#35 Andreas Marschan - Schornsteinfeger können auch Ofenbauern Glück bringen

Shownotes

Andreas Marschan ist Schornsteinfeger mit Leidenschaft. Als Obermeister im Regierungsbezirk Münster fördert er ein positives Verhältnis zwischen Ofenbauern und Schornsteinfegern.

Im Podcast klärt er darüber auf, zu welchen Dingen der Ofenbauern dem Schornsteinfeger gegenüber verpflichtet ist, wie sich die Zusammenarbeit bestmöglich für beide Seiten gestalten lässt und warum auch der Beruf des Schornsteinfegers ein Nischenberuf ist.

https://www.schornsteinfeger-waf.de/index.html

https://www.schornsteinfegerinnung-muenster.de/index.html

Ton und Schnitt: Frank Erlenkämper

Transkript anzeigen

00:00:06: Moin und hallo.

00:00:07: Herzlich Willkommen zu Get the Fire, dem GVUB Podcast.

00:00:11: Vom Ofenbau für den Ofenbau.

00:00:14: Und natürlich für die Freunde des Ofenfeuers

00:00:17: und denen,

00:00:17: die es noch werden wollen.

00:00:19: Mein Name ist Andreas Neuer und in mir brennt das Feuer für den Ofenbau seit vielen Jahren und ich habe es nie bereut den Beruf zu erlernen, um mich selbstständig zu machen.

00:00:29: Mit meinen Verbandskolleginnen und Kollegen mache ich mich stark für einen der ungewöhnlichsten Berufe, den viele vor allem junge Menschen, so gar

00:00:37: nicht kennen.

00:00:38: Gemeinsam vertreten wir im GVUB, dem Gesamtverband Ofenbau, deutschlandweit die Interessen aus Handwerk,

00:00:45: Handel und Industrie.

00:00:47: Für mich ist es eine besondere, kreative und sehr individuelle Handwerkskunst, die eine Verbindung zur modernen Heiztechnik schafft und eine Verbindung herstellt zwischen den Menschen.

00:00:59: Denn jeder unserer individuellen Irven hört zum Mittelpunkt des Wohnraums, und bringt Menschen zusammen.

00:01:06: Genau darum geht es in meinem Podcast.

00:01:08: Geschichten über die Feuerkunst erzählen und Menschen über das Feuer zusammenbringen.

00:01:19: Lange war das Verhältnis zwischen Schornsteinvägern und Ofenbohren

00:01:24: eher

00:01:24: angespannt.

00:01:26: Mit der Reform-Zwanzigzehn mutierte der Shawnee dann auch noch zum potentiellen direkten

00:01:31: Konkurrenten.

00:01:33: Zum Glück sind diese Feindbilder mittlerweile doch etwas überholt und so darf ich in der heutigen Folge dem Bezirk Schornsteinfäger und Obermeister der Innung Münster im Podcast begrüßen.

00:01:45: Andreas Marschan gibt uns Einblicke

00:01:47: in die

00:01:48: Arbeits- und Sichtweisen der Schornsteinfäger.

00:01:51: Wie er auf dem Dach gelandet ist und was ihn daran fasziniert und welche Sachen Schornsteinfäger

00:01:57: und Ofenbauer

00:01:58: verbinden.

00:02:01: Ja,

00:02:02: heute bin ich eingeladen in Dömen bei den Schornsteinfägern und sitze dem Andreas Marschern über in seinem Büro und hatte mich eingeladen netterweise und er ist hier der innungsobermeister der innung Münster.

00:02:18: Ja, genau.

00:02:18: Schönen guten Tag.

00:02:19: Genau.

00:02:20: Ja, stelle dich doch mal vor.

00:02:23: Was ist jetzt genau deine Funktion?

00:02:25: Wie muss man sich das vorstellen, was du hier so alles treibst?

00:02:28: Also mein Name ist Andreas Marschank, genau richtig.

00:02:31: Ich bin fünfundfünfzig Jahre alt, bin seit, oh, vierzig Jahre, jetzt muss ich aber aufpassen, dass das auch wirklich richtig ist.

00:02:36: Schondscheinfäger darf seit knapp vier Jahren Obermeister der Schondscheinfägerinnung Münster sein.

00:02:38: ... betreu hier ... ... hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier.

00:03:08: Ich bin abgesehen davon in Prüfungsausschuss, also Gesellenprüfungsausschuss, Meisterprüfungsausschuss, wobei Zeit für einen Gesellenprüfungsausschuss nicht mehr so richtig ist, aber Meisterprüfungsausschuss noch sehr gerne.

00:03:19: Ja, und bin jetzt seit zwölf Jahren, etwas über zwölf Jahren im Vorstand der Änderung Münster.

00:03:26: Wie bist du damals zur Entscheidung gekommen, schon schon fähiger zu werden?

00:03:30: Also die grundsätzliche Entscheidung ist tatsächlich gefallen, weil ein bekannter ... das gerade gelernt hat.

00:03:38: Also das war wirklich so in der Jugend so die Zeit so ... ... ah, weiß noch nicht so richtig, was man machen soll.

00:03:42: Ich habe tatsächlich schon ein bisschen ... ... gejobbt, weil ich sehr früh zu Hause ausgezogen bin ... ... und schon alleine gewohnt habe.

00:03:47: Das heißt, man muss erst Geld verdienen, ... ... dann funktioniert das irgendwie.

00:03:50: Und dann habe ich zum Glück die Kurve gekriegt und wollte unbedingt eine Ausbildung machen und wusste noch nicht richtig, welche.

00:03:56: Und irgendwann hatten wir uns getroffen.

00:03:58: und dann sag ich so, wie gefällt ihr es denn eigentlich so bei den Schaumschaffungen?

00:04:01: Ich dachte, super, ist ein bisschen mathe-lastig und Chemie und Physik, aber wenn ihr das kannst, war ich so, das kriege ich wohl hin.

00:04:08: Ja, da musste ich da und da melden, dann kannst du so einen Eignungstest machen und dann guckst du mal.

00:04:12: Und so bin ich eigentlich ins Handwerk gekommen, dass ich... ... das mal machen würde, wusste ich vorher nicht, ... ... weil man muss ganz ehrlich sagen, ... ... es ist schon irgendwo ein Nischenberuf, ... ... auch wenn den jeder kennt, ... ... aber bei der Berufswahl ... ... witzigerweise kommt nicht jeder sofort drauf.

00:04:25: Okay.

00:04:26: Ich habe immer gedacht, ihr seid ja doch ... ... also im Vergleich zu den Ofenbauern ... ... seid ja doch eine größere Gruppe, ... ... sag ich jetzt mal vorsichtig.

00:04:35: größer weiß ich nicht, also ich weiß nicht wie weit es deutschlandweit ist, wir haben deutschlandweit haben wir sieben tausend, siebenhundert Betriebe ungefähr und haben aber wahrscheinlich insgesamt deutlich weniger Mitarbeiter, also insgesamt gibt es einundzwanzig tausend Schornsteinfeger so Roundabout und das aber deutschlandweit.

00:04:54: Also bei den Ofenbauern auch deutlich drunter, also ich

00:04:56: glaube

00:04:57: im Moment aktive Ofenbaubetriebe würde ich sagen, tausend, sechshundert, so was in dem Bereich.

00:05:01: Das

00:05:01: ist dann doch deutlich weniger.

00:05:03: dass du ihr seid hier zu hundert Prozent alle in der Innung?

00:05:06: Ist das bei anderen Innungen ähnlich?

00:05:10: Also deutschlandweit wieder gesehen haben wir jetzt im Verband des Zentralen Innungsverbandes haben wir etwas über siebenundneunzig also fast achtundneunzig Prozent Innungszugehörigkeit.

00:05:23: Da sind so ein paar Ich nenn's immer Altlasten, also da haben sich irgendwelche Kollegen mit dem Vorstand der damaligen Innung irgendwo verkracht teilweise.

00:05:32: Und dann ist man auseinandergegangen.

00:05:34: Es gab sogar so ein Mini-Eigen-Verband.

00:05:36: Ich glaub, den gibt's sogar immer noch mit ganz wenigen Mitgliedern.

00:05:39: Das ist natürlich auch nicht so sinnvoll.

00:05:41: Und man hat... Ne, die Schornges war noch eine andere Geschichte, aber die gab's damals ja auch.

00:05:47: Aber das ist wirklich so, dass man dann, wenn man diese kleinen Innungen... wenn man mehrere Innungen, sag ich mal, noch neben der Innung hätte,

00:05:57: kann

00:05:57: man gar nicht so stark und erfolgreich sein, wie wir sind.

00:06:00: Wir schaffen das nur durch diese große Gemeinschaft, muss man ehrlich sagen.

00:06:03: Dadurch sind Sachen anders umzusetzen.

00:06:05: Also wenn ich heute eine E-Mail schreibe an meine twohundertdreißig Betriebe, dann sehen die alle.

00:06:10: Also wir haben irgendeine Gesetzesänderung.

00:06:13: oder jetzt ist gerade, kommen wir wahrscheinlich gleich noch drauf, der Vollzug zur Bundesimmissionsschutzverordnung mit dem Austausch der Einzelraumfeuerungsanlagen geregelt.

00:06:22: Das heißt, es ist im Anfang Dezember rausgegangen, wir haben informiert und dann weiß jeder Betrieb das.

00:06:28: Also nicht so wie bei anderen, die sich dafür interessieren, sondern bei uns weiß jeder Betrieb, okay, das muss ich jetzt so umsetzen.

00:06:37: Ja, ihr gibt das, also im Prinzip kriegt jeder Schornsteinfeger von euch dann die Informationen, was sich geändert hat.

00:06:45: Das macht dann hier der technische Lehrwart, oder?

00:06:49: Ja, entweder der Ehnungstechniker, also der Andreas Göke, oder ich, also einer von uns beiden.

00:06:57: Bei gesetzlichen Änderungen bin ich meistens,

00:06:59: wenn es die

00:06:59: Technik betrifft, ist er meistens.

00:07:02: Und das wird dann dementsprechend rausgegeben, vorgetragen.

00:07:06: Also je nachdem, was es für eine Entscheidung ist, also jetzt war es ja eine landesweite Entscheidung, sprich die der Vollzug zur Bundesmissionsschutzverordnung.

00:07:15: Das wird dann vom Landesverband vorgegeben, das heißt alle sechs Innungen, die innerhalb des Landesverbandes sind, bekommen dann eine Nachricht, eine E-Mail, eine Vorgabe vom Ministerium über den Landesinnungsverband und zeitgleich wurden dann auch alle zuständigen Ordnungsämter und Kreise informiert.

00:07:35: Gab es für dich auch mal eine Alternative zum Schornsteinfeger?

00:07:38: Oder war das dann, als du die Entscheidung getroffen hast, war klar, dass das ist es?

00:07:43: Also, als ich die Entscheidung getroffen hatte, gab es keine Unterschiede mehr.

00:07:48: Und da gab es auch gar nichts mehr zu überlegen.

00:07:50: eigentlich, weil es ist wirklich von Anfang an so, das kann man also... Die meisten verstehen das natürlich nicht, aber wenn man mal so ein bisschen bei Social Media guckt und das machen wir ja schon mal und unter anderem, was weiß ich bei Comments Team Schwarz, das ist so eine so eine übergreifende Seite und wenn man mal guckt, wie viele Kollegen sich einfach nur freuen, morgens auf dem Dach zu stehen und so einen Sonnenaufgang zu fotografieren, dann versteht man halt was so das Besondere für einen selber ist.

00:08:15: Dazu kommt aber, wir werden von der Kundschaft ja ganz anders wahrgenommen, als jetzt der normale Handwerksbetrieb, der normale Heizungsbauer, der normale Ofenbauer, weil da wollen die Leute immer was von demjenigen, der soll denen helfen, irgendein Problem zu beseitigen.

00:08:33: Und bei uns ist es, wir kommen automatisch und bringen das Glück mit.

00:08:37: Und das ist wirklich, also ich habe... Natürlich haben wir auch mal Schwierigkeiten mit Kunden.

00:08:41: Die Frage stellt sich nicht.

00:08:43: Aber dieses dahin kommen Freude, freudig anzusehen.

00:08:47: Ah, der Schonscheinvierger ist da.

00:08:49: Und wie geht's denn?

00:08:49: Und dieses familiäre Miteinander, weil man sich ja kennt über die Jahre.

00:08:53: Das ist so schön, das will man gar.

00:08:56: Ich bin, also sicherlich mal zu jungen Zeiten morgens aufgestanden, habe gedacht, oh, heute schon wieder fegen.

00:09:02: Ja,

00:09:03: das wird es gegeben haben.

00:09:04: Aber ich muss sagen, ich kann mich gar nicht mehr so richtig daran erinnern, dass ich irgendwann mal gesagt habe, heute habe ich keine Lust.

00:09:10: Und das, obwohl ich sehr früh aufstehe.

00:09:12: Ja, du hast ja gesagt, du bist morgens teilweise um fünf Uhr im Büro?

00:09:16: Ja, ich muss um fünf ins Büro, weil wenn ich keinen strukturierten Tag habe, für mich wäre das einfach nichts.

00:09:21: Okay.

00:09:21: Und wenn ich nicht um fünf ins Büro komme, dann kann ich dir keine E-Mails schicken.

00:09:25: Wenn du mich fragst, du hast mal eine tolle Idee wieder, was ich super finde, dann klappt das nicht, weil ich muss, bis ich morgens losfahre, also ob ich jetzt um sieben Richtung Kehrbezirk fahre oder hier zum Innenungsbüro oder zur Meisterprüfung oder sonst was, aber bis sieben Uhr muss ich eigentlich meinen ganzen Bürokram zu Hause erstmal erledigt haben, was erstmal wichtig ist, damit die Kunden zufrieden sind, damit gewisse Sachen abgedeckt sind, damit ich auch gucken kann, was sonst so im Büro noch passieren muss, würde ich sonst nicht fertig kriegen.

00:09:54: Und wenn ich um Simon losfahre und bin dann entspannt, weil ich weiß, ich habe nichts mehr im Nacken, dann

00:09:59: geht

00:09:59: das auch.

00:10:00: Gehst du denn selber noch aufs Dach und fähigst?

00:10:03: Ja, aber selten.

00:10:04: Sehr selten.

00:10:05: Also fegen jetzt nicht mehr.

00:10:07: Klar, die Feuerständenschauabnahmen, also das hoheitliche, ich begrenze das meistens aufs Hoheitliche,

00:10:13: weil ich die

00:10:13: regelmäßigen Tätigkeiten, also wenn meine Jungs jetzt nicht gerade krank sind oder so wie jetzt im Moment zur Meisterschule, ist einer von beiden, dann ist das schon mal ein bisschen schwierig, aber ansonsten eigentlich nicht, weil ich habe die Zeit einfach nicht, muss man ehrlich sagen.

00:10:28: Ich sag mal in Anführungsstrichen, Opfere für mein Hobby, Erinnerungen und allem, was dazugehört, im Schnitt zwischen achtzehn und hundert Tage im Jahr.

00:10:36: Und da wissen wir beide selber, was das bedeutet, wenn du selbstständig bist.

00:10:40: Das ist bei uns nicht anders.

00:10:41: Das bedeutet, meine Frau ist auch schon scheinfähigerin, die versteht das ganze System.

00:10:46: Das ist alles super.

00:10:48: Aber der springende Punkt dabei ist, du musst auch bereit sein, Samstags und Sonntags zu arbeiten.

00:10:54: Das geht einfach nicht anders.

00:10:57: Ist glaube ich klar, wenn ich hundert Tage im Jahr nicht da bin, also nicht für den Betrieb voll da bin, dann geht das nicht.

00:11:03: Und deswegen ist das so wichtig, das vorher und ein bisschen nachmittags noch zu machen, aber anders funktioniert das nicht.

00:11:09: Aber du machst das, also dieser Obermeister ist quasi ehrenamtlich.

00:11:13: Er ist ehrenamtlich, ja?

00:11:14: Das ist alles ehrenamtlich.

00:11:15: Wie Prüfungskommission,

00:11:17: ich habe

00:11:18: keinen Nebenjob so gesehen.

00:11:20: Nein, das ist alles ehrenamtlich.

00:11:22: Das ist mein Hobby, das macht das einfach Spaß.

00:11:25: Ich weiß, ich kann an unserem Handwerk ein bisschen mit dran gestalten, dass es... ... besser wird, wie auch immer anders.

00:11:33: Wir haben ja schon große Herausforderungen davor ... ... und doch, das ist einfach etwas, was mich antreibt.

00:11:39: Hab ich aber früher auch nicht gedacht.

00:11:42: Als ich mal selbstständig geworden bin, ... ... habe ich gedacht, okay, jetzt machst du das ... ... und dann klappt auch irgendwie ganz gut ... ... und dann ist irgendwann mal ... ... tatsächlich mein damaliger Lehrgeselle ... ... auf mich zugekommen.

00:11:56: ... und hat gesagt, Mensch, kannst du dir nicht vorstellen, ... ... also der hat im Vorstand bei uns, ... ... weil er KUB, also Qualitäts- und Umweltberater, ... ... also für unser Handwerk, für unsere Enung, ... ... und dann hat der gesagt, ... ... kannst du dir nicht vorstellen, ... ... ein bisschen was bei uns im Vorstand zu machen.

00:12:13: Boah, ich weiß auch nicht, also eigentlich ... Hatte ich das nicht so erwartet, weil ich dachte immer, die anderen sind schon besser.

00:12:19: Die werden das besser können.

00:12:20: Ich wollte eigentlich nur im überbetrieblichen Unterricht mitmachen, was ich dann auch schon gemacht habe.

00:12:25: Und ja, und dann war irgendwie ab zwei Tausend vierzehn war dann eben die Frage, okay, fängst du an?

00:12:31: Und dann bin ich über das Amt des Kassierers, stellvertretender Obermeister.

00:12:37: Dann wurde mein Vorgänger schwer krank.

00:12:39: Und dann mussten wir eine Lösung finden.

00:12:41: Die haben wir gemeinschaftlich.

00:12:43: Also ich hab da ... nicht nur, weil ich stellvertretender Obermeister, als ich automatisch Obermeister geworden bin, sondern wir haben gemeinschaftlich, der Bernd Klaas, mein Lehrlingswart, der war schon ein paar Jahre länger im Vorstand, da hatte ich auch gesagt, auch an die Gökke, ich sage, könnt ihr euch vorstellen?

00:12:58: Und beide haben gesagt, nee, eigentlich sehen wir dich an der Stelle.

00:13:00: und dann habe ich gesagt, ja, eigentlich ist ein politisches Amt nichts für mich, ich kann alles andere.

00:13:08: Aber auch daran gewöhnt man sich, muss man ehrlich sagen, Man wächst mit seinen Aufgaben.

00:13:13: Ich habe das früher immer belächelt.

00:13:15: Man wächst wirklich mit seinen Aufgaben und man kann auch mit politischen Dingen dann hinterher umgehen.

00:13:21: Was war bisher so deine größte Herausforderung?

00:13:27: Als

00:13:27: Obermeister?

00:13:29: Als Obermeister würde ich sagen, also zum einen ist es die Bestellung, die große Bestellung der Kollegen, also wenn Kollegen wiederbestellt werden, ist das ein relativ großer Aufwand mit der Bezirksregierung zusammen, das Ganze zu regeln, weil es gibt eine große Bestellungswelle, die ist zwei vierzehn, zwei einundzwanzig, zwei achtundzwanzig, also immer alle sieben Jahre, die werden jetzt immer weniger, weil es welche gibt, die natürlich dann in Rente gehen, dann wird er nicht mehr zu dem Zeitpunkt bestellt und dadurch werden das immer weniger.

00:13:59: Aber das sind schon noch rund hundert Kollegen, würde ich mal schätzen.

00:14:02: Und so eine Bestellungswelle, die macht schon vorher ein bisschen Arbeit.

00:14:05: Da muss man vorher ein bisschen planen.

00:14:06: Die müssen alle ihre Unteranlagen einreichen.

00:14:08: Das ist nicht ganz so einfach, weil die Bezirksregierung muss natürlich auch neutral da irgendwie bewerten können, wer den Bezirk bekommt.

00:14:16: Das ist das eine.

00:14:17: Die größten Bauchschmerzen haben wir eigentlich bereitet.

00:14:22: Ja, so diese, diese, ja, ich sag mal Schäden, Brandschäden.

00:14:28: wo es meistens Gott sei Dank bis jetzt nur um Geld ging.

00:14:31: Um Geld ist jetzt böse gemeint.

00:14:33: Das sind natürlich schon hohe Summen.

00:14:35: Aber mir ist lieber, es geht nur um Geld als um Menschenleben.

00:14:39: Und wir hatten leider von ungefähr Mitte-Zwei-Tausend-Vier-Zwanzig bis Mitte-Zwanzig-Zwanzig, würde ich sagen.

00:14:46: Nein, war sogar Anfang-Vier-Zwanzig, glaube ich.

00:14:49: Hatten wir drei CO-Tote, also dreimal einen CO-Unfall in unterschiedlich dargestellten Sachen.

00:14:55: Zwei stellten sich relativ schnell raus, dass der Kollege da nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, aber bei einem schon.

00:15:02: Und das tat mir auch sehr leid, weil im Endeffekt konnte er da nichts für.

00:15:06: Er hat, ich sag mal, im guten Glauben, dem Eigentümer geglaubt, dass da demnächst ein Verkauf stattfindet und der sich dann auch meldet.

00:15:15: Und jetzt kann man sich vorstellen, wenn wir so zwischen zwei und dreitausend Kunden haben, die wir regelmäßig besuchen, wird ein Einzelner da nicht auffallen.

00:15:24: Und deswegen ist das wirklich, da ist das wirklich schwierig.

00:15:26: und ja, der Eigentümer hätte sich natürlich dann melden müssen und dann war lange nicht klar, bei Angel klagt wird oder nicht.

00:15:32: Okay.

00:15:34: Und in der Zeit, also das war schon so ein halbes Jahr, wo man immer wieder damit zu tun hatte, jetzt findet der Prozess bald statt, er ist nur noch als Zeuge geladen, was ich auch genauso sehe.

00:15:44: Aber das sind schon Sachen, da muss man zur Seite stehen und das ist nicht schön, weil man kriegt schon mit, wie derjenige wirklich sehr leidet darunter.

00:15:52: Man kann sich das immer nicht vorstellen, aber wir fühlen uns zum einen für jeden verantwortlich, der unsere Kunden sind.

00:15:59: Das ist schon so ein familiärer Bezug, man kennt ja auch jeden.

00:16:03: Und

00:16:03: da in seinem Fall war das ein dreizehnjähriges Mädchen, da will man nicht für verantwortlich sein.

00:16:07: Also egal wie alt jetzt, aber das macht es alles nicht besser.

00:16:11: Und ich kann durchaus verstehen, dass der ganz lange nicht geschlafen hat und auch heute immer noch sagt, hätte das verhindert werden können.

00:16:19: Also wäre das eigentlich möglich gewesen und das ist schon schlimm.

00:16:23: Das muss ich schon sagen.

00:16:24: Also das waren so eigentlich die... ... die eher nicht so schönen Sachen.

00:16:28: Aber viele schöne Sachen auch.

00:16:29: Also es sind ja nicht nur immer die nicht schönen Sachen, ... ... sondern wir durften begleiten zum Beispiel.

00:16:35: Also eine Frage ist zum Beispiel immer, ... ... wenn wir Obermeistertagung haben, ... ... müssen wir immer gucken nach vorne.

00:16:41: Also wir haben immer Zukunftsziele.

00:16:43: In der Regel gehen die so zwischen drei und zehn Jahre, ... ... also kurz oder etwas längere Ziele, ... ... und man muss schauen, was man da findet.

00:16:50: Und dann war immer mal wieder die Frage ... ... und vor zwei Jahren schon mal, ... Sollen wir den Beruf des Schondscharmfägers nicht umbenennen.

00:16:57: Okay.

00:16:58: Moderner

00:16:59: gestalten.

00:16:59: Ja, ja.

00:17:00: Wie

00:17:00: können wir auf neue junge Menschen zugehen, dass die eher an den Schondscharmfäger denken?

00:17:06: Und wir haben Gott sei Dank ganz viele andere Sachen gefunden, dass wir was machen können, um auf junge Leute aufmerksam zu werden und nicht diesen Namen zu verändern, weil es ist wirklich so, also egal, wo man fragt, Leute, die ein bisschen Ahnung vom Marketing haben, sagen, verändert nie euren Namen.

00:17:22: Der

00:17:22: ist sowas von verbunden mit Glück zu Friedenheit, auch Kunden zu Friedenheit, wenn man mal guckt, so alle Statistiken, Kunden zu Friedenheit muss man erst mal hinkriegen, die weit über neunzig Prozent ist.

00:17:34: dass es immer mal irgendwo Schwierigkeiten gibt.

00:17:36: Gar keine Frage, alles gut.

00:17:38: Aber, dass man so eine hohe Kundenzufriedenheit hat, das ist schon ungewölling.

00:17:42: Und das hat einfach mit diesem ganzen familiären Sicht drum kümmern.

00:17:46: Damit hat das schon viel zu tun.

00:17:48: Jetzt hast du ja vorhin erzählt, diese Bestellung der Schornstoffe.

00:17:52: Also ich sage ja so aus meiner leihenhaften Sicht.

00:17:58: ist das ja so, glaube ich, dass es irgendein Punktesystem gibt.

00:18:01: Und der Schondschaftsfeger muss sich alle sieben Jahre während dieser Bezirke neu vergeben.

00:18:04: Genau.

00:18:06: Und ich sage jetzt mal vorsichtig, eigentlich ist es ja so, dass die immer den wiederkriegen, wenn sie ihn haben wollen, gefühlt.

00:18:16: Wenn

00:18:16: die vernünftig sich weitergebildet haben, in der Regel schon.

00:18:21: Also man wäre auch ein bisschen verrückt, muss man ja ehrlich sagen.

00:18:23: Also wenn ich mich jetzt, nehmen wir mal an, ich bewerbe mich das nächste Mal auf den Kerbezieher von meinem Nachbarkollegen, weil ich keine Ahnung vermute, dass da mehr Arbeit, ich wüsste nicht, was der Sinn oder von mir aus, ich bewähre mich auf den Beziehung, der bei mir vor der Haustür ist, damit ich es wenigstens etwas einfacher habe, weil ich muss immer mit ein Stückchen fahren.

00:18:41: Und dann nehme ich dem anderen das weg.

00:18:43: Der andere kommt aber schon seit zehn, fünf, zehn Jahren.

00:18:46: Dann werden die Kunden doch nicht plötzlich sagen, komm, Marschern, du bist so nett und du darfst bei mir fegen und messen, sondern die werden sagen, nee, der andere, der war jetzt schon so lange da, der kann doch fegen und messen weiter machen, mach du mal nur die hoheitlichen Tätigkeiten, also sprich nur die Feuerstätten schau, nur die Abnahmen, da brauche ich nicht lange.

00:19:04: überlegen,

00:19:05: das

00:19:05: wird sich für mich wahrscheinlich nicht lohnen.

00:19:07: Also

00:19:08: sage ich, ich bleibe doch lieber bei dem, was ich kenne und gehe gar nicht dahin.

00:19:13: Für einen jungen Kollegen, der noch gar keinen Kerbezirk

00:19:16: hat,

00:19:16: ist das genauso uninteressant, weil was soll er sich da erarbeiten?

00:19:21: Also dann hat er kaum freie Tätigkeiten, ja ein paar wird er vielleicht liegen.

00:19:26: Vielleicht ist der auch netter oder sonst was, aber das kriegt man nicht so hin, dass es Sinn ergibt.

00:19:32: Das Problem ist dann, und das haben wir dann auch, wenn der Kollege einfach meint, ich habe jetzt mal ein Kerbezirk und jetzt lehne ich mich zurück und mache nichts mehr, nur noch das, was ich machen muss.

00:19:40: Mein Mitarbeiter macht da die Arbeiten und dann steht er nach sieben Jahren da und hat nichts getan.

00:19:46: Am besten noch, auch bei uns gibt es Maluspunkte, das heißt, wenn einer sich sträflich verhält

00:19:51: von einer Bezirksregierung,

00:19:54: dann ein Ordnungsgeld oder sowas auf aufgesetzt bekommen hat, dann habe ich das Problem, dass ich eventuell wirklich in diesem Bereich komme, dass ich den Kerbezirk nicht wiederkriege.

00:20:06: Okay, also im Prinzip muss das schon Leistung

00:20:07: bringen.

00:20:08: Das ganz genau.

00:20:08: Ich muss mich weiterbilden.

00:20:10: Also wir haben so ein Punktesystem, genauso wie du gerade gesagt hast.

00:20:14: Da gibt es Pro Weiterbildung, gibt es Punkte und ich muss mindestens fünf Weiterbildungen pro Jahr machen.

00:20:21: Ansonsten wird diese diese Punkte ... mäßig gar nicht angerechnet.

00:20:26: Und je weniger Punkte ich habe, umso schlechter ist das

00:20:28: für mich.

00:20:29: Aber es reicht jetzt auch nicht, sich einmal groß vorzubilden, sondern man muss das wirklich jedes Jahr... Jedes

00:20:35: Jahr.

00:20:36: Ich muss sieben Jahre lang nachweisen, dass ich fünf Fortbildungen gemacht habe.

00:20:39: Wo kommt ja schon ein bisschen was zusammen?

00:20:42: Also, ich habe meine Bewerbung gerade wieder fertig und ich habe auch gestaunt, wie viel das wieder ist.

00:20:47: Ja, das ist ein dicker Packen.

00:20:49: Wir dürfen uns mittlerweile auch digital machen.

00:20:52: Das hat man mir leider erst hinterher gesagt.

00:20:55: Habe ich auch nicht daran gedacht.

00:20:56: Ich habe gesagt, okay, ich kopiere das alles und dann bekommt die Bezirksregierung das.

00:21:02: Aber da habe ich auch nicht darüber nachgedacht, wäre einfach gewesen, das einfach digital zu machen.

00:21:08: Jetzt sagtest du, ja, Glücksbringer.

00:21:11: Jetzt hab ich natürlich immer mit dem Endkunden zu tun, der euch ja vorher auch mal gefragt hat oder so.

00:21:19: Die schimpfen auch immer mal.

00:21:21: Ja, klar.

00:21:23: Also, das ist für euch aber auch kein Problem, oder?

00:21:26: Nein, nein.

00:21:27: Also,

00:21:28: ich

00:21:28: würde mal behaupten, dass... Also weit mehr als neunzig Prozent sind einfach zufrieden und das läuft alles und alles ist prima.

00:21:35: Aber bei irgendeinem ist auch schon mal irgendwas vorgefallen.

00:21:37: Da ist mal was dreckig geworden.

00:21:39: Da ist einer mal unzufrieden.

00:21:40: Klar, der hat einen Kaminofen gehabt.

00:21:42: Der muss jetzt raus.

00:21:43: Also ich muss ihm ja sagen,

00:21:45: er tauscht einen Ofen

00:21:46: aus.

00:21:47: Sonst gibt das irgendwann Ärger und dann bis zu einem bestimmten Stichtag und dann wird dieser Ofen ausgetauscht.

00:21:53: Und dann muss der wieder zu mir kommen und muss sagen, lieber Andreas Marschern, bitte nehmen diesen Ofen ab.

00:21:58: Natürlich versteht er das manchmal nicht.

00:22:00: Und natürlich ist also, wenn ich nicht in der Materie bewandert bin, dass ich wirklich weiß, warum wird das denn gemacht, dann denkt er sich, der Ofen sieht vielleicht sogar noch ähnlich aus.

00:22:11: Warum soll der jetzt eine Abnahme daran machen?

00:22:15: Das ist schon manchmal schwierig.

00:22:18: Aber im... größtenteil, also ich muss wirklich sagen, mit ganz ganz wenigen gibt's da wirklich Probleme.

00:22:24: Ja, man gerät eineinander, das passiert, das passiert auch mir, da kann ich noch so nett sein, da ist der Kunde mal einfach auf dem Schlips getreten, weil er irgendwas Rechtliches vielleicht übersehen hat und dann findet er das nicht gut.

00:22:36: und dann passiert das, dass man auch da getrennte Wege gehen muss.

00:22:40: oder ich hatte einen Kunden, der war unzufrieden mit meinem Mitarbeiter und hat leider Sachen gesagt, die sagt man zu seinem Mitarbeiter nicht.

00:22:45: und dann habe ich zu meinem Mitarbeiter nicht.

00:22:47: und dann habe habe ich gesagt, da tut mir sehr leid, aber dann können wir beide nicht mehr zusammen Freunde sein.

00:22:52: Also machst du bitte die hoheitlichen Tätigkeiten, also die kann er sich nicht aussuchen, die macht er bei mir, da muss ich hinkommen, auch wenn ich das nicht möchte.

00:22:59: Und auch wenn er das nicht möchte, ich muss es tun, das hilft nichts.

00:23:04: Und die sogenannten freien Tätigkeiten, also Fegen und Messen, die kann er sich dann aussuchen.

00:23:09: Also ihr hättet keine Möglichkeit zu sagen, ich schick da jetzt jemand anders hin?

00:23:12: Nein.

00:23:12: Ja,

00:23:13: schön.

00:23:14: Also alle glauben immer, das ist nur von Vorteil.

00:23:17: Nein, also

00:23:18: es gibt Situationen, da will man selber dann auch nicht gerne hin.

00:23:22: Aber wir müssen das genauso ertragen wie der Kunde, der das ertragen muss, dass wir da hinkommen.

00:23:26: Also das ist nicht immer ein Wunschkonzept.

00:23:29: Ja, manchmal habe ich auch Kunden, wo ich denke, nee, das passt nicht, da hat man dann schon das Bauchgefühl vorher und da möchte man eigentlich nicht verarbeiten, aber da bleibt euch nichts anderes übrig.

00:23:41: Also

00:23:41: dieser Teil ist... Da wir ja behördlich bestellt sind, das ist in der Teil, worum es geht.

00:23:49: Dazu gehört eben die ganze Kehrbuchführung, also diese ganzen Statistiken, alles, was wir so machen müssen, die ganze mit Feuerständenschauen, mit Bauabnahmen, mit Anlassbezogen und Überprüfung und so was.

00:24:01: Alles dieser hoheitliche Teil, den können wir uns nicht ausruhen.

00:24:04: Okay.

00:24:05: Ja, hat alles seine Vor- und Nachteile.

00:24:08: Jetzt hat sich das Bild eigentlich in den letzten Jahren deutlich gewandelt.

00:24:15: Ich glaube, das Fegen wird immer ein bisschen weniger, weil ja auch irgendwelche Gas-Brett-Ventärmen kamen oder eigentlich schon wieder gehen.

00:24:22: Ja, wie geht ihr damit um?

00:24:27: Es ist ja auch irgendwann die Idee Reform gewesen, wo jetzt die Bezirke, glaube ich, fest eingeteilt wurden.

00:24:33: Ich glaube, auf dem Land ist es nicht ganz so dramatisch, wenn ich das so richtig sehe, aber in der Stadt fällt ja dann wahrscheinlich auch immer mehr an Tätigkeit weg, an Einnahme.

00:24:40: Also insgesamt sagen wir mal im Moment insgesamt, würde ich sagen, fallen sowieso mehr Tätigkeiten weg.

00:24:47: Aber ich versuch das mal.

00:24:49: Wir haben letzte Woche eine Praktikantin gehabt bei uns und die möchte eventuell schon scheinfähiger werden.

00:24:56: Die geht diese Woche noch mal ein paar Tage mit und der hat sich das auch erklärt.

00:24:59: Ich sage, falls dir mal irgendjemand sagt.

00:25:02: dass Herr Schornstein-Fegern aussterbender Beruf ist,

00:25:05: dann

00:25:05: sagt denen, dass wir ganz gerne ganz viele Leute hätten, die bei uns arbeiten, damit wir die Arbeit überhaupt ableisten können.

00:25:12: Weil das ist wirklich schwierig.

00:25:14: Wir stehen wirklich vor so einem riesen Spagat mit ganz vielen Änderungen.

00:25:17: Gar keine Frage und vielleicht ist es sogar die größte Änderung.

00:25:20: Aber wenn man mal betrachtet, also ich sage jetzt mal aus der Nachkriegszeit, wo wirklich noch ... Huss geschleppt wurde, wo wir ... ... sechs, sieben bis zu acht Mal im Jahr ... ... zu den Kunden zum Fegen gekommen sind, ... ... weil die schon scheine sonst zugesessen haben.

00:25:37: Dann wurde das immer reduziert ... ... und dann kamen wir irgendwann, gab es dann mal ... ... nur noch die viermalige Kehrung, das ist so ... ... ich sag mal in den späten Achtzigern gewesen.

00:25:48: Ja,

00:25:49: und da hat man das wirklich sukzessive runtergefahren, da hat man gesagt, wenn die Feuerstätten immer besser werden, also da gab es zum Beispiel damals noch beim Ölheizung Schornstein, musste man zweimal im Jahr fegen, da gab es noch die Russzahl drei und nicht zwei.

00:26:06: und das hat man alles immer so runtergefahren, bis man eben heute oder Was heißt heute?

00:26:11: In den Neunzigern, Ende Achtzig, Anfang Neunzig hat man dann die Rußzahl zum Beispiel von zwei auf eins festgelegt

00:26:17: und für ältere

00:26:18: Feuerstätten galt da noch Rußzahl zwei und bei Rußzahl eins hat man gesagt, da kann es ja dann gar nicht mehr so schlimm sein, also wird nur noch einmal im Jahr gefähigt.

00:26:25: Dann kann die Brennwerttechnik.

00:26:27: zeitgleich, also das war auch schon Mitte der Achtziger, Ende der Achtziger und alle haben gesagt, Jetzt dauert's nicht mehr lange, dann gibt's den Schoenscheinfeger nicht mehr.

00:26:35: Und dann weiß ich noch, ich war damals schon in der Gewerkschaft auf der Arbeitnehmerseite und dann sind wir so rumgefahren zur Schulung und dann lief da... Immer einer rum, der hat das Kondensat der Brennwertfeuerstätten getrunken.

00:26:46: Also bewusst, der hat das gezeigt.

00:26:49: Ob es dem heute gut geht oder nicht, weiß ich nicht.

00:26:51: Und wir waren da gesagt, wie schadstoffarm das doch alles ist.

00:26:54: Und man bräuchte das alles nicht überprüfen.

00:26:56: Bis dann natürlich, hat man am Anfang natürlich den Fehler gemacht.

00:27:00: Man hat gesagt, der Schornsteinfeger braucht da nicht hin.

00:27:02: Das hat drei Jahre gedauert oder vier Jahre vielleicht.

00:27:05: Dann hat man festgestellt, dass ganz viele... Mängel an diesen Feuerstätten waren.

00:27:09: und dann hat man Anfang neunzig gesagt, nee, das funktioniert so nicht und hat dann eine Überprüfung neu geregelt in der Kehr- und Überprüfungsordnung.

00:27:17: Und da kamen die Brennweltfeuerstätten eben auch mit rein, da kam die CO-Messung mit rein und dann hat man so immer Stück für Stück das weiter runtergefahren.

00:27:25: Dadurch gab es eine viermalige, eine dreimalige, zweimalige, eine einmalige Kehrung und das ist so das Mindeste und das ist auch noch Stand heute.

00:27:33: Das heißt Feuerstätten, die ganzjährig betrieben werden, die vielleicht auch im Sommer, weil sie warm Wasser machen müssen oder sowas mit festen Brennstoffen dann betrieben werden, die werden viermal im Jahr gefähigt und davon runter, also wenn ich im Sommer nicht halte, wäre da eine dreimalige Kehrung, das wäre dann regelmäßig betriebene Feuerstätte.

00:27:53: und dann gibt es den Unterschied zwischen gelegentlich und Aber nicht regelmäßig.

00:27:58: Das heißt, gelegentlich betrieben wäre einmal im Jahr und gelegentlich aber nicht regelmäßig zweimal im Jahr.

00:28:03: Und das sind die alle häufigsten.

00:28:05: Das

00:28:05: sind die normalen Feuerstätten, wie wir sie kennen, die im Winter relativ viel an sind.

00:28:10: Und die werden halt zweimal im Jahr gefegt.

00:28:12: Und bei den Messungen, und deswegen hat man immer gesagt, dass wir dann anders werden, haben wir aber im Endeffekt immer mehr Aufgaben bekommen.

00:28:20: ...

00:28:21: stellte sich raus, dann kam der nächste große Knackpunkt, ab... ... ab ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... noch aus ganz alten Zeiten natürlich.

00:28:41: da war, also feste Kehrbezirke, es gab damals nur ein deutscher durfte Schaunscheinfähiger werden und so, als er stand halt in diesem Schaunscheinfähiger gesetzt drin, hat er auch mit der Unverletzlichkeit der Wohnung zu tun, weil wir das einschränken dürfen, also schon so ein besonderes Stellungsmerkmal da haben.

00:28:58: Dann hat man gesagt, wir müssen das Ganze aufweichen.

00:29:00: Also es darf nicht mehr der Kärbezirk, also früher hat man den auf Lebzeiten gekriegt.

00:29:04: Wenn man den Kärbezirk einmal hatte, da musste man sich was zu Schulden kommen lassen, damit man den Kärbezirk abgenommen bekam.

00:29:13: Das hat man dann eingeschränkt und dann hat man gesagt, okay, mit Änderungen, im Jahr zwei tausendzehn gab es dann das schon scheinfähige Handwerksgesetz.

00:29:19: und im Zuge dessen hat man dann gesagt, mit einer gewissen Übergangszeit müssen diese Kärbezirke dann alle sieben Jahre neu vergeben werden.

00:29:28: Und da war dann der nächste große Umschwung.

00:29:30: Und alle haben wieder gedacht, ach du Schande, wie soll das denn werden?

00:29:32: Und dann kommt ja, keine Ahnung, der Niederländer kommt dann rüber und die wollen dann arbeiten bei uns.

00:29:38: Und dann stellte sich relativ schnell raus, dass die anderen alle viel teurer waren als wir.

00:29:43: Und dann ganz schnell, eigentlich das gar nicht mehr.

00:29:46: das Thema war, dann war am Anfang große Unruhe, wer sich alles selbstständig macht und im Endeffekt alles quatsch,

00:29:53: muss

00:29:53: man ehrlich sagen.

00:29:55: Was sind, über was für Kosten reden wir?

00:29:57: Also es ist doch logisch, wenn ich von Haus zu Haus zu meinen Kunden fahre, dass das was anderes kostet, als wenn ich zwei Kerbeziege weiter einen Kunden oder drei bearbeite.

00:30:06: Egal

00:30:06: was ich da mache, es muss jedem klar sein, das geht finanziell, macht das keinen Sinn.

00:30:11: Wenn einer sich nicht versteht, super Sache, dann sagt er... Andreas Marschern, du bist doof.

00:30:16: Ich nehme jetzt XY und alles ist super.

00:30:19: Dann soll der das tun.

00:30:20: Genau dafür ist das gedacht.

00:30:21: Aber dieses flächendeckende in der Masse, sag ich mal, dafür ist das, also das wird sich für den Kunden nie lohnen.

00:30:27: Kann er machen, wird sich aber nie lohnen.

00:30:31: Und jetzt stehen wir vor der nächsten großen Voraussetzung.

00:30:33: Das heißt, man hat gesagt, es wird keine fossilen Brennstoffe mehr geben ab zweizig, fünfvierzig.

00:30:39: Das

00:30:39: heißt, wir werden ab zweizig, fünfvierzig keine Öl und Gasheizung mehr lassen.

00:30:42: Oder?

00:30:43: So gut wie keiner.

00:30:45: Und da ist schon die Frage, also das macht schon ein Großteil unserer Arbeit aus.

00:30:50: Wo geht die Reise hin?

00:30:52: Und für uns war schnell klar, also man führt logischerweise nicht nur in kleinen Gruppen, sondern schon auf Verbändeebene, also sprich Landesinnungsverband oder dann eben Zentraleinnungsverband, also bundesweit, natürlich mit anderen Gewerken.

00:31:08: Gespräche, die hinsichtlich der Zukunft gehen.

00:31:11: Und es gibt immer wieder diese Ängste, obwohl unser Partner das SHK-Handwerk eigentlich lange wissen muss, dass man durch diese Zusammenarbeit, also dass wir den ja keine Arbeit wegnehmen, sondern ganz im Gegenteil eher Arbeit beschaffen, weil wenn wir was beanstanden, dann machen wir das ja nicht, weil wir das reparieren wollen, sondern das muss irgendjemand anders reparieren.

00:31:34: Ob das dann Betrieb X oder Y ist, Soll mir relativ egal sein.

00:31:38: Aber einer von denen muss es machen.

00:31:41: Und so sehe ich das auch heute noch, wenn wir da mehr zusammenarbeiten.

00:31:46: Also gerade, dass auch auf Landesebene und auf Bundesebene klar gesagt wird, ja, wir wollen das auch so.

00:31:53: dann wäre es für viele einfacher.

00:31:55: Auf regionaler Ebene haben wir das schon längst.

00:31:57: Also

00:31:57: auch ich mache bei einem Heizungsbauer, schreibe ich die Heizlastberechnung, weil die gar keinen Potenzial dafür haben.

00:32:04: Die Jungs, die sind mit Einbauen beschäftigt.

00:32:06: Wenn man mal sieht, wie viele die zu tun haben, dann sind die froh, wenn du so einen, ich sage jetzt mal, Schreibtischkram abgenommen bekommst und dich nicht darum kümmern musst.

00:32:14: Und wir sind eh in der Energieberatung, also wir schreiben Energieausweise und solche Geschichten.

00:32:19: Da ist eine Heizlastberechnung für uns jetzt nicht das Riesen.

00:32:22: Thema.

00:32:23: Und genau da fängt das dann an.

00:32:25: Wo willst du hin?

00:32:26: Also wo geht die Richtung hin?

00:32:28: Und machen wir jetzt nur noch Heizlastberechnungen in Zukunft für so eine Wärmepumpe?

00:32:34: Oder gehen wir vielleicht soweit, dass wir so eine Wärmepumpe überprüfen?

00:32:37: Also

00:32:37: ist sie korrekt eingebaut?

00:32:40: Ist die Einstellung eigentlich korrekt?

00:32:42: Weil was hilft mir das?

00:32:44: Also das habe ich schon immer gesagt.

00:32:45: Was hilft mir das?

00:32:46: Wir schieben gerade Also im Milliardenbereich, wahrscheinlich noch höher, Steuergelder in den Heizungsumbau, so sage ich mal, um die Wärmepumpe anzuschieben, was bis dahin okay ist für mich.

00:33:04: aber keiner kontrolliert, ob es korrekt eingebaut wird.

00:33:07: Und das ist für mich ein Ding, egal mit wem ich spreche, also gerade in der Politik und auch bei uns zum Beispiel in einer Bezirksregierung, die dann zuständig sind für Bezuschussung, wird überall eine neutrale Kontrollinstanz verlangt.

00:33:21: Da nicht.

00:33:23: Das muss ich wirklich sagen, das kann ich nicht so richtig nachvollziehen,

00:33:26: weil

00:33:27: Fehler kann man ja machen, aber ich muss ja merken, dass das nicht richtig ist.

00:33:31: Und wenn man sich jetzt mit den regionalen Heizungsbauern unterhält, dann sagen die Eltern, das wäre super, wenn ihr da eine Kontrolle einbaut, weil der, der es korrekt macht, ist immer ein bisschen teurer, weil er gewisse Bauteile mit einbaut, weil er gewisse Sachen korrekt verbaut und der andere, der schnell mal eben das Geld mitnehmen möchte, der macht das nicht.

00:33:52: Und oft, auch wenn es blöd ist, oft dann auch kein Erinnerungsmitglied.

00:33:57: Ja.

00:33:57: Somit ist auch der Greifarmen von dem Betrieb dann auch verkürzt.

00:34:02: Und ich finde so diese ganzen Sachen, die sind für mich, für mich super schwer verständlich, weil wenn ich so ein teures Teil einbaue und keiner weiß, ob das richtig oder falsch ist.

00:34:14: Ich nehme jetzt mal einfach nur ein Beispiel, weil es mir gerade einfällig war letzte Woche zu einer Datenaufnahme-Energieausweis.

00:34:19: Der hat eine Wärmepumpe, draußen eine Luftwasserwärmepumpe, draußen stand die Außeneinheit.

00:34:25: Und dann gehen zwei Rohrleitungen dick eingepackt.

00:34:27: Leider nur der erste Meter.

00:34:29: Und der letzte halbe Meter ist einfach frei geblieben.

00:34:33: Da hat sich nie einer Gedanken drüber gemacht.

00:34:36: Ich habe gesagt, ihr heizt es für draußen, das wisst ihr schon.

00:34:38: Also das ist so, als wenn ihr ein Heizkörper hier draußen hinstellt.

00:34:43: Ne, hat er sich nicht wirklich Gedanken drum gemacht.

00:34:46: Und da muss ich ehrlich sagen, das wäre halt mit einer Kontrolle nie passiert.

00:34:50: Da können wir jetzt noch über Schaltschutz reden, weil die falsch aufgebaut sind.

00:34:54: Beim Kältemittel, na ja, das kann man machen, aber wenn ich sehe, wie viel Kältemittel in so einer Wärmepumpe drin ist, das wäre jetzt für mich nicht das ausschlaggebende Kriterium, warum ich überprüfen sollte.

00:35:05: Und dann kommen wir dahin, und das finde ich noch viel wichtiger, dann kommen wir dahin, dass die Leute ja unzufrieden sind, weil sie so hohe Stromverbräuche

00:35:11: haben.

00:35:13: Warum haben Sie hohe Stromverbräuche?

00:35:14: Weil natürlich nicht jede Anlage perfekt eingestellt ist.

00:35:18: Es wird aufgebaut, sowieso auch Hauptsache, es wird warm.

00:35:21: Und für die anderen Sachen hat der Heizungsbauer oft keine Zeit.

00:35:24: Das muss man auch ehrlich... Ich will Ihnen gar nichts Böses oder sowas.

00:35:27: Sondern man muss gucken, wie läuft das praktisch ab.

00:35:30: Genauso wie mit den halben Meter Rohlleitungen.

00:35:32: Ja klar, die haben den an dem Tag nicht mehr da gehabt.

00:35:35: Machen wir hinterher, wenn wir die letzten Arbeiten machen.

00:35:38: Ich habe lange genug selber handwerklich, auch bei mir, Da gibt es auch noch Fußleistende, die sind immer noch nicht dran.

00:35:44: Logischerweise, weil du sagst, mach sie irgendwann.

00:35:46: Es

00:35:46: gibt nichts, was länger hält.

00:35:47: So geht es

00:35:48: jedem.

00:35:49: Da werden Kleinigkeiten vergessen.

00:35:51: Passiert nicht, wenn du eine Überprüfung hast.

00:35:53: Wenn wir dann hingehen und sagen, Hauptsache, wir verbrauchen kein Öl und kein Gas mehr.

00:35:58: Und dann ist egal, wie viel Strom wir verbrauchen, das kann nicht der

00:36:01: Weg sein.

00:36:02: Deswegen ist diese ganze Kombination aus, also wenn wir so eine Wärmewende schaffen wollen, worum es ja da in erster Linie geht, dann ist diese ganze Kombination mit eurem Gewerk, mit dem Gewerk der Heizungsbauer und dann nehmen wir noch kälte Klima mit.

00:36:18: Ich glaube, dass es äußerst wichtig, dass man da vernünftige Absprachen trifft, dass man sagt, also wir zum Beispiel, ich kann sagen für unser Handwerk, wir werden mit Sicherheit keine Wärmepumpen aufbauen wollen.

00:36:29: Das ist überhaupt gar nicht Sinn und Zweck.

00:36:32: Ja, wir müssen uns damit auseinandersetzen.

00:36:34: Ich muss wissen, wie so ein Ding funktioniert.

00:36:36: Aber das war bei einer Gas- und Ölheizung genauso.

00:36:39: Und ich kann nur, wenn ich weiß, wie es funktioniert, nur dann kann ich es auch schaffen, die vernünftig zu interpretieren.

00:36:46: Ich kann gucken, was ist da für eine Regelung drin.

00:36:48: Ich kann mich mit der Regelung auseinandersetzen.

00:36:50: Und wenn ich da drüber ... Das schaffe, dass wir da ein Instrument schaffen.

00:36:56: Ich nenn's jetzt mal Feuerstattenschau, zwei Punkt

00:36:58: Null, weil wir

00:36:59: bei den anderen Feuerstätten immer noch unsere Feuerstattenschau machen werden.

00:37:03: Aber dass man da eben sagt, okay, da gucken wir auch alle paar Jahre mal drauf, sind die Einstellungen noch korrekt?

00:37:10: die Anlage so noch sicher zu betreiben, ist da irgendwas anderes vielleicht nicht mit in Ordnung oder so was?

00:37:15: Solang doch keiner drüber guckt, da wollen wir mal ganz ehrlich sagen, wird auch keiner irgendwas daran ändern.

00:37:19: Ne,

00:37:20: genau, solange es läuft, dann läuft's.

00:37:21: Also

00:37:21: ich hab gestern, wir waren gestern ja noch in Berlin, ich hab noch einen alten Käfer am Straßenrand gesehen, da waren keine Anschneigurte und keine Kopfstützen drin.

00:37:30: und dann hab ich noch zu meiner Frau gesagt, ich sag, wenn ich mal überlege, früher gab es... die Anschnellpflicht und ganz zu Anfang gab es keine Strafe dafür.

00:37:39: Und erst, als man die Strafe eingeführt hat, hat man akzeptiert, dass man sich anschneiden muss.

00:37:44: Es ist zur eigenen Sicherheit, da

00:37:46: muss man ja nicht darüber reden.

00:37:47: Heute ist das selbstverständlich und trotzdem braucht man diese

00:37:51: Überprüfung.

00:37:51: Das heißt, wenn ich unangeschneid erwischt werde, kostet mich das Geld.

00:37:56: Also

00:37:57: ich glaube, wir leben in Deutschland immer ganz gut damit, dass wir gewisse Sachen überprüfen werden.

00:38:01: Und

00:38:02: deswegen für die Zukunft und das glaube ich auch ganz fest, wird man da gar nicht dran vorbei können.

00:38:07: Ich glaube nicht, dass man hinterher sagen kann, es ist mir egal, was ihr an Energie verbraucht, Hauptsache ihr verbraucht keinen Öl und keinen Gasberg.

00:38:14: Ich

00:38:15: glaube, das ist nicht der richtige

00:38:16: Weg.

00:38:16: Ja, das ist was dran.

00:38:17: Ja, im Prinzip ist es ja so gewesen, als bei euch da halt die große Reform kam.

00:38:24: Und ich glaube, da gab es dann auch so ein bisschen den Zwist, hätte ich fast gesagt, dass die Ofenbauer das Gefühl hatten, jetzt geben es ganz viele Schornsteinfäger, die auf immer Öfen anschließen wollen.

00:38:32: Ja.

00:38:32: Ich glaube, Ich glaube, da gab es ja auch die Schorngäste und solche Geschichten.

00:38:36: Also

00:38:37: bei uns hier im Bezirk oder bei mir in der Gegend ist es eher sehr selten gewesen, ehrlicherweise.

00:38:44: Aber ich glaube, das ist jetzt auch wieder deutlich zurückgegangen, also diese Ängste.

00:38:47: Also ich muss sagen, also es gibt es, es gibt auch bestimmte Bundesländer, die da stärker sind, wo der, ja man muss sagen zwischen Angst um unser Handwerk gehabt und wusste ja nicht, wohin geht die Reise.

00:39:04: Also

00:39:05: leider hat die Politik uns auch sehr spät wirklich gesagt, okay, das und das können wir uns vorstellen.

00:39:10: Wir haben viele Vorschläge gemacht und dann wusste man lange nicht, wohin geht die Reise.

00:39:14: Also musst du als Innung, als Landesinnungsverband, als Bundesinnungsverband musst du Ziele vorgeben, wo du sagst, okay, in die Richtung könnte das gehen.

00:39:24: Also hat man gesagt, macht euren Bei uns hieß das immer Gas-Schein, also guckt, dass ihr irgendwo in der Branche was machen könnt, guckt, ob ihr eine weitere Eintragung bekommen könnt und könnt Kaminöfen aufstellen, Schornsteine aufbauen, weil man zu der Zeit einfach noch nicht wusste, wo es hingeht.

00:39:43: Dann wusste man ab Jahrzehnte, okay, so und so sieht das jetzt aus.

00:39:47: Es gibt eine Übergangszeit, zwei zwölf, zwei vierzehn.

00:39:50: Da müssen sich alle neu bewerben.

00:39:52: Und in diesem neuen Schornsteinfeger Handwerksgesetz gab es dann eine klare Regelung bezüglich Neutralität.

00:40:02: Also ich sage jetzt mal zum Beispiel, wenn ich einen Schornstein aufbauen würde und eine Feuerstätte anschließe, dann darf ich auch nicht die Abnahme machen, sondern es muss mein Stellvertreter machen.

00:40:11: Dafür gibt es extra einen Vertreter.

00:40:13: Ist gesetzlich geregelt, wie man das durchführen muss, ist auch in Ordnung, wurde aber oftmals sträflich vernachlässigt.

00:40:20: Und da muss man auch ehrlich sagen, das hat lange gedauert, bis die Innungen, also egal jetzt welche davon betroffen waren, aber bis die das eigentlich so richtig mitbekommen haben.

00:40:29: Das dauert lange und dann hat man ganz klar gesagt, also davon müssen wir uns distanzieren, weil es eine gesetzliche Regelung ist.

00:40:35: Also musst du die auch einhalten lieber Kollege.

00:40:37: Also wenn du einbaust oder dein Angehöriger, dein Bruder wäre auch immer oder auch nur verkaufst, dann darfst du nicht abnehmen.

00:40:45: Bei uns im Regierungsbezieher gibt es das so gut wie gar nicht.

00:40:48: Wir haben im Ruhrgebiet, glaube ich, gibt es noch eine Firma, die arbeitet aber auch mit euch Ofenbauern zusammen.

00:40:54: Das weiß ich wohl.

00:40:56: Ansonsten ist mir das eigentlich nicht so großartig bekannt.

00:41:00: Aber ich weiß, in Niedersachsen und in Schleswig-Holstein ist das weitverbreitet gewesen, weil, wenn du Schornges ansprichst, war das damals so, dass in Niedersachsen die Schornges gegründet wurde.

00:41:09: Man konnte sich daran beteiligen.

00:41:12: und für die, die es nicht wissen, Das war ein Zusammenschluss, wo man gesagt hat, okay, wenn ihr Angst habt in eurem Bezirk, könnt ihr gewisse Arbeiten nicht mehr leisten oder da möchte jemand nur noch von einem betreut werden, weil er mehrere Objekte hat, dann gibt uns den Auftrag, also ihr könnt Mitglied der Chancers werden und dann vergeben wir die Aufträge innerhalb und jeder kann davon profitieren.

00:41:34: Okay.

00:41:35: Und ich habe meiner, also ich habe einfach nur meinen Bauchgefühl getraut und habe gesagt, wenn so viele daran Geld verdienen wollen, Das kann nicht funktionieren.

00:41:44: Also

00:41:44: mag sein, aber das ist für mich einfach so das Bauchgefühl, wo ich sage, nee, also wenn ich alleine nicht erklären kann, mit irgendjemand zusammenarbeiten kann oder so, dann wird das nix in der Gemeinschaft, das brauche ich so groß nicht.

00:41:57: Weil

00:41:57: da muss man nicht drüber reden, das ist wie so ein Wasserkopf, der kostet Geld und genauso war es auch hinterher.

00:42:02: und dann platzt das irgendwann.

00:42:04: und dann ja und im Endeffekt war es so, wir kundens vorher nicht wissen, also wir konnten vorher nicht, wir haben ja auch nur das Beste, der Sinn einer Innung ist ja der Zusammenschluss der Betriebe und wir müssen deren Zukunft irgendwo im Blick haben.

00:42:18: und wenn die Innungen damals, also... Obermeister und Landesinnungsmeister und Bundesinnungsmeister.

00:42:24: Wenn die der Meinung waren, das ist der richtige Weg, da muss man auch ehrlich sagen, genauso wie wir es jetzt auch nicht wissen, wir können auch nur in die richtige Richtung raten und sagen, okay, da könnte es hingehen.

00:42:35: Mehr Möglichkeiten haben wir da eigentlich nicht.

00:42:37: Und deswegen bin ich auch froh, also auch ich.

00:42:40: Deswegen haben wir so einen guten Draht zueinander.

00:42:42: Aber auch ich tausche mich mit meinen Kaminenbauern vor Ort aus und nein, das funktioniert ganz wunderbar.

00:42:51: Ja, wenn wir dann bei der Zusammenarbeit sind.

00:42:54: Letzten Endes ist es ja so, also das war im Vorgespräch schon gesagt, diese Fachbeleiterbescheinigung ist in NRW nicht mehr vorgeschrieben.

00:43:00: In anderen Bundesländern gibt

00:43:01: es... Ich glaube, bei der Paragraph siebenfünfzig oder sowas Landesbauordnung, da war vorgeschrieben, dass die vorzulegen ist.

00:43:10: Aus der Troll geht es eigentlich immer noch hervorhabend, die aber nicht zu beurteilen.

00:43:13: Also einfach immer, wir müssen das, nein, ich muss nach Bauordnung, habe ich zu prüfen, ist Abgasanlage in einem ordnungsgemäßen Zustand und ist der Schornstein für diese Feuerstätte geeignet.

00:43:29: Mehr

00:43:29: habe ich damit erst mal nicht zu tun.

00:43:31: Aber wenn ihr sagt geeignet, heißt es dann eine Schornsteinberechnung.

00:43:38: Darf der, ich sage mal, durch Feuchten in Anführungsstrichen, ist das auch schon, weil damit ist er sichergestellt.

00:43:43: Also im Teillastbereich dürfte

00:43:45: er.

00:43:45: Also

00:43:46: es ist ja so, die Schornsteinquerschnittsberechnung, also wenn der Ofenbauer schlau ist, macht er das selber.

00:43:53: und Licht sie vielleicht auch vor.

00:43:54: Das kann er machen, muss er nicht.

00:43:57: Und der Schaunscheinfeger wird, wenn er sie vorgelegt bekommt, nur prüfen.

00:44:00: Wenn er keine vorgelegt bekommt, wahrscheinlich selber machen.

00:44:04: Also

00:44:04: zumindest anbieten selber zu machen, weil wäre ja eine freie Tätigkeit.

00:44:09: Und wenn er dann im Teil-Lass-Bereich feucht ist, was in den meisten Fällen der Fall ist, muss man ehrlich sagen, es sei in der Schaumzeit nur vier, fünf Meter hoch, das werden wir nicht mehr so oft haben.

00:44:19: Aber wenn das so der Fall ist, ist das kein Problem.

00:44:22: Die Druckbedingungen sind A und O und im Volllassbereich.

00:44:26: Und ansonsten ist das eigentlich keine Schwierigkeit.

00:44:30: Der Unterschied ist ja der.

00:44:32: In anderen Bundesländern ist das so, also ich meine in Niedersachsen auf jeden Fall und in Baden-Württemberg, das war sich so auswendig, weil wenn von da aus ein Ofenbauer was einbaut bei uns in den Kärwitz, dann kriegen die auch automatisch eine Fachbauleiter

00:44:46: Bescheidung, das ist da

00:44:47: so.

00:44:48: Der Vorteil ist immer, man hat sofort den Ansprechpartner.

00:44:51: Noch schöner ist es natürlich, wenn der vorher schreibt, also ich habe auch ganz viele, die informieren eben, pass auf da und da, bei dem und dem Kunden bauen wir demnächst was ein.

00:45:00: Und dann guckt man da eben, ob noch irgendwelche wichtigen Sachen sind und kann das vorher absprechen.

00:45:05: Ansonsten passiert alles hinterher.

00:45:07: Und die Frage eben bezüglich Fachbauleiterbescheinigung ist ja immer die.

00:45:12: wegen der Haftbarkeit.

00:45:13: Also ich kann zum Beispiel in vielen Feuerstätten, wenn die handwerklich errichtet worden sind, Kamineinsatz, Kachelofen, wie auch immer, kann ich ja gar nicht mehr viel sehen.

00:45:21: Muss man ja ehrlich sagen.

00:45:23: Ich kann den Teil sehen, der noch abgasführend ist.

00:45:27: Das ist eine Sache, aber wie will ich beurteilen, wie der Wandaufbau dahinter ist oder sonst was?

00:45:34: Ansonsten wäre es ja nur noch so nach Troll.

00:45:38: Und dann bei der Haftbarkeit ist eh der Ersteller der Anlage immer mit dem Boot.

00:45:42: Also ich finde immer schön, ja wenn er schon schon Feger unterschrieben hat, ist alles gut.

00:45:46: Ja, dann ist alles gut und du darfst ihn betreiben,

00:45:48: hat

00:45:49: aber mit der Haftbarkeit nichts zu tun.

00:45:50: Deswegen können immer noch beide im Boot sein oder wie auch immer.

00:45:53: Das ist eigentlich gar nicht so spannend und deswegen sagt der Gesetzgeber in NRW, ne, mir reicht das, weil wir gehen davon aus, und das ist übrigens auch das Lustige, wir gehen davon aus, dass jede Feuerstätte ja von einem Fachbetrieb installiert worden ist.

00:46:07: Also auch

00:46:09: ein Kaminofen.

00:46:10: Es gibt eine Ausnahme, da ist man im Moment dran.

00:46:12: Es gibt das Arbeitsblatt.

00:46:14: neunhundertdrei, ist es, glaube ich, abnahm man vor Ort errichteten Feuerstätten für feste Brennstoffe.

00:46:21: Und es gibt, wirst du ja auch kennen, die Fertigbausätze.

00:46:27: Bei den Fertigbausätzen gibt es tatsächlich eine Besonderheit.

00:46:30: Da wäre es möglich, dass der Kunde das wirklich, wenn er das dann eins zu eins und alles so aufbaut, Dann wäre es tatsächlich so, dass er es machen

00:46:37: könnte.

00:46:38: Aber ansonsten eigentlich nicht.

00:46:39: Der Gesetzgeber geht immer davon aus, dass immer ein Fachbetrieb das aufbaut.

00:46:45: Okay, also wir haben natürlich immer mal wieder auch Anfragen von selber Bauern.

00:46:48: Was ich dann immer mache, ist, dass ich den anbiete oder... Sagen wir, wir kommen, schließen die Feuerstelle an, machen die Dämmung an die Wand, so dass alles, was eigentlich sicherheitsrelevant ist, durch uns gemacht wird.

00:46:59: Das ist auch schon mal super.

00:47:01: Und ich sag mal, wenn dann hinter der Putz von seiner Fassade aufführt, dann ist mir das egal.

00:47:05: Muss man ja auch.

00:47:06: Also wir können gerne mal, können wir mal unabhängig davon machen, mal in das Arbeitsblatt neun oder drei reingucken, weil das verweist auf die Troll und auf die, ist das die VTV?

00:47:17: Ja, egal.

00:47:18: Aber auf

00:47:18: jeden Fall verweist das darauf und daraus resultieren dann auch die jeweiligen

00:47:23: Übungsarbeiten.

00:47:24: Interessant.

00:47:26: Also jetzt sagst du, einige informieren euch vorher, ist das, muss ich euch vorher informieren oder ist das eher eine freiwillige Sache?

00:47:32: Nein, das ist eigentlich, wenn du gut miteinander arbeitest, ist das eigentlich eine gute Sache für beide Seiten.

00:47:41: Wir wissen alle, es gibt noch alte Schornsteine und irgendwelche Besonderheiten und in der Regel, wenn du lange da bist, weißt du das alles.

00:47:47: Du

00:47:47: hast Sachen hinterlegt in deinen Unterlagen und dann weißt du, wenn da mal irgendwas gemacht werden muss, müssen wir da und da aufpassen.

00:47:55: Natürlich ist das besser, wenn du das im Vorfeld machst.

00:47:59: Deswegen ist das so ein Vorteil, das Feuer zu machen.

00:48:01: Es gibt keine verbindliche Sache.

00:48:03: Es gibt eine Sache, das Kunden, also ihr eigentlich nichts mehr zu tun, der Kunde muss uns eigentlich vorher informieren.

00:48:09: Das kriegt ja auch in jedem seines Feuerstätten Bescheides steht das auch immer drin.

00:48:12: Alle Änderungen sind dem Schornsteinfeger vorher mitzuteilen,

00:48:15: weil

00:48:16: rein rechtlich darf er die gar nicht betreiben, bevor die Abnahme nicht schnell gefunden hat.

00:48:22: Aber wenn wir, ich sage mal, eine Inbetriebnahme machen und das Ding anfeuern, ist das dann in Ordnung?

00:48:27: Eure Rück.

00:48:29: auf eure eigene Verantwortung.

00:48:32: Also ich bin halt immer der Meinung, ihr seid doch fachlich so gut, ihr wisst, ob ihr das Ding anmachen könnt oder nicht.

00:48:38: Und selbst wenn das so sein sollte, dass das dann qualmt, das brennt ja nicht sofort, da brauchen wir auch nicht darüber reden, aber dass es dann qualmt und irgendwie, ich sag jetzt mal, das Wohnzimmer versaut wird oder sowas, dann ist das euer Problem

00:48:51: und ihr werdet

00:48:52: dem Kunden wahrscheinlich irgendwas Schönes machen dann dafür, aber nein, da hätte ich ja keine Bauchschmerzen.

00:48:58: sogar noch mit vor Ort und ganz im Gegenteil, ich finde das super, weil dann wird dem Kunden auch gezeigt und ich bestätige das ja immer.

00:49:05: Also wenn ich zur Abnahme komme, berate ich ihn ja auch hingehen, dass er, wie er diese Feuerstätte zu betreiben hat und dann geht es genau ums Anfeuern oder wie auch immer und dann staunen viele ja doch, das ist anders geworden.

00:49:21: Obwohl wir seit Jahren im Rahmen der Feuerstätten schaue ja auch an diese Feuerstätten kommen, wenn er vorher eine gehabt hat und immer auf solche Sachen hinweisen, weil gerade dieses von unten anzünden halt ja sehr starke Rauchentwicklung hat.

00:49:36: und wenn man mal guckt, wie wenig Feuerstätten heutzutage eigentlich noch richtig qualmen.

00:49:43: dann weiß man, dass wir in den letzten vierzig Jahren schon ganz schön viel richtig gemacht haben.

00:49:48: Also sowohl

00:49:49: euer Gewerk als auch uns auch.

00:49:50: Ich finde mal ganz schlimm.

00:49:52: Also ich weiß, wir hatten die Diskussion ja vorher auch schon mal, ich weiß, dass wir von einer gewissen Seite oftmals böse angeguckt werden, was mit Rauchgasen von festen Brennstoffen zu tun hat.

00:50:07: Und ich muss ehrlich sagen, Du bist ja auch so ungefähr in meinem Alter, sag ich mal, zumindest so ungefähr.

00:50:14: Und dann denke ich einfach so, wenn ich zurückdenke an den Anfang der Achtziger, als man im Rhein nicht schwimmen durfte mehr, als überall saurer Regen und der Wald ganz schlimm war, wenn ich dann denke, Grenzeöffnung, Wenn man mal rübergefahren ist, also mein Vater wohnt in Berlin,

00:50:36: also

00:50:36: in Westberlin zwar, aber ich bin ja immer durchgefahren, aber wenn wir dann wirklich durch die Ortschaften dann fahren durften und man hat mal gesehen, wie bei diesigen Wetter das wirklich gelblich war, also durch den Schwefel von den Kohlefeuerstätten, dann muss ich doch sagen, haben wir die letzten vierzig Jahre so viel an Luftverbesserungen erreicht, dass ich mich manchmal wirklich frage, Macht man diese Verbesserungen, nenne ich sie mal, an den einzelnen Feuerstätten wirklich noch aus dem Grund, um das noch reiner zu kriegen?

00:51:11: Oder ist es eher dafür, ich möchte diese Feuerstätten verhindern?

00:51:15: Da bin ich mir nicht sicher.

00:51:16: Wir reden heute noch über zwanzig Milligramm Staub.

00:51:22: Und wenn ich sehe, was die, also was die heute machen, wenn du den vernünftig betreibst, Wir messen ja Zentraleizungsanlagen.

00:51:33: Und diese Zentraleizungsanlagen, egal ob jetzt Pellet oder Scheitholz, mir fällt da immer wieder einer ein, weil ich total begeistert bin davon.

00:51:41: Der

00:51:41: hat ein Scheitholzkessel.

00:51:42: Wenn wir den messen, dann hat er keine zehn ppm.

00:51:47: Und wir reden darüber über fünfzehn Minuten durchgängige Messung.

00:51:53: Und der hat keine zehn ppm CO.

00:51:55: Und ich kann ein Milligramm Staub feststellen.

00:51:58: Und da muss man jetzt ehrlich sagen, wenn ich da noch irgendwo das immer noch besser machen will, dann tut es mir echt leid.

00:52:05: Wir können uns drüber unterhalten, ob man Baumarktöfen nicht in der Zulassung vielleicht ein bisschen oder die Zulassung allgemein vielleicht ein bisschen anders gestalten müsste, dass ich

00:52:15: nicht

00:52:16: so oft messen kann, wie ich will, sondern... eine Messung sage so und so muss die aussehen, dann darf die auf dem Prüfstand das bestehen ja oder nein.

00:52:25: Und wir können uns ganz sicher darüber unterhalten, dass das größte Problem vor dem Ofen sitzt.

00:52:29: Also der Betreiber ist, glaube ich, die größte Baustelle daran.

00:52:33: Und da darf man dann darüber diskutieren und da kann man dann den Ofenführer scheinen.

00:52:39: gut finden oder schlecht finden.

00:52:42: Unsere Beratung meines Erachtens müsste sie einfach mehr aufgewertet werden, weil wir führen sie ja regelmäßig durch, die ist ja sogar verpflichtend, also bei Betreiberwechsel, bei Feuerstättenwechsel und und und, ist ja verpflichtend.

00:52:54: Ich frage mich halt, wie soll eine Beratung stattfinden, wenn ich dafür nicht genügend Zeit eingeräumt bekomme.

00:53:02: Ja,

00:53:03: beim Ofenführerschein.

00:53:05: Monitär vollkommen in Ordnung.

00:53:07: Aber wenn der nicht vorgeschrieben wird.

00:53:10: Also wenn ich nicht sagen kann, du musst diesen Ofenführerschein haben, damit du den Ofen betreiben kannst, dann kann er den von XY bekommen oder von mir, das spielt ja erstmal keine Rolle.

00:53:20: Aber ich muss überlegen, was will ich mit dieser Beratung erreichen?

00:53:24: Und dann fand ich sehr schön, wir hatten ja vorhin mit dem Techniker, mit dem Andy Göke kurz gesprochen, fand ich sehr schön, dass man im Rahmen der zukünftigen Verbrennungen von festen Brennstoffen, dass man sich darüber Gedanken gemacht hat und Messungen, also richtige Messungen mit Rußpartikeln, die man dann analysiert hat und sowas aus ganz vielen verschiedenen Kärbezirken bundesweit durchgeführt hat.

00:53:49: Und man eigentlich zum Ergebnis gekommen ist, dass gar nicht das große Problem ist, da ein Feinstaubabscheider oder sowas einzubauen, sondern eher den Kunden besser dahin zu bringen, wie er mit der Feuerstätte umgehen muss.

00:54:01: Ja, das erschreckende ist, wir verteilen den Ofenführerschein seit zwei, drei Jahren kostenlos, jeden Kunden.

00:54:10: Und ich sehe ja dann, wie viele das dann wirklich abrufen.

00:54:12: Obwohl es ein Onlineführer wo draufsteht, der kostet eigentlich vierzig Euro, du kriegst den von uns dazu geschenkt, sind es keine zwanzig Leute, die sich in den letzten drei Jahren wirklich dafür angemeldet haben, um zu machen.

00:54:25: Also das ist dann schon wieder erschreckend eigentlich, dass die Leute Meinen, sie können das alles und sie gucken sich das gar nicht erst an.

00:54:31: Also, deswegen nehmen wir eigentlich auch jede Feuerstätte mit dem Kundenbetrieb, um ihnen das darzustellen.

00:54:36: Aber es ist tatsächlich ein dickes Brett, was man da teilweise bohrt.

00:54:41: Mein Opa Hein ist der schlimmste, der dann sagt, ich mache seit fünfzig Jahren Feuer.

00:54:44: Ich weiß, wie das geht.

00:54:45: Genau, willst du mir das jetzt erklären?

00:54:47: Ich

00:54:47: werde nie vergessen, ganz zum Anfang, als ich den Kerbezirk übernommen hat, hat mich mal einer außer Bauernschaft

00:54:53: angehoben.

00:54:53: Die wissen ja eh, wie es besser gemacht wird, also ohne die jetzt... So darzustellen, als wenn die alles selber machen und besser können.

00:55:02: Aber das Problem ist, wenn du hinkommst, da war ich noch junger, auf jeden Fall deutlich junger.

00:55:07: Und dann kommst du dahin und dann willst du dem älteren Herrn erklären, was er gerade falsch gemacht hat.

00:55:13: Und da war es so, der hat einen neuen Ofen gekauft und dem Lief, Kondensat, also Schwarzer.

00:55:20: Schwarzes Kondensat aus dem Ofenrohr auf seiner neue Natursteimplatte.

00:55:24: Ja, super.

00:55:25: Und hat dann angerufen und hat gesagt, da wäre was nicht in Ordnung.

00:55:27: Ofen

00:55:28: ist kaputt, ja.

00:55:28: Weil

00:55:28: ich gesagt, okay, da müssen wir erstmal eine Abnahme machen, da wusste er natürlich nichts von.

00:55:32: Und dann habe ich mir alles angeguckt und da war im Endeffekt war das Problem, er hat so wie früher geheizt.

00:55:37: Also er hat... Natürlich von unten, ein bisschen Papier, ein bisschen Holz drauf und sofort das dicke Holz drauf zumachen und laufen lassen.

00:55:46: Ja,

00:55:46: was passiert, der kriegt keine Temperatur, natürlich nicht.

00:55:49: Jetzt war noch ein alter gemauertes Schornstein, es war ein bisschen unglücklich, weil es war wirklich so, dass da das Abgas konzentrieren konnte und immer da der Tropfen dann in das Ofen war eigentlich.

00:55:58: Und dann habe ich gesagt, ich sage, okay, so heizen wir vielleicht nicht mehr an.

00:56:02: Dann habe ich das reingelegt, so wie wir das immer machen.

00:56:05: Und ich habe gesehen, wie er in seinem Sessel immer nur mit dem Kopf geschuldet hat.

00:56:09: Immer nur so, der hat keine Ahnung.

00:56:11: Auf jeden Fall habe ich dann angezündet und nach drei Minuten, weil das Ofen war schon so warm, dass natürlich dann keine Kondensation mehr stattfinden kann.

00:56:22: Und ich habe gesagt, da kann nix konnensieren.

00:56:25: Wenn ihr so rum heizt, kann da nix konnensieren.

00:56:29: So ein bisschen gebrabbelt und dann, ich sage, pass auf.

00:56:32: Ihr macht das jetzt mal fünfmal und dann ruft ihr mich an, wenn das nicht klappen sollte.

00:56:36: Er hat nie wieder angerufen.

00:56:37: Also es funktioniert ganz wunderbar.

00:56:39: Er hat auch nie wieder Tropfen auf seinem schönen Naturstein gehabt.

00:56:42: Alles super.

00:56:44: Das sind halt so Sachen.

00:56:46: Das stimmt schon.

00:56:46: Wenn du das immer gewohnt bist, du kriegst immer die Währung.

00:56:49: Gerade beim Tausch vom Feuerständen ist ganz schlimm.

00:56:51: Du hast andere Widerstände da drin und das wollen die oftmals nicht glauben.

00:56:55: Da steht ja genauso eine Kiste wie vorher.

00:56:57: Das ist schon beeindruckend.

00:56:59: Die

00:56:59: funktioniert da nicht ordentlich.

00:57:03: Noch eine lesterliche Frage hätte ich fast gesagt.

00:57:07: Wir hören das immer, ihr seid eigentlich die einzigen Selbstständigen, die am Anfang die Servus wissen, was sie verdienen.

00:57:11: Das

00:57:11: war früher wirklich so.

00:57:12: Ja.

00:57:13: Das war früher, also bis zum Jahr Jahrzehnte, kann man sagen, war das eigentlich so.

00:57:17: Okay.

00:57:18: Nicht

00:57:18: ganz genau, aber ziemlich.

00:57:21: Allerdings muss man fairerweise sagen, zu der Zeit durftest du auch nicht mehr verdienen.

00:57:24: Also

00:57:25: wenn du, du hattest deinen Kerbezirk, du hattest feste Aufgaben und da durfte ja kein anderer Fegen oder Messen.

00:57:32: Und da wurde der Kerbezirk, ich sag mal, nach Arbeitszeit eingeteilt und anhand dieser Arbeitszeit, da gab es feste Gebühren.

00:57:42: Okay.

00:57:43: Und anhand dieser Arbeitszeit wurde vorgegeben, was du fürs Fägen kriegst, was du fürs Messen kriegst.

00:57:47: Da gab es auch die Feuerstätten-Schauer, auch was du dafür bekommst.

00:57:50: Das stand eigentlich fest.

00:57:52: Okay.

00:57:52: Und

00:57:52: dann konntest du, das Einzige, was du in den Zuverdienen konntest, waren die Abnahmen.

00:57:56: Also das war ein so zusätzlicher Aufgabe.

00:57:58: Ansonsten war das deine Aufgabe und damit warst du das ganze Jahr beschäftigt.

00:58:02: Okay.

00:58:04: Seit Jahrzehnte ist das ... gar nicht mehr so.

00:58:07: und du kannst auch nicht sagen, also wer jetzt fleißig ist, ich sag mal, wir haben mittlerweile Betriebe, die zum Beispiel ganz viel mit Lüftung machen.

00:58:15: Mir fällt gerade ein Kollege aus Köln ein, der ist ganz emsig, ich glaube, der hat fünfzehn Mitarbeiter oder sowas und der macht Lüftungsanlagen, also in allen Bereichen, der macht ganz viel Energie auch, sprich KfW-Anträge, Bar-Va-Anträge, also diese ganzen Zuschüsse und sowas, aber der macht auch ein großer Teil ist bei dem Lüftung.

00:58:35: Und es ist super interessant, also der macht dann eben auch so ungewöhnliche Sachen wie zum Beispiel eine Lüftungsanlage auf einem Schiff rein.

00:58:43: Der dokumentiert das auch immer toll, deswegen kriegt man da auch wirklich viel mit.

00:58:47: Der Unterricht ist auch hier bei uns an der Landesfachschule und der hat wirklich gute Ideen.

00:58:53: Da ist so ein Betrieb ganz anders aufgestellt, wissen wir beide selber, wenn du mehr als einen Mitarbeiter hast, dann wird die ganze Sache ein bisschen anders.

00:59:00: Dann sind deine Umsätze auch anders und logischerweise ist dann diese Nummer mit Verdienst, der weiß nicht, was der am Ende des Jahres verdient, ganz sicher nicht.

00:59:09: Genauso wie ich das nicht wissen kann, weil eben jetzt dieses ... wenn sich einer zum Fegen und Messen jemand anders aussucht, wenn zum Beispiel meine Mitarbeiter sind diese Woche, letzte Woche wiedergekommen, da sind zwei Wärmepummen eingebaut worden, das kann ich gar nicht, also das geht gar nicht.

00:59:24: Das Einzige, was ich wissen könnte, wenn alles gleich bleiben würde, zumindest ungefähr, wäre die Feuerständen schauben.

00:59:31: Weil die ist fest

00:59:32: geplant, da muss ich zweimal in sieben Jahren überall hin und in diesem Bereich, da sind feste Gebühren und das steht auch fest.

00:59:40: Das würde dich nicht überzeugen, selbstständig zu werden.

00:59:45: Wenn

00:59:46: ich es richtig im Kopf habe, war das früher mal so eingeteilt, dass es quasi einen bestimmten Tarif gab, was ihr verdient habt, plus Geselle, plus Lehrling.

00:59:54: Das gibt es ja dann in dem Sinne auch nicht mehr.

00:59:56: Und trotzdem habe ich ja auf der Erinnerungssammlung gehört, habt ihr steigende Ausbildungszahlen.

01:00:01: Ja.

01:00:01: Wie kommt das?

01:00:02: Also ich glaube, es kommt wirklich... Ich will mich eigentlich noch nicht so weit aus dem Fenster leben, weil, weil ich habe gesagt, wir müssen drei Jahre in Folge das schaffen, solche Zahlen hinzulegen, dann glaube ich, dass das unser Verdienst ist.

01:00:13: Wer ist das auch ein Zufall?

01:00:14: Ich weiß das nicht.

01:00:16: Wir haben vor vier Jahren angefangen, vielleicht vor fünf Jahren, aber eigentlich vor vier Jahren richtig extrem, ich sage jetzt mal die Werbetrommel zu rühren.

01:00:25: Wir haben verschiedene Sachen gemacht.

01:00:27: In allererster Linie haben wir immer, auf unserer Erinnerungsversammlung, wo du jetzt ja auch teilgenommen hast, Und gesagt, liebe Kollegen,

01:00:37: ihr habt

01:00:37: jeden Tag, jeden Tag um die zwanzig Kundenkontakte.

01:00:41: Der eine mehr, der andere weniger.

01:00:44: Das heißt, bei zweihundert und dreißig Betrieben sind das viertausend sechshundert Kundenkontakte am Tag.

01:00:52: Und wenn ich doch... ... jedem der Kunden einmal eben sage, ... ... wenn ich weiß, die haben vielleicht ... ... Kinder in einem Alter oder sowas, ... ... bitte sagt denen doch mal, ... ... dass wir einen tollen Beruf haben ... ... und aus dem und dem Grunde.

01:01:01: Und das macht nur jeder ... ... dritte Schornsteinfeger bei uns.

01:01:05: Dann haben wir eine ganz andere ... ... Möglichkeit als alles andere.

01:01:08: Und da setzen die Kollegen auch wirklich gut um.

01:01:10: Also ich bin jedes Mal dankbar, ... ... ich sage denen das auch.

01:01:13: Ich sage, ihr seid diejenigen, die ein Großteil ... ... der neuen Auszubildenden immer, ... ... ich sage mal, anschleppt.

01:01:22: Sei es durch Verwandtschaft, Bekanntschaft oder eben oft durch den Betrieb.

01:01:25: Bei uns, also ich sage immer, das kalte Akquise.

01:01:27: Ja.

01:01:27: Direkt vor Ort.

01:01:29: Das funktioniert sehr gut.

01:01:31: Dann haben wir vor fünf Jahren angefangen mit der Idee eines Azubi-Flitzers.

01:01:37: Wir haben gesagt, also, alle haben mich für verrückt gehalten.

01:01:41: Das war tatsächlich meine Idee, da war ich noch nicht Obermeister.

01:01:44: Ich habe zu meinem Lehrlingswart gesagt, ich sage, könntest du dir vorstellen, dass ... Unser Ausbildungsbetrieb, egal welcher, dem Auszubildenden ein Auto zur Verfügung stellt, nicht nur für den Kerbezig, sondern auch für privat.

01:01:59: Kann ich mir vorstellen, aber wie stellst du dir das vor?

01:02:01: Ich sag, weiß ich nicht.

01:02:01: Ich hab sowas immer gesehen.

01:02:03: Es gibt große Betriebe, aber da dürfen die dann als Belohnung, weil die in der Woche das beste Berichtseft hatten oder die haben ganz unterschiedliche Sachen, dann dürfen die dann mal am Wochenende mit nach Hause nehmen.

01:02:13: oder bei uns ist es aber wirklich so, dazu kriegt das Auto zur Verfügung

01:02:16: gestellt.

01:02:17: Und der darf, je nach Absprache, Zehntausend, Fünfzehntausend Kilometer im Jahr damit fahren, der darf zur Berufsschule, der darf damit zum überbetrieblichen Unterricht fahren, der darf aber auch und... Das klappt scheinbar recht gut mit seinen Kumpels zum Fußball, zum Handball, zum Tischtennis fahren.

01:02:35: Und wenn dann da drei Autos davon stehen, fragt schon einer.

01:02:38: Weil die Autos sind alle mit der gleichen Werbung beklebt.

01:02:42: Der darf seinen Betrieb darauf benennen.

01:02:44: Ansonsten ist der von außen, ist das ein Azubi-Flitzer, da darf ein Mann oder eine Frau drauf sein, als schon scheinfähiger.

01:02:50: Das sind genaue Vorgaben, so wie wir uns das vorstellen.

01:02:53: Da ist ein QR-Code drauf, der auf unsere Innungsseite geht.

01:02:57: Und da kann man sich direkt bewerben, wenn man da Bock drauf hat.

01:03:01: Wir haben dann lange überlegt, wie wir das hinbekommen, dass man da vernünftige... Also A, vernünftige Tarifart, das ist schwierig.

01:03:09: Auch Versicherungstarife.

01:03:12: Und alles zusammen haben wir dann angeboten in einem Paket, wo ich gesagt habe, das kann für einen Betrieb wirklich ganz locker zu stemmen sein.

01:03:21: Das sind Betriebskosten, die wirklich gering sind.

01:03:24: Und um das zu unterstützen, weil wir sagen, also bei uns ist es immer so, wenn wir gemeinschaftlich etwas anpacken, dann ist das für den einzelnen Betrieb viel einfacher.

01:03:34: Also haben wir gesagt, okay, jeder Betrieb unterstützt den Azubi-Flitzer mit twenty-fünf Euro.

01:03:41: Okay.

01:03:42: Und somit bekommt also auf diese Pauschale, die er dann zu bezahlen hat, also in der Regel, der eine oder andere kauft das Fahrzeug, in der Regel die meisten machen Leasing-Vertrag über zwei oder drei Jahre, je nachdem, wie lang die Ausbildung geht.

01:03:55: Und dann bekommt er jährlich, also sonst bekam er jährlich drei Hundert Euro, also twenty-fünf Euro im Monat.

01:04:04: dazu.

01:04:05: Okay.

01:04:06: Mittlerweile sind wir bei fünfzig Euro, weil wissen wir alle, die Kosten sind entsprechend gestiegen, das Fahrzeug geht sogar noch, also das ist gar nicht so viel teurer geworden, aber schon Versicherung und so was, das merkt man schon, aber trotzdem sind wir wirklich in einem Rahmen, der weit unter zweieinhalb Euro liegt,

01:04:23: wo der wo der

01:04:24: einzelne Betrieb wirklich nicht so die hohen Kosten zu tragen hat und was ein ... Lockmittel mehr oder weniger ist, was eine tolle Werbesäule ist, ... ... was ich wirklich für gut befinde.

01:04:36: Ja.

01:04:37: Mittlerweile wird das nicht nur im Münster so gemacht, ... ... mittlerweile haben ganz viele andere Innungen, ... ... also bis runter nach Stuttgart, ... ... der Stuttgarter Ohrmeister hat auch irgendwann gesagt, ... ... Mensch, das ist eine super Sache, wie ihr das da macht.

01:04:46: Und ich habe gesagt, ... ... das alleine wird uns aber nicht ... ... also nicht die erforderliche Anzahl der Auszubildenden bringen, ... ... weil man muss ehrlich sein, wir haben ... Also wir hatten wirklich große Sorgen, wenn wir jetzt dieses Jahr, also wenn wir sechsundzwanzig rumkriegen und wir kriegen nochmal einmal ähnliche Ausbildungszahlen, dann sind wir aus diesem tiefen Loch raus.

01:05:05: wo wir nicht mehr das große Mitarbeiterproblem haben, weil das hatten wir jetzt wirklich relativ lange.

01:05:10: Wir hatten also wirklich zu wenig Mitarbeiter, man musste sich gegenseitig irgendwie aushelfen und das war immer sehr kompliziert.

01:05:16: Wir kommen jetzt das erste Mal in einen Bereich, wo man merkt, derjenige, der zwei Mitarbeiter hat und den zweiten Mitarbeiter eigentlich nur als Zusatzmitarbeiter, weil er vielleicht ein bisschen Arbeit mehr hat und eigentlich, wir sagen immer, verleiht dann an die Kollegen, die keinen oder zu wenig haben.

01:05:33: Wir kommen zum ersten Mal in diesem Bereich, wo das nicht mehr erforderlich

01:05:36: ist.

01:05:36: Okay.

01:05:37: Was problematisch sein kann, weil der Mitarbeiter vielleicht ganz wechseln muss dann oder so.

01:05:41: Aber das lassen wir erstmal dahingestellt sein, weil wir haben ja ein ganz anderes Problem.

01:05:46: Jetzt kommen die Baby Boomer, die in Rente gehen und die Keppetzicke müssen besetzt werden.

01:05:51: Das heißt, wir haben vor, jetzt müssten es sechs Jahren sein oder sowas, eine Hochrechnung gemacht, dass uns in den nächsten zehn, zwölf Jahren wahnsinnig viele Kollegen fehlen

01:05:59: werden.

01:05:59: Okay.

01:06:00: Also mussten wir ja dahin arbeiten, dass nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Meisterzahlen dann dementsprechend sind.

01:06:08: Und da sind wir jetzt, Gott sei Dank, also ich muss wirklich sagen, wenn dies ja rum ist und wir kriegen das wirklich einigermaßen so hin, dann glaube ich, dass diese Sachen... ... schon so geholfen haben, dass wir da hinkommen.

01:06:20: und das ist dann die dritte Sache, ... ... dass nicht nur eine Sache helfen kann.

01:06:24: Also eins reicht nicht meiner Meinung nach.

01:06:27: Und die dritte Sache war im Social Media.

01:06:30: und man muss ehrlich sein, wenn man ... ... so wie wir hier eben alles im Ehrenamt machen, ... ... kann ich nicht noch Social Media.

01:06:36: Ja, so ein bisschen nebenbei ... ... und wir haben auch bei uns einen Kollegen, ... ... dem Michael Albers, ... ... der macht bei uns die Social Media Geschichte ... ... und bringt das so ein bisschen nach vorne.

01:06:46: Trotzdem ist das nicht professionell, ... ... da müssen wir nicht drüber reden.

01:06:49: Wer also so was professionell machen möchte, ... ... muss sich einer Medienanstalt bedienen, ... ... die das entsprechend leisten kann.

01:06:59: Und da gibt es bei uns für unser Handwerk, ... uns Team Schwarz, das gehört, glaube ich, zum Medienhofgruppe oder sowas.

01:07:05: Und die haben das damals angeboten für einzelne Innungen.

01:07:09: Ja, kostet Geld, keine Frage.

01:07:11: Aber auch hier wieder der große Vorteil, alle Zweihundertdreißig Betriebe bei uns zahlen das.

01:07:17: Und dann ist das natürlich eine andere Geschichte.

01:07:19: Das heißt, wenn wir dann auf Messen fahren oder sonst was, dann haben wir darüber natürlich auch das ganze Messezugehör.

01:07:25: Und ja, wie gesagt, gar keine Frage, es kostet Geld.

01:07:29: Aber alle Sachen zusammen.

01:07:32: Machen meines Erachtens genau diesen Erfolg aus.

01:07:34: Also, dass du dich nicht auf eine Sache beschränkst, sondern wirklich versuchst, von allen Seiten so ein bisschen heranzugehen.

01:07:41: Und bei uns dann... ist das definitiv ähnlich wie bei euch.

01:07:46: Und anders als wie im SHK-Handwerk, auch wenn da auch Auszubildende fehlen, oder zum Beispiel bei den KFZ-Mechatronikern.

01:07:53: Das ist bekannt.

01:07:54: Das möchte man gerne machen.

01:07:57: Das ist bekannt.

01:07:58: Diese Nischen, die haben schon etwas ein Problem, weil sie nicht so bekannt sind.

01:08:04: Und der Unterschied ist aber der, zum Beispiel, wenn man bei uns im Beruf drin ist.

01:08:07: ... geht man auch selten wieder raus.

01:08:10: Also wir haben wenig Wechsler.

01:08:12: Nach der Ausbildung direkt, ja, das kann passieren, ... ...

01:08:15: ab

01:08:15: und zu zur Feuerwehr, logischerweise, weil das ... ... Verwandtschaftskart ist oftmals genauso umgekehrt.

01:08:21: Einer macht in der Feuerwehr irgendwas und stellt fest, ... ... auch Schornstein-Feger wäre eigentlich auch ganz schön für mich.

01:08:26: Deswegen haben wir auch diese Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, ... ... was auch gut ist, was wirklich sinnvoll ist.

01:08:33: Aber auf der anderen Seite haben wir, wenn die Außerausbildung rauskommt, höchstens kurzzeitig das einmal, dass die sagen, ich möchte vielleicht doch erst was anderes machen oder wie auch immer.

01:08:42: Da ist ja heute bei den jungen Leuten schon etwas anders.

01:08:45: Aber grundsätzlich ist es eigentlich so, dass ein Großteil, und jetzt nehme ich mal die vor zwei Jahren, glaube ich, die Ausbildung beendet haben, eine super Klasse, also fachlich.

01:08:57: Also qualitativ hatten wir zum ersten Mal so viele Einser und Zweier wie, glaube ich, noch nie.

01:09:03: Wir mussten wirklich genau gucken, wen wir zum Landeswettbewerb

01:09:06: schicken konnten.

01:09:07: Das war total

01:09:07: verrückt.

01:09:08: Und diese Superklasse hat fast geschlossen.

01:09:10: Ich glaube, bis auf drei hier den Meisterkurs jetzt gebucht, was natürlich super ist für uns, weil wir brauchen ja dringend Meister.

01:09:18: Deswegen ist diese ganze Geschichte eigentlich wirklich, muss man als großes Ganze sehen.

01:09:22: Das geht nicht, dass ich sage, aus dem und dem Grund geht das.

01:09:26: mitspielen.

01:09:26: Da müssen die Betriebe mitspielen.

01:09:29: Du musst das Ganze ein bisschen bekannter machen.

01:09:31: Du brauchst ein bisschen Aufmerksamkeit und dann kriegst du immer diese zwei, drei, vier extra Auszubildende, die du brauchst, um diesen Schnitt zu kippen.

01:09:40: Wir müssen ja dahin, dass wir ein bisschen mehr.

01:09:41: Also wir hatten früher, wenn wir in Zahlen reden, da haben wir immer gesagt, wir brauchen fünfzehn bis zwanzig Auszubildende für den Gesamtnehnungsbereich.

01:09:49: Hatten aber oft auch Jahre, wo dann mal so knapp zehn, zwölf waren oder so was.

01:09:54: Und kommen dann wirklich aus einem Bereich, wo wir es so gerade über zwanzig geschafft haben und hatten im vorletzten Jahr, ich glaube, einunddreißig und im letzten Jahr, fünfunddreißig.

01:10:03: Also Zahlen, die wirklich super sind.

01:10:06: Und deswegen, wenn wir es wirklich noch einmal schaffen, dann glaube ich ganz fest, dass es genau daran liegt.

01:10:11: Ja, sehr schön.

01:10:12: Glückwunsch.

01:10:13: Danke.

01:10:14: Wir müssen auch noch hinkommen.

01:10:17: Gibt es besondere Erlebnisse oder Erektoten, die du mit Ofenbohren erlebt hast und denen erzählen darfst, kannst du euch das... Stimmt,

01:10:25: darf wahrscheinlich keine Namen nennen.

01:10:27: Also

01:10:28: ich sage mal Negativbeispiele, da fällt mir immer eins ein, weil ich seit Jahren habe ich vorher auch nicht gemacht.

01:10:34: ... den Schornstein oder das drumherum ... ... um die Feuerstätte immer abklopfen jetzt.

01:10:40: Also ich war zur Vorbesprechung da, ... ... man muss sich vorstellen, ... ... da war einfach ein Schornstein, ... ... den man im Wohnzimmer gesehen hat, ... ... alles verkleidet, alles bewohnt, ... ... gestrichen, also man konnte nicht sehen.

01:10:50: Es war ein Schornstein.

01:10:51: Und oben auf dem Dachboden war ich und im Keller, ... ... und ich habe auf dem Weg da oben natürlich, ... ... wo der Schornstein hergeht, alles angeguckt, ... ... war mit der Kamera drin und habe gesagt, ... ... ja, da können sie einen Ofen anschließen.

01:11:00: Dann kam die Firma auch, ... ... hat den Ofen angeschlossen.

01:11:03: Und dann war alles fertig.

01:11:05: und ich komme zur Abnahme und denk so, irgendwas stimmt nicht.

01:11:10: Also irgendwie war die Größendimension zu dem Ofen, das ist mir vorher nicht aufgefallen in der Vorbesprechung, aber das passte nicht.

01:11:16: Und dann habe ich gesagt, ist denn, also beim Erklären, ist denn hier am Schornstein irgendwas verändert worden, klopfe ich so dran.

01:11:24: Und der sagt, ja, den haben die damals ... mit Riegelbs umkleidet, damit das alles glattwandig ist.

01:11:31: Das war ein alter gemauerter Schornstein.

01:11:34: Und da war ein Edelstahlrohr, glaube ich, eingezogen.

01:11:37: Und da habe ich gesagt, ja, aber womit ist der denn umkleidet?

01:11:41: Also, ich weiß ja nicht, wie der Aufbau ist.

01:11:44: Und dann, ja, also, wie man das früher gemacht hat mit Holzlatten.

01:11:50: Aber die haben da Dämmungen reingesteckt.

01:11:52: und dann gucke ich so und denke so, wir beide wissen, wie die Abstände sein müssen bei so einem Ofenrohr.

01:11:57: Das kann nicht passen.

01:11:58: Also egal, was die da reingemacht haben, das kann nicht passen.

01:12:00: Ich sag, ist gut, ich telefoniere mit dem Ofenbauer, alles gut.

01:12:03: Habe ich da angerufen und ich sag, ich muss mit dem sprechen, der da vor Ort war, damit ich weiß, wie das dahinter aussieht.

01:12:11: Und dann hat er mich zurückgerufen und dann hat er gesagt, ja ja, wir haben da aber alles komplett mit Mineralwolle ausgedämmt.

01:12:18: Ich sag, ihr wisst schon, dass ihr vierzig Zentimeter da reinstecken müsst und die Abstände bis zu den Dachlatten da nicht reichen.

01:12:26: Ja, was soll das schon passieren?

01:12:28: Und da habe ich gesagt, ich muss mit deinem Chef noch mal sprechen, weil das hat so keinen Wert.

01:12:33: Und da muss ich wirklich sagen, das ärgert mich dann wirklich.

01:12:36: In dem Moment, der kann auch nichts dafür.

01:12:38: Aber in dem Moment, wenn der anbohrt und sieht, da ist jetzt Holz im Spiel,

01:12:42: dann

01:12:43: reicht ein Anruf.

01:12:44: Dann komme ich da hin, gucke mir das an und wir finden zusammen eine Lösung.

01:12:47: Aber das einfach zuzumachen und fertig zu machen, da war ich auch wirklich sauer.

01:12:51: Da habe ich gesagt, ich sage, jetzt stell immer vor, ich hätte nicht geklopft und es wäre irgendwann, wir wären ja beide dran gewesen, keine Frage.

01:12:57: Aber es wäre irgendwann zum Brand gekommen.

01:12:58: Die Frage ist eigentlich nur wann, nicht ob.

01:13:03: Und wir hatten gerade einen ähnlichen Fall, da war die Wand quasi, also der Kollege konnte nicht erkennen, da war eine Riemchenwand vorgesetzt.

01:13:11: Da

01:13:12: hinter, Mineralfaser, keine Steinwolle.

01:13:15: Und dann erst der Schornstein.

01:13:17: Und kurz vor Weihnachten brennt diese Mineralwolle, auch wenn jeder immer glaubt, ich kann jede Mineralwolle daneben.

01:13:24: Nein, ich brauche Steinwolle, weil nur die kann diese hohen Temperaturen eines Rufsbrandes dann aushalten.

01:13:30: Das glauben die immer nicht, aber es ist so.

01:13:32: Und dann hat wirklich diese ganze hintere Wand gebrannt.

01:13:34: Großer Schaden, das ist nicht schön.

01:13:36: Und deswegen muss ich auch sagen, damals habe ich dem Kollegen auch gesagt, bei solchen Sachen verstehe ich keinen Spaß.

01:13:42: Ihr könnt immer einbauen und tun, ihr seid fachlich so viel besser im Aufbau als wir.

01:13:47: Ich kann das nicht, ich muss das nur beurteilen können.

01:13:50: Aber wenn es darum geht, dass irgendwo Holz, irgendwelche brennbaren Bauteile, irgendwas dabei ist, dann bitte uns hinzu rufen, wenn man es nicht besser weiß.

01:13:58: Wenn man es besser weiß, anders schützen kann, immer mal machen.

01:14:01: Aber wenn man sich da nicht sicher ist, das ist so negativ Beispiel.

01:14:05: Aber positive, auch ganz viele.

01:14:07: Mich faszinieren Feuerstätten.

01:14:09: Also ihr seid halt so... Ja, individuell, fast wie Künstler.

01:14:14: Ganz bestimmt gibt es sogar einige, die richtige Künstler sind, gar keine Frage.

01:14:19: Aber also wirklich so Feuerstätten, die dann in der Luft hängen, also ich habe jetzt kürzlich noch einen abgenommen, das war kompliziert genug.

01:14:26: Also auch den Schornstein, wie er den da so in das Wohnzimmer nachträglich eingebaut hat, also Schornstein und Feuerstelle, beides wann hängt.

01:14:33: Ich war schwer beeindruckt.

01:14:36: Das sind schon schöne Sachen und dann muss man Natürlich miteinander reden, weil das sind alles keine normalen Feuerstätten.

01:14:43: Also wenn ich alleine daran denke, wenn ich unbedingt meine, ich muss so einen Schornstein von oben aufsetzen, ich versuche das immer zu umgehen.

01:14:49: Aber wenn es nicht anders geht und ich muss das mal so machen, dann macht das ganz viel Sinn, dass man da vorher drüber spricht.

01:14:54: Zum einen, damit man nicht überrascht ist und gar nicht weiß, wie man damit umgehen soll, weil der Kollege das vielleicht noch nicht gehabt hat und dass es da Ausnahmen gibt, dass man vielleicht auch mal ohne Sole eines Schornsteins klarkommen kann.

01:15:06: Da

01:15:06: muss ich mich vielleicht vorher mit auseinandersetzen.

01:15:08: Aber ansonsten, nein, also wir haben eigentlich wirklich immer ein gutes Miteinander, kann ich nicht anders sagen.

01:15:17: Wie siehst du die Zukunft des Rufenbaus?

01:15:20: Ja, eigentlich ähnlich wie unsere Zukunft, woher geht die Reise und was lässt man uns machen?

01:15:25: Also ich glaube, man hat im Zuge der Wärmewende erkannt, dass es ohne feste Brennstoffe nicht geht.

01:15:32: Das hat man, wir haben uns vorher auch ganz kurz darüber unterhalten, Das hat man eine kurze Zeit nicht erkannt.

01:15:38: Ich glaube der Aufruhr, gerade auch durch unser Handwerk und gerade im Süden Deutschlands, also wenn wir jetzt mal Schwarzwald Bayern und sowas alles nehmen, wo wenig anders geheizt wird, sage ich mal.

01:15:49: Und wenn man die ganzen Statistiken sieht, wie viel CO-Zweiersparnis man eigentlich da hat.

01:15:55: Da müssen die das erst mal anders leisten.

01:15:57: Also das sehe ich so überhaupt gar nicht.

01:15:59: Deswegen glaube ich schon, dass es eine sehr gute Zukunft auch für euren Bereich oder gerade für eurem Bereich gibt.

01:16:07: Aber auch da wird man sich wahrscheinlich anders und breiter aufstellen müssen, weil ich glaube, es ist in Zukunft nicht nur noch damit getan, dass ich eine Feuerstätte schön dahin stelle, sondern ich muss mich auch eher aufstellen.

01:16:21: und mich um die Beheizung des Gebäudes kümmern, also nicht nur um einen Raum oder die zwei, drei Angrenzenden, sondern eher auch mit der Wassergeschichte mache ich sowieso viel mit Rolls, habe ich da Interesse dran, kann ich was automatisieren, sprich Pellets, ist eine Kombination sinnvoll.

01:16:39: Ich glaube, da geht eher so die Reise hin, aber ich glaube... ganz fest und inständig, dass es ohne nicht gehen wird.

01:16:48: Also dieses, dieses Behaklichkeitsgefühl, was ein Feuer auslöst, das wirst du durch nichts ersetzen können.

01:16:54: Also

01:16:54: egal, ja, wir sagen mal diese Gaskamine, die haben sowas Ähnliches versucht, weil man, ich sag jetzt mal in Anführungsstrichen, keinen Dreck haben wollte oder... Nicht böse gemeint, zu faules Holz und sauber und ein bisschen Dreck macht es ja auch und man wollte das alles

01:17:10: nicht.

01:17:11: Und dann baue ich so ein Gaskamin ein.

01:17:13: Ich glaube, die werden weniger.

01:17:15: Alleine durch die fossilen Brennstoffe, wobei man die einbauen dürfte, ist eine Einzelraumfeuerungsanlage, hat man in der Zentraleitzung ja nichts zu tun, aber ich glaube trotzdem, dass es weniger wird.

01:17:26: Und ich glaube auch, dass man diese dekorativen Feuer, also Egal, ob es jetzt mit Ethanolis oder elektrisch oder sonst was.

01:17:35: Dass das für einen Abend mal ganz nett sein kann, weil man irgendwas Schönes zeigen möchte, aber in Wirklichkeit eure Handwerkskunst niemals ersetzen kann.

01:17:45: Weil dieses Feuer, also ich möchte das auch nicht missen.

01:17:48: Ich liebe meinen Ofen.

01:17:50: Das ist so schön, wenn du, wir waren jetzt mal drei Tage unterwegs, wenn du dann nach Hause kommst und kannst deinen Ofen machen.

01:17:55: Also ich finde, es gibt nichts Schöneres im Winter.

01:17:57: Was hast du für einen Ofen?

01:17:59: Ich habe ein Leder.

01:18:00: Na ja,

01:18:00: ich hab ein Lederofen.

01:18:01: Wir haben vor drei Jahren aufgrund dessen, wie alle das machen, auch ein Schornsteinfeger, muss

01:18:09: sein Ofen austauschen, habe

01:18:10: ich brav ausgetauscht.

01:18:12: Ich muss sagen, das war ganz sinnvoll, weil auch meine Frau verstanden hat, weil sie kommt außer Stadt.

01:18:23: Er hat früher in Düsseldorf gewohnt, in Neues gearbeitet und so was.

01:18:25: Er hat jetzt einen Kerbezirk bei uns in Längerich und für sie waren diese festen Brennstoffgeschichten eher Neuland.

01:18:33: Da gibt es da hinten nicht so viel.

01:18:35: Da gibt es Feste Brennstoffe, Feuerstellen für feste Brennstoffe.

01:18:41: Ja, aber so viel wie bei uns im ländlichen Bereich geheizt wird, wird da nicht geheizt.

01:18:46: Und wenn man dann erst mal merkt, was das für ein Unterschied ist, ob du eine Schubkarre Holz da rein schiebst oder ob du ein kleines Körbchen da rein schiebst, also wenn du alleine siehst, wie lange ein Stück Holz verbrennt und da passen nur fünfzehn, zwanzig Jahre Scheiterein, wie lange das dauert, dann ist man, wir als Fachleute, einfach begeistert davon.

01:19:08: Ich finde das schön, wenn ich sehe, wie selten ich noch die Asche rausnehmen muss,

01:19:12: wenn

01:19:12: ich sehe, wie lange die Scheibe sauber bleibt, dann ist das einfach schön.

01:19:16: Das Tolle ist, das kannst du dann dem Kunden viel besser erklären, wenn du selber auch hast.

01:19:20: Das muss man ehrlich sagen.

01:19:21: Das ist schon ein großer Unterschied.

01:19:23: Und ich habe wirklich viele Kunden, die sagen, wenn wir das gewusst hätten, werden es schon

01:19:28: viel eher gemacht.

01:19:29: Und das ist so das, wo viele erst noch hinkommen müssen.

01:19:33: Also ich habe einen Kunden ganz kritischem gehabt, der gesagt hat, ach, das ist doch alles Abzocke.

01:19:41: Und dann komme ich zur Abnahme hin, man sagt ja wirklich zu mir, dachte ja, und jetzt verdienen Sie da auch noch dran Geld?

01:19:47: Und jetzt wollen wir mal ehrlich sein, so viel Geld ist das nicht.

01:19:50: Dafür, dass ich dreißig Jahre da mithaften muss, finde ich das jetzt nicht so schön.

01:19:54: Da würde ich, wenn ich es aussuchen dürfte, ganz andere Preise nehmen, aber da sind feste Gebührensätze.

01:20:00: Und ich habe ihm erklärt, warum das passieren muss und dann bin ich irgendwann gegangen.

01:20:06: Dann hat er wirklich netterweise, und ich muss sagen, es ist ja schön, dass es nicht nur Leute gibt, die meckern, sondern auch zugeben, dass sie hinterher Unrecht hatten.

01:20:13: Und der hat mir dann wirklich eine nette E-Mail geschrieben und ich habe ihn gefragt, ob ich das veröffentlichen darf, also ich habe das auch irgendwann mal bei mir als Post dann gezeigt.

01:20:23: Und der hat dann wirklich geschrieben, er möchte sich entschuldigen.

01:20:26: weil er nicht geglaubt hätte, er hat sogar fast eine identische Feuerstätte wieder bekommen.

01:20:30: Also äußerlich und so, für ihn war eigentlich alles gleich.

01:20:33: Und er hätte nicht geglaubt, dass von der Wärmeregulierung, also auch die Wärmeregulierung selber, über die Scheibe, über die Asche, über das wenige Holz, was er noch verbraucht, dass das so eklatant unterschiedlich war.

01:20:47: Und das ist der Unterschied, da muss ich ehrlich sagen, er hat vorher, ich sag mal einen ... günstigen Ofen gehabt ...

01:20:53: ... und

01:20:53: hat sich jetzt ... ... ein qualitativ besseren ... ... gekauft, ... ... obwohl der aber optisch ... ... ähnlich

01:20:59: war.

01:20:59: Also ihm ging es eigentlich eher um die Optik ... ... und er wollte ungefähr die Größe ... ... beibehalten und sowohl alles gut ... ... und ich war hinterher wirklich gut zufrieden, ... ... weil ich gedacht habe, siehst du auch der ... ... hat es gemerkt und das Schöne ist ja, ... ... das erzählt er ja nicht nur mir, ... ... das erzählt er seinen Nachbarn, ... ... seinen Kumpels beim Kegeln ... ... und deswegen ist es so wichtig, dass es eben ... So Jungs gibt wie ihr, die dann das auch vernünftig machen und dass die Leute nicht einfach im Internet, im Baumarkt oder sonst was, sich einfach irgendein so ein günstiges Ding kaufen und sagen, ja, das geht ja auch, ist ja zugelassen.

01:21:30: Ist es?

01:21:30: Keine Frage.

01:21:31: Ich muss es auch abnehmen.

01:21:33: Die Frage ist nur, ob der Kunde immer damit so glücklich ist.

01:21:37: Ich glaube, das ist ein perfektes Schlusswort.

01:21:38: Ich danke dir für ganz viele interessante Einblicke.

01:21:42: Ich habe das Gefühl, oder habe ich dir auch schon gesagt, dass es im Moment die Zusammenhalt eigentlich immer besser wird und ich glaube auch von... von Achtung geprägt ist, dass man ordentlich miteinander umgehen kann.

01:21:54: Und ich hoffe, dass das in den anderen Bezirken ähnlich läuft und wünscht dir alles

01:21:58: Gute für

01:21:58: die Zukunft.

01:21:59: Danke.

01:22:00: Ich bedanke mich auch, Andreas.

01:22:01: Auch ich sehe das ganz genauso.

01:22:03: Wir haben es bei den Themen Tagen Rufenbau, auch wenn ich da erst ein bisschen Sorge hatte, als wir reinkamen, wie man angeblickt wurde, was ich verstehen kann, weil es deutschlandweit unterschiedliche oder unterschiedlichen Umgang gibt mit den Schaunscheinfägern und den Ofenbauern.

01:22:20: Aber im Endeffekt, wenn wir es nicht vorleben und wenn wir es nicht zeigen, deswegen finde ich die Idee super, dass ich in deinem Podcast hier mit auftauchen darf.

01:22:29: Wenn wir es nicht zeigen, wer soll's dann machen.

01:22:32: Und wenn wir es vorleben und machen das auch so, ich gehe genauso mit meinen Ofenbauern auch um.

01:22:36: Dann funktioniert das auch, dann ist das eine super Sache.

01:22:38: In diesem Sinne bedanke ich mich auch, wünsche alles Gute, wir sehen uns mit Sicherheit wieder und den Zuhörern ganz viel Spaß beim Zuhören.

01:22:46: Ja, danke dir, ciao.

01:22:54: Was soll ich sagen?

01:22:55: Sehr interessante Einblicke in die Sorgen und Nöte der Schornsteinfäger.

01:23:00: Ich denke, dass unsere Berufssparten mehr verbindet, als man auf den ersten Blick meint.

01:23:05: Und mit ein bisschen Verständnis füreinander sollte das Miteinander doch viel einfacher.

01:23:11: und angenehmer sein.

01:23:12: Vielen Dank, Andreas, für die Einblicke in euren Beruf, Gründe für die einzelnen Sichtweisen und Anregungen für eine gute Zusammenarbeit.

01:23:22: Allen, die bis hierhin dran geblieben sind, vielen Dank

01:23:25: fürs

01:23:26: Zuhören.

01:23:27: Und wie immer natürlich die Bitte zu liken, teilen, kommentieren, empfehlen und was euch sonst noch so einfällt.

01:23:35: Bis zur nächsten Folge.

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