#36 Michael Schlenker - Der positive Weg
Shownotes
Michael Schlenker ist gelernter Schornsteinfeger. Nach 16 Jahren Kehrtätigkeiten ist er dann in den Ofenbau gewechselt und leitet nun 4 Filialen eines Kaminhauses. Dabei ist er ein unglaublich positiver Mensch.
Im Podcast erzählt er wie ihm diese Einstellung im Beruf hilft, aber auch bei der Überwindung einer Krebserkrankung.
Ton und Schnitt: Frank Erlenkämper
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00:00:08: Moin und hallo!
00:00:09: Herzlich Willkommen zu Get the Fire, dem GVOB Podcast vom Ofenbau für den Ofenbau und natürlich für die Freunde des Ofenfeuers und denen, in die es noch werden wollen.
00:00:21: Mein Name ist Andreas Neuer
00:00:23: und
00:00:23: in mir brennt das Feuer für den Ofenbau seit vielen Jahren und ich habe es nie bereut den Beruf zu erlernen um mich selbstständig zu machen.
00:00:31: Mit meinen Verbandskolleginnen und Kollegen mache ich mich stark für einen der ungewöhnlichsten Berufe den viele vor allem junge Menschen, so gar nicht kennen.
00:00:40: Gemeinsam vertreten wir im GVUB, dem Gesamtverband Ofenbau, deutschlandweit die Interessen aus Handwerk, Handel
00:00:48: und Industrie.
00:00:49: Für mich ist es eine besondere, kreative und sehr individuelle Handwerkskunst, die eine Verbindung zur modernen Heiztechnik schafft und eine Verbindung herstellt zwischen den Menschen.
00:01:01: Denn jeder unserer individuellen Irfen hört zum Mittelpunkt des
00:01:05: Wohnraums,
00:01:06: und bringt Menschen zusammen.
00:01:08: Genau darum geht es in meinem Podcast.
00:01:10: Geschichten über die Feuerkunst erzählen und Menschen nur das Feuer zusammenbringen.
00:01:20: Eigentlich sollte heute ein Podcast mit einer Dame unserer Branche erscheinen.
00:01:25: Leider haben uns das Winterwetter und eine Flugabsage einen Strich durch die Planung gemacht.
00:01:31: Umso dankbarer bin ich meinem heutigen Gast, Michael Schlenker, der sich sehr kurzfristig bereit erklärt hat, einzuspringen.
00:01:40: Als gelernter Schornsteinfeger leitet er mittlerweile vier Filialen eines Kaminhauses und ist dabei sehr engagiert.
00:01:47: Er berichtet uns nicht nur über seinen Kaminalltag, sondern auch, was sich seit einer überstandenen Krebserkrankung bei ihm verändert hat.
00:02:07: Michael, magst du dich einfach mal vorstellen?
00:02:11: Ja, hallo Andreas, danke für deine Einladung.
00:02:14: Mein Name ist Michael Schlenker, ich bin Schornsteinfeger und bin jetzt seit fünf Jahren im Ofenbau.
00:02:20: Vierzig Jahre alt, hab zwei Kinder und eine wunderschöne Frau.
00:02:26: Wie bist du denn zum Beruf des Schornsteinfegers gekommen?
00:02:30: Das war damals ja durch die beiden Brüder meiner damaligen Freundin, die beide Schornsteinfeger waren.
00:02:39: Und ich hatte vorher mal hier ein Praktikum gemacht und da ein Praktikum gemacht und dann bin ich irgendwie dazu gekommen.
00:02:45: Die waren immer schön mittags zu Hause, früh Feierabend.
00:02:47: Da hab ich gesagt, das steht mir, da könnte ich mit arbeiten.
00:02:51: Und so ist das dann entstanden und gewachsen.
00:02:53: Hast du denn dann Praktikum gemacht oder hast du dann direkt eine Lehre gemacht?
00:02:56: Ich hab ein paar Tage ein Praktikum gemacht und hab dann aber auch sofort erkannt, okay, das kann ich mit den Leuten gut umgehen.
00:03:03: Die Höhenangst war natürlich noch da, da muss man so ein bisschen ... bisschen ärger lernen, aber sonst war das schon genauso mein Steckenpferd.
00:03:11: Aber das konnte man lernen, dass man da frei laufen konnte oder?
00:03:14: Nicht nach unten gucken,
00:03:16: dass das hilft.
00:03:18: Ich habe das immer mal von dem einen oder anderen gehört, dass man unterscheidet zwischen Stadtfäger und Landfäger, stimmt das?
00:03:23: Ja genau.
00:03:23: Also ein Stadtfäger ist im Endeffekt der wirklich öfter mal sauber nach Hause kommt und der wenig mit Holzfeuerstätten in Verbindung tritt.
00:03:33: Und wir, ich war fünfzehn Jahre in Stadt-Landbezirk, also ich hatte dann schon so meine fünfhundert Zweimaligen im Jahr, also fünfhundert Kunden, wo man dann zweimal im Jahr mindestens zum Fägen hin musste.
00:03:44: Und ja, da sah man halt auch entsprechend aus.
00:03:47: Ja, okay.
00:03:48: Ja, ich hatte es dann irgendwann in den Ofenbau quasi getrieben.
00:03:52: Wie kam es dazu?
00:03:55: Im Endeffekt war ich immer schon handwerklich sehr engagiert.
00:03:57: Mein Vater war in der Schlosserei und mein Schwager Zimmerermeister.
00:04:02: und andere Schwager landwirt und man hat immer irgendwie was getan.
00:04:05: Und ja, da habe ich dann irgendwann auch angefangen, mehr handwerkliche Sachen zu machen, Reparieren, Kaminöfen, die Kunden haben gefragt, kannst mal eben gucken.
00:04:14: Und so ist das Ganze dann irgendwann gewachsen.
00:04:18: Bin ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber gelandet.
00:04:21: Der hat dann auch meinen Talent, sagen wir mal so, er hat das erkannt und gesagt, okay, der könnte uns helfen.
00:04:27: Also du hast dann quasi schon als Schornsteinfeger auch zwischendurch mal an den Kunden weiter geholfen, wenn die Probleme hatten.
00:04:34: Genau, genau, richtig.
00:04:34: Also kleinere Reparaturen oder mal gesagt, wie man was machen muss.
00:04:39: Und als du dann jetzt nicht komplett in den Ofenbau begeben hast, hast du dann noch was anlernen müssen?
00:04:45: oder warst du als Schornsteinfeger schon so, dass du das meiste wusstest, was dich da erwartet?
00:04:52: Also im Endeffekt habe ich auch einiges an Lehrgeld zahlen müssen.
00:04:56: älteren Gesellen auch sehr, sehr ruppig war, hat mich auch zwei, drei mal auflaufen lassen, hat mich aber gut, gut getan, sagen wir mal so.
00:05:06: Man muss viele Sachen noch lernen, aus einer anderen Perspektive zu sehen, weil als Schornsteinfeger ist man immer der Polizist.
00:05:12: Man ist immer mit dem drohenden Finger unterwegs und achtet darauf und guckt da drauf.
00:05:16: Wenn du im klassischen Handwerk bist, dann ist das halt schon was anderes.
00:05:20: Okay,
00:05:21: also im Prinzip als Schornsteinfeger lernst du dann die Regularien in dem Sinne eher, aber hast mit der Technik nicht ganz so viel zu tun, oder wie muss man sich das vorstellen?
00:05:29: Ja, mit der Technik schon, aber auch mehr in der Theorie.
00:05:33: Also gerade jetzt Holzfahrung, Verbrennungstechnik.
00:05:36: Da guckt man sich mal einen Ofen an und dann lernt man auch mal, dass verschiedene Brennräume gibt oder dass es auch einen Grundofen gibt und Warmlufteinsätze, Kaminöfen, aber dass man mal wirklich reinkrabbelt und das Ding auf links dreht, das passiert da halt nicht.
00:05:51: Also ich sag mal so... Als Ofenbauer muss man ja manchmal gucken, dass man das Ding irgendwie ans Laufen kriegt, in dem man vielleicht auch meine Flammbrotplatte kürzt oder so was.
00:06:02: Also da habt ihr als Schornsteinfeger nie was von gehört, oder?
00:06:05: Nein, also wenn das dann mal der Fall war, dann wird's immer Fehler-vierzig, der Kunde ist schuld.
00:06:11: Oder halt der Kontakt hergestellt zum Ofenbauer.
00:06:15: Klar, das lernt man dann halt.
00:06:16: Man lernt schon die Flamme lesen als Schornsteinfeger.
00:06:20: Aber so diese ganzen Zusammenhänge.
00:06:23: Als Klassischer schon schon fegelerbt man es nicht, es sei denn man möchte sich wirklich mit der Materie auseinandersetzen.
00:06:29: Und das habe ich damals halt getan und das hat schon hat schon geholfen.
00:06:33: Als du dann da angefangen hast, also bist du auch richtig, hast du dann nochmal, bist du richtig auf der Baustelle gewesen und hast dir das alles erstmal anlernen und mitmachen müssen?
00:06:42: Genau, richtig.
00:06:42: Also mein ursprünglicher Aufgabenbereich sollte dann halt sein, die Technik, schwierige Kunden, wenn es mal wirklich dann drauf ankam, natürlich auch Ein bisschen im Bereich Marketing, Kunden Akquise, konnten wir schon schon sehr gut quatschen.
00:06:59: Ja, und dann halt schwierigere, größere Projekte sollte ich dann mit betreuen.
00:07:04: Und das hat sich nach, ich würde sagen, drei, vier Monaten rauskristallisiert, dass ich doch ein Händchen für den Vertrieb habe.
00:07:10: Ja, und dann bin ich mehr und mehr in den Vertrieb gerutscht, wobei ich jetzt auch immer mal wieder froh bin, wenn ich dann mal wirklich die Zumpflose anziehen kann und dann loslegen kann.
00:07:20: Wenn du mit den Kunden sprichst, ist das ein Unterschied gewesen, als du mit denen als Schornsteinfeger gesprochen hast, stehen die dir anders gegenüber, wenn du jetzt als Rufenbauverkäufer, wie auch immer, bezeichnend bist, wenn du mit denen sprichst, sondern in der Reclamation bearbeitest, oder ist das Verhalten der Kunden gleich dir gegenüber?
00:07:39: Ja, das Verhalten ist halt schon ein anderes.
00:07:43: Als Schornsteinfeger ist man eigentlich mal gerne gesehen und Ja gut, das sind auch trotzdem Kosten da, aber im Ofenbau will der Kunden ja wirklich aktiv was von einem und da ist halt schon ein anderes Auftreten da.
00:07:58: Mein Grundsatz ist immer offen und ehrlich sein, deshalb bin ich manchmal ein schlechter Vertriebler, weil ich dann halt auch klar sage, was Sinn und Unsinn ist.
00:08:11: Ich habe das gleiche Problem, also Verkäufer, wenn man das danach gibt, bin ich sicherlich auch nicht der Optimale.
00:08:17: Aber für mich ist halt dann auch eigentlich die Beratung wichtiger und ich glaube, dass sich das aber auf Dauer auch wieder durchsetzt.
00:08:23: Wenn ich dem Kunden sage, das Ding, was du da gerade vor hast, ist nicht sinnvoll, das passt nicht, möchtest ihm die auch nicht einfach nur andrehen, um dann irgendwas verkauft zu haben.
00:08:34: Ganz genau, weil ein glücklicher Kunde ist die beste Werbung und spätestens nachbar krieg ich dann auch wieder Bescheid.
00:08:39: Geh mal da und dahin.
00:08:41: Es gab ja da auch mal Firmen, die verbrannte Erde hinterlassen haben oder so.
00:08:44: Ja, definitiv.
00:08:46: Da verzichte ich lieber mal auf einen Auftrag, um dann doch insofern, kann ich das vollkommen nachvollziehen, was du sagst und ich sehe das eigentlich genauso, aber ich sehe das nicht als schlechter.
00:08:54: Nein,
00:08:55: nein, auf keinen Fall.
00:08:59: Du hast im Vorgespräch schon gesprochen über Aufgaben, Tätigkeiten.
00:09:02: Also mittlerweile ist das ja sehr, sehr umfangreich.
00:09:06: Was machst du mittlerweile alles?
00:09:08: Also im Endeffekt bin ich jetzt als Betriebsleiter angestellt.
00:09:12: Wir haben vier Standorte, die ich komplett betreue.
00:09:16: Da geht es halt wirklich manchmal jetzt aktuell wieder um First Level Support bei der IT, wenn da wieder irgendwelche Sachen sind.
00:09:23: sonst vom Grundsatz her Digitalisierung und Struktur und Prozesse habe ich jetzt in den letzten anderthalb zwei Jahre aufgebaut, dass wir da weiterkommen und ja oft einfach Ansprechpartner, wenn es schwieriger wird, wo dann die Kollegen, die im Vertrieb sind, nicht weiter wissen, dass ich dann da halt aushelfe und halt ... den Chef nochmal entlastet.
00:09:46: Jetzt brichst du von Digitalisierung.
00:09:49: Wie muss man sich das vorstellen?
00:09:50: Was hast du da reingebracht?
00:09:52: Am Anfang war es ja wirklich so, dass die Jungs mit Stift und Zettel auf die Baustelle gegangen sind.
00:09:56: Und wenn wir Glück hatten, gab es dann mal vom Kunden ausgedrucktes Foto.
00:10:02: Und das läuft mittlerweile alles komplett digital.
00:10:04: Das heißt, wenn der Vertriebler rausfährt fürs Aufmaß, die Fotos werden abgelegt.
00:10:11: immer in den Laufzetteln der Monteure, aber alles digital.
00:10:15: Das heißt, die haben jetzt Tabletten, iPad haben die, das alles digital abgelegt.
00:10:19: In Liefersteine, Laufzettel, Reklamationsbericht, das ist alles digital und wird dann halt auch alles per Mail versendet.
00:10:26: Es spart einfach Zeit und minimiert die Fehler.
00:10:30: Gerade wenn man dann halt kleine Sachen, man kann es halt aufmalen, aber ein Foto sagt einfach viel mehr aus.
00:10:36: Genau, das war so einer der größte Baustein, den wir da gemacht haben.
00:10:41: Ich frag jetzt mal vorsichtig, habt auch ältere Handwerker dabei?
00:10:44: Ja, natürlich.
00:10:45: Auch einen der ohne.
00:10:45: Für die war das
00:10:46: kein Problem.
00:10:47: Also ich war erstmal der Teufel im Haus, weil ich alles ändern wollte.
00:10:53: Aber ja, wir haben auch einen dabei.
00:10:56: ... älteres Kaliber und der sperrt sich und er kriegt auch sein Zettelchen noch ausgewogen.
00:11:01: Aber sonst die Jungs, die draußen sind, da läuft das alles wirklich digital.
00:11:06: Ich kenne die Problematik halt auch.
00:11:08: Es kommt nicht jeder mit klar, sagen wir es mal ganz vorsichtig.
00:11:13: Ihr macht auch Kaminanlagen richtig?
00:11:17: Wer plant die, machst du das auch?
00:11:18: Ja.
00:11:19: Also
00:11:20: planen, wir haben im Endeffekt drei Leute, die die Anlagen planen können.
00:11:26: Ich zähle dazu, ich mache mittlerweile viel die Visualisierung, die CAD-Zeichnung und sonst, ja, wir haben halt sehr viel bei uns in den Ausstellungen stehen, wo man auch sehr viel zeigen kann, dass der Kunde auch wirklich schon versteht, was man will und worum es geht.
00:11:40: Ja, wir haben vier Ausstellungen und du koordinierst die dann alle?
00:11:45: Mitunterher, ja, genau.
00:11:46: Okay,
00:11:46: das ist auch ein breites Feld, sag ich jetzt mal vorsichtig, also wie weit sind die auseinander?
00:11:53: Hauptstandort ist in Ahlen und Fahrzeit ja so zwischen... Fünfundzwanzig Minuten nach Warnendorf und Witten und Lippstadt, so eine dreiviertel Stunde, je nach Verkehrslager.
00:12:05: Du kannst schon ordentlich unterwegs sein.
00:12:06: Und ein paar Kilometer.
00:12:07: Oder kannst du das alles von allen Nähten?
00:12:09: Du musst dann schon auf dem Fonds sein.
00:12:10: Nein, nein.
00:12:10: Also ich fahre sehr viel, kommt immer darauf an, wie das Personal hat, gerade da ist.
00:12:15: Fahre ich aber schon oft raus, auch einfach mal um nach dem Rechten zu schauen.
00:12:19: Und manche Sachen sind einfach schöner, per Auge zu klären als irgendwie per Telefon.
00:12:26: Das ist zum Beispiel ein Grund, warum ich meinen Podcast auch lieber in Angesicht zu Angesichten mache.
00:12:32: Aber jetzt sind die Standorte ja, ich sag mal, einmal ist ja eher Ruhrgebiet, einmal eher Münsterland.
00:12:38: Merkt ihr da auch Unterschiede von den Produkten, die ihr verkauft?
00:12:41: Oder ist das alles ähnlich gelagert?
00:12:45: Ja, das ist schon ähnlich gelagert, würde ich sagen.
00:12:49: Also es ist jetzt nicht so, dass man sagt, okay, Richtung Sauerland, bei uns in Lübsstadt, ja gut, da muss man schon sagen, die Leute brauchen alle irgendwie eine vierziger Brennkammer, unter dem geht gar nichts.
00:13:01: Und Warendorf haben wir natürlich auch recht viel ländlich und Witten ist es eigentlich schon gut gemischt, also sonst kann man eigentlich regional, das sind jetzt, sagen wir mal, hundert Kilometer Spanne, das sind jetzt keine gravierenden
00:13:12: Unterschiede.
00:13:13: Okay, aber damit könnt ihr letzten Endes.
00:13:14: Habt ihr auch so Energieeffekte von den Filialen miteinander?
00:13:17: Ja,
00:13:17: absolut.
00:13:18: Und da habt ihr dann jeweils aber Leute, die da vor Ort verantwortlich sind und das dann da noch mal ...
00:13:23: Genau, wir haben im Endeffekt noch mal viel Jahrleiter in den jeweiligen Standorten und die kriegen dann halt, ja, haben da halt ihre Aufgaben da.
00:13:33: Im Internet habe ich ja natürlich auch mal ein bisschen geguckt und da ist der Fokus eher auf den Kaminürfen, glaube ich.
00:13:41: Zumindest das, was ich auf der Homepage gesehen habe.
00:13:44: Ist das tatsächlich auch so?
00:13:46: Also im Endeffekt bieten wir alles an, was mit Feuer zu tun hat.
00:13:50: Aber der Fokus ist schon... Muss man einfach sagen, bei uns wirklich auf Kaminöfen, Schornsteinbau, Modulanlagen, also Legokisten, nenn ich's immer, aber natürlich auch individuell geplante Anlagen.
00:14:04: Aber ihr macht letztendlich alles.
00:14:05: Ihr macht pelletöfen, Gaskamina, wahrscheinlich noch Elektro.
00:14:09: Ja, weniger.
00:14:09: Man hat ab und zu mal eine Anfrage, aber das bedienen wir nicht genauso wie Bioethanol, das ist einfach... Aktuell, ich bin da schon ein Freund von.
00:14:17: Ich glaube, dass auch ein bisschen Zukunftsmusik ist, aber aktuell fehlt uns die Zeit, uns da wirklich reinzudenken.
00:14:25: Warum meinst du, dass das Zukunftsmusik ist?
00:14:27: Also Bill W. T. Null?
00:14:28: Ja, also ich habe jetzt zum Beispiel eine Anfrage von einem Café, was bei uns in Aalen aufgemacht hat und da habe ich mit einem Schornsteinfeger vor Ort noch darüber gesprochen.
00:14:38: Ja, Micha kann es hinfahren, guckt er aber auf dem Dach nicht genau an, weil ein Schornstein ist eh nicht frei.
00:14:43: Sind neun Schornsteine, sind in dem Haus und insgesamt, ich glaube, zehn Etagen Heizungen drin.
00:14:50: dann der eine Schornstein geht nur bis ins dritte Stock und also eine riesen Katastrophe, da habe ich dem auch gesagt, pass auf, da machen wir dann eine schöne Bioletanolösung.
00:14:59: Ja, aber letztendlich brauchst du doch bei Bioletanol, ich sag mal gerade, wenn du in so einem Kundenbereich bist, hast du da nicht bedenken, wenn die Abgase nicht doch irgendwie abgeleitet werden?
00:15:08: Ja, in dem Fall jetzt nicht, weil da sprechen wir wirklich von vier Meter Deckenhöhe und da ist wirklich nur so ein kleines Separé, wo dann so eine Launch hin soll mit ein bisschen Feuerchen.
00:15:18: Okay,
00:15:19: dann hält's erst ein Grenzen.
00:15:20: Also das ist halt immer so.
00:15:21: mein Problem, wenn ich ehrlich bin, wenn ich... Also ich... Die Anfangszeit von der Bio-Ethanol-Örphan, da bist du über die Messe gelaufen, da gab es irgendwelche Stände, die nur Bio-Ethanol verkauft haben und das hat dann, wenn der vorbeigebrochen ist, ein bisschen nach Trinkhalle gerochen.
00:15:36: Also kann mir keiner sagen, dass das Zeug nicht irgendwie abgas macht.
00:15:39: Da gibt es Unterschiede, aber bei jeder Verbrennung entstehen Rückstände und das merkt man halt.
00:15:44: Und Sauerstoff wird bei der Verbrennung immer verbraucht und muss halt nachkommen.
00:15:49: Genau, deswegen steht ja auf den Flaschen teilweise, dass immer für eine ausreichende Belüftung Sorge zu tragen ist.
00:15:52: Genau, genau.
00:15:53: Also das ist so ein bisschen das, wo ich immer denke, dann eigentlich brauchst du dann doch wieder irgendwie eine Ableitung.
00:15:58: Ja oder zumindest ein Lüftungskonzept, dass du einen Luftausdausch hast.
00:16:03: Also ich bin und bleibe ein Holzfreund.
00:16:09: Es gibt sicherlich Alternativen, es gibt sicherlich auch mittlerweile Elektro-Kamine.
00:16:13: Als Deko, genauso was du gerade beschrieben hast, da würde ich die schon sehen, weil ich sicherlich nicht von der Bäckereifachverkäuferin verlangen kann, dass wir jede Stunde Holz nachlegt oder so.
00:16:23: Das wird sicherlich schwierig, aber ich sage mal, zumindest hier bei uns im ländlichen Bereich.
00:16:29: glaube ich tatsächlich.
00:16:30: Ja,
00:16:31: ist auch ein ganz anderes Ambiente.
00:16:34: Kommt sicherlich dazu.
00:16:38: Wo mal schon eines gefragt hier.
00:16:40: Welche Ofenart bevorzugst du denn, wenn du ihr alles macht?
00:16:44: Habe ich mir Gedanken drüber gemacht.
00:16:46: und ganz klare Antwort einer, der wirklich gut zu regulieren ist, weil da hapert es ja wirklich oftmals dran, dass die Konstellation Ofen schon scheinlich ganz funktioniert.
00:16:55: Aber vom Ofen, von der Bauart her, ich bin ein Grund Ofenfreund.
00:17:00: Ich mag einfach die indirekte Strahlungswärme, das dran setzen, draufsetzen.
00:17:05: Das ist einfach was anderes, als wenn man mit normalen Konvektionsofen oder Konvektions Anlage die harte Hitze direkt abbekommt.
00:17:13: Wenn ihr so viel Kamin öffnen macht, wie sieht das aus mit den Schornsteinen?
00:17:18: Ich habe das Gefühl, dass unsere Geräte immer empfindlicher werden und die Schornsteine eigentlich immer wichtiger.
00:17:23: Guckt ihr euch die vorher an, berechnet ihr das oder wie geht ihr davor?
00:17:28: Also wir
00:17:29: gehen immer raus, messen einmal auf und dann wird in den meisten Fällen, es sei denn wirklich eindeutig, dass es funktioniert, wird eben einmal gerechnet, den Querschnittsberechnung gemacht, dass es funktioniert.
00:17:40: Das
00:17:40: macht ihr bei jedem Kaminofen, wenn er verkauft ist oder schon im Vorfeld?
00:17:44: Kommt immer drauf an.
00:17:44: Also oftmals ist es ja wirklich so, dass dann der Kunde sagt, Ja, der Schornsteinfeger hat gesagt, das passt.
00:17:50: Ja gut, dann gucken wir einmal drüber und wenn wir dann selbst keine Bauchschmerzen haben, ja einer macht dann meistens eine Berechnung, oft ist der Schornsteinfeger dann im Nachgang für seine Unterlagen das nochmal einmal auf dem Papier sicher stellt.
00:18:01: Genau.
00:18:03: Aber da schon mal Probleme gehabt mit den Öffnen oder so?
00:18:05: Ja, gerade jetzt muss man das ganz klar sagen, mit den neuen Anforderungen, die Öfen werden immer dichter, immer schwieriger zu regulieren.
00:18:14: Das ist nicht einfach.
00:18:16: und gerade, wenn man alten Schornstein hat, großer Querschnitt.
00:18:20: dann hapert's da, da muss man halt mal nachhelfen.
00:18:22: Die Sanierungsquote ist auch natürlich schon gestiegen.
00:18:26: Man will ja nicht immer ins Gerät eingreifen, man muss ja auch mal dann den Motor bearbeiten, sagen wir es immer so.
00:18:33: Aber Sanierung macht die auch?
00:18:34: Ja.
00:18:37: Was hast du denn für einen Ofen zu Hause?
00:18:39: Ich hab zwei Geräte.
00:18:41: Darf man die Hersteller nennen?
00:18:42: Klar.
00:18:44: Ich
00:18:44: hab von einer Firma Nordpais den Salzburg einen Speicherofen.
00:18:49: Ist auch eine Modulanlage mit knapp ein tausend Kilo.
00:18:53: Und von unserer Nachbarn aus Melle hab ich eine Simmanlage, also auch eine Modulanlage, aber eine Wasserführende.
00:19:01: Und mit der Wassergeschichte zufrieden?
00:19:04: Ja,
00:19:04: funktioniert.
00:19:05: Tadellos nutzt er.
00:19:06: Das ist ein kleines Kraftwerk.
00:19:09: Ja, aber wird das dann auch entsprechend genutzt?
00:19:13: Ja, ich wohne auf dem Land.
00:19:16: Man muss sagen, offiziell heißt es Bahnwertheräuschen.
00:19:19: Also ein kleines Haus auf dem Land.
00:19:21: Und deshalb auch die zwei Geräte.
00:19:23: Einmal im Anbau und einmal halt wirklich klassisch im Kaminzimmer.
00:19:27: Ja, cool.
00:19:29: Gibt es besondere Ofenbauprojekte, die du realisiert hast, von denen du uns erzählen, ganz möchtest, darfst?
00:19:35: Ja, Ofenbauprojekte, es gab so zwei Sachen, die ich einfach gut fand, die wir gemacht haben.
00:19:43: Einmal war es auch hier in der Gegend eine Anlage, muss man anders anfangen.
00:19:47: Die Kunden kamen rein.
00:19:48: Freitags, siebzehn, dreißig war schon mit einem bei einem Auto.
00:19:53: Ja, Beratung, Kaminanlage.
00:19:55: Nehmen wir uns mal eben die Zeit.
00:19:57: Der Kunde hat innerhalb von zwanzig Minuten eine schwebende Kaminanlage in einer hohen fünfstelligen Summe konfiguriert, unterschrieben auf dem Zettel.
00:20:07: Ich habe nur die Zahlen draufgeschrieben, kürzte so ungefähr, da gab es eine Unterschrift.
00:20:11: Herr Schlenker, genau so machen wir das, da freuen wir uns drauf, die haben keine Zeichnung gesehen, nichts.
00:20:15: Und das war so ein Moment, wo ich sage, Wahnsinn.
00:20:19: Ja, und dann halt auch, da war ich glaube ich vier Monate oder sowas.
00:20:25: Bei uns angestellt, ein Projekt in Düsseldorf, auch eine Kaminanlage, mussten wir allerdings mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber
00:20:32: auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein,
00:20:33: aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, aber auch mit dem Schornstein, Das heißt, wir mussten eine riesige Konstruktion bauen, mit zwei Abgasleitungen übereinander liegen.
00:20:50: Statisch natürlich untereinander getrennt.
00:20:54: Mit Gebläse oben, also mit Ventilator oben drauf.
00:20:58: Das waren so Momente, wo ich sage, warum macht man so was?
00:21:00: Aber ja, wenn es nicht anders geht und wenn es in Düsseldorf dann halt gewünscht ist, dann baut man das
00:21:04: so.
00:21:07: Aber an sowas hast du dann auch Spaß, wenn ich das so richtig höre, so Besonderheiten, wo man auch mal ein bisschen den Kopf einschalten muss.
00:21:12: Ja,
00:21:13: ja, auf jeden Fall.
00:21:13: Also, wenn es eine Herausforderung ist, nehme ich liebend gerne an.
00:21:17: Da habe ich wirklich Spaß dran.
00:21:18: Und ja, die Zeit ist manchmal so das Kaokriterium, aber da fange ich dann an richtig, richtig zu arbeiten.
00:21:25: Ja, ja.
00:21:25: Ja, ich sage mal, das ist ja dann vielleicht auch das, was das Besondere ausmacht, wo es dann auch Spaß macht und man nicht mit den ganz normalen Sachen... Ja, unser Ofenbauer, wir haben jetzt gerade so mehrere Geschichten, Grundöffne, etc.
00:21:39: gemacht und da ist der totaler Freak.
00:21:41: Da hat er mir vorhin gesagt, ja, aber eigentlich hätte ich jetzt auch mal wieder auf eine eckige Anlage los, da muss man die Kopf nicht so einschalten, da kann ich wieder mal gerade mauern.
00:21:49: Insofern, aber ich glaube genau, das macht's letzten Endes ja auch den Beruf aus.
00:21:52: Ja, die Mischung und
00:21:54: ja,
00:21:54: das so.
00:21:57: Hast du Erlebnisse mit Endkunden gehabt?
00:22:01: Positiv oder negativ?
00:22:03: Sowohl als auch.
00:22:04: Die, die im Kopf geblieben sind.
00:22:05: Ja, also einige.
00:22:07: Schönstes Erlebnis war im Endeffekt am derzeiten Dezember, jetzt vergangenen Jahr.
00:22:13: Rief eine Kundin an, komplett verzweifelt.
00:22:17: Ihr Mann ist verstorben ein, zwei Wochen vorher und die haben einen Pelletofen, Wasserführend als Alleinheizung.
00:22:23: Das war früher mal so ein Konzept in einer Solarsiedlung.
00:22:28: Die Crux an der ganzen Geschichte war, dass die einen Pelletbunker auf dem Dachboden hatten.
00:22:32: Mit einer automatischen Beschickung.
00:22:34: Also mit so einer Rutsche quasi.
00:22:36: Und der Pelletofen war hinüber und keine Ersatzteile mehr.
00:22:41: Ich nenn es jetzt mal tiefer Italiener, wo auch nichts mehr war.
00:22:44: Und da habe ich dann wirklich gesagt, okay, eine Woche vorher machen wir.
00:22:49: Und dann bin ich wirklich mit einem Kollegen am Dreiundzwanzig in Dezember noch hingefahren.
00:22:52: Und da haben wir das Gerät dann nochmal in Betrieb genommen.
00:22:55: und installiert.
00:22:56: Das war so ein Punkt, wo ich sage, okay, mache ich auch gerne und da tausche ich gerne den Kugelschreiber auch mal gegen die Arbeitshose.
00:23:03: Ja, heute sehe ich echt gut an.
00:23:05: Keine Frage.
00:23:06: Du hast auch eine schwere Zeit durchgemacht.
00:23:09: Du warst sehr krank.
00:23:10: Genau.
00:23:12: Aber ich, wenn ich das richtig gehört habe, ist das jetzt alles erstmal?
00:23:15: Genau.
00:23:17: Also im Endeffekt, ja, mit neun, dreißig.
00:23:20: ... im August ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... ... neun ... Ich bin da, sag ich jetzt mal, so durchgeschlendert, natürlich mit vielen Abstrichen und Unterstützung der Familie, der Firma, der Kollegen, meinen Chefs.
00:24:01: Also ich konnte in der Zeit wirklich tun und lassen, was ich wollte, hab gearbeitet, wann ich wollte, aber ich hab gearbeitet, weil, naja, ich brenn halt dafür, was ich tue und ich hab da Spaß dran und das ist dann halt für mich auch keine Arbeit, sondern eher ein Ausgleich.
00:24:15: Bist du dann oder ich sag mal, wie ist das festgebracht bei einer Voruntersuchung?
00:24:20: Ist
00:24:20: einfach so festgestellt worden.
00:24:22: und ja, dann geht es halt zu einer Spiegelung und dann kriegt man so eine Hyops Botschaft mitgeteilt.
00:24:31: Gerade passend war meine Frau schwanger, wir hatten, ich glaube, vierzehn Tage vorher die Botschaft bekommen, dass wir nochmal Nachwuchs kriegen.
00:24:38: Ja genau, deshalb sage ich vierzehn Tage, hat sie mich einmal dann komplett... Weckerissen, aber am Ende des Tages, mir geht es gut, mir geht es besser als vorher.
00:24:47: Ich habe die Zeit gut überstanden, habe viele Kontakte geknüpft und habe, ja, wie soll ich das sagen, an mir halt auch gearbeitet.
00:24:54: Das ist so.
00:24:55: Gibt es jetzt andere Sachen, die oder hat sich da eine Einstellung irgendwo geändert?
00:24:59: Ja, genau.
00:24:59: Also ich überlege mir jetzt wirklich jeden Morgen ganz klar, wer mich ärgert und wer nicht.
00:25:03: Also das überlege ich dann, wer es darf und wer nicht.
00:25:07: Ja, und sonst... Man sieht halt einfach, man nimmt den Fokus einfach auch in eine andere Richtung.
00:25:12: Also man guckt halt wirklich, okay, was ist jetzt wirklich wichtig und was nicht.
00:25:16: Und das muss man lernen, gerade wenn man gerne und viel arbeitet.
00:25:19: Also ich habe da nie ein Hehl rausgemacht und ja, waren es halt mal mehr als vierzig Stunden und da habe ich halt Spaß dran.
00:25:26: Aber dann sagt man auch mittlerweile, okay, ich habe jetzt meine Stunden fast voll, es steht jetzt gerade nichts Dringendes an.
00:25:32: Ja, dann geh ich mal Freitagsmittag nach Hause, oder?
00:25:34: Man fährt halt Donnerstags, wenn man keinen Termin hat, fährt man mal eben mit der Frau frühstücken.
00:25:38: Das nimmt man sich dann mal raus, weil das Leben ist einfach zu kurz.
00:25:43: Ist das denn dann sehr früh festgestellt worden?
00:25:48: Ja, ja, also gibt ja verschiedene Kategorien von den Tumoren.
00:25:52: Das war jetzt ein T-III, also das heißt, der hat schon ein bisschen in mir geschlummert.
00:25:56: Genau, aber alles noch.
00:25:59: So, es hat nicht großartig gestreut.
00:26:01: Ein, zwei Lümpfe waren irgendwie verdächtig, aber alles raus und einmal auf den Neustart.
00:26:08: Hat zwanzig Kilo mich gekostet, das ist aber auch okay gewesen.
00:26:12: Kann auch manchmal positiv sein.
00:26:14: Ja, definitiv.
00:26:15: Ja, war so.
00:26:16: Aber jetzt ist es drei Kilo wieder drauf und da wiegt es wieder nach oben.
00:26:21: Und du bist dann aber auch entsprechend, dass gerade ja schon das von Familie und so komplett unterstützt wurde.
00:26:25: Absolut,
00:26:25: ja.
00:26:26: Also gerade meine Frau, also Hut ab, was die an Kraft an Tag gelegt hat.
00:26:30: Wir haben ja einen Sohn, vier Jahre, und dann mit der, ja, jetzt Tochter, damals Hochschwanger, ich weiß nicht, nach der OP, war sie Kugel rund und hat mich dann da im OP-Saal begrüßt, also wirklich wahnsinn.
00:26:43: Aber auch, klar, Familie.
00:26:46: Das war schon Wahnsinn, was die geleistet haben.
00:26:48: Und natürlich auch Firma, mein Chef, was der mir halt auch für Freiheiten gegeben hat in der Zeit, wo ich dann halt arbeiten war und auch Support und Hilfe und also das muss man hoch anerkennen.
00:27:00: Ja, schön.
00:27:02: Aber du konntest echt da nicht, du musst es wirklich zwischendurch arbeiten gehen.
00:27:06: Ja,
00:27:06: nee, ich musste nicht.
00:27:08: Wolltest?
00:27:08: Ja, ja.
00:27:10: Alle Ärzte haben auch immer gesagt, Herr Schlenker, wir schreiben Sie dann krank.
00:27:13: Und ich wollte das nicht.
00:27:15: Klar, in der gewisse Zeit musste das sein.
00:27:17: Aber ich hab mir in der Zeit halt auch das Zeichnen beigebracht, die Visualisierung von der Kaminerlagen.
00:27:25: Hab dann ein Münster-UKM oben auf der Dachterrasse gesessen im Café, Laptop auf den Schoß und hab dann losgelegt.
00:27:33: So hab ich mir die ganze Geschichte dabei gebracht, hatte ich dann mal Ruhe dazu.
00:27:37: So ist das gewachsen.
00:27:38: Wahnsinn.
00:27:39: Herzlichen Glückwunsch.
00:27:41: Der, danke.
00:27:41: Also,
00:27:41: eben nachhin.
00:27:42: Ja,
00:27:42: das ist ja ein zweiter Geburtstag.
00:27:45: Was ist wirklich so?
00:27:46: Ja,
00:27:46: für mich ist das wirklich so ein Tag, wo man wirklich sagt, okay, jetzt für mich ein Jahr krebsfrei und haben abends ein Kerze angezündet mit dem schicksten Kuchen gegessen.
00:27:55: Du hast jetzt irgendwie diese Untersuchung davor.
00:27:58: Wie geht man da rein?
00:27:59: Ist das dann sehr angespannt oder?
00:28:01: Ja.
00:28:02: Ja, der Körper sendet einem immer Signale.
00:28:06: Und auf diese Signale hatte ich und habe es aber nicht wahrgenommen.
00:28:10: Also ich habe seit meiner Geburt Celiaki, also eine Unverträglichkeit gegen Gluten.
00:28:16: Das ist ja so eine Modekrankheit, aber ne, das ist bei mir wirklich eine Krankheit.
00:28:19: Und das begünzt sich diese ganze Geschichte dann auch.
00:28:21: und ja, so ist das dann halt irgendwie, man geht dann mit einem mulmigen Gefühl rein.
00:28:24: und ja, genau so war es dann halt auch.
00:28:29: Und jetzt bei der Nachruhuntersuchung hat es dann auch ein Mobilesgefühl?
00:28:32: Überhaupt
00:28:32: nicht.
00:28:34: Das ist auch was, was ich gelernt habe.
00:28:35: Ich habe ein unfassbar positives Mindset bekommen.
00:28:39: Für mich war es auch ganz klar, ihr operiert mich jetzt, dann nehmt ihr den Quatsch da raus und dann ist das Thema erledigt, macht die Nähte ordentlich und dann ist das gut.
00:28:46: Und auch jetzt mit den Nachsorgeuntersuchungen, ob es jetzt einen CT war, MRT oder nochmal eine Spiegelung.
00:28:56: Ja, man überlegt sich morgen schon, okay, was hast du heute vor?
00:29:00: Aber für mich war es immer ganz klar, ich bin gesund, ich komme da auch gesund wieder raus.
00:29:04: Das hat mich auch so da durchgebracht.
00:29:07: Meine Schwester hat so schön gesagt, denkt dran, Montag ist alles nur noch Erinnerung.
00:29:12: Und ja, wenn man da drüber nachdenkt, ist das wirklich so.
00:29:16: Ja, ich habe... Was spielt er meiner Band bisher?
00:29:21: Der hatte auch Krebs.
00:29:23: Also den kannst du zwei Monate vorher nicht mehr anfassen, weil er da schon so hübbelig wird, weil er weiß, dass diese Untersuchung irgendwann kommt.
00:29:30: Ich finde das grandios, wie du das gestemmt kriegst.
00:29:33: Ja, das
00:29:35: hat Körner gekostet, aber hat mir noch mehr Leistung gegeben, als ich vorher hatte.
00:29:39: Muss man so sagen.
00:29:41: Ja, dann hat's letzten Endes.
00:29:43: Ja, was Gutes nicht, aber ...
00:29:45: Nee, das ist gut weggebracht.
00:29:46: So ist es, genau.
00:29:47: Verzichten kann da definitiv jeder drauf.
00:29:50: Jetzt bist du wahnsinnig engagiert, machst vier Läden oder machst den Betriebsleiter dafür.
00:29:58: Ja, ich weiß gar nicht, wie's ausdrücken soll.
00:30:00: Ich möchte jetzt in den Arbeitgeber nicht zu nahe zu treten, aber ... ... überlegt man dann auch, vielleicht mal das selber zu machen?
00:30:05: Als Selbstständiger oder ...
00:30:07: Ja, also ... Ich muss mal so sagen ... Ich weiß nie, wo mich der Wind hinträgt.
00:30:14: Für mich arbeite ich schon immer selbstständig, weil, ja, natürlich kann man mir bevorschreiben, was ich mache, aber das findet alles immer im Austausch statt.
00:30:23: Und natürlich denkt man da auch mal darüber nach, für mich ist es jetzt aber erst mal wichtig, wie richtig Fuß zu fassen, richtig gesund zu werden, meine Tochter groß zu ziehen und was dann irgendwann mal passiert.
00:30:35: Das wissen wir dann noch nicht.
00:30:36: ...
00:30:38: bist ja den Ofen noch nicht gelernt, da irgendwie noch mal eine Option, irgendwas in dem Bereich zu machen.
00:30:44: Ja, Fortbilden, Weiterbilden, auf jeden Fall.
00:30:46: Ich bin da immer interessiert, also in viele Richtungen.
00:30:50: Auch, würde ich fast sagen, engagiert.
00:30:52: Also es gab ja mal ... ... die Initiative, einen Händlerverband zu gründen für die ... ... Verkäufer, also nicht die klassischen Ofensetzer, also den HVOK.
00:31:03: Auch daher ... habe ich Spaß und ich bilde mich da gerne weiter.
00:31:07: und auch alles was irgendwie an Schulungen, an neuen Produkten, ob es jetzt Abrandregelung ist, Partikelabscheider, Gastechnik und solche Sachen.
00:31:14: Da habe ich schon immer Spaß dran.
00:31:15: und ja, weiß nicht ob ich irgendwann nochmal ein Meister machen soll.
00:31:18: Ich bin extrem Lernfaule, das muss man sagen.
00:31:20: Also die Schulbank ist überhaupt nicht meins.
00:31:22: Also ich muss es anfassen, muss es fühlen und sehen.
00:31:25: Dann wäre das eher schon eine Option.
00:31:30: Also, das versuchen wir tatsächlich im Meisterkurs gerade ein bisschen mehr Praxis mit reinzubringen.
00:31:36: Ich glaube, wie soll ich das ausdrücken?
00:31:38: Eigentlich das, was wir im Vorgespräch schon gemacht haben.
00:31:41: Und das ist das Wichtigste eigentlich in jedem Kurs und in jeder Schulung, diese Austausch miteinander.
00:31:46: Klar sitzt man da und lernt auch was, aber ich...
00:31:51: Ich
00:31:52: als Dozent lerne in jedem Kurs.
00:31:54: Weil ich auch von den Teilnehmern immer irgendwie ein Feedback kriege.
00:31:56: Und der macht das aber so.
00:31:57: Und ist das denn so richtig?
00:31:58: Und dann kommen Fragen dazu.
00:32:00: Und eigentlich beschäftigst du dich ja genau.
00:32:02: Wenn du jetzt sagst, du bist für jede neue Technik, kaufen
00:32:06: etc.,
00:32:07: ist das eigentlich nichts anderes.
00:32:09: Ja, aber ich hab's in der Hand.
00:32:10: Also ich sitze nicht auf der Bank und gucke ein Buch.
00:32:12: Da hab ich wirklich eine Schwäche.
00:32:13: Also bei meinen Kindern, wenn ich abends zwei Seiten lese, fallen mir die Augen zu.
00:32:19: Aber wenn ich was... auseinanderbauen kann.
00:32:22: das war früher schon so als fünfjähriger dutz wenn ich irgendwelche alten radios auseinander gebaut habe dann habe ich das verstanden und da muss ich auch die schraube wieder hingeht und Deshalb ist so dieses theoretische relativ schwierig.
00:32:33: okay Gibt es ein lied dass du mit dem offenbau verbindest?
00:32:38: wir haben ja so eine spotify playlist.
00:32:40: da würde ich das natürlich gerne mit rein nehmen
00:32:42: habe ich mir auch Gedanken gemacht.
00:32:44: aktuell höre ich sehr viel klassische musik also wirklich Wirklich?
00:32:48: Klassisch, klassisch.
00:32:49: Aber im Endeffekt, meine alte Zeit, da gibt es von The Prodigy Firestarter, passt vielleicht nicht immer rein, aber naja gut, das ist auch manchmal meine Art, wenn ich dann loslege und dann ist man halt wie angezündet und ja, das kann man schon damit so irgendwie verbinden.
00:33:07: Bin nur gespannt, ob das auf die Playlist kommt.
00:33:09: Aber natürlich, da habe ich gar keine Hemmungen.
00:33:12: Das passt ja zu meiner Musik.
00:33:13: Ja, genau.
00:33:17: von dem oder andersrum die die Ofenentwicklungen.
00:33:22: Wir haben ja schon übergesprochen gerade, dass die Würfen immer technisch, immer anspruchsvoller werden eigentlich.
00:33:28: Empfindlicher mit den Schornsteinen.
00:33:31: Dann haben wir immer so eine Politik, die uns immer mal wieder auf die Füße treten möchte.
00:33:36: Wie siehst du da die Zukunft?
00:33:37: Also ich sehe die Zukunft wirklich kombiniert.
00:33:42: Ich würde uns Offenbauer viel mehr mit in die Endkundenschulung mit reinnehmen, weil der Bediener ist meistens wirklich dann der Faktor, der eine vernünftige Verbrennung dann halt im Wege steht.
00:33:56: Ob man es jetzt mit einem Ofenführerschein macht, so wie es Max Kummerhoher dann initiiert hat oder halt über die Schornsteinfäger, dass die wirklich vor Ort mehr Schulen, wobei deren Bauchladen auch einfach immens ist.
00:34:07: Was ich immer merke in der Praxis, also ich nehme Unglaublich gerne Anlagen und auch Kaminöfen in Betrieb mit dem Kunden.
00:34:13: Also das versuche ich fast jedes Projekt dann irgendwie zu realisieren.
00:34:16: Und da hört man es dann halt immer wieder, ja wie von oben an sind und wieso machst du das jetzt?
00:34:22: und ach guck mal, da ist ja ein Biometall, das arbeitet, ja habe ich auch schon während des Verkaufsgesprächs erklärt und das funktioniert sogar.
00:34:30: Also ich glaube, ich sehe das Zusammenspiel aus allem, ob es jetzt so eine kombinierte Sache ist mit Partikelabscheider, Abbrandautomatik zusammen.
00:34:40: Da muss man schauen.
00:34:41: Wichtig ist halt wirklich... Brennstoff, Brennstoff, Brennstoff.
00:34:43: Und da ist einfach das Bewusstsein, gerade bei der älteren Generation, der Kunden einfach nicht da.
00:34:48: Da kommt dann so ein dicker Eichenbölder drauf und dann schmockeltatscht vor sich hin.
00:34:51: Welche Erfahrungen habt ihr denn?
00:34:52: Also wir haben das auch mit dem Ofenführerschein oder machen wir immer noch.
00:34:56: Ich finde das immer erschreckend, wie wenig Leute dann tatsächlich da reingucken.
00:34:59: Ja,
00:35:01: ich bin gut befreundet mit Max und er sagt auch, Micha, du musst die Leute mehr schulen und du musst sie mehr darauf hinweisen.
00:35:08: Ja, und das habe ich auch gemacht.
00:35:09: Und wir hatten, ich glaube, in einem Jahr von fünfzig Führerschein, von dem ersten Paket, sind dann, ich glaube, auch ausgeführt worden.
00:35:19: Das ist ja schon mal etwas.
00:35:21: Aber ich habe es auch ganz klar gemacht, wenn er der Kunde angerufen hat und gesagt hat, ich habe dann ein Problem.
00:35:26: Frage.
00:35:27: Hast du deinen Führerschein gemacht?
00:35:29: Ja, ich guck mal eben nach und da war es dann wirklich ... Die haben sich dann vielleicht mal angemeldet und dann irgendwie bei der dritten Lektion aufgehört.
00:35:35: Und das ist ... Ja, dann bin ich dann auch richtig groß und hab gesagt, okay, dann rufst du Montag wieder an, wenn du deinen Führerschein fertig hast und wenn dann auch nicht funktioniert, dann kriegen wir das hin.
00:35:42: Es hat wirklich geholfen.
00:35:43: Also, in manchen Fällen hat es wirklich geholfen.
00:35:45: Aber man hat natürlich auch die Unbelehrbarung.
00:35:47: Ja, ja, gut, die hast du ja.
00:35:49: Wir hatten letztens einen älter ... Nee, der war gar nicht älter, das war aber Bauernhof.
00:35:55: Der hat einen neuen Ofen gekriegt.
00:35:56: mit einem Bimetall.
00:35:58: Und hat das Ding, hat der die ganze, wer meint, das läuft nicht richtig und das komplett so legt.
00:36:02: Da kamen wir dahin und so, was haben sie gemacht?
00:36:04: Fehler ausgebaut wahrscheinlich.
00:36:06: Ja, alles, der hat die ganze Mimik hinten ausgebaut.
00:36:09: Warum?
00:36:10: Der in Ofen ist neu, der war eine Woche alt.
00:36:13: Aber der wusste das alles besser.
00:36:14: Also der wollte uns auch erzählen, was man da anders konstruieren müsste etc.
00:36:17: Also das war schon sehr interessant.
00:36:19: Gut, aber wir kommen ja mit dem Stefan Wanderer mal drüber sprechen.
00:36:23: Aber gut, die Fälle haben wir auch.
00:36:24: Also, Einkunde auch.
00:36:26: Ähnliches Gerät.
00:36:27: Und der hat jetzt den dritten oder vierten Satz Brennraumsteine von zwei zwanzig.
00:36:34: Wahnsinn.
00:36:34: Ja, das kommt immer wieder an.
00:36:36: Die Frau ist schon sehr schämend.
00:36:38: Aber naja gut, der braucht das halt.
00:36:40: Ich gucke das Geschäft an.
00:36:42: Ja, ich hatte einen Kunden über Jahre, der hat damals ein Cera war.
00:36:45: Also ein Vierseitiger, also drei Seiten Scheiben.
00:36:49: Und das war ein Tischler.
00:36:52: Und der hat so im dreiviertel Jahr, nach einem Beivierteljahr das erste Mal, nach anderthalb Jahren das nächste Mal, der hat immer die Scheibe kaputt gemacht, weil sein Holz zu lang war.
00:36:59: Aber der hat dann angerufen, ich war wieder zu blöd, ich brauche eine neue Scheibe.
00:37:03: Manche sind dann tatsächlich sehr, sehr schmerzfrei.
00:37:05: Unbelehrbar.
00:37:07: Wie siehst du deine Zukunft?
00:37:10: Wo treibt es dich hin?
00:37:11: Hast du Ziele, wo du hingehen möchtest?
00:37:14: Nimmst du jetzt einfach alles, was kommt?
00:37:16: Ach, also ich nehme nicht alles, was kommt.
00:37:18: Also ich mache das schon wirklich mit Herz und Leidenschaft und für mich ist halt immer wichtig, dem Kunden auch zu helfen.
00:37:24: Weil die kommen ja rein und sagen, wir hätten ganz gerne und ich versuche dann wirklich die passende Lösung, den zu geben.
00:37:29: Und das mache ich schon wirklich sehr gerne.
00:37:32: Ob das in dem Stil, in dem Umfang weiter passiert oder ob man dann... Ja, weiter im Bereich des Aufbaus des Unternehmens arbeitet.
00:37:42: Da bin ich komplett frei
00:37:44: und im Privat.
00:37:48: Gesund bleiben und ein gutes Leben führen.
00:37:52: Das habe ich wirklich auch gelernt und an die Momente genießen mit Freunden, mit der Familie und dann einfach mal den guten, guten Menschen sein lassen.
00:37:58: Machst du das denn jetzt bewusster?
00:37:59: Ja.
00:38:00: Viel bewusster.
00:38:01: Dass du dir die Freiräume einfach nimmst und das dann
00:38:04: nicht so... Allein schon.
00:38:06: Bei mir war es eigentlich so, dass ich morgens um sieben Uhr im Büro war.
00:38:10: Bei uns ist morgens um sieben Uhr erst mal Frühstück mit der Family angesagt.
00:38:13: Dann bringe ich, wenn es eben passt, den Lücken in den Kindergarten.
00:38:17: Dann fahre ich dann später los.
00:38:18: Das sind so meine Momente.
00:38:21: Das ist auch Samstag so.
00:38:22: Da steht meine Frau mit auf.
00:38:23: Ja, da müssen wir los.
00:38:24: Dann gibt es Frühstück.
00:38:26: Das macht man schon bewusst.
00:38:27: Aber auch mit Freunden.
00:38:29: Ich habe gesagt, wir wohnen auf dem Hof, auf dem Land.
00:38:31: Grillen ist bei uns dann halt auch immer ein bisschen exzessiver.
00:38:36: Das lebt man schon anders.
00:38:38: Ja, ich hab da auch Lange voll gebraucht, wie man das als Selbstständiger macht.
00:38:43: Da hat man dann halt nicht vierzehstund, sondern vielleicht auch mal fünfzehsechzig.
00:38:46: Aber du hattest vorhin vorwundertt geguckt, dass wir Samstags gar nicht aufhaben.
00:38:50: Das ist halt auch irgendwann, wo ich dann nach zwanzig Jahren gesagt habe, ne, gönne ich mir jetzt schlicht und ergreifen.
00:38:56: Und ich glaube, das merkt man dann auch mit der Familie auch.
00:38:59: Man wird auch ein bisschen ruhiger.
00:39:02: Ich habe einen alten Kumpel, da haben wir das eingefüllt.
00:39:05: Wir treffen uns einmal im Monat, nehmen uns einfach abends eine Zeit und setzen uns so lange wie wir Zeit und Lust haben, zusammen so einfach um diese Zeit auch zu genießen.
00:39:12: Ja,
00:39:13: und den Kunden kann man sich erziehen.
00:39:15: Das ist wirklich so.
00:39:17: Wir haben auch zwei Geschäfte, wo Montags geschlossen ist, die drei.
00:39:21: Aber auch Anekdote aus meiner Fägerzeit.
00:39:24: Damals als Geselle habe ich noch mit einem Rucksack rumgelaufen und dann als Stift und als Geselle bin ich in einen Kerbezirk bekommen.
00:39:31: Der damalige Chef hat seine Kunden so erzogen, da stand unter jeder Kaminklappe eine alte Persilkiste.
00:39:38: Und ich hab die dann irgendwie versucht auszulehren oder sonst was.
00:39:42: Das haben die eingetrichtert bekommen, da steht immer eine leere Persilkiste drunter, teilweise zwei, wenn noch richtig was drin war in dem Pin.
00:39:49: Das war schon cool, aber daran sieht man halt, man kann sich die Kunden einfach erziehen.
00:39:53: Und wenn zu, es ist zu.
00:39:56: Also wir haben die Erfahrung gemacht, sie kommen dann irgendwann wieder.
00:39:59: Vielleicht nicht jeder, aber ich glaube, dass das, ja genau.
00:40:04: Und selbst wenn die dann nicht kommen, dann ist es mir das Wert.
00:40:07: Ja, genau.
00:40:08: Ja, genau.
00:40:10: Ja, ich habe jetzt hier noch fünf Fragen, entweder oder.
00:40:13: Ja, jetzt bin ich gespannt.
00:40:15: Die habe ich noch nicht gesehen.
00:40:16: Ne, genau.
00:40:17: Das soll ja spontan sein.
00:40:20: Handwerkstradition oder mutige neue Wege?
00:40:24: Gute Kombi.
00:40:24: Also ich hab mein Koller, also meine Zunschkleidung, hab ich noch auf einer Puppe stehen.
00:40:30: Auf einer Schaufensterpuppe.
00:40:32: Mein Schulter-Eisen liegt in der Werkstatt, aber ich bin halt auch ein Verfechter, davon Prozesse einfacher zu machen und moderner zu gestalten.
00:40:39: Visualisierung über CAD oder künstliche Intelligenz da.
00:40:45: Nämlich den Mittelweg.
00:40:46: Ja, passt dann einfach dazu.
00:40:47: Kopf oder Bauchmensch?
00:40:50: eigentlich ein kompletter Bauchmensch.
00:40:52: Aber in zweiter Instanz denke ich drüber nach.
00:40:55: Aber dann würdest du sagen, dann schaltst du eher aus dem Bauch oder?
00:40:58: Ja, bei allen Sachen, die ich habe, muss ich ein gutes Gefühl haben.
00:41:02: Also reinverkrationell funktioniert nicht immer, also das muss halt alles passen.
00:41:06: Wie machst du das, wenn du einen Kunden dir gegenüber hast, wo du denkst, mit uns beiden passt das gar nicht?
00:41:11: Dann sage ich das.
00:41:13: Definitiv.
00:41:14: Da bin ich auch klar.
00:41:17: Ich habe natürlich immer die Option, dass ich dann sage, oh, Herr Müller, tut mir leid, ich habe gerade noch einen Außentermin.
00:41:22: Der Herr Meier wird es jetzt weiter betreuen.
00:41:24: Aber das ist legitim, weil ich muss nicht mit jedem Menschen grillen und das ist okay.
00:41:30: Arbeit, die erfüllt oder Momente, die bleiben?
00:41:36: Tja.
00:41:37: Tja.
00:41:38: Da hast du mich jetzt gekriegt.
00:41:41: Eine erfüllende Arbeit.
00:41:44: Das habe ich wieder rausgerätet.
00:41:47: Ich liebe halt das, was ich tue.
00:41:49: Und da sind wirklich viele, viele Momente dabei, die bleiben.
00:41:51: Ob es jetzt wirklich die Inbetriebnahmen sind, wo ich dann auch mal abgeholt werden musste, weil mich der Kunde wirklich auf ein Glas Wein überredet hat.
00:41:57: Da sind noch drei rausgeworden.
00:42:00: Ja, da sind schon wirklich viele, viele schöne Momente dabei, die wirklich bleiben.
00:42:04: dass es halt in dem Umfang und in der Art, wie ich arbeite, ist es natürlich schon wirklich... eine erfüllende Arbeit
00:42:11: ausfüllen.
00:42:12: Du hast jetzt den Weg vom Schornsteinfäger in den Ofenbau rein.
00:42:18: Gerade diese Momente, wenn du so ein Ding anzündest, wo du das Leuchten in den Augen siehst.
00:42:23: Wenn es nicht qualmt, ja.
00:42:26: Dann drehen die Augen.
00:42:28: Im wahrsten Sinne des Wortes, ja.
00:42:31: Man sieht es ja auch wirklich den Kunden dann an.
00:42:32: Wenn man mal wirklich so über die Schulter guckt, wenn man davor kniet, Sticken dran macht und wenn der Kunde dann wirklich... glänzende Augen kriegt, das ist halt schon cool.
00:42:42: Zukunft planen oder heute bewusst leben?
00:42:44: Ich habe einen ganz klaren Plan vor Augen, aber ich lebe den Tag viel bewusster.
00:42:53: Nach dem Rückschritt, den ich gemacht habe, ich nenn es mal Rückschritt, denkt man über ganz viele Sachen ganz anders nach.
00:42:58: Aber ich habe schon einen ganz klaren Plan vor Augen.
00:43:01: Der ist in Stein gemeiselt und gucken, ob ich ihn erfülle.
00:43:08: Praxis oder Theorie, also bauen oder planen?
00:43:14: Ja, ich bin eher der Praktiker.
00:43:19: Aber zur Praxis gehört auch wieder eine theoretische Planung.
00:43:23: Und ja, gut, wenn man sich jetzt eine Kaminanlage vernünftig plant und dann auch meine Blume auf dem Tisch stellt, nicht nur eine kalte Wand macht, dann ist man da zwei, zweieinhalb Stunden vielleicht daran.
00:43:36: Das ist eine Theorie, die aber schon sehr praxisnah ist.
00:43:39: Macht dir das Plan auch Spaß, wenn du da sitzt und da was entwickelt?
00:43:42: Ja, total.
00:43:43: Also, zum Leidwesen meiner Frau, dann ist es oft so, Kinder sind im Bett,
00:43:48: du
00:43:48: schatz, ich muss mal eben, ich hab da grad eine Idee, und dann sitze ich da bis zehn, elf Uhr.
00:43:53: Und ich weiß nicht, ob ich's gut mache, ich hab's mir selbst beigebracht, da sieht alles ganz schick aus, funktioniert auch alles.
00:43:59: Genau, und ja, da hab ich doch Spaß dran.
00:44:03: Michael, vielen, vielen Dank für ein sehr, sehr interessantes Gespräch.
00:44:07: Sehr gerne.
00:44:08: Ich wünsche dir ganz, ganz viel Gesundheit und noch viel erfüllende Arbeiten.
00:44:13: Danke, danke.
00:44:14: Das wünsche ich dir auch und danke für die Einladung.
00:44:16: Ja, sehr gerne.
00:44:22: Beeindruckend, wie positiv man mit einer Krebserkrankung umgehen kann.
00:44:27: Für Positives er daraus zieht und gleichzeitig für den Kamin brinnt.
00:44:32: Vielen Dank für die offenen Worte, Michael.
00:44:35: und viel Gesundheit für dich
00:44:36: und deine Familie.
00:44:39: Ihr konntet bisher nicht abschreiben?
00:44:41: Dann bitte wieder teilen, liken, folgen, kommentieren, empfehlen und so
00:44:45: weiter.
00:44:46: Vielen Dank
00:44:48: und bis zum nächsten Mal.
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