#44 Ramsy Saadi - Eine Karriere im Ofenbau in Zeitraffer - Teil 1

Shownotes

Ein Mann der polarisiert. Als Ofenverkäufer, fast wider Willen, gestartet, machte er bei Kago Karriere, hatte einen kurzen Abstecher zu Hark, um dann seinen eigenen Betrieb zu gründen. Den machte er erst groß und landete dann doch irgendwann in der Insolvenz. Im Podcast gib er tiefe Einblicke über seinen Werdegang, eigene Fehler und was er heute anders machen würde.

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Ton und Schnitt: Frank Erlenkämper

Transkript anzeigen

00:00:06: Moin und hallo!

00:00:07: Herzlich Willkommen zu Get the Fire, dem GVOB Podcast.

00:00:11: Vom Ofenbau für den Ofenbau Und natürlich für die Freunde des Ofenfeuers und denen in die es noch werden wollen.

00:00:19: Mein Name ist Andreas Neuer und in mir brennt das Feuer für den ofenbau seit vielen Jahren und ich habe es nie bereut den beruf zu erlernen um mich selbstständig zu machen.

00:00:29: Mit meinen Verbandskolleginnen und Kollegen mache Ich mich stark für einen der ungewöhnlichsten Berufe den viele vor allem junge Menschen so gar nicht kennen.

00:00:38: Gemeinsam vertreten wir im GVUB, dem Gesamtverband Ofenbau, deutschlandweit die Interessen aus Handwerk, Handel und Industrie.

00:00:47: Für mich ist es eine besondere kreative und sehr individuelle Handwerkskunst, die eine Verbindung zur modernen Heiztechnik schafft – und eine Verbindung herstellt zwischen den Menschen!

00:00:59: Denn jeder unserer individuellen Irven hört zum Mittelpunkt des Wohnraums und bringt Menschen zusammen.

00:01:06: Genau darum geht es in meine Podcast.

00:01:08: Geschichten über die Feuerkunst erzählen und Menschen über das Feuer zusammenbringen.

00:01:16: Heute habe ich Ramzi Sadi zu Gast, viele der Branche werden seinen Namen schon einmal gehört haben und Erzählungen über ihn kennen.

00:01:26: Deutlich weniger haben ihn persönlich kennengelernt dann das Bild der Erzählung revidiert haben.

00:01:33: Aber die wenigsten haben ihn sicherlich so offen erlebt wie er in diesem Podcast auftritt.

00:01:39: Freie Erzählte über seinen Weg vom Mediengestalter, seine Zeit bei Kago und Hark.

00:01:48: Seine Selbstständigkeit bis zur Insurrenz – die Zeit bei der Harkus- und seinen jetzigen Neustart.

00:01:55: Ehrlich gesagt ist es nach dem Gespräch schwer zu glauben dass Ramsey erst fortyfünf Jahre alt ist!

00:02:02: Da das Gespräch sehr intensiv und lang war hört ihr heute den ersten Teil.

00:02:09: Ja, wir sind heute in Lüdinghausen.

00:02:13: Erstmals mit dem Videopodcast und ich hab hier zu Gast den Ramsisadi.

00:02:18: Hallo Ramsi!

00:02:20: Grüß dich Andreas, hi.

00:02:22: Ich glaube einige kennen dich in der Branche aber sicherlich nicht alle.

00:02:26: Magst du dich mal vorstellen?

00:02:29: Mein Name ist Ramsisaddi.

00:02:31: Ich werde im Juli, forty-fünf Jahre alt, wohne in Nürnberg.

00:02:36: Ich bin zwei Teenager-Töchter.

00:02:41: Und fahre unglaublich gerne im Motorrad, gehe gerne angeln und bin seit two-thausendzwei in der Ofenbranche.

00:02:52: Ja ich habe gesehen du hast mal eine Ausbildung zum Mediengestalter gemacht.

00:02:57: Genau!

00:02:57: Wie bist denn die Richtung gekommen?

00:02:58: Äh ja ich wollte eigentlich immer keifsäblich handiger werden.

00:03:01: Okay... Und dann hat mein Vater gesagt auf gar keinen Fall.

00:03:06: Mein Vater hatte Werbeagentur.

00:03:11: Dann habe ich den Beruf Druckvorlagenhersteller gelernt.

00:03:16: In meiner Lehre wurde dann geändert auf dem Namen Medingestalter.

00:03:22: Demnach habe ich Medinggestalter gelernt und es war rückblickend die beste Entscheidung in meinem Leben, weil du brauchst visuelle Darstellungen.

00:03:38: Ich habe mir immer geholfen, dass ich das Beruf erlernt habe.

00:03:43: Und auch später, wie ich meine eigene Firma gegründet habe, habe ich alles selber gemacht.

00:03:49: Also vom Logo über Visitenkartenbriefbögen, Kataloge, Flyer und Großflächenplakate habe ich alle selber gemacht ohne Werbeagentur.

00:03:58: In dem Sinne war ich selber die Werbeargentur.

00:04:02: Das ist schon sehr viel Geld.

00:04:04: Weil du willst ja nicht viel Werbung machen und das kostet bei einer Agentur oder einem freien Winning-Gestalter, es kostet schon viel Geld, weißt ihr selber?

00:04:12: Und demnach habe ich mir das erspart und hab aber auch so den Touch machen können wie ich das gewollt habe.

00:04:18: Ja gut, dann sind da natürlich super Voraussetzungen.

00:04:20: Genau!

00:04:22: Ich war zwar am Anfang nicht der Meinung wie mein Vater, Wie ist es nach deiner Ausbildung?

00:04:30: Hast du als Mediengesteller gearbeitet oder ... Genau.

00:04:35: Ich hab dann als Medien gesteller gearbeitet und bin mit achtzehn zur Bundeswehr eingezogen worden, hab mein Dienst getan zehn Monate in Ingolstadt.

00:04:49: Und nach der Bundeswehr habe ich dann als Lkw-Fahrer gearbeitet.

00:04:56: In der Bundesware hat mein Lkwschein gemacht, logischerweise wie alle.

00:05:00: Und dann habe ich Lkw gefahren, weil ich gar nicht wusste was ich überhaupt machen will.

00:05:04: Ich hab mich dann zwei Jahre so rumgedrückt und meine Mutter hat gar nicht gepasst.

00:05:08: Dann war eine kleine Anzeige in der Zeitung, die war wirklich so groß, einspaltig dreißig, da war drauf gestatten Ofenverkäufer gesucht.

00:05:17: Meine Mutter kommt her zu mir und sagt, fährst du hin?

00:05:21: Das war bei der Firma HBS Ofenbild in Hirscheit.

00:05:31: Ich bin damals da hingefahren und habe mich vorgestellt in Bombayacke, Springerstiefel.

00:05:38: Und eine Kargohose, die Hose hochgestubbelt, damit man die Schnülsenkel auch sieht ... So bin ich da ... Ich hatte keinen Bock, so bin ich dahin gegangen.

00:05:49: Du bist hingegangen, um den Job nicht zu kriegen?

00:05:50: Richtig!

00:05:51: Da war der Offenverkäufer drin.

00:05:53: Dann war damals ein Verkäufertrin Hans Rinke.

00:05:56: Gott hab ihn sehlich.

00:05:59: Und Hans hat mich angeschaut.

00:06:02: Er war hinter seinem Pult da gesessen und hat mir angeschauen, gemeint du bist jung, dich kann ich formen.

00:06:08: Ich hatte gesagt, dich nehm' ich.

00:06:10: Scheiße!

00:06:12: Jetzt bin ich da so ein Mist, wo sie wirklich auf Verkäufer werden.

00:06:15: Bin da reingegangen und okay es gab zehn Prozent Provision.

00:06:20: Also erst beim Gewerbeanmelden

00:06:22: usw.,

00:06:23: weil er Handelsvertreter ist.

00:06:24: Du hast das direkt quasi auch selbstständig gemacht?

00:06:25: Ja volle Kanäle.

00:06:29: Und dann habe ich da so reingehauen.

00:06:35: Das ist ein Eckmodell, das ist gerade Wand.

00:06:37: Schornstein braucht vier Meter Höhe also wirksame Höhe.

00:06:40: Das war meine Schulung und ab Montag gehst du in die Frequenz mit rein.

00:06:46: Der Hans dachte mit mir dass er jemanden hat der Studio aufsperrt und wieder zusperrt damit er raus kann.

00:06:53: Ich habe dann so viele Öfen verkauft, er hat ihm gar nicht gepasst.

00:06:59: Irgendwann kam Hans Hermann zu mir im Studio in der Früh und sagte, Junge es tut mir leid aber wir müssen uns trennen.

00:07:19: Mit dem Hans, der heißt auch Hans.

00:07:22: Der andere, der Verkäufer hat das gibt Ärger!

00:07:25: Und der war ja Schorentner.

00:07:27: und dann ... Ja bitte räumt dein Schreibbüsch auf raus.

00:07:31: Dreh sie rum und geht.

00:07:33: In dem Augenblick kam der Hans Rinke von seiner Zigarette zurück.

00:07:37: Dann hab ich gesagt, dass du mir so was antust.

00:07:41: Ich habe gesagt, äh... Ich brauchte's Geld?

00:07:44: Ich war ja eh unerfingernagelgebrannt.

00:07:46: Also ich brauche das Geld und du bist Schorente.

00:07:50: Habe ich gesagt Du kriegst es schon Rente.

00:07:52: Er hat er gesagt und ich danke ihm heute für das.

00:07:58: Was willst du bei mir in Hilfscheid?

00:08:03: Du gehörst zu Kago, da die Jungs, die dich fördern.

00:08:10: Da musst du hin.

00:08:20: Ja, letztendlich war ich da aber ohne Job.

00:08:23: War so eine Bewerbungsphase, dauert ja auch immer ein paar Wochen und bin dann zu dem Kachelöfen Faltermaier gekommen in Parsberg.

00:08:33: Das ist auch schon gestorben!

00:08:35: Und das war ein Erlebnis, sag' ich dir ... Ich bin dahin gekommen, auch an Termin gehabt, bin dahingefahren und dann sagt die Chefin was ich überhaupt hier möchte.

00:08:49: Ich habe ein Vorstehholzgespräch als Verkäufer inseriert.

00:08:54: Da müssen Sie morgen wieder kommen, der Chef ist heute bedrunken!

00:08:57: Der war Kirchweih und der Chef liegt noch im Bett.

00:09:06: Eines muss ich sagen, der Faltermeier hat nur in Ingolstadt verkauft.

00:09:13: Er hatte drei Damen im Büro und vier Monteure.

00:09:17: Und er war alleine!

00:09:19: Und der ist jeden Tag von Passberg nach Ingolstadt in sein Verkaufsgebiet und hat nur vor Ort verkauft.

00:09:35: Hat ein Leben gehabt wie ein Rockstar, hat ordentlich.

00:09:40: viele Offenbauer kennen ihn.

00:09:45: Aber ich habe mir gedacht ... Ich kann bei dem nicht arbeiten!

00:09:47: Das haut nicht hin.

00:09:50: und in diesem Augenblick kam der Anruf vom Kago.

00:09:56: Und dann bin ich nach Postbauer gefahren und war von dem Schloss und vom Ding da völlig Eis in Gold.

00:10:03: Dann habe ich gesagt, woher hab' ich?

00:10:04: Ich bin nicht richtig!

00:10:07: Da bin ich reingekommen.

00:10:09: Abgebrannt war ich bis zum Fingernagel also wirklich... Ich habe Kohle gebraucht.

00:10:14: Habe aber auch viel Geld raus pro Sound natürlich.

00:10:18: So unter Kago der Senior hat mich angeschaut, hat er gesagt Naja dich nehme ich.

00:10:23: Montag früh kannst du anfangen In Postbauer direkt im Werksverkauf.

00:10:28: Und dann habe ich gesagt, Herr Kago ... Ich mach das!

00:10:31: Aber ich hab eine Bitte ... Ich bräuchte einen Vorschuss.

00:10:35: Dann hat er gesagt ... Der Herr Kajo war eine sehr dominante Person.

00:10:39: Dann hatte er gesagt, was bist du verrückt?

00:10:42: Ich kenne dich überhaupt gar nicht!

00:10:43: Was willst du denn von mir?

00:10:44: Jetzt hat der gedacht, ich will ... Ich will fünftaus Euro oder was?

00:10:48: Ja, Euro.

00:10:50: Und da hab ich gesagt ... Herr Kako, ich sag Ihnen eins.

00:10:53: Wenn Sie mir jetzt einen Vorschuss geben, ich muss dir mit dem Benzin nach Hause kommen.

00:10:59: Herr Kargo, wenn Sie mir Geld geben ... Ich werde einer Ihrer besten Verkäufer.

00:11:06: Das hör ich gerne!

00:11:07: So hat er ein Geldbeutel aufgemacht.

00:11:10: Ich wollte nur fünfzig Euro für den Tag.

00:11:11: Hat er mir fünfhundert Euro aufgeschrielegt und gesagt, du wirst einer meiner besten Verkäufe.

00:11:18: Und so war es dann auch.

00:11:19: Beim Cargo gab es jede Woche eine Rennliste, in der Rennwoche hieß die.

00:11:26: Wir waren dreihundertundsechzig Verkäufer zur Spitzenzeiten.

00:11:30: Die besten zwanzig wurden jede Woche aufgelistet und mein Ziel, ich habe es geschafft, war, jede Woche wollte ich in dieser Rennliste aufgelisted werden.

00:11:41: Das war für mich einfach ... Wenn du zwanziger Jahre alt bist Ich wollte da unbedingt rein.

00:11:46: Jede Woche war das!

00:11:47: Und es war auch ein Kampf zwischen den Verkäufern, da richtig wir wollten da erscheinen.

00:11:53: Ja und das Kargo bin ich dann bis Zwei Tausend Fünfzehn hängen geblieben.

00:12:01: Aber ich sage mal so als Ofenbauer ... Wir kennen Kargo meistens aus irgendwelchen Drückerkulonnengeschichten sag' ich jetzt mal vorsichtig.

00:12:10: Wir hatten Druck ja?

00:12:11: Ja also es war schon so dass da Wir haben die Kunde nicht gegen Fragen gestellt.

00:12:22: Ich wusste, was ich sagen soll.

00:12:26: Damals war es auch so, dass die Kunden gar nicht die Gegenfragen gestellt haben wie heute.

00:12:43: Rumpferung gekackelt, Heizeinsatz von der Diele aus.

00:12:47: Das waren beim Cargo drei Positionen.

00:12:52: Es ging ganz einfach zum Kalkulieren.

00:12:55: Er hat uns schon einfach gemacht das zu verkaufen aber der Druck war stark.

00:13:01: wir bekamen sehr hohe Provisionen und zum Beispiel des Studio in Postbauer war wieder überwacht mit Ton.

00:13:11: Und wenn ich mit der Familie jetzt da gesessen war in einer Beratung und ich hab die nicht verkauft, musste ich hoch.

00:13:18: Ach Gott!

00:13:19: Sofort kann man durchsagen dass das Ehepaar ist rausgelaufen Ding-Dong und raus.

00:13:23: Das dauert drei Minuten Herr Sadi erst so ding-dang-dong... Herr Sati bitte hoch zur Frau Kago.

00:13:30: Okay.

00:13:32: Und dann sagt die Frau Kajo hat sie gesagt, äh, hättest du verkaufen können?

00:13:37: Der Kunde hat deutlich Signale gesendet.

00:13:41: Der Druck war immer da.

00:13:44: Die Frau Kago hat gut gemeint, aber auf ihre Art sehr viel Druck ausgeübt und die Firma hat es auch gebraucht.

00:13:56: Wir waren Tausend Mitarbeiter!

00:13:59: Es sind neunzig L-Kavis.

00:14:02: Ich will das nicht verherrlichen.

00:14:03: Aber man muss diesen Stallgeruch ... Wenn man das aufgenommen hat und man hat gesehen, was da auch bewegt worden ist.

00:14:15: Wenn man auf dem Kago, der auf den Werksgelände rumgelaufen ist ... Da hast du aufpassen müssen, dass dich kein Gabelstabler überfährt!

00:14:23: Da war so viel los.

00:14:24: Und die alten Kago-Leute, die jetzt vielleicht zuhören, gibt ja noch einige in der Branche, die trotzdem früher bei Kago waren.

00:14:30: Die wissen das.

00:14:31: Es war unglaublich viel los und der Druck war natürlich da.

00:14:36: Kago hat auch sehr viel Geld rausgehauen.

00:14:44: Das war eine Geschichte, muss ich erzählen.

00:14:46: Da ich in den Werksverkauf war, kam der Kago einmal die Woche bei uns rein und er hat immer ein dritter Person.

00:14:56: Von sich gesprochen.

00:14:58: Dann kam er rein und wir am Dresen haben Kaffee gedruckt, war ja nicht immer kundeter.

00:15:03: Wir waren ja zwölf Verkäufer in einem Studio.

00:15:06: Das war ungefähr so groß wie deins.

00:15:11: Und dann kam der Cargo rein ... Jungs!

00:15:13: Der Cargo hat eine neue Idee.

00:15:16: Also Herr Cargo, wieder neue Idee.

00:15:20: Stellt euch mal vor, wenn ihr auf der Autobahnraststätte aus Glock geht Worauf schaut ihr?

00:15:29: Der musste darauf antworten.

00:15:30: Nachher hat er mir gesagt, worauf schaut ... Auf nix!

00:15:34: Wenn du am Pissouar stehst ... Sadi, wenn du am PSOA stehst, woraus schaust du?

00:15:39: Habe ich sehr aufließen.

00:15:41: Stell dir mal vor, europaweit wäre da eine Kago-Werbung.

00:15:47: Ja, alles klar.

00:15:49: Er hat uns gezeigt, er macht europa weit.

00:15:52: Auf jeder Raststätte macht er Werbung.

00:15:55: Dann haben wir uns gedacht, wieder mal eine Idee von Herrn Kago.

00:15:57: Die funktioniert wahrscheinlich nicht.

00:16:01: Ich fahre mit meiner Frau damals und fahr ich.

00:16:04: Es müsste zwei oder vier Gewissen sein.

00:16:06: Wir sind nach Kroatien gefahren.

00:16:09: Und ich gehe in Slowenien auf die Raststätte.

00:16:13: Weil Frau ist im Auto hocken geblieben und ich bin rein.

00:16:16: Ich gehe da rein.

00:16:16: Große Rastanlage geht in das Herrenklo rein.

00:16:25: Ich bin gar nicht aufs Klo.

00:16:26: Ich bin rausgerannt zu meiner Frau und hab gesagt, komm rein!

00:16:30: Schau dir das mal an in Slowenien.

00:16:33: Und eins muss man sagen ... Das war ein Schachzug.

00:16:39: Die Leute haben uns die Tür eingerannt.

00:16:41: Die haben angerufen von allen möglichen Raststätten aus und haben gefragt dieser Ofen auf Seite achtzehn was kostet er?

00:16:51: Das war ein Run.

00:16:53: Um neun Uhr früh haben wir aufgesperrt und die Leute waren mit diesem Kago-Prospekt, was sie ja am Eingang auch mitnehmen konnten ... So ein kleines war das.

00:17:02: Waren die vorne gestanden und wollten Öfen kaufen?

00:17:05: Ich habe die Öfen aufgeschrieben, hab mich verabschiedet und hab das nächste eh paar hergewunken wieder hinsetzen.

00:17:12: Ja, Seite vierundzwanzig der Ofen.

00:17:14: Passt dir bei uns rein!

00:17:16: Also wieder gezeichnet schnell.

00:17:18: Schornstein rein okay passt rum.

00:17:22: Die Idee, er hatte schon wirklich geniale Ideen.

00:17:27: Eins muss ich sagen ... Wer Herrn Kago nicht kennt darf sich keinen Urteil erlauben.

00:17:32: Okay?

00:17:33: Weil man muss immer erlebt haben.

00:17:36: Das, was er gemacht hat, musst du erst mal auf die Beine stellen.

00:17:44: Diese Schlagzahl an Lkw-Weiße sind da die Öfen ausgeliefert worden.

00:17:49: Aber ist das nicht auch so ein bisschen auf Kosten?

00:17:53: Wie soll ich das ausdrücken, der Kunden gewesen zum Teil.

00:17:58: Dass man die Beratung vielleicht nicht so hoch gehangen hat, sondern es verkaufen wichtiger war?

00:18:05: Es war ja so, dass ... Im ersten Step kam der Verkäufer und hat das Ding aufgeschrieben.

00:18:12: Dann gab's technische Projektanten, die beim Kunden vor Ort des Aufmaßes gemacht haben.

00:18:19: Dann ist das Ding des Aufmaß, mit Zeichnungen und alles durch eine technische Abteilung gelaufen.

00:18:24: Im Hintergrund waren da vier Ofenbaumeister, die die ganzen Pläne angeschaut haben.

00:18:30: Und die Ofenbaummeister haben auch die Montage eingeteilt.

00:18:34: Das wurde schon sehr ... Weil Kago durfte sich auch harken.

00:18:39: Die dürfen sich keinen Fehler erlauben!

00:18:41: Die Montage muss klappen?

00:18:44: Ja.

00:18:47: Ein Fenster ist ein Meter zwanzig entfernt von dem Schornstein.

00:18:52: Der Ofen muss da reinpassen, der Fußboden muss passen.

00:18:57: Das Fehler wurden nicht einkalkuliert.

00:19:03: Die Überprüfung passiert erst nachdem der Kunde unterschrieben hat?

00:19:12: Es wurde angepasst, da Kago individuell gebaut hat.

00:19:19: Die Kago hatte ein eigenes Kachelnwerk.

00:19:21: Wir haben fast nur Kachenöfen gebaut.

00:19:26: Wenn der Kunde in die Stornierung reingegangen ist ... Da hat er leider keine Chance.

00:19:33: Es gab auch Schattenzeiten.

00:19:35: Ich will es nicht in den Himmel heben.

00:19:39: Es war nicht alles Gold, was glänzt.

00:19:41: Aber die meisten Kunden haben ihren Ofen bekommen, den wir verkauft haben.

00:19:53: Bei uns damals war es ja so ... Der Kunde reinkam ins Studio und das bin ich heute noch auch in meiner eigene Firma gewesen.

00:20:00: Das klingt brutal aber es nennt sich Abklopfen.

00:20:04: Der Kunde kommt rein und innerhalb von zwei Minuten, drei Minuten stelle ich die richtigen Fragen.

00:20:11: Und weiß ganz genau der will innerhalb von drei bis sechs Monaten bauen.

00:20:16: es ist eine Ex-Situation.

00:20:17: wenn sie ein Ofen haben möchten dann sagt der kunde möchte er in die Ecke reinkommen.

00:20:22: also das weiß sich ganz genau wo ich mit ihm hin laufen muss.

00:20:25: da zeige ich ihn kein ofener geradenwand ja das heißt der fannel der wurde so eng gestrickt dass der kund am ende den perfekten ofen.

00:20:37: Es gab wenig Ausschuss.

00:20:39: Das muss man schon sagen, auch für mich selber ... Ich habe ca.

00:20:44: eine Million Euro im Jahr geschrieben an ... Achthundertausend, eine Millionen Euro Umsatz pro Jahr.

00:20:51: Ich selbst war Kakao gemacht und die wurden alle ausgeliefert.

00:20:56: Weil du kriegst als Verkäufer hast du jeden Plan bekommen.

00:21:00: zur Ansicht!

00:21:01: Okay?

00:21:01: Weil ich musste ja darauf meine Abrechnung.

00:21:06: Wenn ich einen kleinen Ofen verkauft habe und der Techniker ... Das geht ja gar nicht.

00:21:12: Er muss den Mantel für größer machen, dann bekomme ich Abzug.

00:21:17: Ich muss schon real sein.

00:21:20: Sonst muss ich am Ende Geld mitbringen.

00:21:23: Bis zum Jahr zweitausend ... Ich bin sogar einmal kurz zum Hark.

00:21:30: Das war im Jahr zweitausend fünf.

00:21:33: Ich war beim Kargo unzufrieden, dann haben wir mich diese negativen Pressemetalogen angefangen.

00:21:39: Wir waren in bayerischen Fernsehen ... Es wurde immer mehr und Kunden ... Dann wurde das Kargoschloss gebaut, damit hat er uns im Vertrieb keinen Gefallen getan.

00:21:48: Jeder Kunde hat uns darauf angesprochen, ob er jetzt ein Fenster finanziert von diesem Schloss?

00:21:54: Logisch!

00:21:56: Und dann glingelt mein Telefon eine Duisburger Nummer.

00:22:01: Ja, da bin ich anger.

00:22:09: Was machen Sie hier im Postbau überhaupt?

00:22:12: Sie müssen bei mir arbeiten.

00:22:16: Ja, das müssen wir ändern!

00:22:18: Kommen Sie mal nach Duisburg.

00:22:21: Die Woche drauf bin ich nach Duiskburg gefahren in dieses Riesenbaut-Ding.

00:22:25: Wahnsinnes Gebäude.

00:22:27: und der Herr Haag hat ja oben seinen Büro.

00:22:31: Und das erste, jeder der in Herrn Haag kennt.

00:22:33: Du gehst ins Büro rein ein Riesending und vollen dieses Delfinklas, dieses runde Glas wo er runter schaut den Hof.

00:22:41: und das Erste was er macht, er kommt vom Schreibtisch aus dir entgegen.

00:22:45: Zigarette!

00:22:46: Das Erste Was Er Macht.

00:22:49: Ich hab damals noch geraucht und ich habe mich gar nicht getraut ihm.

00:22:52: Da haben wir geweinsam er und ich, junger Puppel.

00:23:00: Wir haben hier eine geraugt, die das Kriterium hat Kaffee gebracht.

00:23:05: Dann hat er mich gefragt, ob ich beim Arbeiten will?

00:23:09: Dann habe ich zum Haag gewechselt nach Nürnberg.

00:23:12: Es war ein Fehler, weil ich beim Haag gar nicht klar kam.

00:23:17: Dieses Modell ... Also diese Heizkamine, Model A oder Model B!

00:23:22: Es gab ja keine individuellen Geschichten.

00:23:25: Wenn das nicht passt, wenn die Ecke nicht neunzig Grad ist ... Dann hast du ein Problem beim Haag!

00:23:31: Jetzt ist es anders.

00:23:32: aber früher war's starr und ich habe beim Haage angefangen und hab dann gleich sofort verkauft.

00:23:41: Am ersten Tag, wo ich drin war, war ich in der Frequenz mit drin und hab verkauft.

00:23:45: Und dann ruft mich ein Herr Bär an.

00:23:47: Gibt's glaubt ihr alle mal?

00:23:49: Beim Haag rechtsanwalt Sie kommt vom Karo.

00:23:59: Das ist beim Hark hier nicht ... Das könnt ihr vergessen!

00:24:03: Es gibt einen Karalog, da sind die Preise drin und die Zeichnungen.

00:24:07: Links und rechts gibt es nichts daneben.

00:24:10: Also weh, sie reichen noch einmal einen Auftrag ein.

00:24:13: Wo ich dann die Bank streiche und eine Regale hin zeichne... Und diese schönste Decke hoch, das ist beim Haken nicht der Fall!

00:24:22: Ich kam mit diesem starren Gerüst, kram mich überhaupt nicht klar.

00:24:28: Da hatte Olaf Block, damals der Geschäftsführer von Kago, alle sechs Wochen oder acht Wochen war bei einer Frau angerufen.

00:24:37: Reden Sie mal mit Ihrem Mann, damit er zurückkommt.

00:24:39: Und das kann man doch alles regeln und so weiter.

00:24:41: Und tatsächlich habe ich dann angerufen, dass ich komm zurück.

00:24:45: So war dann der Weg ... Bis zu den Ersten Insolvenz von Kago.

00:24:51: Dann wurden wir verkauft an German Pellet.

00:24:53: Und im Jahr zweitausendfünfzehn bin ich dann, bevor die Lichter ausgegangen sind, den Frank Rokossa kennengelernt Rula als Geschäftsstellenleiter gegangen.

00:25:10: Das war auch eine Katastrophe, muss man ehrlich sagen und das weiß ... Habe ich eben selber gesagt, deswegen kann ich es heute auch so sagen, Frank und ich haben gar nicht harmoniert.

00:25:23: Wir waren nicht in einer Wellenlänge aber der Senior und ich, wir haben uns Blenden verstanden.

00:25:31: Wir haben uns sehr gut verstanden.

00:25:34: und an einem Sonntag Ich habe mich im Personalbogen angegeben.

00:25:42: Dann geht mein Tochter dran und sagt, Papa da ist dein Chef dran!

00:25:45: Was?

00:25:45: Es war so zu achtzehn Uhr Sonntag bin ich eingegangen.

00:25:49: Und dann war der Senior dran und hat gesagt sie brauchen Montag gar nicht nach Turach.

00:25:56: heißt glaube Brüller sie wollen keiner mehr hinfahren das macht keinen Sinn mehr mit Frank und ihnen des Gebirger.

00:26:03: Sie kommen zu mir direkt nach Melli Sie brauchen kein Hotelbuchen, weil sie kommen direkt ... Da bin ich am Montag früh nach Mälle gefahren.

00:26:14: Dann war ich dann Verkaufsleiter Gaskamine für Bayern-Druh.

00:26:19: Okay!

00:26:21: So bin ich dann zur Spartaim gekommen und hab mich aber auch leider mit der Frau Rokossa nicht so richtig verstanden.

00:26:32: Da gab es auch Differenzen.

00:26:37: Nach einem Vierteljahr hat sich das dann auseinandergegangen.

00:26:42: Dann war ich freigestellt zu Hause und in dieser Zeit ist Rampfire entstanden.

00:26:51: Ich hatte ja gar nichts, kein Kapital ... Ich hatte nur mich und ein Auto.

00:26:59: Immerhin?

00:27:00: Genau!

00:27:00: Mehr hatte ich nicht.

00:27:01: Und dann bin ich aufs Rathaus gefahren.

00:27:05: Ich habe einen Gewerbe angemeldet als Einzelfirma und habe dann gestartet.

00:27:12: Kago ist in der Zeit abgewickelt worden, und dann hab ich losgelegt.

00:27:18: Du bist ja kein gelernter Off-Bauer?

00:27:20: Nein!

00:27:21: Du hast dich selbstständig gemacht als Einzellhandel oder ... Genau, nur Verkauf.

00:27:27: Ich hab Besuppe gearbeitet, die kannte ich vom Kago noch.

00:27:33: Die sind heute doch in der Branche aktiv.

00:27:36: Der andere will auch zuhören.

00:27:39: Die waren Subs, und die haben für mich damals ... Ich hab verkauft!

00:27:42: Ja?

00:27:42: Und die haben die Öfen gebaut für mich.

00:27:44: Hast du vorher bei Kago gemacht das dann quasi für dich gemacht?

00:27:49: So ähnlich.

00:27:50: Es war so.

00:27:52: Viele in der Branche oder aus meinem privaten Umfeld legen mir immer nahe, dass ich Herrn Kago nachmachen wollte.

00:28:00: Das war aber nicht der Fall.

00:28:01: Sondern ich habe ihn.

00:28:04: Das Gute von Cargo, der Firma, habe ich mir rausgezogen.

00:28:10: Diese Pläne und Details, wie wir gezeichnet haben ... Die Verkaufs-Kalkulation.

00:28:19: Ich hab keinen Bock, Vierzig Kacheln auszurechnen!

00:28:23: Mit Ecklisseine und hier noch, das war Zentimeterpreis.

00:28:29: Das habe ich mir mit einer Mischkalkulation so hingerechnet, dass ich eben zurecht komme.

00:28:34: Und das waren keine Mondpreise, weil sonst bekomme ich einen Auftrag nicht.

00:28:37: So billig sein wollte ... Der Billighimer wollte auch nicht sein!

00:28:41: Also ich war immer gut mittendrin und ich hab es, nach dem Motto lebe ich ja heute noch, mach es deinem Kunden so einfach wie möglich bei dir zu kaufen.

00:28:52: Keine großen Hexen-Geschichten?

00:28:54: Sondern er will Geld ausgeben... Ich gebe ihm ein Ofen.

00:29:01: Ich hatte auch immer nur einen Schuss.

00:29:06: Wenn wir beim Kunden im Wohnzimmer sind, ich hatte keinen Studio?

00:29:12: Immer vor Ort!

00:29:18: Weil der Kunde kennt den Ofenbauer und von meinem Onkel aus Nachbarort.

00:29:28: Also die Planung, die wir machen in Palette.

00:29:30: Die muss sitzen!

00:29:32: Muss ich so genau zuhören?

00:29:34: Was will der Mann und was will die Frau?

00:29:36: Wie schaut seine Wohnung aus?

00:29:38: Hat er Hobbys?

00:29:39: Da muss sich einarbeiten damit die Planungen ... Ein Schuss.

00:29:44: Der muss sitzen.

00:29:45: Du bist hingefahren, hast vor Ort beraten und hast dann die Planungsverkauf gemacht?

00:29:51: Nein, am Anfang dachte ich mir, das kann nicht wahr sein.

00:29:55: Ich fahre nach München Dann fahre ich wieder nach Nürnberg.

00:29:59: Da habe ich die Planung fertig und dann fahrei ich wieder hin, um einen Auftrag zu schreiben.

00:30:04: Währenddessen ich in München war, rufe noch der nächste Kunde an ... Herr Sade, wir würden es auch gerne machen!

00:30:11: Das muss eine andere Lösung her.

00:30:12: Dann ist mir eingefallen.

00:30:14: Ich baue mir ein Art Online-Shop, dass der Kunde das Angebot und die Planungen mit einem Klick bestätigen kann.

00:30:26: Ich habe die Kunde von drei Tagen die Planung gemacht.

00:30:40: Das bekam der Kunde alles ohne Geld.

00:30:46: In dem Link war die Planungen und das Angebot.

00:30:58: Ich habe das durchgezogen.

00:31:07: Das war einer der größten Moves, die ich jemals gemacht habe.

00:31:14: Es kam rund um die Uhr in Aufträge am Wochenende und am Samstag.

00:31:20: Da wird die Woche schon schön, wenn du drei Heizkrimine im Sack hast.

00:31:24: Das war ... Und dann hatte ich noch sechs Verkäufer, die rumfahren.

00:31:28: Da kam einiges rein ohne dass wir einen Schritt weiterhin gemacht haben.

00:31:34: Ich war einmal da drin und währenddessen deren Auftrag überlegt, war ich beim nächsten Kunden!

00:31:39: Wo hattest du nicht bedenken, dass sie deine Planung nehmen?

00:31:43: Soll er machen.

00:31:44: Okay.

00:31:45: Ich gehe in die Vorleistung Natürlich vergleichter meine Geschichte.

00:31:50: Das soll er auch!

00:31:51: Ich habe jedem Kunden gesagt, sie kriegen ein Angebot von mir und eine Planung.

00:31:56: Eine Planung dauert bei mir, Palette circa drei Stunden bin ich fertig.

00:32:01: Und die war wirklich sehr real.

00:32:03: Ich bin in der Mediengestalt.

00:32:04: Ich hab das natürlich so gemacht, dass das die Bilder alles ... Ich hab ja Bilder fotografiert, Teppich fotografiert vor dem Kunden.

00:32:12: Alles eingebaut.

00:32:16: Sie kriegen das von mir?

00:32:18: Und bitte schauen Sie sich bei anderen Offenbauer auch noch um.

00:32:23: Auch das mit sehr preisgefühl kriegen, weil ich wollte keine Storno riskieren.

00:32:27: Ich wollte es nicht!

00:32:29: Ich wollte Kunden haben die wirklich bei mir kaufen und wollen und auch bleiben wollen.

00:32:34: Nicht weil sie Vertrag unterschrieben haben sondern weil wir bleiben wollen.

00:32:39: und da die Kunden doch bei mir gekauft haben ist immer wieder der gleiche Satz.

00:32:43: Die haben mich angerufen als Herr Sade.

00:32:46: Wir haben sie jetzt verglichen Mit anderen Rufenbauer.

00:32:49: Sie waren mit der teuerste, aber wir machen es trotzdem bei Ihnen.

00:32:55: Also das war durchaus so gewollt, dass die Kunden das vergleichen.

00:33:00: Und ich glaube wenn du jetzt dir eine Küche planen lässt und der Küchenplaner sagt zu dir er will dreihundert Euro für eine Planung haben.

00:33:13: Wollen sie einen Auftrag von mir oder wollen sie keinen?

00:33:16: Ich will einen Auftrag vergeben.

00:33:17: Jetzt muss ich dreihundert Euro bezahlen, dass Sie mir die Planung machen.

00:33:22: Das war nicht mein Ansatz.

00:33:25: Ich wollte auch Stückzahlen.

00:33:27: Also das muss man sagen ... Die Millionen-Umsatze.

00:33:33: in meinem Kopf hatte ich es schon!

00:33:35: Deswegen brauchte ich schon Stückzahl.

00:33:39: Und deswegen habe ich rausgehauen und es ist mir oft passiert, Wir haben eine Planung von ihnen bekommen.

00:33:48: Die haben sie für die Familie so und so gemacht.

00:33:56: Der Kunde hat nicht gekauft bei mir, aber er hat gesagt ... angefangen ohne Studio und dann hab ich, da gab's mal mit Hersteller auf Schwierigkeiten.

00:34:18: Weil die gesagt haben du Remzi, du hast keine Ausstellung und es gibt Ofenbauer, die regen sich denn auf und das habe ich damals nicht verstanden.

00:34:26: Also was wollten wir von mir?

00:34:28: Ich exportiere hier und dann habe ich aber doch mir eine Ausstellung gesucht und hab dann Öfen ausgestellt Und dann haben wir ja andere Ofenbauer mit übernommen.

00:34:45: Du hast in Prinzip andere Offenbau, die aufgehört haben?

00:34:47: Oder hast du die Studie übernomen oder ... Richtig!

00:34:50: So wurden das am Ende vier Studios.

00:34:56: Das Vorortgeschäft war trotzdem ein separater Part.

00:35:00: Das eine ist dann stationär.

00:35:03: Kunde kommt rein.

00:35:04: Aber die Vorortfahrer, ich nenn's mal so... Die waren weiterhin da.

00:35:09: Ich habe es getrennt, weil es gibt ja nicht jeden Kunden, der in den Studio kommen will.

00:35:20: Unsere USP war das Vorortgeschäft.

00:35:23: Wir hatten nicht die schönsten Ausstellungen.

00:35:26: Da war ich ein Ofenbauer für wunderschöne Ausstellungsgeräte und bei der HAGOS habe ich Studios gesehen, wo schlägst du dir die Finger ab?

00:35:35: Das war aber nicht!

00:35:42: Ich hatte einen Verkäufer bei mir, der wollte am besten gleich ein Auftrag schreiben.

00:35:50: Wir machen keine Aufträge auf dem Messe.

00:36:05: Übermorgen um achtzehn Uhr vorbei.

00:36:09: Ein technischen Vorortemin, sag ihm das!

00:36:11: Ich fahr auch gerne mit, ich helf dir.

00:36:13: Aber lass den Kunden laufen!

00:36:16: Das sind vier Ofenbauer in der Halle.

00:36:19: Da war ja Hark und Bömer

00:36:21: usw.,

00:36:22: ich hab gesagt ... Der wird bei niemandem einen Auftrag machen weil er weiß übermorgen da kommt jemand, der schaut sich das an.

00:36:31: Lass ihn laufen!

00:36:32: Und es hat auch immer funktioniert.

00:36:35: Der Vorortgeschäft war unser Steckenpferd.

00:36:37: Ich kann jedem Ofenbauer empfehlen, wenn ein Kunde anruft und Willer Haus bauen ... Du findest grad keinen Termin, wo er bei Zeit hat?

00:36:47: Dann hock dich ins Auto und fahr hin!

00:36:50: Das ist die beste Methode.

00:36:56: Wie kannst du das dann ... Du hast ja verschiedene Bauweisen, verschiedene ... Wenn die bei uns in die Ausstellung kommen, dann kann ich den da mal.

00:37:12: so sieht der Einsatz aus.

00:37:14: Das ist die Keramik und das ist die Farbe.

00:37:21: Es war ja vor Ort oder auch im Studio.

00:37:23: Die Verfahrensweise ist die gleiche.

00:37:26: Ich habe den Kunden gefragt, haben sie sich schon einmal umgeschaut?

00:37:35: Ich wollte dir erst mal wissen, ob ich schon woanders war.

00:37:39: Meistens sagen die Frauen, ja, ich hab schon mal Peter raised oder ... Hab ich dir zeigen sollen?

00:37:44: Was ich da gefallen hat.

00:37:45: Meisten sind es Putzkisten, die sie gezeigt haben.

00:37:48: Oder Raumteile oder irgendwas.

00:37:51: Dann habe ich dann gefragt, wiederum die Abfrage-Kette würden Sie an dem Bild etwas ändern wollen?

00:37:58: Ist das so Ihre Vorstellung?

00:38:00: Er sagt genau so, wie er da ist.

00:38:02: Warum soll ich in den Karren zeigen?

00:38:05: Wenn der ein Fünfer Kombi will, kriegt er einen Kombi oder beim Heizeinsatz wechseln, wenn er einen Rost gehabt hat, krieg dann Rost wieder!

00:38:16: Ich habe immer das Gefühl, mir ist es damals auch so gegangen... Wenn Kaminbau erst mal keine Berührung passt, dann kannte man den grünen Kachel Peter Steiner Theater und den offenen Kamin aus Klinker.

00:38:33: Eigentlich musste ich dem Kunden die Möglichkeit zeigen.

00:38:38: Da gab es noch keinen Pinter-Rest oder so.

00:38:40: Das ist heute etwas einfacher.

00:38:41: Aber da musste man mir erst mal zeigen was überhaupt geht um vielleicht auch den Bedarf in die Richtung zu wecken.

00:38:48: Ich hatte ja den größten Kalalogen in der Branche zu haben.

00:38:56: Den habe ich selber gemacht, der war DIN auf vier Quer und da waren mit Register von Kaminofen bis Gaskamin alles drin.

00:39:04: Und die Kunden konnten sich online bevor der Termin stattfindet!

00:39:09: Er hat automatisiert einen Link bekommen.

00:39:12: Liebe Familie Müller, wir freuen uns.

00:39:14: am nächsten Dienstag um acht Uhr kommt Ihr Fachberater zu Ihnen in der Hause.

00:39:18: Währenddessen können Sie sich hier schon mal Inspirationen holen und den Betterkaralog bekommen.

00:39:22: Möchten sie den Karalog per Post haben?

00:39:24: Klicken Sie hier!

00:39:25: Wir haben alles gemacht.

00:39:26: Der konnte vorher schon schauen.

00:39:28: Ja damit waren die Kunden quasi vorbereitet.

00:39:30: Das war wie gesagt das wichtigste überhaupt.

00:39:35: Und auch eins im Vorortgeschäft.

00:39:38: Der Kunde ruft nicht noch mal an und sagt, würden sie noch einmal kommen.

00:39:42: Du hast eine Chance!

00:39:44: Weil wenn du das nicht zufrieden stellst, dann sagt der Mann zu der Frau, du mir fahr'n da in den Ort, da ist auch eine Ausstellung.

00:39:51: Und wenn er beim Ofenbauer ist um die Ecke, hast du verloren?

00:39:54: Ja okay.

00:39:55: Vor Ortgeschäft is ne andere Liga.

00:39:57: Wenn du natürlich so weit tätig bist ... Ein Schuss!

00:40:00: Ich wiederhol mich da gerne... Das muss klappen.

00:40:06: Du musst so überzeugen.

00:40:11: Der Treffer muss so genial sein!

00:40:14: Ich habe die Kunden darauf vorbereitet, dass sie begeistert sind.

00:40:20: Geben Sie mit drei Tage Zeit?

00:40:22: Sie kriegen die Planung.

00:40:23: Wenn sie online bestellen, ist das auch ... Du hast sonst immer die Problematik, wenn du vor Ort bist und die bestellen?

00:40:29: Wiederrufsrecht!

00:40:30: Ist das bei dem, wenn die das online machen eigentlich auch oder?

00:40:33: Aber ich hab jeden Kunden der Kündigen wollte rausgelassen.

00:40:36: Auch wenn er bei mir im Studio war.

00:40:38: Wie gesagt, ich habe mir von der Kargo-Geschichte nur die positiven Seiten herausgeholt.

00:40:42: Ich wollte nie, weil mein Todfeind war immer die Bewertung bei Google.

00:40:51: Auch bevor der Termin stattfindet.

00:40:53: Der Kunde schaut ja wesentlich ... Der Mann kommt von der Arbeit nach Hause und sagt, ich hab einen Termin ausgemacht!

00:41:00: Da kommen morgen Verkäufer.

00:41:02: Was war das?

00:41:03: Ramfire?

00:41:04: Schaut ihr Bewertungen?

00:41:07: Ich brauchte Top-Bewertungen.

00:41:09: Stell dir vor, du lässt ein Kunden nicht aus dem Vertrag raus.

00:41:13: Ja logisch.

00:41:13: Demnach hat er gekündigt, natürlich habe ich ihn jetzt nicht einfach rausgelassen.

00:41:18: Wenn er gekündigt hat, hab ich ihn angerufen.

00:41:21: Ich persönlich habe gesagt ... Was hat nicht geklappt?

00:41:25: Kann ich irgendwas für Sie

00:41:26: tun?".

00:41:26: Ich mach Ihnen einen Vorschlag.

00:41:27: Ich komm zu Ihnen nach Hause und wir haben in ganz Süddeutschland verkauft!

00:41:32: Ob der in Stuttgart war oder am Chiemsee.

00:41:35: Okay.

00:41:36: Wir gucken uns die Geschichte gemeinsam an.

00:41:39: Ja, viele haben gesagt, dann probieren wir es noch mal.

00:41:42: Manche haben gesagt Nein, wir haben schon woanders gekauft.

00:41:45: Dann sorry, dann wünsche ich Ihnen eine gute Zeit Und raus.

00:41:49: Wie hast du das logistisch gemacht?

00:41:51: Du hast in ganz Bayern oder Süddeutschland verkauft ... Ich hab die Montagskapazitäten auf die Montage gegeben.

00:42:00: Okay, die hast du schon gehabt.

00:42:01: Genau!

00:42:03: Es war ja so, ich bekam ja dann ... ähm ... äh ... ... zwei Tausend neunzehn, glaub ich, eine Abwarnung.

00:42:10: Okay.

00:42:11: Ähm ... über dreihundertachtzigtausend Euro.

00:42:18: Okay... Das war ein Mitbewerber.

00:42:25: Er war in der Klageschrift drin gestanden, dass er mir vorwirft kein Meister.

00:42:32: Er hat meinen Anwalt geschrieben, wir brauchen keinen Meister, weil wir nur Bezups arbeiten.

00:42:38: Und dadurch habe ich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Meister, der seinen Meister angestellt hat.

00:42:54: Wie er den Kostenapparat hat und so weiter ... Die Klageschrift war ewig lang.

00:43:00: Dreihundert, dreiechzigtausend Euro!

00:43:06: Das war kurz vor Corona.

00:43:07: Ich dachte, das war's jetzt.

00:43:09: Okay.

00:43:09: Das reibt sich ... Schluss?

00:43:11: Ich kann das nicht bezahlen.

00:43:13: Man hat meinen Anwalt gesagt zu mir, es ist leider keine Chance.

00:43:17: Okay.

00:43:18: Das sind Sachen, die Abwahnung zum Beispiel Datenschutz ... Er wollte mir natürlich auch wehtut.

00:43:28: Mit Fake-Kunden hat er mich angeschrieben.

00:43:30: Da habe ich keine Datenschützerklärungen zugeschickt.

00:43:33: Die ganzen Spiele, das ging über Wochen!

00:43:36: Wie Detektiv?

00:43:37: Der hat es erst mal gesammelt.

00:43:39: Dann hab ich meinem Freund das erzählt und ich war tot traurig in deiner eigene Firma.

00:43:47: Und dann habe ich einen Freund, der das erzählt.

00:43:54: Dann sagt er, setz dich ins Auto und fahre hin?

00:44:00: Warte bis der Geschäftsführer rauskommt und spreche ihn an!

00:44:04: Okay.

00:44:05: Einfach dahinfahren und ihn ... Ich hab lange überlegt und dann hab ich ihn angerufen.

00:44:11: Ja.

00:44:11: Und dann hab' ich mein Sekretärin.

00:44:13: Da ging dann ran... Sadi von Ramfire, sagt sie.

00:44:20: Oh oh!

00:44:20: Hab ich gesagt?

00:44:21: Genau.

00:44:22: Ich möchte den Sohn so sprechen ... Herr Sadi ist für Sie nicht greifbar gerade.

00:44:30: Okay.

00:44:31: Habe ich gesagt, ich möchte Ihnen ein Angebot machen was er mir Sicherheit nicht abschlagen wird.

00:44:35: Dann sagt sie zu mir, Herr Sade, Sie sind nicht in der Position das Sie jetzt uns irgendwelche Angebote machen.

00:44:43: Hat er doch und ich sage Ihnen eins, ich mache Ihnen ein Angebot Und wenn sie das ablehnen, sind Sie schuld.

00:44:51: Wenn ihm da durch Umsatz entgeht... Also geben Sie mir einen Termin bei ihm.

00:44:56: Da war es ihr ruhiger Telefon und sagt er rufzieht zurück.

00:45:02: Halbe Stunde später ruft er an.

00:45:03: Okay.

00:45:04: Hab ich's ihm erzählt?

00:45:07: Er hat gefragt was ich auch von ihm will.

00:45:09: Dann haben wir uns getroffen ein Treffen.

00:45:12: Wir waren uns ungelogen Andreas!

00:45:15: Wir haben drei Stunden über die Branche gesprochen.

00:45:19: Über Gott und die Welt haben wir gesprochen!

00:45:22: Und am Ende habe ich ihm diese achtzigseitige Klageschrift vorgelegt, woher war man jetzt damit?

00:45:34: Die muss er bezahlen, Junge!

00:45:36: Wir wollen doch jetzt gemeinsam starten.

00:45:41: Du zahlst dein Anwalt, hab' ich gesagt.

00:45:43: Ich zahl mein Anwaltung

00:45:44: erledigt.".

00:45:48: Er hat es an Ort und Stelle zerrissen.

00:45:54: Es war eine tolle Geschäftsbeziehung.

00:45:56: Wir sind heute noch gut befreundet, aber so haben wir uns da.

00:46:02: Ich habe damals meiner Firma in Asch gerettet, dass ich mich ins Auto reingesetzt habe.

00:46:21: Ja, aber ich hab's gerettet.

00:46:23: Das war gut so.

00:46:26: ja!

00:46:26: Du hast das dann bis zu ... Ja, wie kam es dazu?

00:46:41: Ein schwieriges Thema muss ich erst mal kurz schlucken... Nicht ganz so einfach, für viele total unverständlich.

00:46:48: Aber am Ende des Tages war ich selber schuld.

00:46:52: Ich habe die Firma geführt ohne auf die Finanzen zu schauen was wirklich am Ende verdient wird und nicht was am Kontum ist.

00:47:07: Und hätte ich das gemacht?

00:47:10: Hätte ich meine Firma gar nicht in die Britulie gebracht.

00:47:14: Als ich in der Brithulie war, habe ich nach Investoren gesucht, die mir weitere Zugkäufe finanzieren.

00:47:25: Und ich hab mich dann für Investoren entschieden ... wo sich ziemlich schnell herausgestellt hat, dass wir nicht gemeinsam auf einen Nenner kommen.

00:47:39: Und letztendlich sind alle Verhandlungen, die wir gegenseitig hatten, gescheitert?

00:47:46: Und als Geschäftsführer war ich alleine.

00:47:50: Auch in der Holding und in der GmbH, auch in der KG, die ich immer noch hatte, war ich alleiniger Geschäftsführer.

00:47:58: Irgendwann kam dann die E-Mail von meinen Investoren, dass sie nicht nachschießen werden oder die Mittel nicht bereitstellen werden, die eigentlich vereinbart waren ... Dann hatte ich keine andere Wahl, da hast du drei Wochen Zeit.

00:48:15: Als Geschäftsführer habe ich in Nürnberg einen Rechtsanwaltskontaktiert, der mir die Insolvenz-Antragspflicht prüft und wohlgemerkt.

00:48:27: Ich bin mit voller Auftragspüche, wir waren bis zur Kante voll!

00:48:31: Wir haben gerade eben den Ofenbauer in Bayreuth gekauft.

00:48:39: Es war eine sehr emotionale Geschichte.

00:48:44: Und der hat ein paar Tage geprüft und hat mich angerufen und gesagt, sofort Antrag stellen.

00:48:54: Hab dann erst mal daran gezweifelt ... Natürlich sagt er mir Antrag stellen!

00:48:57: Er will ja Geld verdienen?

00:49:00: Hab dann aber mich über diesen Anwalt informiert.

00:49:03: Und dieser Anwaltung ist auch selber Richter in den Berg.

00:49:08: Der kann sich keinen Fehler erlauben.

00:49:11: Und dann habe ich diesen Antrag gestellt, hab ja noch nie einen Insolvenzantrag gestellt.

00:49:16: Für jeden der glaubt es ist ein PDF-Runderladen.

00:49:20: Ich glaube meine Insolventantrag ... Es waren hundertsechzig Seiten!

00:49:25: Da musst du alles dokumentieren, Anlage verbügen, schoner Lohnspiegel.

00:49:31: Warum bist du in die Schieflage geraten?

00:49:33: Von Anfang bis zum Ende.

00:49:35: Wie viel Gläubiger gibt's?

00:49:36: Ich habe eine ganze Schoße da rein.

00:49:41: Und dann letztendlich am, glaube ich, am sechzehnten Juni, im Jahr zwei Tausend vierundzwanzig, habe ich in einem Amtsgericht einen Insolvenzantrag abgegeben und bin dann an der Autobahn rechts rangefahren.

00:49:55: An der Autobahneraststätte habe mir so ein Kaffee geholt und war auf so einer Beton-Plateu gesessen.

00:50:07: Es war, also es ist wünschlich keine.

00:50:11: Ich war wie planlos!

00:50:13: Ich war total ... ich war auch wirklich kurz vom Heuen, ich war fix und fertig.

00:50:19: Hab auch mal Hände im Auge liegen lassen.

00:50:22: Lustigerweise muss ich sagen in dem Augenblick kam so eine rumänische Euro-Sammler Und ich hatte mein Auto gerade am Laden und da hab' ich so einen Sportwagen gefahren.

00:50:35: Dann kommt der zu mir her und sagt, er will ein Euro haben.

00:50:38: Dann habe ich gesagt, er wollte den Tankfüllung haben.

00:50:41: Er hat die Kinder gezeigt und hat aber schon fünf andere abgeklappert.

00:50:44: Und dann hab ich gesagt ... Ich hab eigene Probleme gerade.

00:50:50: Was du eigene Probleme schaust, Mann!

00:50:52: Schaust du Auto?

00:50:54: Du hast genug Geld,

00:50:56: ne?!

00:50:57: Alter, ich bin Bankrott!

00:50:58: Habe ich gesagt nix?

00:51:01: Hat der gesagt, ich, du schlechte Mann!

00:51:02: Und es geht ja gehen.

00:51:05: Ich hab andere Probleme.

00:51:07: Und so bin ich dann heimgefahren.

00:51:11: Das war bitter.

00:51:11: Ich war am Abend, hab die E-Mail geschrieben an alle Hersteller und Geschäftsführer.

00:51:20: Auch an die Hagueaus.

00:51:23: Dass ich hier mit heute den Antrag eingereicht habe.

00:51:28: Dann hab ich aber gehofft ... Du hast ja drei Monate vorläufige Insolvenzzeit.

00:51:36: Ich hab dann mit einem neuen Investor den Plan geschmiedet, die Firma aus der Insolvenz herauszukaufen.

00:51:45: Das war eine Achterbahn der Gefühle.

00:51:48: Ja, nein!

00:51:49: Zu viel zu wenig machen wir es nicht.

00:51:52: Anteil der GmbH, dann neue Gmbh gegründet schon.

00:51:56: Also mit dem Insolventverwalter gibt's andere Angebote vielleicht?

00:52:02: Und ich bin der einzige Bieter und da musst du die Mitarbeiter bei der Stange halten.

00:52:09: Das hat sich jeden Tag geändert.

00:52:20: Was ich die Mitarbeiter heute gesagt habe, war vielleicht morgen gar nicht mehr gültig.

00:52:25: Die Mitarbeiter haben auch an mir gezweifelt.

00:52:29: Was der erzählt, stimmt ja alles gar nicht!

00:52:32: Es war keine Situation und im Nachhinein würde ich es heute anders machen.

00:52:38: Aber die Situation hat mich auch geprägt.

00:52:42: Und am letzten Tag, also die drei Monate waren vorbei und am letzten Stichtag musst du dem Amtsrichter in Nürnberg einen Lösungsvorschlag anbieten.

00:52:54: Also der Insolvenzverwalter muss dem sagen wie geht es weiter?

00:52:57: Ja ich habe ja ein Angebot abgegeben okay.

00:53:01: und dann ruft mich am Montag früh der Insolenzverwalter mit dem Richter gemeinsam auf.

00:53:07: Lautsprecher Okay.

00:53:09: Er hat gesagt, Herr Sadi ... Wir müssen ihn leider mitteilen.

00:53:12: Die Firma wurde verkauft.

00:53:16: Was?

00:53:17: Die wurde verkauft!

00:53:18: Die Firma geht nicht an sie.

00:53:20: Okay.

00:53:22: Was an wen

00:53:22: denn?!

00:53:23: Das kann ja geil sein... An ihre ehemaligen Gesellschaften.

00:53:28: Ist aber ein Scherz oder?

00:53:30: Die, die nichts mehr investieren wollten.

00:53:31: Ja okay.

00:53:32: Die haben erhöheres Angebot abgegeben bis hin.

00:53:35: Ich sage Leute, ich werde mal ... Und Herr Sari Ich habe mich dann vom Mitarbeiter verabschiedet und bin nach Hause gefahren.

00:53:50: Ich habe noch eine E-Mail geschrieben an alle Hersteller, hier mit Schluss.

00:53:58: Am Abend war ich auf meiner Couch gelegen wie ein Embryo.

00:54:09: Klingelt mein Handy und lese sich so, Gido Eichel.

00:54:13: Ich dachte, nee, den brauche ich jetzt nicht.

00:54:16: Bin aber da dran!

00:54:20: Ja, Ramsey grüßt dich und hat mir erst mal seit Beileid, dass ich meine Firma verloren habe ausgesprochen.

00:54:26: Und dann hab er gesagt ja Junge was machst du mir jetzt?

00:54:31: Da hab ich gesagt Gido, ich mach nichts.

00:54:35: Wollen wir einen Kaffee trinken gehen?

00:54:38: Du aktuell nicht, aber gib mir mal ein paar Wochen Zeit.

00:54:43: Da war ich ein paar Woche zu Hause und da haben wir uns dann getroffen.

00:54:48: Und dann hat Amy erklärt mit Alexander Steidt zusammen was sie eigentlich suchen.

00:54:56: Sie suchen einen Vertriebsleiter.

00:54:58: Hab mir ganz offen gesagt wo er die Haagos gerne hätte und wo die Probleme ... Er glaubte, dass ich die Schnittstelle schließen kann.

00:55:12: Ich hatte aber drei Angebote vorliegen und habe mich für die Hago hanschienen.

00:55:43: Wir haben noch zwei Hürden.

00:55:45: Das ist einmal die Frau Jeromin und der Aufsichtsrat.

00:55:54: Wobei der Vorstand in der Personalentscheidung frei ist, Aber die Vorjeromin, die liebe Grüße an die Liebe schon nicht ... Die hat mich gelöchert.

00:56:13: Aber richtig!

00:56:14: Das war ein volles Programm.

00:56:16: So richtig Personalmanagement.

00:56:18: Herr Sadi waren sie lange selbstständig.

00:56:21: Ich habe meine Zweifel, dass Sie sich an Weisungen halten können und Sie wissen genau bei einer Genossenschaft geht es etwas langsamer zu.

00:56:32: Wie würden Sie reagieren, wenn der Vorstand einen Vorschlag nicht sofort umsetzt?

00:56:39: Und so hat die mich gelöchert.

00:56:43: Dann hat sie eine Frage gestellt ... Da muss ich wieder antworten, das war im ersten Augenblick.

00:56:49: Dann sagt sie, Herr Sadi, was wollen Sie eigentlich bei der Hagos?

00:56:52: Ich hab gesagt, ihr habt doch mich gefragt!

00:56:56: Ja ja, schon klar, wir haben Sie gefragt aber... Was genau ist Ihr Ziel bei der Hagos?

00:57:02: Ich werde Vertriebsleiter.

00:57:04: Ja, das ist schon richtig ... Aber so einer wie Sie hat gesagt, sie wollte mich rauslocken.

00:57:10: So eine wie Sie, so nach zwei, drei Jahren, da musst du irgendwie noch ... hab ich gesagt Frau Jeremien und der Vorstand war dabei.

00:57:19: Frau Jermin, wenn Sie mich so fragen ... Und ich hatte nichts zu verlieren.

00:57:23: Wenn Sie mich auch so fragen, ich möchte Vorstand werden.

00:57:26: Vorstand, Vertrieb und Marketing.

00:57:29: Totenstille in dem Raum!

00:57:32: Alle schauen sich an.

00:57:35: Ja, die hätten die Möglichkeit bestände und nur dann habe ich gesagt da mache ich das.

00:57:42: Weil Verbriebseite hätte ich überall werden können und ich wusste aber Hagos ist ein schweres Brett.

00:57:47: Das wusste ich.

00:57:49: Und ich wusst ja auch mit welchen Gegenstrom der Aufsichtsrat alleine sind als Offenbauer.

00:57:58: jetzt komme ich dazu Und ich habe viele Erinnerungen, die mich, glaube ich, gar nicht gekannt haben.

00:58:08: Aber da gibt es auch andere, die mir gekannt hatten und da waren keine Freunde mit dabei anfänglich.

00:58:15: Demnach habe ich mit vielen Problemen gesehen aber ich dachte mir, ich wollte Vorstand werden.

00:58:23: Wenn ich das mache, dann will ich nach oben.

00:58:27: Ich hatte aber auch das Gefühl ... dass ich was bewegen kann.

00:58:30: Ich kannte ja die Hagos, wir haben bei der Hagos ... Siebenhundert, achthunderttausend Euro Umsatz gemacht.

00:58:38: Also Einkaufsvolumen bei der Hagos.

00:58:40: Also ich hatte sehr viel mit der Hagose zu tun!

00:58:44: Ich kante auch deren Probleme von außen betrachtet.

00:58:52: Und zwar warum ich da drauf gekommen bin... Kannst du rausschneiden?

00:58:56: dann wenn es nicht passt?

00:58:57: Der Andreas Seibernd bevor er Es war ein Vorstandvertrieb gesucht.

00:59:07: Der Andreas Saiband hat damals gesagt, du wärst der richtige.

00:59:19: Da war ich so in meiner Firma gesteckt.

00:59:28: Dann habe ich mir gedacht, im Nachhinein wäre das schon geil.

00:59:31: Nicht weil ich den Titel unbedingt bräuchte ... Ich war schon ein Gesellschaft der Geschäftsführer-Vertriebs.

00:59:40: Deswegen habe ich es nicht gemacht.

00:59:42: Aber diesen Raum zu bewegen, das war für mich sehr interessant.

00:59:49: Ja und dann warst du ein gutes Jahr dabei?

00:59:51: Und dann war's dann schon wieder vorbei!

00:59:57: Was ließ sich nicht realisieren?

01:00:00: Ohne jetzt genau ins Detail zu gehen, weil ich möchte ... Ich versuche, die richtigen Worte zu finden.

01:00:12: Genossenschaft ist Genossenschafs und manchmal stößt man wirklich an seine Grenzen.

01:00:18: Und ich war aber disciplinarisch für die Personalien nie verantwortlich.

01:00:26: Ich hab nur die Konzepte vorbereitet.

01:00:28: Und die Standortleiter, die Nähnlassungsleiter vor Ort ... Die waren disciplinarisch für ihre Verkäufer zuständig.

01:00:36: Da habe ich viele Konzepten vorbereitet aber ich kam einfach nicht weiter und hatte dann ... Dann kam die Änderung im Vorstand.

01:00:50: das wurde angekündigt.

01:00:51: Ich wusste es schon weit vorher dass sich im Vorstand was ändern wird.

01:00:57: Und zu der Zeit hat der malte Tischer schon an mir gegraben, immer wieder.

01:01:04: Ich habe gesagt nein auf keinen Fall!

01:01:06: Kein Kaffee, nichts, mach ich nicht.

01:01:09: An der Hotelbar irgendwo wieder getroffen und gesagt Nein, danke, ich will nicht zu Ihnen reden.

01:01:13: So und dann wusste ich das die Vorstandschaft sich ändern wird in den Aufgabenbereichen.

01:01:20: Und dann dachte ich so, jetzt ... Okay.

01:01:22: Jetzt bist du dran?

01:01:23: Ja.

01:01:24: Ich dachte mir wirklich die Genereifersammlung, also die vielen Ufenbauer, die ich kennengelernt habe, aber auch die Lösungen, die wir gesehen haben für die Hagos.

01:01:37: Die Möglichkeiten, die die Hagas hat und das... Ich bin immer noch pro Hagos!

01:01:42: Das lass' ich mir auf keinen Fall rausreden.

01:01:46: Ich bin so von der Hagos weg Aber ich bin nicht weg, weil ich die Hagos nicht mag.

01:01:50: Sondern ... Ich hab einfach unglaublich viele Lösungen und Möglichkeiten gesehen und Chancen.

01:01:55: Okay?

01:01:57: Und dann hat mich der Alexander Schneid darüber informiert, dass da waren wir auf dem Weg in die Schweiz.

01:02:05: Dann sagt er Alexander Schneide Rämsi, der Guido Eichen wird Vorstand vertrieb.

01:02:12: Mir ist der Kindladen damals am Beifahrersitz nicht ... Es hat mit dem Kino gar nichts zu tun.

01:02:20: Das hat persönlich nichts damit zu tun, das war alleine meine Geschichte.

01:02:25: und dann habe ich aber auch gesagt warum jetzt?

01:02:31: der Kino hat doch mit Vertrieb so in der Art gar nix zu tun gehabt?

01:02:36: Ich hab's nicht verstanden!

01:02:39: Und dann meine Sachen wo ich nicht weitergekommen bin, da wusste.

01:02:46: Und dann habe ich einen Malte angerufen, am nächsten Tag.

01:02:49: Ich hab gesagt, trink mein Kaffee!

01:02:52: So war's.

01:02:53: Dann hat der Malte mir ein sehr gutes Angebot gemacht.

01:02:58: und dann bin ich zum Gido gelaufen und mein Herz ... Wie ich damals zum Gidoo gelaufen bin?

01:03:05: Ich wusste ja, dass er heute im Office ist.

01:03:09: Da habe ich ihn da früh schon angeschrieben.

01:03:11: um sieben Uhr habe ich wieder WhatsApp geschrieben.

01:03:13: Ich muss mit dir sprechen Hab die Kündigung dabei gehabt und er geschrieben nur zurück später.

01:03:20: Dann hab ich geschrieben, ja wann?

01:03:21: Ich muss mit dir sprechen!

01:03:23: Dann hat mich dann die Assistenz informiert.

01:03:27: Er hat Termine bis Nachmittag wenn überhaupt an morgen.

01:03:31: Nein, ich muss ihn heute spreche.

01:03:32: Ich bin nur heute da.

01:03:33: auch die Frist wegen der Kündigung war ja... Ich musste genau den Tag kündigen auf jeden Fall irgendwann sechzehn Uhr dreißig oder was.

01:03:43: Gido hat Zeit für mich bin ich reingelaufen, er war alleine in dem Raum dringsessen.

01:03:48: Und dann sagt er, Jogi was hast du denn?

01:03:50: Also Gido... Ich muss dir etwas sagen, ich kürde dir heute.

01:03:56: Todenstille!

01:03:57: Okay.

01:03:58: Dann sagt er Hast du unterschrieben woanders?

01:04:00: Dann hab' ich gesagt ja und dann ging's ziemlich schnell.

01:04:05: also da habe ich innerhalb von zehn Minuten Schüssel abgegeben, Hände abgegeben.

01:04:10: Ich konnte keinen Kollegen mehr, ich hatte auch keine Rufnummer mehr weil die alle in dem Hangos-Handy drin waren.

01:04:15: Innerhalb von zehn minuten Und dann auf der Autobahn ist dieses Video entstanden, das Real.

01:04:23: Wo ich gesagt habe, liebe Ofenbauer ... Ich hab gekündigt!

01:04:28: Da ist es entstatten.

01:04:29: Weil ich wollte einfach Herr dieser Story selber sein.

01:04:36: Ja okay.

01:04:53: Das war eine wunderschöne Zeit bei der Hagos.

01:04:59: Ich habe so tolle Offenbauer kennengelernt, Und was mich so begeistert hat, war die Treue der Mitglieder zu der Hagos.

01:05:08: Ich will jetzt kein Feuer auf die Hagos!

01:05:11: Bitte verstehe mich es nicht falsch, aber ich bin wirklich begeisterter von dem.

01:05:14: Es sind ganz tolle Betriebe und nicht jeder hat hundert Prozent bei den Hagos gekauft.

01:05:19: Aber trotzdem die Verbundenheit zur Hagos ... Wenn man die Nebengeräusche beheben könnte, dann würde das auch mehr werden?

01:05:30: Aber diese Nebengeräusche drücken das Ganze etwas.

01:05:34: Die Substanz ist bemerkenswert und auch der Außendienst, den die Hagos hat einen unglaublich guten Außedienst.

01:05:47: nur der Schliff fehlt.

01:05:50: Die Jungs brauchen ein bisschen den richtigen Anschubsser in die richtige Richtung.

01:05:55: Das war einfach bislang nicht da und das wollte ich unbedingt erreichen, aber diese Jungs ... Und auch die Nählassungsleiter wissen über ihre Kunden so viel Bescheid!

01:06:06: Die wissen wer die Ehefrau ist, was da passiert ist, dass das Kind gerade einen Führerschein macht, dass er gerne Golf spielt, das Auto ist kaputt, der Hund ist gestorben... Die wissen alles über ihre Kunden.

01:06:20: Wir waren im Wohnzimmer gesessen bei den Rufenbauer.

01:06:35: Ich wurde umarmt von den Schwiegermüttern.

01:06:40: Die Verbundenheit, man könnte in meinen Begriffen mehr daraus machen.

01:06:48: Top Außendienst und flächendeckend, bietet ja so auch kein anderer Anbieter an.

01:06:54: Flächendecken auch in Österreich soll eine Betreuung.

01:06:57: Das will sich auch keinen Hersteller mehr leisten?

01:06:59: Kann es sich im Moment glaube ich auch keine Herstellerschaft nehmen.

01:07:01: Richtig!

01:07:02: Also das muss man auch mal sehen.

01:07:04: aber was mir wichtig war Ich wollte nicht dass wir einfach nur fahrende Prospekt Auslieferungsmitarbeiter haben.

01:07:14: Wenn ich einen Termin kriege beim Ofenbauer Dann will ich auch wieder mein Schema ansetzen.

01:07:21: Es muss wieder was dabei rauskommen!

01:07:24: Ich will nicht nur Kaffee trinken rumfallen, das ist jetzt nicht negativ gemeint.

01:07:27: Aber wenn man den Jungs das richtige Handwerk gibt eine CRM-Lösung haben die ja heute noch gar nicht dass sie wieder vorlagen haben Die Besuchsberichte.

01:07:39: Was hat der Offenbauer mir gesagt?

01:07:40: Wann will er umbauen, seine Ausstellung?

01:07:42: Er will vielleicht vergrößern und drei neue Modelle rein.

01:07:46: Das notiere ich mir.

01:07:47: Wieder vorlage Frühling.

01:07:50: Oder bin ich an der richtigen Zeit da?

01:07:54: Hätte ich mir gewünscht die richtigen Werkzeuge den Jungs zu geben als ... Schau mal im Kofferraum was da gerade für Prospekte drin sind!

01:08:07: zu realisieren.

01:08:08: Aber vielleicht schafft es die Hagos noch, die richtigen Strippen zu ziehen?

01:08:13: Die Chance hätten sie auf jeden

01:08:14: Fall.".

01:08:18: Eigentlich hört man Geschichten über Kago und Hagema über Erzählungen von Kunden – und aus dritter Hand!

01:08:26: Vielen Dank für die Einblicke aus erster Hand Ramsi Und natürlich für deine Offenheit.

01:08:32: Den zweiten Teil von Ramsis Reise hört ihr in kürze in der zweiten Folge.

01:08:37: Also am besten folgen und gerne liken teilen und kommentieren, damit ihr nichts verpasst.

01:08:43: Schürt das Feuer weiter und wir hören uns wieder an dieser Stelle!

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