36:32: Aber es hat auch ein paar Jahre rausgedauert bis sich das dann Google überzeugen konnte dass das keine richtige Bewertung ist.

00:36:39: Ja also ich bin auch der Meinung du brauchst negative Bewertungen sonst stimmt was nicht.

00:36:45: Was ich mache ist ich reagiere oder antworte zumindest auf diese Bewertungsbewerbung die ich habe weil das doch dem nächsten Kunden dann signalisiert da ist jemand dahinter der ist bemüht und strengt sich an.

00:36:58: Ja, allen Recht machen geht nicht.

00:36:59: Ich habe auch eine so eine Bewertung drin, wo ich der Meinung bin dass ich diese Person nie gesehen habe und die mit uns gesprochen hat.

00:37:05: aber also ich stehe da auch drüber.

00:37:09: Man spricht ja manchmal auch dann ist das vielleicht ein Mitbewerb oder jemand davon war kann ja auch vorkommen.

00:37:17: Grüße drüben zeigen verstehen.

00:37:22: Bei der letzten Jahreshauptversammlung des GVB hast du gesagt, man sollte sich mal nach einem Nachfolger für dich umgucken.

00:37:30: Heißt das dass du auf jeden Fall aufhörst als Vorsitzender oder gibt es die Option, dass du das doch noch weiter machst?

00:37:41: Also ich habe das ganz bewusst so formuliert weil wir auch gemerkt haben Also ja, ich würde gerne aufhören weil ich andere Themen habe die jetzt in meinem Lebensabschnitt anstehen und mit denen ich mich beschäftigen möchte.

00:38:03: Und ich dann irgendwo Zeit finden muss.

00:38:06: Das ist ein sehr zeitintensives Ehrenamt.

00:38:11: Ich arbeite nach wie vor sehr, sehr gerne weiter um zu im Vorstand oder eine andere Position würde aber gerne diesen Posten aufgeben oder abgeben.

00:38:22: Wenn das nachher klappt, dann ist es gut.

00:38:24: wenn wir das anders hinbekommen kann ich mir vorstellen dass das auch funktioniert.

00:38:30: Das ist aber ganz ausdrücklich keine Einladung dazu dass ich das weiter mache.

00:38:37: Also du würdest schon gerne ein bisschen kürzer treten und deine Zeit noch woanders investieren.

00:38:43: Ich weiß ja, was du in Arbeit reinsteckst.

00:38:45: Insofern ich glaube das kann man gut nachvollziehen.

00:38:49: Also ich habe mal gesagt dass ich aber das liegt sicherlich auch meiner der Menge des Engagements, dass ich ungefähr dreißig Prozent mehr Umsatz machen könnte wenn ich es ihren ab nicht mache.

00:38:59: also ich verzichte da auch ganz extrem auf Geld.

00:39:04: Ja so ist aktuell ein wirtschaftlichen Lager und es ist sicherlich nicht so clever.

00:39:12: Aber auch da haben wir im Vorstand und den Geremien Lösungen für gefunden uns abgesprochen.

00:39:18: Genau, dass ich es auch da jetzt im letzten halben Jahr weniger gemacht habe oder mich nicht mehr um alle Dinge gekümmert habe sondern dann auch vieles abgegeben habe und andere das gemacht haben.

00:39:28: Wenn du deine Zeit so investierst kann man ja eigentlich sagen, dass vielleicht nicht der äußerste Antrieb des Geld für dich ist?

00:39:36: Ja!

00:39:36: Für die Selbstständigkeit.

00:39:37: was ist der Antrieb dafür?

00:39:39: Ich möchte etwas machen was mir persönlich Spaß macht persönlich weiterbringt, wo ich auch das Gefühl habe der nächsten Generation.

00:39:54: Egal ob es jetzt im Offenbau ist oder in der Gesellschaft etwas hinterlasse

00:39:59: dass

00:40:00: vielleicht nach mir etwas besser ist und auch noch weitergeht.

00:40:06: also ich finde Tradition ist nicht das bewahrende Asche Sondern das im Weitertragen der Funken.

00:40:19: Du bist auch noch Sprecher der Ofen Zukunft?

00:40:23: Was ist das?

00:40:25: Die Ofen-Zukunft ist die Lobbyarbeit, die politische Sparte des GVB.

00:40:35: Da bin ich sehr stark mit dem Gino Eichel und dem Johannes Gerstner im Austausch.

00:40:39: Und dem Beirat, den wir da haben um politische Themen die aus Berlin oder aus Brüssel kommen anzusprechen und zu argumentieren.

00:40:56: also wir haben zum Beispiel diese Stallwächter-Party die jetzt vor der nächsten Woche stattfindet in Berlin das ist die letzte am letzten Abend des Bundes-Tag tagt.

00:41:06: Das ist eine Veranstaltung vom Land Baden-Württemberg, jetzt schon Tradition ich weiß gar nicht zum vierten Mal die Stadt findet und wir sind jetzt glaube ich zum vierte mal dann dabei.

00:41:16: oder dritten Mal Und da sprechen wir dann ganz gezielt Politiker an.

00:41:22: und hatten wir vor zwei Jahren meine ich die Begegnung mit dem Cem Özdemir der ja jetzt Ministerpräsident in Baden Württmberg ist.

00:41:30: Er sagt er steht hier vor unserem Ofen.

00:41:33: Das gibt es noch.

00:41:35: Und das sind solche Situationen, wo ich sage genau dass der das nicht mehr sagt sondern dass er das im Hinterkopf hat und sagt ja da ist eine Technik die habe ich vielleicht sogar in meinem Wohnzimmer.

00:41:46: Das ist noch erlaubt und das ist sogar gut.

00:41:49: wir sind fortschrittlich in der Entwicklung.

00:41:52: Wir haben beste Technik egal ob das Katalysatoren Abrandsteuerungen Abscheider sind gute Verbrennungs Wir haben Nutzer, der geschult ist.

00:42:07: All das ist etwas wo ich sage daran arbeiten wir in der Ofen Zukunft und das findet natürlich genauso auch im Brüssel statt.

00:42:15: Wir arbeiten super langweilige Paper aus die dann verschickt werden.

00:42:21: Wir treffen uns mit den Politikern zum Frühstück oder zum Abendessen Und in diesen persönlichen Gesprächen überzeugen wir dass das Produkt gut ist.

00:42:31: Das Handwerk top ist.

00:42:34: Und das Entscheidende ist immer dann, dass da Wähler hinter sind und die Politiker verstehen, es sind Wähler und Arbeitsplätze, die mit Zweifel etwas für den Politikern auch tun, nämlich sie wählen, wenn Sie dafür sind.

00:42:45: Ja, weil wir sind ja eine sehr kleine Branche.

00:42:48: letzten Endes und ich sage mal vielleicht haben wir auch gar nicht so ganz viele Wähler hinter uns aber ihr schafft das schon, das dort entsprechend zu positionieren?

00:42:55: Ja also in Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden, was die Schornscheinfieger sind im ZV Ob das der HKI ist von den Herstellern?

00:43:05: Also da gibt es unterschiedlichste Initiativen.

00:43:07: Wir haben jetzt im Oktober ein großes Projekt mit dem, mit der Heizungsbranche, mit dem BDH, Bundesverband der deutschen Heizung Industrie in Berlin und also gemeinschaftlich schaffen wir das.

00:43:19: auch etwas was wir als Offenbauer noch mehr verstehen müssen oder brauchen fördern müssen dass wir gemeinschaftlicher zusammenrücken Schulter an Schulter etwas dafür tun und dass es nicht nur einzelne können, sondern auch alle.

00:43:38: Also auch alle da ihren Beitrag zu leisten müssen.

00:43:40: Bist schon wahnsinniger Netzwerker?

00:43:43: Ja also ich habe in Leipzig war.

00:43:47: das letztes Jahr war ja ein Leipzigmasse.

00:43:50: Da bin ich mit einer Haag-Tüte über den Messestand bei Kamina Schmiedgelaufen weil ich die Firma Haag getroffen hatte und ich hab in meiner Ausstellung einen Haag oben stehen

00:43:58: Okay,

00:43:58: Udo Haag getroffen.

00:43:59: Ich sagte immer, ich wollte nicht Mitglied werden im GVB.

00:44:05: Die Ofenbauer, die sind ... Wir passen nicht zusammen.

00:44:09: Die verstehen das mit Haag nicht.

00:44:10: Aber ich komme nach Lüßburg und wir unterhalten uns mal.

00:44:13: Da war ich einen Vormittag da.

00:44:15: Und ich hab ein Superantrag zu Haag.

00:44:18: Das Produkt ist top!

00:44:20: Wir müssen einfach von unserem hohen Ross als handwerklicher Ofenbau runterkommen auf die Leute zugehen.

00:44:29: Wenn wir uns damit auseinandersetzen, dann verstehen wir das Produkt, dann verstehen wir vielleicht auch wie andere denken und nur gemeinschaftlich schaffen wir das da etwas für die Branche zu tun und dann auch unser Handwerk hochzuhalten und der nächsten Generation weiterzuführen.

00:44:48: Ich sage mal HAK wird halt immer relativ kontrovers diskutiert.

00:44:52: ich sehe auch eigentlich das HAK tatsächlich auch mal eine ganze Menge für die Branche gemacht hat, gerade in den Achtzigern.

00:44:58: Da hat sie schon auch den Ofenbau hochgehalten.

00:45:03: Das ist ja die Frage.

00:45:04: also wenn man das Produkt als Bausatz sieht so wie Sie es verkaufen?

00:45:09: Den Titel größter Ofenbauer Deutschlands bin ich manchmal schon ein bisschen schwierig weil es da doch meistens Erbausätze sind.

00:45:14: aber mich durfte davon Saadi lernen dass die dann doch ungefähr oder angepasst wurden.

00:45:23: Aber auch da hast du keine Berührungsängste.

00:45:25: Im Prinzip geht es schon darum, dass alle unser Thema mit den Kaminen öffnen oder so...

00:45:32: Das Entscheidende ist noch das Feuer im Wohnzimmer ist, was wir in Schornstein haben in dem Haus und nur so können wir überleben.

00:45:43: Im Endeffekt, ganz böse gesagt, ist mir egal ob ich eine Couchtisch verkaufe.

00:45:49: in der Küche Eine Fliese würde ich sicherlich alles hinbekommen.

00:45:54: Ich glaube aber, dass ganz viele Ofenbauern die wir in der Branche haben das nicht können.

00:45:58: Ja

00:46:00: und für die tue ich das.

00:46:02: Aber hättest du den gleichen Enthusiasmus wenn du jetzt eine Fliese verkaufen möchtest als einen Ofen?

00:46:09: Wahrscheinlich nicht.

00:46:10: Aber überleben muss ich auch.

00:46:12: Also irgendwie muss ich mein Geld verdienen Und in dem Zuge wäre dann wahrscheinlich Geld verdient.

00:46:17: meine Motivation.

00:46:20: Die Frage stellt sich mir jetzt aktuell.

00:46:25: Und das bin ich mit Haag, den ersten Gesprächen komplett an deiner Gastheit.

00:46:34: Wer beigezauft?

00:46:36: Aber wir sind auf einer sachlichen Ebene geblieben!

00:46:38: Und ich war nicht persönlich angegriffen davon, dass sie eine andere Meinung haben.

00:46:41: Wir haben aber irgendwann verstanden, dass wir eigentlich dieselbe Motivation haben, nämlich das Feuer im Wohnzimmer.

00:46:48: und so sind wir dann dahin gekommen, dass ich mit dem sehr guten Austausch habe, mit einem Herrn telefoniere ich regelmäßig

00:46:57: und tausche

00:46:58: mich sehr gut aus.

00:46:59: Er war bei der Eröffnung vom Showroom da und es macht viel Spaß.

00:47:04: Ich finde das klasse!

00:47:10: Jetzt haben wir im Moment eine Wirtschaftslage, die nicht ganz so einfach ist.

00:47:16: Jetzt hast du aber auch gerade schon eine ganze Menge Lösungen genannt.

00:47:19: Wie siehst Du denn unsere Zukunft?

00:47:21: Also ... Du arbeitest stark dran und bist jetzt auch noch relativ jung!

00:47:25: Darfst das noch ein paar Jahre machen?

00:47:27: Das muss man vorsichtig zu sagen...

00:47:28: Ich muss meinen Rentenbescheid seit dem Jahr zwei tausend achtund fünfzig.

00:47:30: Schauer!

00:47:33: Was erwartest Du für die Zurkünftung?

00:47:36: Ja also ich bin positiv.

00:47:40: Ich glaube, dass wir ein Produkt haben was erst mal aus der emotionalen Ebene die nächsten zwanzig dreißig Jahre weiter überlebt.

00:47:49: Weil die Menschen das immer schon hatten.

00:47:51: also kommen aus der Höhle ist immer noch im Wohnzimmer.

00:47:55: ob das wirklich das dreiseitige Panorama Gerät ist vielleicht nicht.

00:48:00: Vielleicht ist es auch nur noch der Kaminofen, der eine Abhandsteuerung hat und einen Abscheider hat.

00:48:07: Vielleicht isst aber auch der Grund Ofen.

00:48:11: Vielleicht ist es auch nur noch, dass das Bio-Eternalfeuer und wir dürfen individuell was drum gestalten.

00:48:17: Klar, das Produkt ändert sich dann aber ich glaube schon, dass es das weiter gibt.

00:48:25: Wir müssen daran arbeiten, wir müssen die Politik überzeugen.

00:48:27: Wir müssten aber auch die Endkonsumenten unserer Gründen überzeugen, dass wir das Produkt weiter einbauen können dürfen.

00:48:37: weil also wenn der positiv für uns spricht Dann ist das auch einfacher vor der Politik zu argumentieren.

00:48:44: Gibt es eine Ofenart, die du bevorzugst?

00:48:47: Ich habe Zuhause, weil ich sehr faul bin einen großen Wasser geführten Karrelofen.

00:48:55: Was soll denn mit Faulheit so tun?

00:48:56: Ich hätte jetzt gedacht, du sagst ja im Gasgamin oder sowas.

00:49:00: Also ich kriege fünftiger Scheite rein.

00:49:01: Das heißt, ich muss den Meter nur einmal schneiden.

00:49:04: Okay!

00:49:05: Ja dann schon bei Holz geblieben.

00:49:08: Habt ne Wärmepumpe vom Haus heizte aber den Pufferspeicher mit dem Wasser gefüllten Gerät.

00:49:15: Hab im Flur einen keramischen Speicher stehen, also wenn der Puffer-Speicher voll ist dann schalte ich um.

00:49:22: Ja das hat es leider noch nicht gereicht die Kacheln an die Freikleidung zu kriegen.

00:49:27: soweit bin ich da auch nicht.

00:49:28: Da stehst

00:49:29: du

00:49:31: noch aus.

00:49:31: Der Rohbau ist quasi fertig, es ist auch Gewebe drauf.

00:49:35: Sieht das ansehnlich?

00:49:36: Es ist dunkel!

00:49:38: Aber die Kachel, die ich noch draufkleben will, fehlt noch.

00:49:42: Bei uns auch damals beim Neubau irgendwie.

00:49:43: Ich glaube, meine Frau hat irgendwann gesagt jetzt macht den Ofen fertig.

00:49:48: Ja, ich habe auch keine Lampmannerdecke.

00:49:54: Jetzt hast du gesagt, du möchtest ja deine Zeit woanders verbringen.

00:49:58: Was selber hast du für deine Zukunft?

00:50:02: Ja, ich will mit meinem Unternehmen gerne irgendwie ein dreißigjähriges Bestehen feiern.

00:50:06: Da habe ich noch ein paar Jahre hin und würde gerne Familie gründen.

00:50:14: und da in die Richtung denke ich jetzt gerade.

00:50:18: Also eher im privaten Bereich als jetzt.

00:50:20: zum Geschäftlichen sage ich jetzt

00:50:21: mal?

00:50:23: Das Geschäft muss weitergehen.

00:50:24: Ich sehe auch da mein Unternehmen meine Mitarbeiter dann als Familie an.

00:50:31: Wir haben wirklich einen sehr familiären Austausch.

00:50:33: Wir haben eine große Verständnis für gegenseitige Themen und auch das ist etwas, was ich sehr mag und was ich hoffe, was Ich glaube dass meine Mitarbeitenden auch sehr schätzen.

00:50:44: ja sie verzichten auch viel auf mich aber

00:50:49: Erwurscht hat dann auch in Form des sich drauf verlassen können letztendlich.

00:50:51: Das funktioniert ja auch im Gegenseitigen.

00:50:55: Ich bin auch sehr stolz auf die.

00:50:56: Also wenn ich nicht da bin, dann treffen sie die Entscheidungen und die treffen ja so dass ich damit glücklich bin und zufrieden bin.

00:51:04: Die halten mir da den Rücken frei.

00:51:06: Jetzt hast du drei Hofmbau, wenn ich verstanden habe?

00:51:09: Genau wir sind vier Handwerkliche von einer in Damembecken.

00:51:15: Wäre das für dich ein Ziel?

00:51:17: Ich habe meine jüngere Töchter, die möchte jetzt studieren gehen.

00:51:19: Die hat dann darüber gesprochen wie kann man das Ganze skalieren wie das auf neue Deutsch heißt?

00:51:23: wäre das für Dich eine Option zu gucken?

00:51:25: Wie kann ich das grüßen?

00:51:26: War von Haar gesprochen oder ist das jetzt so eine Größe wie du es dir vorgestellt hast?

00:51:35: Grundsätzlich kann ich mir das vorstellen zu skalieren.

00:51:39: glaube dass also das Unternehmen ist als ich es gegründet habe darauf ausgelegt.

00:51:44: Das ist möglich.

00:51:49: Es ist keine Grundvoraussetzung, ich glaube es kommt auch ganz stark auf die wirtschaftliche Situation an.

00:51:55: Auf das Umfeld und andere Themen.

00:51:59: Ja aber es ist sicherlich möglich, es ist nichts was ich jetzt aktuell fossiere.

00:52:03: Gut

00:52:04: also nicht dein primäres Ziel aber eine Option.

00:52:08: Ich habe dann noch fünf entweder Urlaufragen hier andersrum.

00:52:11: du hast dir wahnsinnig viele Notizen gemacht.

00:52:14: Möchtest du uns noch was sagen?

00:52:17: Was dir auf dem Herzen liegt.

00:52:18: Also ich möchte vor allem die jungen Ofenbauer ansprechen, dass sie sich trauen um Teil der Ofenkruhe zu werden, der Ofenhelden, das die sich aber auch trauen ihr eigenes Ding so machen und sich abkapseln vielleicht von ihren Eltern, die das Unternehmen seit fünfzig Jahren führen wie Sie das führen.

00:52:39: Die sollen das nicht zwingend anders machen.

00:52:43: Sie sollen es aber überdenken oder ihren

00:52:45: eigenen

00:52:46: Weg finden, genau.

00:52:47: Und wenn es da Gesprächsbedarf gibt dann steh ich gerne zur Verfügung und ich weiß dass du das auch bist also auch gerne drüber redest und mit denen richtet ist.

00:52:55: Es gibt verschiedene Hersteller die das machen der es unterstützen.

00:53:00: ihr solltet da diejenigen finden die zu euch passen.

00:53:04: ja also das solltete auf jeden Fall tun.

00:53:09: traut euch fangt erst mal an, macht etwas und dann kommt der Rest von alleine.

00:53:17: Also ich finde das faszinierend eigentlich dass du dir als viel gesagt habe, wir machen Podcasts und eigentlich geht es um deinen Weg.

00:53:27: aber Robert macht sich ganz viele Notizen was er noch erzählen möchte drumherum weitergeben möchte.

00:53:32: ja das zeigt ja dass dir das eigentlich am Herzen liegt und gar nicht um dich geht sondern eigentlich um den Beruf um das Feuer finden uns

00:53:42: Genau, also ich finde das Klasse mit welcher Begeisterung die Leute zu dir kommen und ihre Geschichten erzählen.

00:53:46: Und wenn wir ja zum Beispiel auch bei mir ist es so, Ich bin ja nicht hingegangen, bin Offenbauer geworden und habe erst was anderes gemacht.

00:53:56: Michael war das so?

00:53:57: Bei dir war das So?

00:54:00: Bei den meisten, die ja bei dir waren, war dass so und haben irgendwie ihren Weg gemacht über Umwege.

00:54:05: Es gibt ganz, ganz selten einen ganz geraden Wege und das ist etwas, was sich gerne unterstreiche.

00:54:12: Macht euren Weg.

00:54:13: Es ist egal, wie der aussieht.

00:54:15: Hier kommt zum Ziel jede Wette und in meinem Ding ist es halt das für die Branche zu tun für die Allgemeinheit.

00:54:25: wenn der nächste Vorsitzende das anders macht dann macht er das anders gemacht dass so wer das für richtig hält wir unterstützen das alle.

00:54:32: ja also es ist nicht mein gvb ich habe davon gar nichts oder sehr wenig finanziell schon mal gar nichts.

00:54:40: Aber wenn ich da vorne stehe, dann möchte das natürlich auch ein Stück weit so gestalten wie Ich dass wir sind vor Halte und der Nächste Der Das Macht der Da vorne Steht der macht das.

00:54:48: so wäre das Richtig.

00:54:49: das ist das unterstützen wir alle.

00:54:52: Ja Definitiv Baustelle oder Vorstand Sitzung?

00:54:57: Baustell ist

00:55:00: zu langweilig

00:55:03: Mit Den Händen Arbeiten Oder mit Worten

00:55:08: überzeugen.

00:55:10: Also das habe ich ja auch letztes Jahr in Münster gesagt, dass was die Jungs da zum Vorentscheid der deutschen Meisterschaft oder zum Europameisterschaft handwerklich in einer Geschwindigkeit und einer Perfektion hingekriegt haben.

00:55:24: Das würde ich selber handwerkelijk nicht schaffen.

00:55:28: Deswegen bin ich froh, dass ich meine Fehler mache oder Dinge, mit guten Worten kaschieren kann.

00:55:35: Du hast vorhin gesagt, du hast deinen Mikrobiologiestudium aufgegeben weil dir die Theorie nicht gepasst hat?

00:55:41: Ja jetzt bist du im Ofenbau und sagst eigentlich ist die Theori dein Ding.

00:55:48: Also auch mit den Mitarbeitenden wenn der Kollegen kommen sagen wir mal wenn ich auf der Baustelle war und am Abend wieder in Büro bin dann merken sie Ich bin glücklich, dass ich ein Bausteller war und dass sich wieder anfällig gearbeitet habe.

00:56:03: Klar muss vielleicht nicht fünf Tage die Woche sein aber von Zeit zu Zeit auf der Baustelle ist schon gut.

00:56:09: Ich glaube das geht jedem so.

00:56:14: Perfektion im Detail oder der Blick für das

00:56:16: Ganze?

00:56:20: Der Blick für Das Große Ganze.

00:56:22: Also ich glaube, dass die Perfektionen ja fünfundneinzig Prozent sind machbar.

00:56:28: Die fünf kommen vielleicht irgendwann und irgendwie mit ganz, ganz viel harte Arbeit und Schrauben.

00:56:34: Aber ich glaube schon dass das große Ganze wichtiger oder entscheidender wird.

00:56:40: Ja letztendlich ist bei unseren Öfen ja das Gesamtergebnis und wenn es dann warm macht kommt vielleicht die kleine Ecke da unten nicht ganz so wichtig.

00:56:47: Wenn das Feuer angemacht wird, wird vielleicht auch der letzte Punkt vergessen.

00:56:52: Erfolg an Umsatzzahlen messen?

00:56:54: Oder an Menschen die man gefördert hat

00:56:57: Menschen, die man gefördert hat.

00:56:59: Auch das etwas.

00:57:00: ich glaube dass wenn man etwas mit Leidenschaft tut was gerne tut dann kommt der Erfolg von einer ganz alleine.

00:57:07: ob das jetzt?

00:57:08: also es klingt total abgedroschen und ich habe das wollte das früher auch nicht hören ja aber wenn man das den Leuten erzählt die nachkommen macht das mit leidenschaft.

00:57:19: du wirst gut da drin wer der beste und dann kommt er ist von alleine.

00:57:23: Ja, ich glaube das hat was mit Überzeugungskraft zu tun.

00:57:25: Also wenn ich für etwas brenne dann ist es glaub' ich auch einfach... Das weiß man in den Fliesen vorhin.

00:57:30: also wenn ich einen Ofen verkaufen muss dann weiß ich kann nicht eine Begeisterung rüberbringen.

00:57:34: Ich weiß nicht, ich glaub' nicht dass sich das bei einer Fliese vielleicht noch bei einem Auto oder so aber dann wird's schon fast schwierig.

00:57:43: Unternehmer?

00:57:44: Oder Handwerker?

00:57:45: Unternehmer!

00:57:47: Ja, das passt doch zu dem großen Ganzen.

00:57:50: und ja Also ich will das eine nicht missen, aber glaube dass ich wahrscheinlich der bessere Unternehmer bin oder dass denken da das besser ist.

00:58:02: Ich

00:58:03: danke dir für ein sehr interessantes und ausschlussreiches Gespräch!

00:58:09: Ich wünsche dir... ich weiß gar nicht wie ich das ausdrücken soll.

00:58:12: eigentlich wünschte ich dir gar nicht dass du nachfolger findest doch ich wünsche es dir, ich wünsche dass wir einen Nachfolger finden der deine Arbeit fortführt.

00:58:19: Danke

00:58:20: gerne Klare Ansichten, gradlinig und klar.

00:58:27: Das

00:58:27: beschreibt

00:58:28: Robert wohl am besten.

00:58:30: Gleichzeitig setzt er sich aber auch still und leise im Hintergrund ein ohne ein großes Aufhebens daraus zu machen.

00:58:37: Menschen die nicht so gerade heraus sind, mag er nicht und da kann es auch mal knallen.

00:58:43: Andererseits kann man leidenschaftlich mit ihm diskutieren und erst für Argumente offen.

00:58:48: Ach Robert, bleib einfach wie du bist!

00:58:51: Ich wünschte ganz viel Erfolg.

00:58:54: Hoffentlich bleibt trotzdem noch etwas Zeit für das Ehrenamt.

00:58:58: Damit auch alle anderen an solchen Gesprächen teilnehmen können, bitte ich euch wieder zu kommentieren, teilen, folgen, liken und so weiter.

00:59:05: Bleibt feurig!

00:59:06: Und bis zur nächsten Folge.

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