#39 Björn Keller - Wie das Nordlicht das Feuer aus dem Süden in den Norden brachte
Shownotes
Zu später Stunde stand Björn Keller auf dem Norddeutschen Kachelofenbauertag in Linstow Rede und Antwort und er hat einiges zu erzählen. Warum es ihn als Nordlicht deutlich länger als geplant in den Süden verschlagen hat, warum er in Russland Öfen gebaut hat und wie er einen Bundespreis gewann erzählt er nun.
Ton und Schnitt: Frank Erlenkämper
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00:00:10: Moin und hallo!
00:00:11: Herzlich Willkommen zu Get the Fire, dem GVUB Podcast.
00:00:15: Vom Ofenbau für den Ofenbaum und natürlich für die Freunde des Ofenfeuers und denen in die es noch werden wollen.
00:00:23: Mein Name ist Andreas Neuer und in mir brennt das Feuer für den ofenbau seit vielen Jahren und ich habe es nie bereut den Beruf zu erlernen um mich selbstständig zu machen.
00:00:33: mit meinen Verbandskolleginnen und Kollegen mache Ich mich stark für einen der ungewöhnlichsten Berufe den viele vor allem junge Menschen so gar nicht kennen.
00:00:42: Gemeinsam vertreten wir im GVUB, dem Gesamtverband Ofenbau, deutschlandweit die Interessen aus Handwerk-, Handel- und Industrie.
00:00:51: Für mich ist es eine besondere kreative und sehr individuelle Handwerkskunst, die eine Verbindung zur modernen Heiztechnik schafft
00:00:58: – und
00:01:00: eine Verbindung herstellt
00:01:01: zwischen den
00:01:02: Menschen!
00:01:03: Denn jeder unserer individuellen Irfen hört zum Mittelpunkt des Wohnraums und bringt Menschen zusammen.
00:01:10: Genau darum geht es in meine Podcast.
00:01:12: Geschichten
00:01:13: über die Feuerkunst erzählen
00:01:15: und Menschen
00:01:16: über das Feuer zusammenbringen.
00:01:21: Lindsto ist doch immer wieder eine Reise wert, und wenn man dann noch so interessante Menschen wie Björn Keller trifft, so muss man noch ein Podcast aufnehmen.
00:01:30: Björnn hat sich zu später Stunde Zeit für mich genommen und mit zahlreichen Anekdoten über seinen vorgezeichneten Weg in den Ofenbau erzählt.
00:01:39: Warum ist ihn als Nordlicht für mehr als drei Jahre in den Süden verschlagen hat?
00:01:43: Wie es dazu kam, dass er in Russland Öfen gebaut hat und wie er einen Bundespreis gewann.
00:01:50: Erzählt er nun!
00:01:54: Ja heute bin ich in Lindstow auf dem norddeutscht-gachelofenbauer Tag und habe dem Björn Keller zu Gast.
00:02:01: Hallo Björnn
00:02:02: Hallo Andreas
00:02:04: Wie bist du in den Ofenbau gelangt?
00:02:07: Ja bei mir ist das eine Familiengeschichte, wenn man so
00:02:10: will.
00:02:12: Also mein Vater hat Ofenbauer gelernt und hat dann als Fliesenleger umgesattelt.
00:02:18: Vom Ofenbauern zum Fliesen-Leger?
00:02:20: Genau!
00:02:20: Sein Fliesenlegermeister gemacht, sein Fliesenbaubetrieb gehabt – das war eine Hochzeit, als noch alles an Fliesen gesetzt worden ist.
00:02:29: Dann kam irgendwo in der Fliesenklebe auf, Fliesengeschäft ist ein bisschen eingebrochen und dann hat er sich auch seinen Ofenbaubesind.
00:02:37: Und er hat eigentlich damit Kaminbau angefangen, was da dann auch in Hamburg so seine ersten Kaminstudios.
00:02:44: Das war damals ganz neu das es Kaminstudios gab und mit Richard Letroff damals die französischen Kaminhersteller und das waren so die Anfänge.
00:02:53: Und ja dieses Jahr haben wir sechzigjähriges Jubiläum.
00:02:56: als sechsundsechzig hat er gegründet und ja und dann ging das in Hamburg auch schon los Messen, sodass ich als Kind schon auch mit auf du und deine Welt auf die Messe gegangen bin.
00:03:09: Hab geholfen, als zehnjähriger schon ein bisschen die Messestände mitaufzubauen.
00:03:15: Hab mir auch meinen Kind halt da sein, da ein bisschen mit verbracht bin.
00:03:21: Auch in den Kinderhallen rumgelaufen dann mal wieder auf den Stand zurück.
00:03:25: Und also ich hab das immer mitbekommen wie das so von sich geht zwischen Kunden... Geschäft.
00:03:32: Alles war in einem Haus, im einen Wohnhaus nach Hause auch und so bin ich groß geworden.
00:03:37: Hat dich nicht abgeschreckt?
00:03:39: Nein.
00:03:41: Ist ja in heutigen Zeiten manchmal so.
00:03:43: Ja aber bei uns war das doch sehr familiär alles in meinem Haus.
00:03:46: meine Mutter ist technische Zeichnerin gewesen mein Vater hat eben das Kamin-Geschäft gehabt und ja so bin Ich auch mit den Altgesellen die es damals gab auch groß geworden.
00:03:57: Es war immer jemand zuhause wenn ich nach Hause gekommen bin Ja, dann ging das los mit dem ersten Schulpraktiker.
00:04:04: Hast du denn da auch mal was anderes gemacht oder warst du jedes Mal im Ofenboden unterwegs?
00:04:07: Nein ich war schon im Offenbau unterwegs, aber auch im Baugeschäft.
00:04:13: vom Benachbarten habe ich auch mitgeholfen und eigentlich war es für mich so von vornherein klar dass es immer ums Feuer geht.
00:04:23: Und
00:04:25: dann hast Du normale Lehre gemacht.
00:04:27: Genau, habe ich gelernt in Hamburg nicht bei meinem Vater.
00:04:30: Also im Grunde bei dem Sohn wo mein Vaters schon gelernt hat weil der Formand damals auch Meisterschüler unterrichtet.
00:04:39: mit Badaus zusammen hat er damals angefangen.
00:04:41: so bei dem hab' ich gelernt.
00:04:43: es war allerdings auch ein kleinerer Betrieb das heißt er hatte auch gar nichts durchgehend was zu tun gehabt.
00:04:48: Ich habe dann viel Werkstatt arbeiten gemacht, viel Kahlarbeiten in einer Werkstelle anderen Kollegen, der jetzt nicht mehr lebt aus Hamburg.
00:04:57: Der hat sehr viel Reparatur gemacht, sehr viel Fleck für die Saga also für Wohnungsbaugesellschaften und viele Kohleöfen repariert.
00:05:05: Habe ich viel gelernt.
00:05:06: Also auch so an Kleinkram auch Öfen außer dritten Etage Bauch- und Runter haben wir Gestellkachelöfen und so kleinspeicheröfen wie man sagt oder Dauerbrandöfen mit Kachelmantel.
00:05:19: ja das habe Ich viel gelernt.
00:05:21: Und dann habe ich es in den letzten
00:05:27: Jahren.
00:05:27: Dann habe ich sie aus dem dritten Stock gelernt, und dann muss man wahrscheinlich auch den Feuerraum Heiz einsetzen?
00:05:35: Die haben Typammuc-Öfen, das waren Gestellkachelöfen, drei und vier Schichter gab es.
00:05:41: Das war eine so feste Gestelle.
00:05:44: Mein Vater und unsere Eltern haben das damals noch im Akkord ausgebaut, die wurden teilweise in der Werkstatt vorgefertigt Und dann wurde vor oben wurden zwei Schichten abgetragen innen ausbauen, ein bisschen rausgenommen.
00:05:56: Dann wurden die mit der Sackhare in den Hamburger Stadthäusern runter geschafft und dann ist so was anderes reingekommen.
00:06:02: oder es war...
00:06:03: Aber ich meine, da gab's ja noch keine elektrische Sackkarole oder so?
00:06:06: Nein, das kann
00:06:07: alles noch Handarbeit
00:06:09: sein.
00:06:10: Aber damals war auch noch sportlicher Ehrgeiz dabei.
00:06:15: Ja, musste man schon ein bisschen anpacken!
00:06:17: Und dann bist du weiter gegangen.
00:06:20: Ja, dann habe ich nach der Ausbildung oder bin ich eigentlich auch ganz froh drum.
00:06:24: Ohne Vitamin B von den Eltern weil die kennt man kennt ja überall.
00:06:29: Meine Berufsschule seinerzeit in Büsum.
00:06:32: So als ich kurz vor kurz bevor ich mit der Ausbildung fertig war hing an einem am gelben schwarzen Brett so ein Zettel also Gesellengesuche von einer Firma aus Südterland, Doplar aus dem Schwarm Ländle.
00:06:50: Eine ganz große Firma seinerzeit.
00:06:53: und die haben halt gesagt sie hatten mal jemand aus dem Norden einen Juck-Gesellen der dann wieder in die Heimat gegangen ist und sie würden auch wieder gerne in ausgelernten Gesellen als einstellen.
00:07:05: So habe ich mich dann beworben.
00:07:07: Ich
00:07:08: weiß noch, mein Vater hatte damals eine Einladung bei Wodka in Tübingen.
00:07:12: Da haben wir uns... da durfte sich mitfahren und haben uns mehr oder weniger verabredet um uns kennenzulernen.
00:07:18: Drei Wochen später war ich im Schwarmländle.
00:07:20: Ich hab bei Süddeutschland immer daran gedacht dass es München wäre aber...
00:07:24: Gibt's auch noch was anderes?
00:07:24: ...dann
00:07:25: halt dort gelandet.
00:07:26: Und war das ein Kulturschock
00:07:27: als Hamburg
00:07:28: unten?
00:07:28: Ja kann man schon sagen nach der ersten Woche hatte Da war ich kurz davor abzubechen und zu sagen, weil die Arbeitsweise war schon ein bisschen anders sein.
00:07:37: Ich bin dann auch wirklich heils über Kopf ins kalte Wasser gestoßen worden.
00:07:44: Den ersten Rufen habe ich auch wieder abgebaut den ich hier gebaut
00:07:47: hatte.
00:07:48: Und nochmal noch von vorne angefangen hat geschmerzt.
00:07:50: aber am Ende Sag ich mal, hat es mich auch geprägt und dann die Durchhaltevermögen bewiesen.
00:07:57: Man kannte keinen da unten, weil man sich allein gestellt hat.
00:08:00: Das
00:08:01: ist schon ein mutiger Schritt als junger Mensch.
00:08:05: Ich wollte eigentlich einen Jahr runter.
00:08:08: Dann sind's aber drei geworden, denn da hatte ich zwischendurch eine Freundin da.
00:08:12: Wir waren verlängert und haben als Bundeswehr die Zivildienst gemacht Habe ich auch da unten meine Stelle gehabt, d.h.
00:08:19: war ich da gefesselt und dann habe ich während des Zivildienstes immer pro Mittags noch zwei oder drei Stunden in einer Ofenbaufilmung gearbeitet und so habe ich mein Auskommen gehabt.
00:08:36: War ja zu der Zeit nun nicht ganz einfach mit dem was man als Zivil gekriegt hat?
00:08:41: Und dann, naja gut.
00:08:42: Dann war das mit der Freundin auch vorbei und dann bin ich nach drei Jahren so zwei neunzig rum wieder nach Hamburg zu meinem Vater.
00:08:49: oder ist er Schleswig-Holstein?
00:08:54: Nimmt man das hier wirklich als Hamburg denn?
00:08:55: oder ist es...
00:08:57: Na ja wir sind Also Kreis Sturmern, das ist an der Grenze zu Hamburg.
00:09:03: Ich bin schneller in der Innenstadt Hamburg also viertelstunde bin ich am Hauptbahnhof und ich zähle da schon zu Hamburg weil noch Hamburger Telefonen vorwahl und Kostal.
00:09:14: Zeit geht auch noch bis nach Hamburg rein.
00:09:16: Da politisch ist es schon Schleswig-Holstein.
00:09:19: Und dann bist du wieder zurück und war dann schon klar?
00:09:22: War's ja dann Geselle.
00:09:24: Da habe ich ja noch mal eine schon zwei Jahre dann rum gehabt bzw.
00:09:27: mit dem Civilians fast drei Jahre.
00:09:30: und dann hat auch relativ, da hab' ich mein Vater angefangen, auch erstmal handwerklich ganz normal als Geselle.
00:09:37: Und dann fängt aber auch relativ spontan die Meisterschule an, in Schwerin bei Madaus dann noch.
00:09:44: Einer der letzten Kurse, die er da gemacht hat.
00:09:47: Das war schon die Grenze geoffen in dem Sinne?
00:09:51: Ja ja, also dann bist du gerade...
00:09:54: Genau das war dann.
00:09:56: für den Meister habe ich dann vier neunzig gemacht und noch eine Handwerkkammer Hamburg, noch ein Betriebswert des Handwerks hinterher.
00:10:03: Das
00:10:04: ist auch noch!
00:10:05: War die wichtig.
00:10:06: oder um mal den Kaufmenschen hintergrund dann zu haben?
00:10:10: Ja, war ja schon darauf ein bisschen gemünzt auch die Firma übernehmen zu wollen und das ist mir empfohlen worden.
00:10:19: Oder es hat eigentlich so eine Eigendynamik gekommen.
00:10:23: Also irgendwo hat man auch mit Leuten gesprochen, die das auch gemacht haben in anderen Gewerken.
00:10:27: Und so hat sich das ergeben.
00:10:30: ich habe die Leute kennengelernt.
00:10:32: Meine Eltern haben es mir auch ermöglicht damals, weil ist ja dann auch mehr oder weniger Verdienstausfall.
00:10:37: Also ich hab das auch in halbes Jahr Vollzeit gemacht und bin trotzdem dann um sechzehn Uhr wenn die Schule zu Ende war, da habe ich noch zwei Stunden im Betrieb gefahren oder am Samstag.
00:10:52: Da war man doch voll motiviert.
00:10:54: Ich glaube dass es heute bei den Jüngeren manchmal ein bisschen anders war.
00:10:59: Also, hast du wirklich dann als Betriebswetter?
00:11:03: Das ist noch mal eine komplette kaufmännische Ausbildung oder muss man sich das vorstellen.
00:11:06: Genau so
00:11:06: wie der kaufmannische Teil einer Meisterprüfung.
00:11:08: aber nochmal ein bisschen tief gehen da.
00:11:10: Wie im Grunde ein kleines Betriebeswetter-Studium, aber mehr auf Handwerksbetrieb und Einzelunternehmen geeignet nicht erst auf große Konzerne oder sondern abgespecktes BWL-Studio.
00:11:24: Und dann hast du den Betrieb direkt übernommen?
00:11:26: Oder gab es da eine Übergangsphase oder wie habt ihr das?
00:11:29: Ja, also im Jahr zwei tausendzwei.
00:11:31: Also mit der Euro-Umstellung habe ich den Betrieb dann neu gegründet muss man sagen, also übernommen.
00:11:40: Mein Vater hat ja auch sein, er hätte noch gerne fünf Jahre länger gearbeitet aber... Hab dann halt auch die Führung übernommen, er hat sich aus dem Betrieb dann auf komplett herausgezogen.
00:11:52: Ich hab's neu gegründet mit meinen Existenzkröndern da drin was man so gemacht hat ja und... So seit zwei tausendzwei führen wir den Laden eben.
00:12:01: War das denn so mit dem Übergang?
00:12:02: Du sagst dein Vater hätte gerne noch weitergemacht?
00:12:05: Ja seine Bild- Kalkulation ging noch fünf Jahre arbeiten, aber er hat schon immer Hobbys gehabt mit Reisen und Golf spielen.
00:12:15: Und was man alles so macht ist dann eigentlich auch von dem Tag als er mir den Schlüssel in die Hand gegeben hat hatte auch den Laden nicht mehr betreten will ich nicht sagen Aber er ist
00:12:25: schon richtig
00:12:26: wirklich von ein auf einer tach ausgestiegen musste er dann auch neues Computersystem angeschafft haben.
00:12:34: Das alte MS-DOS-System hat auch so langsam sein mit der Euroumstellung an seine Grenzen gekommen und so haben wir dann ein neues System angeschaut, wo er sich gar nicht mehr eingearbeitet hat.
00:12:46: Ja gut,
00:12:46: da kann man auch nachvollziehen!
00:12:49: Und du hast ja selber im Prinzip... also hast auf dem Alten aufgebaut aber eigentlich neu angefangen?
00:12:54: Genau wie gesagt ich bin ja dann auch wirklich Ofenbaumeister gewesen.
00:12:58: Ich war meinerzeit im Stuttgarter Raum.
00:13:01: Da habe ich dann auch noch viel mehr das Ofenbau kennengelernt.
00:13:06: In Hamburg hat mein Vater doch im Meer Kaminbau gemacht.
00:13:09: Also Kaminbauer verstehst du jetzt schon Stein oder?
00:13:11: Nein, also Kamin Einsätze mit gemauerter Verkleidung teilweise mit Handschichtssiegel aber auch mit Ofenkaramik Aber nicht unbedingt so viele Grundöfen und spezielle Sachen Das hab' ich mir selber ein bisschen zu... Als war meine Motivation dann immer auch so was eigenes zu bauen und eigene Ideen zu verwirklichen.
00:13:34: Ich habe eben auch in Stuttgart sehr viel gelernt, also mein ehemaliger damals Chef Karl-Heinz Dopler der jetzt nicht mehr in dem Familienbetrieb ist aber ja von dem hab ich viel gelernt.
00:13:47: seine Handskizzen habe ich mir ein bisschen abgeguckt wie er die anfertigt und ja so bin an die ersten Architekten gekommen, die ich bis heute noch habe und das hab' ich mir ja für Jahr so ein bisschen aufgebaut.
00:14:01: Das sind also wiederkehrende Kunden.
00:14:03: Interessante Kundschaft, die man dann hat.
00:14:05: Hamburg ist ein gutes Pflaster da her.
00:14:07: Ja wie machst du das mit den Architekten?
00:14:08: Also ich hatte immer zwei Varianten erlebt bei denen einen, die mir irgendwelche fertigen Planungen rüber geschickt haben wo ich gesagt hab in Gottes Willen kann man gar nicht so bauen und andere... Manche können es auch ordentlich aber Einige schicken dann auch die Kunden rüber?
00:14:23: Das ist ganz unterschiedlich.
00:14:25: Es gibt Architekten, die sich natürlich selber auch verwirklichen wollen und die wollen gar keine Zeichnung von dir haben sondern die verkaufen ja ihre Planungsleistung mit.
00:14:35: da muss man es technisch irgendwo umsetzen.
00:14:38: andere schicken dir Kunden berät zu den Kunden von ABC.
00:14:47: anderen Architekt habe ich dir, der Baum war auch komplett immer jeden Chance sein mit.
00:14:51: Egal ob Neubau.
00:14:52: also die will alles aus einer Hand haben und Gas-Kamine oder größere Projekte.
00:14:59: zu architekten jetzt auch teilweise Wohnungsbaugesellschaften oder jetzt bestimmte Massivhaushersteller, die einfach nur wollen das ist klappt für die es gar nicht wichtig, ob das jetzt teuer oder günstig ist sondern wie sie wollen, dass es funktioniert.
00:15:14: Da
00:15:16: ist bei uns jetzt ja hier ganz anders von der Struktur.
00:15:19: Also Wohnungsbaugesellschaft habe ich überhaupt nichts mit zu tun, aber das ist jetzt hier in Hamburg schon regelmäßig oder?
00:15:24: Ja nicht Wohnungsbau-Gesellschaften, aber so ein paar größere Brautheria die dann auch mal ein ganzes Gebiet erschließen oder so.
00:15:30: wo wird es denn auch in exponierter Lage in Hamburg so in einem Gebiet dann als da bis zu fünfzig Kamine sag' ich mal gebaut haben.
00:15:37: Nicht auf einen Schlag!
00:15:38: Das
00:15:38: geht halt über drei vier Jahre verteilt und jeder auch für sich individuell geplante
00:15:45: Also im Prinzip fünfzig unterschiedliche Kamine.
00:15:48: Okay, ist auch nicht schlecht.
00:15:53: Ja du bist dann auch noch im Vorstand der Innung Nord.
00:15:57: Landesfachgruppenleiter.
00:15:59: Vorsitzender Gewerbebund Oststeinberg habe ich auf deiner Homepage gesehen.
00:16:04: Bist du da reingerutscht oder seid ihr schon in der Inbung gewesen?
00:16:08: Bist Du in die Innung gegangen?
00:16:10: Na mein Vater war ja kein Erinnerungsmitglied.
00:16:14: Ich bin dann eigentlich eine meiner ersten Aktionen mit, ich war noch gar nicht selbstständig.
00:16:19: Aber dadurch dass ich mein Meister hatte, habe ich gesagt wir müssen in die Erinnerung und sind da eingetreten.
00:16:25: Und ja so hat man sich da erst mal nochmal als Mitglied an den Versammlungen teilgenommen.
00:16:37: Da gab es immer unsere Nordbau in Neumünster so ne Messe.
00:16:42: die dir von der Erinnerung immer ausgeführt wird.
00:16:45: Da haben wir uns immer beteiligt und letzten Endes bis heute eben zum Vorstand ist es auch wichtig, dass wir die Ausbildungstage machen, Tag des Handwerks präsentieren und ja eigentlich haben wir eine gute Gemeinschaft in Erinnerungen.
00:16:58: Okay, also seid ihr richtig aktiv da?
00:16:59: Genau!
00:17:00: Kann man ja nicht von jeder Ähnung behaupten.
00:17:02: Ja, bei uns ist das sehr gut.
00:17:04: Also landesfachgruppenleiter dann bist du quasi auch in der bundesfach Gruppe?
00:17:08: Richtig!
00:17:11: Was macht ihr jetzt mal in der Bundesfachgruppe?
00:17:15: Aus jedem Bundesland halt ein Landesfachgruppeneider die wir uns treffen da werden eben wenn jetzt neue Vorschriften ins Leben gerufen werden wird es ein bisschen Lobbyarbeit eben solche Positionspapiere, sage ich mal ausarbeiten darüber abstimmen.
00:17:32: So ein bisschen Ausbildungsverordnung, bisschen überdenken und alle solche Sachen was alles etwas Lobbyarbeit ist in der Außen darstellt Stellung eben die Position des Offenbauhandwerks insgesamt vertreten.
00:17:46: Also
00:17:46: im Prinzip macht ihr so, dass wir weiterhin ordentlich arbeiten können?
00:17:50: Ja
00:17:50: auch wenn halt solche Sachen wie Ableitbedingungen kommen und das wird das erste Sprachrohr, wo das ein bisschen ausdiskutiert wird und Argumente, Fragen dazu erörtert werden.
00:18:01: Man wird ja auch mit vielen Sachen vor die Nase gesetzt, wo man überlegen muss, wie geht man jetzt um Ableidbedingung und solche Dinge...
00:18:10: Wie oft treibt der euch da?
00:18:12: Also einmal in Präsenz, einem Jahr in Berlin.
00:18:16: Und eine zweite Sitzung findet dann entweder hier Linsdow oder immer auf einer Fachtagung im Umkreis statt.
00:18:23: Aber die wird dann auch häufig als Videokonferenz ausgeht.
00:18:27: Also kann man das noch irgendwie... Muss man nicht ganz so viel reisen?
00:18:31: Was verzehrszeniert dich am Offenbau, dass du so lange so aktiv dabei bist?
00:18:37: Ach nein!
00:18:39: Ja, man ist das also Man hat schon viele schöne Erlebnisse, man lernt interessante Leute kennen.
00:18:46: Wenn man durch die Stadt fährt, dann weiß man, guckt da was?
00:18:49: Das Haus kenne ich und das Haus kenn' ich.
00:18:51: Kannst du dich... Also mir geht es immer so, ich kann mich eher an den Kamin erinnern der da drin ist als den Namen des Kunden von Atemotto!
00:18:57: Das ist oft richtig.
00:18:59: Den Namen kann ich mir auch immer noch gut merken.
00:19:01: Das Gesicht manchmal nicht mehr.
00:19:03: aber wenn ich einen Namen höre Dann weiß ich oft genau, was der Kunde für ein Kamin bekommen hat oder auch wo er wohnt teilweise.
00:19:12: Oder wenn ich einen Straßennamen höre, dann weiß ich manchmal genau wer das ist.
00:19:15: also...
00:19:16: Ich bin mit meinem Schwiegervater früher durch die Gegend gefahren und da hab' ich mal den Ofen gebraucht, heute mal geht mir das genauso.
00:19:24: Da haben wir mal ... weißt du noch?
00:19:27: Er ist schon ganz faszinierend!
00:19:29: Du hast den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege erhalten.
00:19:36: Für die Restaurierung von Kachelöfen im Richard Demelhaus, habe ich mir extra aufgeschrieben.
00:19:42: Was hast du da gemacht?
00:19:44: Ja also Richard Demmelhaus ist ein bekannter Dichter jüdischer Herkunft.
00:19:50: und da gibt es in Hamburg Blankenese ein Haus das stand Langebrach.
00:19:57: Da waren alte Kachelöfen drin, Herde drin.
00:20:00: Das wurde im Keller ein großer Kachelherd.
00:20:05: Oben war ein Gestellkachelofen und dann noch einen Marmokamin an Antika.
00:20:10: Dann verschienen andere Öfen.
00:20:14: Und dieses Haus wurde saniert.
00:20:16: Es hat einen Architekt ausgeführt, der hauptsächlich auf denkmalgepflichte Häuser spezialisiert ist.
00:20:24: Eigentlich habe ich erst mal nur den Auftrag bekommen, da war noch gar keine Ahnung was Bepreisen zu denken.
00:20:29: Aber es war in diesem Haus sehr wichtig das die Öfen.
00:20:33: Das waren insbesondere der Kachelherd im Keller.
00:20:38: Der musste komplett auseinander genommen werden.
00:20:41: Wir haben alle Stahlteile, alle Gustteile sandgestrahlt nicht lackiert weil was ganz wichtig war bei dem Projekt Die Öfen sollten auch so mit den Techniken und mit den Werkzeugen, wie man halt früher den Ofen hat gebaut, wieder aufgebaut werden.
00:20:56: Das heißt ein moderner Haftmertel wäre da nicht zum Einsatz gekommen, sondern da musste jetzt eben Leben rein.
00:21:01: Da durfte keine Maschine genommen werden um eine Kachel zu schneiden oder so.
00:21:04: Es musste halt wirklich alles auch so bearbeitet werden, wie es damals auch bearbeitet wurde.
00:21:10: Richtig
00:21:11: klassische Kachel.
00:21:13: Da haben wir den Gestellkachel her, von dem eigentlich nicht mehr für über war.
00:21:17: Den haben wir wieder gesetzt.
00:21:19: Wir haben es fehlten ein paar Kacheln und das war auch... Ich habe bei verschiedenen Kachelherstellern Musterkachel hingegeben, wir haben versucht die nachfertigen zu lassen.
00:21:31: Auch das war nicht richtig!
00:21:32: Es musste wirklich die Original-Kachel sein.
00:21:36: So hab ich angefragt beim Felten im Museum.
00:21:40: Also wir haben was gefunden Was wirklich sehr ähnlich war.
00:21:43: Und am Ende hatte ein kleiner Ofenbauer, der irgendwo einen Keller in Berlin hatte, wo noch Kacheln lagen.
00:21:50: Die passen zufällig und die haben wir dann da ergänzt um den Herd wiederherzustellen.
00:21:53: Und die waren auch wirklich ... Da kann man schon sagen... Es war nicht zu unterscheiden von der Kachel, die das erarbeitet wurde.
00:21:59: Das
00:22:00: war auch keine besonderen Kachelöfen.
00:22:02: Es war nur halt dass es wieder so aufgebaut werden sollte wie das damals war.
00:22:08: Das Projekt ist seinerzeit zu dem Denkmalpreis angemeldet worden.
00:22:14: Alle zwei Jahre in zwei Bundesländern ausgeführt, das heißt in diesem Jahr war es in Hamburg und Bayern gesetzt glaube ich.
00:22:26: Die Chance hat man alle sieben Jahre wieder.
00:22:31: Und das Haus hat dann eben einen von... Vier Projekten oder eins von vier Projekte, das gewonnen hat.
00:22:38: Es ist eben da primiert worden und so bin ich als Ofenbauer andere Gewerke eben als Kupfer also als Klempner der oben diese Kupfe vor sich erneuigemacht hat und andere Gewärke die auch mit drin waren.
00:22:52: es war schon sehr interessant.
00:22:53: der Maler Der maler hat zum Beispiel wurden die Tapeten abgetragen von einer Wand ergänzt das heißt sie wurden in präge Maschinenlach Frank nach Russland geschickt, in Russland wurden die nachgeprägt.
00:23:05: Dann wurden sie nach Frankreich zum Bemahlen geschickt und dann wurden die Tapeten wieder neu angesetzt.
00:23:09: also es wurde wirklich eblicher aufgetrieben.
00:23:12: Und wie viele Öffen waren da drin?
00:23:14: Da waren jetzt richtig Kachelöffnendrei drinnen dieser Küchenherd- und ein Marmokamin der aber nur als Attrappe wieder aufgebaut worden ist weil das war Chance der Geschichte nicht mehr möglich.
00:23:26: Es war doch wahrscheinlich auch eine umfangreiche Aufgabe.
00:23:28: Wie bist du da dran gegangen?
00:23:30: Hast du die ganzen Kenntnisse gehabt oder musstest sich da auch erst mal reinarbeiten, was wie...
00:23:34: Ich habe mich mit dem Architekt ja getroffen und er hat mir die Öfen gezeigt und dann gesagt, kannst du das aufbauen?
00:23:38: Dann haben wir gesagt, ich kann das auffahren!
00:23:40: Aber ich kannte den schon von einem Projekten früher.
00:23:44: Ja, aber ist noch mit Sicherheit ne umfangreichere Aufgabe.
00:23:46: Da hast du richtig Spaß dran dich dann in so etwas reinzufuchsen.
00:23:50: Letzten Endes haben es ja Mitarbeiter gemacht, aber man muss das halt organisieren und das alles auch anleiten und bebegleiten.
00:23:58: Du musst dir
00:23:59: schon Gedanken machen und dann Mitarbeiter sagen was du machen sollen wahrscheinlich.
00:24:04: Gibt es Hersteller mit denen du besonders gerne zusammenarbeitest?
00:24:07: Natürlich!
00:24:08: Man hat so seine Stammlieferanten eben mit dem man hauptsächlich arbeitet.
00:24:16: Gibt es noch andere Ofenprojekte neben dem, was du jetzt gerade mit dem Historischen erzählt hast von denen du uns erzählen kannst möchtest darfst?
00:24:26: Natürlich habe ich viele.
00:24:28: Es gibt sich jedem Ofen eine Story aber... Irgendwas,
00:24:32: das so besonders im Kopf geblieben ist.
00:24:34: Besonders vor der Russlandkrise haben wir in Russland mal dreieinhalb Kilometer von südlich vor Moskau ein Biodorf Kachelöfen ausgestattet, Herden auch.
00:24:47: Okay.
00:24:47: Küchenkachelherde, siebenhalb Tonnen Material ist runter geschafft worden.
00:24:53: zwei Mitarbeiter waren da.
00:24:55: vier Wochen haben die Öfen aufgebaut Backöfen auch Badeöfen und Wasser zu machen.
00:25:00: das war wirklich in der Pampa.
00:25:02: Wahnsinn!
00:25:04: Ja das war ein spannendes Projekt.
00:25:06: Wie bist
00:25:06: du da dran gekommen?
00:25:08: Also welche Verbindung hast du nach Russland?
00:25:10: Ich hatte damals einfach eine Anzeige in der Welt Und der Investor, russischer Textilfabrikant.
00:25:21: Es hat die Anzeige in Urlaub oder an einer Nordsee war gelesen und ja so bin ich da rangekommen ist er vorbeigekommen haben ein Jahr gelangt geplant Projekt ist dann noch ein bisschen abgespeckt worden.
00:25:33: das war erst noch größer.
00:25:35: Ich weiß gar nicht ob ich mich sowas heute noch trauen würde aber so blauen Dunst rein weil den hat man den Auftrag gehabt funktioniert.
00:25:43: Aber im Nachhinein ging immer, oh Gott, ich bin da aber schiefgekehrt.
00:25:49: Du musst es dann... gab's denn auch Materialien in Russland oder musstest du alles hin?
00:25:53: Wir haben für jeden Sack Mörteln ein Zollnummer raussuchen müssen und das habe ich komplett unterschätzt.
00:25:59: Wie machen wir das mit dem Werkzeug?
00:26:01: Ich habe gesagt, schick doch alles Werkzeug mit!
00:26:03: Das behalten wir alles dar, es brauchen wir nicht zurück schicken.
00:26:06: also haben wir alles neu angeschafft, ist alles unten geblieben.
00:26:11: Wahnsinn.
00:26:11: Ist ja schon logistisch eigentlich eine Herausforderung, ne?
00:26:14: Ja und den Transport hat glücklicherweise der Kunde selber organisiert.
00:26:18: also...
00:26:20: Ich habe nur mal mit der Schweiz gearbeitet.
00:26:22: das war schon schwierig genug.
00:26:23: Die wollten uns gar nicht haben, hatte ich immer das Gefühl.
00:26:26: Ja
00:26:29: kümmert ihr euch aktiv um Internetbewertungen holt ihr da irgendwas ein oder wie geht ihr damit um?
00:26:36: Ein bisschen strieflich vernachlässig.
00:26:38: Ich
00:26:39: weiß, dass das wichtig ist und dass man sich darum kümmern müsste.
00:26:42: Wir haben auch unsere Agentur oder ich habe meine Agentur mit der ich die Internetseite mache und pflege und auf Social Media immer
00:26:48: ein bisschen
00:26:49: was mache.
00:26:55: Man hat ja jetzt auch ein bisschen sattere Jahre gehabt.
00:26:59: Man hatte seine Kontakte, Man ist ein bisschen nachlässig, leider geworden.
00:27:03: Aber wenn man es wirklich aktiv betreibt, wird das sicherlich seine Vorteile.
00:27:08: Du machst auch Aktionen bei euch, wenn ich das richtig gesehen habe?
00:27:11: Dass ihr irgendwie tagte auf eine Tür oder also da waren ja so schicke Bilder für euch auf der Homepage auch?
00:27:16: Genau wir sind ja mal auch vom Ursprung her in der Rote Hahn-Gruppe mit integriert und haben ja auch damals so die Messen gemeinsam gemacht.
00:27:26: und dann gibt es auch diese Konzepte mit tagte offenen Ofentüren Und das pflegen wir eigentlich bis heute.
00:27:32: Das ist für mich auch ein sehr wichtiges Event im Jahr, weil ich da noch mal alle Kunden, die das ja über so hatte... den Kontakt aufnehmen.
00:27:42: Da gibt immer noch mal so einen richtigen Anreiz im Herbst.
00:27:46: Also
00:27:46: du machst dann, das machst du einmal im Jahr und du lädst dann auch wirklich die ganzen Kundenein, die schon gekauft haben in dem Sinne?
00:27:52: So als Aftersale oder...
00:27:54: Sowohl welche, die ich schon gekauft habe, also welche die halt irgendwann mal ihr Angebot bekommen haben sich nicht entscheiden können wo vielleicht der Baustockt oder einfach die das wieder verworfen haben wo es mal liegen geblieben ist Da haben wir doch immer sehr guten Zuspruch.
00:28:11: Ich habe eine kleine Weinprobe da mit einem Weinhändler und machen mir die ganzen Pizzaöfen werden angeschmissen, wird gebacken und haben draußen den Outdoor Grill in Funktion.
00:28:25: also das ist ein bisschen Rahmenprogramm.
00:28:27: Hersteller haben teilweise einen Showwagen dann dastehen begleiten das auch teilweise ist es mal ganz gut.
00:28:33: Hört sich auf jeden Fall sehr interessant an und wie gesagt ich hab's oft im Bildern gesehen.
00:28:37: Da ist gut was los!
00:28:40: Hast du das jemals bereut dich selbstständig zu machen?
00:28:46: Also jetzt, nein eigentlich nicht.
00:28:49: Man hätte vielleicht einen anderen leichteren Weg gehen können.
00:28:54: Es ist schon eine große Verantwortung die man hat auch den Mitarbeitern gegenüber und das merke ich schon.
00:29:00: es geht auch manchmal an die Grenzen ran.
00:29:02: aber großen und Ganzen könnte ich mir jetzt nicht vorstellen mich irgendwo unterzuordnen und dann in einem angestellten Verhältnis zu arbeiten.
00:29:11: Ja, schon
00:29:12: die Möglichkeit selber sich umzusetzen.
00:29:14: Okay!
00:29:15: Ja gut, man muss das ja auch erst mal lernen.
00:29:18: Und als du, ich sage mal, in der Selbstständigkeit ... Ich weiß jetzt gar nicht wie ich es ausdrücken soll... Du bist ja diesen Weg gegangen sehr bewusst.
00:29:33: Hast du sofort Angestellte dann auch übernommen oder hast du das all den Anfang selber gemacht?
00:29:37: Ja,
00:29:38: da bin ich auch sehr dankbar drüber.
00:29:40: Ich hatte ein Altgesellen der mit meinem Vater schon zusammen in eine Berufsschule war und ich hatte schon meine Bedenken einen älterlichen Betrieb einzutreten nachdem er gesagt hat was will der Junge uns jetzt hier wird jetzt für die Nase gesetzt Aber der hat mich sehr getragen.
00:30:01: Auch da habe ich meine Fehler gemacht und die hatte er auch komplett ausgebügelte, immer vorher hinter mir gestanden.
00:30:11: Vor zehn Jahren hatten wir ein Fünfzigjähriges Jubiläum.
00:30:13: Da hab' ich das auch in meiner Dank-Sagungszeitung sozusagen erwähnt.
00:30:17: Leider ist er verstorben.
00:30:18: zwischenzeitlich aber ja... Und das hat mich immer mitgetragen und dann ist es auch so dass sich eigentlich von Anfang an immer ... regelmäßig alle ein bis zwei Jahre in Auszubildenden hatte und im Grunde so mein eigenes Team mit der Zeit aufgebaut habe.
00:30:38: Also du hast es von vornherein immer angefangen auszubilden?
00:30:40: Und machst du mal noch, bildet man auch aus?
00:30:42: Ja ja also insgesamt müssen das hier so zehn zwölf Auszubillende bescheid gewesen sein wenn ich sogar mehr...
00:30:51: Im Ofenbau oder auch im Büro?
00:30:54: Nein eigentlich immer im Ofenbauen.
00:30:56: Im Büro haben wir das einmal angefangen, aber da ist es an persönlichen Gründen gescheitert.
00:31:04: Das ist ja manchmal... Also auch bei mir habe ich alle auszubilden und fertig gemacht die dann mal angefangen haben.
00:31:14: Gibt es ein Lied dass du mit dem Ofenbau verbindest?
00:31:17: Ein Lied.
00:31:20: Es gibt so Zunfglieder, aber ich habe das nicht so verfolgt.
00:31:26: Wir haben
00:31:30: noch mal zur Selbstständigkeit.
00:31:32: Du hast gerade gesagt, du hättest nicht jeden Fehler machen müssen.
00:31:36: Im Nachher hättst du die denn anders vermeiden können oder...
00:31:40: Was meinst du jetzt nicht?
00:31:41: Du
00:31:41: hast gesagt, wenn mir der Selbstständig hat, der soll den einen oder anderen Fehler vielleicht vermeiden könnten Aber ein Nachhinein oder?
00:31:50: Ja, das ist... Natürlich macht man Fehler.
00:31:55: Wenn zweites Mal machen wir die manchmal nicht.
00:31:57: Ja, so besichtig!
00:31:59: Gibt auch Durststrecken wo man auch an seiner eigenen Echistenz manchmal zweifelt oder so.
00:32:07: Es ist auch gerade wie eine ruhige Zeit, es war ja sehr viel los.
00:32:11: Jetzt wird das doch ein bisschen ruhiger.
00:32:12: Da kriegt man auch Gedanken kann man alle Mitarbeiter halten.
00:32:16: Wie löst man das?
00:32:17: Wenn's nicht besser wird oder wenns sich wieder ankurbelt?
00:32:20: also aber um großen Ganzen bin ich dazu versichtlich.
00:32:23: und
00:32:26: Ja, ich sag mal mal.
00:32:27: Letzten Endes ist auch immer so ein bisschen auf und ab wenn man das ein paar Jahre gemacht hat.
00:32:31: Das ist ja nie gleichmäßig.
00:32:33: Man muss jetzt wieder ein bisschen mehr dafür tun wie es früher auch war und das klappt auch mal.
00:32:38: Ich
00:32:39: höre sie gesagt finde ich es immer ganz gut wenn nicht der Einzige geht.
00:32:43: Also man merkt bei den anderen ist auch nicht viel mehr los dann hat man zumindest das Gefühl dass man nicht alles falsch gemacht hat.
00:32:52: Es gibt ja natürlich viele, viele Geschichten.
00:32:55: Wobei ich glaube im Moment ist es ein bisschen ruhiger mit der Ofen-Zukunft GEG und was weiß ich?
00:33:01: Was da alles zugange war... Aber wie schaust du in die Ofenzukunft?
00:33:05: Was erwartest du oder hast du da irgendwelche Sorgen dass uns irgendwann nicht mehr gibt?
00:33:10: Ich setze schon darauf das Holzfeuer auch bleiben wird.
00:33:13: also bin ich mir auch sehr sicher!
00:33:15: Und ich glaube das schon dass der einfache Ofenmarkt.
00:33:23: Der normale Mittelschichtmarkt wird einfach schwieriger, weil auch der normale Häuslebauer kann sich das kaum leisten noch ein Chance sein oder einen Kamin mitzubauen.
00:33:32: Es wird sich aber schon im individuellen Bereich und da haben wir das Glück dass wir in einer Stadt Nähe sind.
00:33:37: Da ist auch zahlungskräftiges Publikum.
00:33:40: Da wird es auch weitergehen.
00:33:45: Speicher wird immer mehr eine Rolle kriegen.
00:33:47: Auch Wassertechnik, denke ich, wird immer eine Rolle bekommen, dass man schon das auch mit dem Zeitzungssystem einspeist.
00:33:52: aber auch der Prestigekamin und der offene Kamin wird immer bleiben bei uns in einer Region.
00:33:56: also es wird es immer geben.
00:33:58: Also
00:33:58: ihr baut auch noch richtige offene Kamine?
00:34:00: Das kommen wir auch vorher.
00:34:01: Okay.
00:34:03: Aber energetisch machen sie eigentlich keinen Sinn wenn man's mal vorsichtig sagt.
00:34:07: Aber das ist dann repräsentativ.
00:34:09: Ja das ist repräsentativ.
00:34:10: oder auch Gasfeuerkamine, auch offene Gasfeuerkamine.
00:34:14: ja
00:34:16: Was erwartest du für deine persönliche Zukunft oder was sind deine Ziele in den nächsten Jahren?
00:34:22: Ja, also nachdem meine Kinder ja andere Wege eingeschlagen haben.
00:34:26: Meine Tochter ist Journalistin und mein Sohn ist Informatiker.
00:34:33: Jetzt alle mit der Ausbildung fertig die sind alle in trockenen Tüchern.
00:34:36: aber mein nächstes großes Projekt ist halt irgendwo zu sehen kann man die Firma fortführen, findet einen der auch bereit ist den Weg weiterzugehen.
00:34:49: Da hört man sich natürlich erstmal bei den eigenen Leuten um, überlegt wem traut man das zu?
00:34:53: Wer könnte es mal machen?
00:34:55: so und dann... Das ist jetzt mein nächstes großes Projekt dass ich da irgendwo mir jemanden heran arbeite, der vielleicht damals Lust hat um nicht irgendwann versägern zu lassen.
00:35:10: hat man hier auch einiges aufgebaut in den Jahren.
00:35:16: Ja, ich habe dann noch mal fünf Fragen entweder oder Familien Traditionen weiterführen oder eigene Wege gehen?
00:35:26: Naja also irgendwann ist es mal... Also mir macht das nach wie vor Spaß und irgendwann würde ich mich freuen wenn man ein bisschen kürzer treten kann und wirklich noch die schönen Sachen
00:35:36: machen.
00:35:38: Aber nicht mehr in dem operativen Tagesgeschäft so viel drin ist.
00:35:43: Insofern hoffe ich, wenn ich jemanden finde, dass sich das auch irgendwann weiterführen
00:35:47: kann.
00:35:48: Anpacken im Alltag oder Vision für die Zukunft entwickeln?
00:35:53: Sowohl als auch.
00:35:54: Das eine schließt das andere nicht
00:35:57: aus.
00:35:59: Verantwortung selber tragen oder auch weitergeben?
00:36:05: Ich bin es immer gewohnt Verantwortung zu übernehmen und zu tragen.
00:36:11: Kannst du auch abgeben an deine Mitarbeiter oder?
00:36:14: Kann ich auch, aber habe ich übrigens das ist auch eine so der ersten Dinge.
00:36:18: als ich nach Hamburg kam also aus Stuttgart zurück.
00:36:22: Ich bin ja noch einer der allerersten Palette Kunden kann man sagen mehr hab mir komm ich ne zwei- oder dreistellige Kundennummer gehabt damals.
00:36:29: Also war ganz die erste die Sonja Zinsa auch als Kunden gewonnen hat.
00:36:33: Und dann habe ich immer gemeint, alles das was ich plane.
00:36:36: Das könnte auch nur selber bauen weil das kann ja kein anderer bauen.
00:36:39: Es war einmal mein Gedanke und dann merkt man wenn es mehr wird, da schafft man gar nicht mehr alles als selber bauen und planen und bauen und alles ausführen.
00:36:48: also da waren meine ersten Schritte eben auch zu lernen abzugeben auch jemandes die Zeitung in die Hand zu geben und sagen dass brauchst du jetzt.
00:36:58: Ja, so ist es mit anderen Dingen auch.
00:37:00: Man muss dann auch im Verkauf den Mitarbeitern was zutrauen und auch in der Planung etwas zu trauen... ...in einer technischen Auskunft was zu trau'n.
00:37:08: und eigentlich habe ich bis jetzt immer positive Erfahrungen damit gemacht.
00:37:15: Haben sich noch einige zwischenseitig selbstständig gemacht.
00:37:18: Aber nimmst du das als negativ war?
00:37:21: Dass dich jemanden mal ausgebildet hast oder bist du dann sogar stolz drauf dass du sagst, Ja, und
00:37:27: bis jetzt alles ist es eigentlich kaum irgendwie mal was im Streit auseinandergegangen.
00:37:33: Es ist eigentlich immer gut auseinander gegangen.
00:37:35: Weil ich weiß ja die Branche ist klein man trifft sich immer wieder.
00:37:38: Man hilft sich auch irgendwann mal wieder.
00:37:41: Also miteinander.
00:37:43: Palette hast du damals schon angefangen?
00:37:45: Sehr früh hast du gerade gesagt.
00:37:47: Ich kenne noch die Kachelhexe wenn du die kennst.
00:37:50: Die
00:37:50: könnt ihr nicht mehr.
00:37:53: Was war das?
00:37:54: Das war das erste Automatikkultur, in dem man jetzt Ofenkacheln hat eine Spline-Linie gezeichnet und die auf der Spline Linie wurde dann die Kachel angeordnet.
00:38:03: Die Ehrungswinkel dann erweitert und es waren so die ersten perspektivischen Darstellungen, die man machen konnte.
00:38:09: Und da bist du bis heute aber mit dabeigeblieben und machst dann immer noch.
00:38:13: wird jetzt dann in Foto Realistik wahrscheinlich?
00:38:16: Ja!
00:38:16: Jetzt kommt die AI dazu oder die künstliche Intelligenz ja...die ersten Dekorationen finde ich ganz gut.
00:38:23: Ich habe ein bisschen das Problem, dass ich mache immer so zwei oder drei Perspektiven und wenn du da mit der AI machst dann hast du unterschiedliche Dekorationen drin.
00:38:30: Das hab' ich auch schon festgestellt, aber Alter es ist auch nur eine Frage der Zeit.
00:38:36: Ja, ich denke
00:38:37: das sollten die hinkriegen!
00:38:39: Mit den Händen arbeiten?
00:38:41: Oder mit Ideen vorausgehen?
00:38:45: Ich bin ein bisschen... für mich persönlich handwerksvoll gefolgen, sich zu geben.
00:38:50: Also ich habe lieber die Ideen und Plane das gerne, setze das auch gern um, hab auch tolle Schlosser oder die mir so Vorbereitungsarbeiten machen oder irgendwelche Türen wo jetzt Granitplatten als Tür aufgehen, wo die Unterkonstruktion gebaut werden muss.
00:39:09: Das bringen wir schon Spaß aber dasselbe ausführen das übergebe ich gerne gar nicht weil ich keine Lust habe.
00:39:15: Aber es ist einfach so, bis ich erst mal anfangen kann zu arbeiten.
00:39:19: Mein Werkzeug ist dann in alle Richtungen verstreut, weil irgendwann er braucht mein Akkuschrauber und der nächste brauchst du meinen...
00:39:26: Das kenne ich.
00:39:27: Ich hab auch nie ein ordentliches Werkzeug.
00:39:30: Wenn ich dann mal was brauche, da muss ich mir erstmal vor allen Leuten das zusammensuchen.
00:39:33: Und das nimmt mir den Spaß ein bisschen anzufangen.
00:39:37: Nachvollziehbar!
00:39:39: Eher Feuer gestalten oder Menschen verbinden?
00:39:43: vor dem Feuer Menschen verbinden.
00:39:45: Okay,
00:39:47: letzte Frage Technik oder Emotion?
00:39:50: Ja schon Emotionen aber mit technischen Hintergrund also der ohne Emotion geht es ja nicht.
00:39:58: und So den Zuspruch, den man dann über die Jahre kriegt.
00:40:02: Dass die Leuten das bei der Beratung gut gefallen hat, dass es technisch so geworden ist wie sich das vorgestellt haben.
00:40:10: Erkriegst du aber immer wieder, dass du mal zu den Kunden dann kommst und dann...
00:40:13: Ja ich sammel auch ganz akribisch von jeder Feuertaufe, also wir versuchen wirklich bei jedem Anlage auch eine persönliche Einweisung zu geben mit Fototerminen.
00:40:23: Also jetzt nicht unbedingt mit dem Fotografentermin, aber ich sammle schon wirklich sehr genau jedes Bild.
00:40:28: Ich kann ja auch wirklich alle zwanzig, dreißig Jahre zurück verfolgen und weiß auch wo ich was finde.
00:40:35: Also das ist so mein... Ja, das habe ich mir mal angewöhnt und das System führe ich fort!
00:40:42: Ist ja auch ein tolles Archiv, wenn man dann sieht, dass man alles so kommt doch über die Jahre ein bisschen etwas zusammen.
00:40:48: Björn, ich danke dir für ein tollens informatives Gespräch.
00:40:51: Dir auch.
00:40:51: Wünsche dir noch viel Erfolg, viel Spaß hier linst du?
00:40:54: Dir auch, gute Gespräche.
00:40:57: Danke dir Ciao, okay.
00:41:06: zu folgen, liken, teilen, bewerten, kommentieren und zu empfehlen.
00:41:36: Bis zum nächsten Mal!
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