#33 Martin Bauer - vom Geschäftsführer zum Exportexperten und zurück
Shownotes
Nun also der zweite Teil mit Martin Bauer.
In diesem erklärt Martin was es wirklich bedeutet Geschäftsführer zu sein und was Ihn am Exportgeschäft so fasziniert. Er bezieht aber auch Stellung zur aktuellen Situation bei Spartherm, räumt mit einigen Gerüchten auf und erläutert warum einige Entscheidung so getroffen wurden wie es passiert ist.
Ton und Schnitt: Frank Erlenkämper
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00:00:07: Moin und hallo!
00:00:08: Herzlich Willkommen zu Get the Fire, dem GVOB Podcast.
00:00:12: Vom Ofenbau für den
00:00:14: Ofenbau.
00:00:15: Und natürlich für die Freunde des Ofenfeuers und denen, die es noch werden wollen.
00:00:20: Mein Name ist Andreas Neuer und in mir brennt das Feuer für den Ofenbau seit vielen Jahren und ich habe es nie bereut den Beruf zu erlernen, um mich selbstständig zu machen.
00:00:30: Mit meinen Verbandskolleginnen und Kollegen mache ich mich stark für einen der ungewöhnlichsten Berufe den viele, vor allem junge Menschen, so gar nicht kennen.
00:00:39: Gemeinsam vertreten wir im GVUB, dem Gesamtverband Ofenbau, deutschlandweit die Interessen aus Handwerk,
00:00:46: Handel
00:00:47: und Industrie.
00:00:48: Für mich ist es eine besondere, kreative und sehr individuelle Handwerkskunst, die eine Verbindung zur modernen Halstechnik schafft und eine Verbindung herstellt zwischen den Menschen.
00:01:00: Denn jeder unserer individuellen Irven hört zum Mittelpunkt des Wohnraums, und bringt Menschen zusammen.
00:01:07: Genau darum geht es in meine Podcast.
00:01:09: Geschichten über die Feuerkunst erzählen und Menschen über das Feuer zusammenbringen.
00:01:17: Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Jahresbeginn.
00:01:21: Heute also Teil zwei vom Podcast mit Martin Bauer.
00:01:25: Ihr habt den ersten Teil noch nicht gehört.
00:01:27: Dann solltet ihr das sofort nachholen.
00:01:30: Auch
00:01:30: im zweiten Teil nimmt uns Martin mit tollen Anekdoten in die Welt des Exportes mit.
00:01:36: berichtet, was es wirklich bedeutet, Chef zu sein und warum auch unangenehme Entscheidungen
00:01:42: getroffen wurden.
00:01:47: Ich sehe mal das Problem.
00:01:51: Ich sehe neue Öfen.
00:01:53: Der Kunde kommt aber bei uns rein, der sieht den Ofen, den wir seit zehn Jahren im Sortiment haben und für den ist das auch was Neues, was für mich eigentlich ein alter Hut ist.
00:02:02: Und ich glaube, da ist so der Unterschied, der da besteht.
00:02:04: Ich glaube,
00:02:05: da hast du recht.
00:02:05: Ich glaube, wir sind in vielen Dingen Betriebsblind.
00:02:08: Also, nicht Betriebsblind, Branchenblind.
00:02:11: Ja, genau.
00:02:11: Und ein Endverbraucher und deswegen ist es ein Endverbrauch, vor allem wenn er mit dem Produkt, Holzbrand, ob jetzt Kaminofen, Kaminanlage, Kachelofen, nichts zu tun hatte, der geht da ganz anders rein.
00:02:24: Und da tun wir uns schwer und versuchen natürlich auch immer, oder wir setzen, ich glaube grundsätzlich, dass wir viel zu viel voraussetzen.
00:02:32: Natürlich sind die Kunden heute im Internet geschult oder haben sich eingelesen.
00:02:37: Nur die Frage ist immer, haben sie jetzt tatsächlich drei Schlagwörter oder wissen sie wirklich, um was es geht.
00:02:45: Und das ist etwas, was man glaube ich immer erst rausfinden muss, wenn ein Endverbraucher kommt.
00:02:50: Willer jetzt tatsächlich, wenn er reinkommt, ja, wir interessieren uns für ein Specksteinofen.
00:02:55: Warum?
00:02:56: Weißt du das?
00:02:57: Weißt
00:02:57: er wirklich den Specksteinofen oder meinte den Kaminofen mit einer Specksteinverkleidung?
00:03:01: So,
00:03:01: warum kauft er das?
00:03:02: Willer speichern?
00:03:03: Willer magert die Optik von Speckstein wie auch immer?
00:03:06: Oder ist es einfach, das schönste Beispiel ist eigentlich der Schwedenofen?
00:03:09: Ja.
00:03:11: Ich hab das, ich hab immer schon gesagt, das ist total geil, also sagen wir jetzt gut, liebe kennt keiner, wie auch immer, aber eigentlich waren ja die Dänen, diejenigen, die die Kaminöfen nach Deutschland gebracht haben, die Schweden definitiv nicht, ohne jetzt liebe Kulturen zu nahe treten zu wollen, aber eigentlich waren es die Dänen und trotzdem heißt das Ding, Schwedenofen.
00:03:30: Aber was verbindet ein Endverbraucher mit einem Schwedenofen?
00:03:34: Den Schwedenurlaub.
00:03:35: Also, witzigerweise habe ich, das ist mit Sicherheit über zwanzig Jahre her, hatte ich dann mal eine Firma aus Schweden hier, ein Hersteller, und die suchten Partner in Deutschland.
00:03:49: Und deswegen sind die Warum auch immer bei mir gelandet.
00:03:51: Und dann haben wir genau darüber gesprochen und ich habe gesagt, bei uns heißen die Schwedenöfen, da haben sie sich zu tot gelacht.
00:03:57: Bei uns, das gab dann irgendwie so mehr oder weniger Baltisch oder beziehungsweise Nordische Öfen, ist das bei denen der Überbegriff dafür.
00:04:05: Die ja konnten das überhaupt nicht verstehen, warum das bei uns Schwedenofen heißt.
00:04:08: Insofern, ja, das ist manchmal begriffen, aber das ist genauso mit dem Kamin.
00:04:11: Ist da jetzt der Schornstein gemeint, dass der auch mit Kamin...
00:04:13: Ja, das ist nicht... Das habe ich mich damals schon bei der ADK vor zwanzig Jahren aufgeregt, um die Definitionen ging.
00:04:21: Im Prinzip läuft das ja komplett falsch.
00:04:23: Das heißt, eine Kassette... ist eigentlich ein Kamin-Einsatz, wenn man es jetzt mal wirklich nimmt.
00:04:29: Man setzt etwas in einen vorhandenen Kamin ein, aber das heißt bei uns Kassette.
00:04:34: Ein Kamin-Einsatz wiederum, ja, ist das jetzt ein Heizkamin oder wie auch immer und wird das vom Offensetzer verbaut und so.
00:04:40: Deswegen kam der Herr Rokosa irgendwann mal vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor,
00:04:47: vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor,
00:04:48: vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor, vor,
00:04:49: vor, vor, vor, vor kam die Brennzelle.
00:04:51: Und da kam die Brennzelle, weil ich irgendwann mal, ich hab dann lange überlegt und dachte eigentlich auch auf Brennwerk, weil ja eigentlich Urwerk ist ja etwas, was mit Präzession zu tun hat und der wird das Wort Werk überhaupt nicht stellt sich, sondern Urwerk, oh ja, also Handarbeit, Handwerk, Präzession wie auch immer, nur Brennwerk.
00:05:12: Riesenwort, was stellt sich wirkt?
00:05:14: Und dann kam ich irgendwann auf die Idee mit Wasserstoff, also Wasserstoff, die Wasserstoffzelle, und dann Brennzelle.
00:05:23: Da haben wir versucht diesen Kamin, diesen Begriff zu etablieren, ist auch teilweise, glaube ich, gelungen.
00:05:28: Und er wirkt zumindest in meinen Augen wertiger als Kamin-Einsatz.
00:05:33: Bis Herr Schönfeld, glaube ich, war es, gesagt hat, in der Branche ist es immer noch ein Kamin-Einsatz, wir drehen wieder zurück und deswegen ist die Prenzelle wieder so ein bisschen verschworen.
00:05:42: Aber das sind natürlich auch so Dinge, die da passieren.
00:05:45: Und deswegen kann man dem Kunden auch gar nicht übel nehmen, wenn er kommt und sagt, ja, ich hätte gerne einen Schwedenofen oder einen Specksteinofen.
00:05:52: oder Kaminanlage, sagt er vielleicht gar nicht.
00:05:56: Man musste sehr, sehr vorsichtig sein.
00:05:59: Ja, da sehe ich quasi als erste Aufgabe, erst mal herauszufinden, was möchte er, was er wartet er davon.
00:06:06: Dann kann ich eigentlich erst eine Empfehlung aussprechen.
00:06:09: und viele Kunden haben sich sehr umfangreich informiert früher.
00:06:13: aber mit einem gefährlichen Heilwissen.
00:06:16: Das ist genau der Punkt.
00:06:17: Da sollte man auch heutzutage sehr, sehr vorsichtig sein.
00:06:21: Ich habe das mal, also ich lese, wenn ich Zeit habe, gerne die Zeit, weil es ja eine Wochenzeitung ist und mal längere Berichte hat und die eigentlich auch in die Tiefe gehen und so weiter.
00:06:32: Und dann habe ich einen Bericht gelesen, den werde ich nie vergessen, über, ich hatte auch mal ein bisschen Nierenprobleme vor Jahren, für auch immer, und ging es um Nierenkrankheiten.
00:06:39: Da dachte ich auch, Mensch, ist das klein.
00:06:42: super recherchiert und qualitativ und wissenschaftlich.
00:06:46: Sechs Wochen später war in der Zeit ein großer Bericht über Holzfeuer.
00:06:51: Und da kann ich mich aus.
00:06:54: Da habe ich erstmal festgestellt.
00:06:55: Scheiße, hoffentlich war der Bericht über die Nieren nicht genauso schlecht.
00:07:00: Also das ist immer so.
00:07:01: die Gefahr, sagen wir mal, wenn man sich wohl nicht auskennt, ist das jetzt wirklich Fakt oder ist das nur schlecht recherchiert?
00:07:09: Und die Gefahr hat man dann, wenn man selbst kein Fachmann ist oder man kann es erst beurteilen, wenn man selbst da drin ist.
00:07:16: Und deswegen bin ich auch zum Beispiel bei, sagen wir mal, Chatbots sehr vorsichtig, die extrem viel helfen, also keine Frage.
00:07:24: Also sagen wir mal, es ist unfassbar, was diese Dinge leisten.
00:07:28: Aber du musst im Hintergrund das Wissen haben, um es quer zu lesen und zu sagen... Das stimmt nicht, da muss ich jetzt selbst eingreifen.
00:07:38: Wenn du dich stumpf drauf erlässt, bist
00:07:39: du verloren.
00:07:40: Das ist gefährlich, ja.
00:07:41: Ich habe das ausprobiert mit ChatGPT und habe ihn gefragt, was sind die Aufgaben der Ofenhelden?
00:07:46: Weil ich eigentlich für die Messe was machen wollte und habe gesagt, fragst du mal, da hat er mir eine erzählt, das ist eine bestimmte Gruppe von Ofenbauern, die besonders hochwertige Ofen bauen.
00:07:55: Okay, Moment.
00:07:57: Ist das nicht die Jugendorganisation vom GVUB?
00:08:00: Ach so, ja, das sind die... Also, ZPDT gibt immer eine Antwort.
00:08:05: Der sagt nie, ich weiß es nicht.
00:08:07: Und das ist, glaube ich, die Gefahr.
00:08:08: Und
00:08:08: er geht natürlich auch erst, sagen wir mal, sehr oberflächlich an die Sache rein.
00:08:13: Und deswegen ist es umso entscheidender, dass der prompt, das heißt die Fragestellung, was ich wissen will.
00:08:20: Da muss ich mir nämlich den Krips, da muss ich mir den Gedanken machen und muss sagen, so, das kann ich natürlich Schritt für Schritt machen,
00:08:26: indem
00:08:27: ich sage, okay, ich lass erstmal erst mal was raus.
00:08:29: Und dann gucke ich mal, dass ich vertiefe oder ich muss von vornherein mich hinsetzen und sagen, was will ich eigentlich wissen?
00:08:37: Ich bin der und der und mich interessiert das und das unter den Bedingungen und Rahmenbedingungen und das nur dann wird es wirklich interessant.
00:08:46: Ja, und dann habe ich aber wieder so viel Arbeit investiert, dass ich viel leicht gar nicht brauche.
00:08:53: Es ist eine spannende Sache und wird die Welt sicherlich verändern.
00:08:56: Ich bin nur immer ein bisschen vorsichtig, was das Ganze angeht, weil es viel natürlich auch wieder mit Manipulation über die Medien zu tun hat.
00:09:04: Und viele von euch erinnern sich natürlich auch noch an das autonome Fahren vor.
00:09:08: Ich weiß gar nicht, wann das war.
00:09:09: Vor zwei oder drei Jahren dachtest du in drei Monaten.
00:09:12: ist hier alles autonom.
00:09:14: Und jeder Bericht war unfassbar.
00:09:17: Autonomusfahren steht vor der Haustür.
00:09:20: Es ist jetzt drei Jahre, vielleicht sind es auch zwei Jahre später.
00:09:23: Ich habe gerade jetzt gelesen, dass auf deutschen Autobahnen, ich glaube, Mercedes hat das jetzt hingekriegt, dass die das dürfen bis zu einem gewissen Maß, aber von richtig autonomem Fahren sind wir noch weit entfernt.
00:09:33: Und ich habe auch so ein bisschen bei der KI-Geschichte so ein bisschen, ja, es wird uns helfen, ob es tatsächlich jetzt zukommt, wie es prognostiziert wird.
00:09:45: Warten wir mal so ein, zwei Jahre ab.
00:09:48: Das heißt aber nicht, nicht falsch verstehen.
00:09:50: Man sollte da sehr, sehr gut am Ball bleiben, einfach um die Entwicklung zu beobachten, die Möglichkeiten zu beobachten und tatsächlich, ich sag mal, arbeiten, die automatisieren sind.
00:10:05: einfach abzuschütteln und zu sagen, okay, muss ich nicht mehr selbst machen.
00:10:10: Kann mir der Chatbot helfen, weil er das einfach besser kann.
00:10:13: Und ich glaube also, wo ich wirklich dran glaube, ist, dass in der Medizin, gerade zum Beispiel Mammographie, eine KI als Unterstützung wesentlich mehr kann als ein Arzt, weil er nicht nur zweitausend Bilder gesehen hat, sondern Zugriff hat auf fünfzig oder hunderttausend oder Hautkrebsgeschichten.
00:10:31: Das ist also dort eine KI so extrem helfen kann, weil es weltweit so viele Zehntausende Beispiele gibt und dann muss der Arzt halt noch drauf sein und sagen, aha, wusste ich nicht, kann ich auch nicht wissen, sehr hilfreich.
00:10:47: Also da glaube ich schon, dass es viele Möglichkeiten gibt für die Zukunft.
00:10:50: Nö, da bin ich auch.
00:10:51: Also, man sollte es nicht verteufeln, um Gottes Willen.
00:10:53: Da wird sicherlich viel passieren, aber man darf es halt auch nicht auf dem göttlichen Stand setzen.
00:10:57: Sagen wir es so rum.
00:10:59: Genau so ist es.
00:11:02: Ja, ich habe hier noch ein Thema stehen, Entwicklung bei Spratherm.
00:11:06: Es ist ja doch einiges passiert.
00:11:09: Im letzten Jahr sah ich jetzt mal vorsichtig.
00:11:12: Viele, viele Gerüchte dabei.
00:11:15: Ihr habt euch seinerzeit entschieden, nicht auf die Messe nach Leipzig zu gehen.
00:11:21: Kannst du das erläutern?
00:11:22: Ja, es lässt sich alles erläutern.
00:11:26: Es sind leider Entwicklungen, die, also das ist so ähnlich wie auch beim, also mit Datenmengen ist es immer so.
00:11:34: was verknüpfig miteinander und ist die Verknüpfung richtig.
00:11:39: Das heißt, im Endeffekt, sagen wir mal, das Einheit hat nicht unbedingt immer etwas mit dem anderen zu tun, kann aber trotzdem schädlich sein.
00:11:45: Das erste ist für mich so, ich mache das ja.
00:11:47: wie gesagt jetzt, dreiundzwanzig Jahre, wenn die Gerüchteküche hochkocht, egal jetzt ob Öhrersparte oder andere, dann hat die Branche wenig zu tun.
00:11:56: Okay, ja.
00:11:57: Das heißt, die Offensetzer haben Zeit zu telefonieren, die Außendienstler haben Zeit zu telefonieren, weil sich wenig zu tun.
00:12:03: Manche müssen ihr Telefon mal kontrollieren, ob es noch funktioniert.
00:12:06: Auf jeden Fall ist das dann oftmals stille Post.
00:12:08: Und dann werden natürlich Dinge kolportiert, die zum Schluss überhaupt nicht stimmen.
00:12:15: Komme ich gleich nochmal zu.
00:12:16: Aber ich will auf deine Frage eingehen.
00:12:20: Alles, was negativ ist, Schadet dem Ruf.
00:12:24: Man kann natürlich sagen, es ist besser, es wird negativer eingesprochen als gar nicht.
00:12:27: Ich halte davon nix, weil es bringt nicht unbedingt Umsatz, sondern es bringt immer Rufschädigung.
00:12:33: Und Rufschädigung ist etwas, was natürlich mit einem Vertrauensverlust zu tun hat.
00:12:37: Und den hat Spathem natürlich auch mit dem Gerichtsprozess, der war mit der Absage der VOF mit Entlassungen, die wir letztes Jahr getätigt haben und die wir auch dieses Jahr im Oktober getätigt haben.
00:12:50: Die
00:12:50: führen
00:12:51: entweder durch den Wettbewerb, durch falsche Informationen und wie auch immer zu einer Rufschädigung.
00:12:57: Und führen vielleicht dazu, dass Kunden sagen, naja, spätem kann man nicht mehr vertrauen.
00:13:02: Wer es wissen will, kann mich fragen.
00:13:04: Das tust du ja gerade.
00:13:06: Und dann kann man das auch erklären.
00:13:07: Und zu dem Prozess kann ich eigentlich nur sagen, dass er abgeschlossen ist bis auf die Revision, die aber nichts mehr mit einem... mit einem Prozess zu tun hat, da geht es nur um Formalien.
00:13:19: Ob das Formal alles richtig war, da gibt es also keinen zweiten Prozess, wie auch immer.
00:13:23: Und Tero Kossa hat das getan und andere Geschäftsführer auch und dafür müssen sie sich verantworten.
00:13:29: Was aber nichts mehr mit Sparathem an sich zu tun hat, weil das, weil... alle diese Personen nicht mehr bei Spartem in irgendeiner Position sind.
00:13:37: Aber, das habe ich vorhin schon erwähnt, manche sind sich nicht bewusst, wenn sie den Geschäftsführer-Posten antreten, dass sie auch für Dinge verantwortlich sind, die sie vielleicht gar nicht gewusst haben.
00:13:48: Als Geschäftsführer bist du immer haftbar.
00:13:52: Also Unwissenheit schützt hier nicht vor Strafe.
00:13:54: Das ist keine Entschuldigung, sondern es ist, wie es ist.
00:13:57: Natürlich ist das alles, ich sag mal, auch von der neuen Osnabrücker Zeitung nicht unbedingt, ich sag mal, journalistisch sachlich beurteilt worden, sondern sehr tendenziös und auch der Richter war sehr tendenziös.
00:14:15: Was ich doch, sagen wir mal, ja, zumindest Fragezeichen hintergemacht habe, auch was die Urteilsbegründungen alles angeht.
00:14:24: Ich möchte nicht sagen, dass das Prozess falsch ist.
00:14:27: Der Prozess war richtig und der musste geführt werden, weil es gibt Dinge, die darfst du als Geschäftsführer tun und es gibt Dinge, die darfst du nicht
00:14:34: tun.
00:14:34: Punkt.
00:14:35: Aber es schadet natürlich dem Ruf, wenn natürlich ... Wettbewerber das nützen und sagen und mit Zeitungsartikeln, er sah mal die Außendienst dann noch, dann sage ich mir, ich habe auch einen angerufen, ich habe einen Außendienst eines Wettbewerbs angerufen, habe gesagt, hör mal zu, pass mal auf.
00:14:51: Ich habe das jetzt von zwei Seiten bestätigt bekommen, dass du über Spathemps schlecht sprichst, wenn du bei Kunden bist.
00:14:57: Wenn du über deine eigene Firma so wenig zu berichten hast, dass du deine Produkte über angebliche Schlechtigkeiten von Spartem verkaufen musst, dann solltest du dir mal überlegen, ob du in der Branche richtig
00:15:10: bist.
00:15:11: Und wenn ich es nochmal mitkriege, rufe ich den Chef an.
00:15:14: Dann frage ich ihn das, ob du glaubst, dass das der richtige Mann für dich ist.
00:15:20: Egal, es wie es ist.
00:15:22: Das heißt aber auch trotz dessen, ist das nicht gut für den Ruf.
00:15:27: Das muss man einfach akzeptieren.
00:15:30: Da ging es natürlich auch immer darum, kommentiert man so etwas.
00:15:36: Und da muss ich ehrlich sagen, das bringt eigentlich nichts.
00:15:40: Also kommentieren, weil das wird dann schon wieder so interpretiert.
00:15:44: Ja, da muss was sein und die versuchen sich jetzt zu rechtfertigen.
00:15:47: Und wie auch immer, im Prinzip muss man Dinge stehen lassen.
00:15:51: Es macht keinen Sinn, Zeitungsartikel oder irgendetwas irgendwelchen Gerüchte zu kommen und zu richtigzustellen oder wie auch immer, weil diejenigen, die es nicht glauben wollen.
00:16:02: Glaubens erst recht nicht, wenn du es richtig stellst.
00:16:04: Fake News.
00:16:05: Also, jetzt kommen wir zur VOF.
00:16:07: Ich will da nicht deinen Fragen ausweichen, sondern ich will da wirklich, ich will da wirklich... Ja, es war so, dass die damaligen Geschä... Also, ich bin schon seit Jahren kein Freund der Messen mehr.
00:16:17: Ich könnte ja auch erzählen, warum.
00:16:20: Ich habe vorhin erwähnt, dass ich die meisten meiner Exportkunden, drei, fünf und sieben, gewonnen habe.
00:16:26: In den Messen danach, zwei tausendneun, elf, dann auch Prochette für Oco und wie auch Emma.
00:16:32: habe ich eigentlich keine neuen Kunden mehr getroffen, weil ich natürlich in fast allen Ländern jemanden hatte und die ganzen Anfragen, also ich hatte vielleicht noch dreißig Anfragen und vielleicht war noch einer dabei, wo ich gesagt habe, das könnte was werden.
00:16:45: Also für den Export war es eigentlich überhaupt nicht mehr sinnig.
00:16:49: Wenn ich ein neues Unternehmen bin und will in einen Markt, dann muss ich auf Messen gehen, weil dann werde ich ja das erste Mal gesehen.
00:16:56: So, das heißt, und ich habe das auch bei Dru mitbekommen, also Dru ist... Also in Holland ein Traditionsunternehmen, das ist, sag ich mal, Tru, Kahlfeier, das sind so, also das ist ein Element vor, das sind so Unternehmen, die da drüben einen Namen haben.
00:17:14: Nur weil ich jetzt manche nicht genannt habe,
00:17:16: brauchen sie
00:17:16: nicht zurückgesetzt für ihn, die sind ja gerade die mehr eingefahren sind.
00:17:20: Und früher gab es ja die Baddi-Bau.
00:17:22: Die Baddi-Bau war ja die Benelux-Messe-Bau überhaupt.
00:17:25: Das war so vor zwanzig Jahren, war das die zentrale Messe in Brüssel, die Baddi-Bau, die natürlich von Hausbau über alles als das komplette Programm ging.
00:17:35: Und du hatt vorüber, ich würde mal sagen, in der Zwischenzeit, vor fünfzehn Jahren schon entschieden, nicht mehr auf die Messe zu gehen.
00:17:41: Und trotzdem haben sie prosperiert.
00:17:44: Eine Firma Brunner in Deutschland hat aus wegen Gründen auch immer zwischenzeitlich keine Messen mehr besucht früher.
00:17:49: Hat es ihr geschadet?
00:17:51: Jetzt komme ich zurück zur VOF.
00:17:54: Der damalige Geschäftsführer und Markus Grasecke waren immer Freunde von Messen und Raymond Zanding und ich Eher nicht.
00:18:03: Warum?
00:18:04: Komm mal gleich zu.
00:18:06: Auf jeden Fall, die hatten das Sagen und das war eine deutsche Messe.
00:18:08: Ich habe mich dann auch gesagt, okay, pass auf, für ein Export bringt mir das nicht.
00:18:11: Wenn ihr der Meinung seid, das ist wichtig und wollt das machen, dann seid ihr Vertriebdach, Geschäftsführer, Sparteam.
00:18:20: Alles kein Problem.
00:18:21: Ich unterstütze euch, aber ich brauche sie nicht für den Export.
00:18:26: Danach waren beide weg.
00:18:29: Der eine wurde und der andere freiwillig, das heißt Markus hat eine neue Stelle gefunden, ist ein junger Kerl, ich habe das auch nicht anders gemacht, in dem Alter, wenn mich was interessiert habe, ich habe ein gutes Angebot bekommen und das hat er bekommen, muss man sagen, alles gut und ich schätze ihn sehr.
00:18:44: und deswegen habe ich gesagt, Markus, überhaupt kein Problem, ich verstehe das, du willst vorankommen.
00:18:49: An mir kommst du nicht vorbei.
00:18:50: Wollte er gar nicht.
00:18:54: Also, ist er gegangen.
00:18:55: Und dann war die Frage, ja, wir waren angemeldet zur WUF.
00:19:00: Und dann war die Frage, wollen wir das wirklich tun?
00:19:01: Weil der Branche ging es zu dem Zeitpunkt schon nicht so gut.
00:19:05: Und so eine Messe kostet je nachdem, wie groß man sie macht.
00:19:09: Die letzte WUF, auf der wir waren, die hat was weiß ich rund dreihunderttausend gekostet, sogar etwas mehr.
00:19:16: Und dann hab ich ... noch mal überlegt, die Leute zusammengerufen wollen, dann hatte ich die Gesamtvertriebsleitung und habe gesagt, warum wollen wir auf die Messe?
00:19:25: Für mich gibt es eigentlich immer nur drei Gründe, warum man auf die Messe geht.
00:19:29: Das eine ist, im Endeffekt, verkaufen.
00:19:33: Zwei, vierundzwanzig verkaufen.
00:19:36: Nee, was war das jetzt?
00:19:38: Zwei, zwei, fünfundzwanzig verkaufen.
00:19:42: Nach den Jahren zwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig.
00:19:45: Messen sind so und so keine Verkaufsmessen.
00:19:48: Auch früher war das schon so, auch die Hagelsbörsen, die ISH waren im Endeffekt so, dass die Kunden einfach zwei Monate vorher nix bestellt haben.
00:19:56: Dann kamen sie auf die ISH und haben ihre Aufträge abgegeben, also mehr Verkauf.
00:20:03: Das ist der eine Punkt, der fällt weg.
00:20:04: Das Zweite sind technische Innovationen.
00:20:06: Das heißt, ich zeig was Neues.
00:20:08: Da war aber nicht zu erwarten, erstens mal nicht nur bei Spathem, sondern ganz generell durch die EN-Sechzen, Fünfhundertzehn hatten da alle so den Hals voll, dass es nicht abzusehen war, dass jetzt die großen Innovationen kamen, die auch die ganzen Jahre zuvor nicht mehr kamen.
00:20:22: Da bin ich so ein bisschen mit unserer ganzen Branche auch Spathem inkludiert in der Kritik, dass wir eigentlich in den letzten Jahren entweder nur dem Gesetzgeber gefolgt sind.
00:20:32: oder im Endeffekt neue Modelle gebaut haben, aber nichts Neues gemacht haben.
00:20:37: Das heißt, wirklich innovative Verbrennungstechnik, neue Technologien, die auch serienreif sind, die den Markt verändern.
00:20:44: Das ist eigentlich die Betonung.
00:20:46: Gibt es nicht.
00:20:49: Und der dritte Punkt, warum ich auf eine Messe gehen kann, ist Image.
00:20:53: Oh ja, das wäre natürlich ein Punkt gewesen, der gerade mit dem Gerichtsprozess und mit den Geschäftsführer wechseln und allen diesem Thema wäre Image natürlich ein Thema gewesen, man hätte richtig Punkte sammeln können.
00:21:05: Und habe ich aber gesagt, Image bei den Kosten ist mir zu wenig.
00:21:12: Das ist mir zu wenig.
00:21:14: Ich nehme das Geld lieber und versuche andere Dinge damit zu machen, mit Produkten, die jetzt noch nicht fertig sind.
00:21:20: Ich versuche lieber dann das Geld in Marketing zum Beispiel für Offensetzer zu stecken, das Geld in Entwicklung zu stecken, aber nicht in einer Messe nur aus Image gründen.
00:21:31: Image ist mir zu wenig.
00:21:32: Und dann bin ich interessanterweise, weil ich den Montag selbst auf der Messe, weil ja Sonntagsabend war ja GVOP Sitzung.
00:21:39: Das heißt, weil ich war eh in Leipzig.
00:21:41: Ob ich nach Leipzig gefahren wäre, ohne GVOP weiß ich nicht.
00:21:46: Aber da ich schon mal da war, Ich sagte, okay, lass uns da hingehen.
00:21:51: Das war eigentlich das erste Mal bei einer Messe unserer Branche als Gast.
00:21:57: Früher waren wir Hausteller oder sogar Platzhirsch oder wie auch immer.
00:22:01: Das war echt Gast.
00:22:02: Und ich hab dann auf den Gang auch viele getroffen, die man so kennt und wie auch immer.
00:22:06: Das Interessante war, warum gehen Offensitzer oder unsere Kunden auf die Messe?
00:22:13: Viele Gespräche führten wir auch immer.
00:22:15: An der Tee war oftmals ... Ja, ich treffe mich mit meiner Meisterklasse.
00:22:21: Von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ...
00:22:38: von ... ... von ... ... von
00:22:39: ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von ... ... von etwas kreiert, wo neue Firmen, die in den Markt wollen, aus China, wo auch immer her, aus Polen oder wo auch immer, ihnen in Deutschland eine Plattform geboten haben, sich zu präsentieren.
00:22:58: Für neue Firmen ist das ideal.
00:23:01: Ich glaube nicht, dass eine Firma Schmied, Brunner, Leder, wie auch immer, neue Kunden da findet.
00:23:09: Es gibt keine neuen Kunden in Deutschland.
00:23:13: Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass einer jetzt wehrschaft ist, auf eine Messe zu gehen, an acht Stunden rumzulaufen und in diesen acht Stunden aufnahmebereit zu sein.
00:23:24: Das heißt, wenn er das wirklich mal machen würde, würde er sagen, so, ich fange jetzt links an.
00:23:29: Und geh zu jedem Stand, der eine gewisse Größe hat, der mich interessiert und versuche dort Informationen zu bekommen.
00:23:36: Was habt ihr Neues?
00:23:37: Wo kann ich das einsetzen?
00:23:38: Was bringt mir das?
00:23:38: wie auch immer?
00:23:39: Bist du nach vier Stunden spätestens geistig so dermaßen ermüdet, dass du nach Hause fährst und weißt nichts mehr?
00:23:48: Ja, also nichts mehr würde ich jetzt nicht sagen.
00:23:50: Ich weiß, was du meinst.
00:23:52: Ich hab vorhin polarisieren manchmal.
00:23:54: Hallo.
00:23:58: Na, also für mich ist es einfach so die Möglichkeit auf der Messe, viele Informationen in relativ kurzer Zeit zu bekommen.
00:24:05: Wenn ich jetzt auch Neuheiten oder sowas sehen möchte und ich sag mal, wir haben in Deutschland vier große Einsatzhersteller.
00:24:14: Wir haben, ich weiß nicht, Kaminöfen ohne Ende.
00:24:18: Da sucht man sich natürlich was aus.
00:24:21: Aber wenn ich die jetzt alle einfach aus meinem Sortiment schon abfahren würde, dann bin ich ja drei Wochen unterwegs.
00:24:27: Das kriege ich nicht hin.
00:24:28: Gutes Argument.
00:24:29: Also das wäre für mich so die Geschichte.
00:24:31: und ja, es ist sicherlich auch was mit Image.
00:24:36: Ich würde es auch ein bisschen als Kundenbindung sehen.
00:24:38: Absolut.
00:24:38: Du wirst, du hast vollkommen recht, du wirst in dem Sinne vielleicht nicht mehr Öfen verkaufen, aber vielleicht verkaufe du dann nicht weniger.
00:24:45: Ein gutes Argument.
00:24:47: Nein, es gibt für den.
00:24:48: Es ist nicht so, dass ich ausschließen werde, dass wir nie mehr auf die Wuf gehen.
00:24:53: Aber für mich wäre eigentlich Eigentlich WOF dann interessant, wenn ich wirklich was zu zeigen habe.
00:24:58: Das heißt, wenn ich was neues habe.
00:25:00: Und du hast recht für dich als Ofensetzer, als Ofenbaubetrieb, ist es einfach so, du bekommst in einer Art von einem, vielleicht sogar zwei Tage, wenn du zwei Tage da bist, kannst du alle deine Hersteller plus den Überblick über die Branche generieren.
00:25:14: Es gibt aber noch einen letzten Punkt, der mich dazu bewogen hat, abzusagen und das ist tatsächlich der ökologische Aspekt.
00:25:20: Ich halte ökologisch gesehen eine Messe für den absoluten Supergau.
00:25:24: heißt im Endeffekt die CO-Zwei-Bilanz einer Messe, heißt.
00:25:28: Ja, das darfst du
00:25:28: nicht vergessen.
00:25:29: Die Mitarbeiter, die hin müssen zum Aufbau, der Messerstand, der nach drei Tagen verschrottet wird.
00:25:33: So ein Messerstand kostet schnell zwischen hundert und hundertfünfzigtausend Euro für drei Tage Messe, danach wird die Hälfte verschrottet.
00:25:40: Das heißt, Spamplatten, die in die Tonne gehen und wie auch immer, dann fährt jeder Kunde dorthin mit Auto meistens oder Flugzeug oder wie auch immer.
00:25:49: So dass ich einfach sage, vom ökologischen Gedanken her, ist eine Messe eigentlich heute ein Anachronismus.
00:25:57: Und wenn man sich so die Tendenz anschaut von Messen, welche Messen gibt es eigentlich, die noch prosperieren?
00:26:03: Du kannst es hierlich noch erinnern, die Cebit in Hannover.
00:26:06: Das war mal die Weltmesse der Computertechnik, findet nicht mehr statt.
00:26:12: Aber nicht, weil die Vorreichtung beschlossen haben, sondern einfach, es ist heute, glaube ich, neue Produkte zu präsentieren, gibt es über Social Media andere Wege, die mindestens so interessant sind, wenn man sie finanziell genauso supporten würde für die Messe, um ein Produkt an den Mann zu bringen oder präsentiert zu präsentieren.
00:26:35: Wie viele, also das ist ja auch so eine Sache auf der Messe, also das ist so, der Kunde kommt und Ja, was haben Sie denn Neues?
00:26:43: Und dann ist es ja so, dass man jetzt als Verkäufer und als Angestellter der Firma, so nach einem Tag auf der ISH oder wie auch immer, hat man so einen gewissen Rhythmus trennen.
00:26:52: Also, man hat natürlich auch Schwerpunkte.
00:26:54: Also, mein Schwerpunkt ist zum Beispiel Kamin-Einsätze.
00:26:57: Ich gebe auch offen zu, ich war, mein Herz war nie bei Kaminöfen.
00:27:01: Und selbst bei Gas, obwohl ich da vier Jahre Geschäftsführer war, ich bin einfach komisch, weil Sparz ja eigentlich den Kern bei Kamin-Einsätzen hatte.
00:27:09: Mein Herz liegt am Kamin.
00:27:10: Warum?
00:27:12: ist für mich auch klar, weil ein Kamineinsatz hängt immer davon ab, was der Ofen sitzt, was er macht.
00:27:17: Er wird nie langweilig.
00:27:19: Weil es bleibt ja immer nur die Glasscheibe übrig.
00:27:22: Für mich ist ein Kaminofen, jetzt können mich natürlich manche wieder kreuzingen, ist mir egal.
00:27:25: Ein Kaminofen ist für mich langweilig, wenn ich ihn gesehen habe.
00:27:30: Weil danach geht es nur noch um den Verkauf.
00:27:32: Der verändert sich nicht mehr.
00:27:33: Der ist fertig, der kriegt vielleicht mal eine andere Farbe.
00:27:36: Aber der ist fertig.
00:27:38: Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich ... Beispieles hier von Ofenbauern, was die aus einem Kaminansatz gemacht haben.
00:27:46: In Materialien, in Formen, in Einbindung, in Konzepte.
00:27:51: Und das ist eigentlich das Spannende und der Kick.
00:27:54: Und deswegen finde ich das so ... Der Kaminansatz ist eigentlich so da, wo mein absolutes Herz hängt.
00:28:01: Natürlich mache ich das andere auch, weil wir leben vom Verkauf, Umsatz und Gewinn, klar.
00:28:06: Wenn es ums Herz geht, ist es der Kaminansatz.
00:28:09: Das war's von Anfang an.
00:28:10: weil Herr Rokosa natürlich auch eigentlich mit seiner Firma den Schwerpunkt beim Kamineinsatz hatte und ich unbedarf dort hin kam und dadurch mein Herz dann auch da verloren habe.
00:28:24: Also noch mal zur Messe.
00:28:29: Ich kann mir vorstellen, noch mal auf die Messe zu gehen, auch wenn ich es als Anachronismus sehe.
00:28:34: Einfach als Image, Kundenbindung, weil die Kunden schon, der Ofenbauer ist schon, das habe ich früher bei der ISH so gemerkt, dass er teilweise kam, der hat einen Viernet Quadratmeter Messe stand und der kam dann rein und hat gesagt, dass die Firma mit der ich arbeite.
00:28:51: Gut, also es gibt mir ein gutes Gefühl, es gibt mir Vertrauen, da steckt was dahinter, das ist keine Luftnummer, sondern hier, es gab natürlich auch Kunden, die ISH weißt du selbst noch, die dich dann zwei Wochen später, ja ich stand drei Minuten am Eingang, keine
00:29:06: Ahnung.
00:29:09: was natürlich manchmal passiert, weil da sind so viele Leute gewesen.
00:29:13: Aber da siehst du aber mal, wie wichtig das manchmal ist, dass man erkannt wird und dann auch noch auf dem Messerstand erkannt wird.
00:29:22: Da spielt natürlich die Person und die Persönlichkeit eine wichtige Rolle.
00:29:26: Und deswegen ist es schon so, dass ich der, ich bin mir bewusst, dass es für viele Ofenbauer enttäuschend war, die sich jetzt mal schwerpunktmäßig sparen, dass sie auf die Messe kamen und konnten nicht zu ihrem Hersteller gehen, mit dem sie viel machen.
00:29:41: Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
00:29:43: Aber da kommen wir natürlich auch zu dem Thema Geld und natürlich auch Entlassungen.
00:29:50: Letztes Jahr hieß es, dass wir fünfhundert Leute entlassen haben.
00:29:53: Das war dann die stille Post, das ist das mit den Gerüchten.
00:29:56: Also ganz offiziell haben wir ungefähr noch achthundert Leute.
00:30:01: Also da haben wir mal so plus-minus, das hängt ein bisschen mit Saison ab und wie auch immer.
00:30:08: Wir haben letztes Jahr Mitarbeiter entlassen.
00:30:10: Ja, und wir haben dieses Jahr Mitarbeiter entlassen.
00:30:12: Das ist auch die ganz normale betriebswirtschaftliche Geschichte.
00:30:15: Heißt, wenn die Branche verliert und die Branche hat nun mal gegenüber, zwei, zwei, zwanzig, zwei, drei, zwanzig verloren und sie hat mehr verloren als alle erwartet haben.
00:30:26: Und auch diese Saison war keine Saison.
00:30:28: Die fing im September mal ein bisschen an.
00:30:30: Im Oktober war es noch ganz okay und Mitte November war es vorbei.
00:30:33: Zumindest jetzt bis Weihnachten.
00:30:37: Das wird auch nächstes Jahr noch bis September, Oktober, Gain.
00:30:39: Auch da bin ich mir nicht sicher, ob zwei, zwei, sechsundzwanzig im Herbst.
00:30:42: Das ist jetzt die Hoffnung, weil die Hoffnung stirbt wieder zuletzt.
00:30:45: Nur, ich muss doch sehen, wie viel Umsatz mache ich?
00:30:49: Welche Prognosen gibt es für nächstes Jahr, die meiner Meinung nach nicht besser sind als dieses Jahr?
00:30:56: Punkt.
00:30:57: Also muss ich doch sagen, ich muss doch meine Mitarbeiter zahlen nach meinem Umsatz und meinem Gewinn steuern und muss deswegen mich von Mitarbeitern trennen, damit das wieder passt.
00:31:08: Das ist ein ganz normaler betriebswirtschaftlicher Prozess.
00:31:12: Keine Frage.
00:31:13: Im ersten zugeletztes Jahr war es mehr produktionsseitig, dass wir produktionsseitig abgebaut haben, weil natürlich die Menge nicht mehr da war.
00:31:21: Und dieses Jahr war es eigentlich mehr Verwaltung.
00:31:25: So.
00:31:26: Und das haben wir getan, das ist sein, ich glaube, hundertfünfzig war diesmal, also das Maß der Dinge, dass wir hundertfünfzig Leute entlassen haben.
00:31:34: Also ich kann dir das hier sagen, es war ein insgesamt gesehen etwas mehr als zwanzig.
00:31:40: Natürlich auch da wieder um Außenwirkung.
00:31:42: Das heißt, es wäre natürlich schön gewesen, wenn man direkte Außenwirkungen, wie jetzt zum Beispiel Thomas Seger, vermeiden konnte.
00:31:52: Ein guter Vertriebsmann im Außendienst, alles gut bemüht, gute Kundenbindung, alles drum und dran.
00:31:57: Nur es nützt halt nichts, wenn ich es betriebswirtschaftlich irgendwann nicht mehr darstellen kann.
00:32:03: Und dann muss ich mich auch von Menschen trennen, die ... Ich wirklich schätze auch.
00:32:07: Ich habe mich auch von meinem Exportmanager overseas getrennt.
00:32:10: Markus Aumann, das sagt der Branche jetzt nichts, weil er hauptsächlich halt Asien, Amerika, da wie auch immer macht, aber auch da muss ich sagen.
00:32:20: Ich schätze ihn über die Maße und das tut dann auch weh.
00:32:24: Das sind die schlimmsten Tage, die man haben kann als Führungskraft, wenn man Mitarbeiter entlassen muss.
00:32:28: Das macht keinen Spaß.
00:32:29: Und wer daran Spaß hat, muss sich mal untersuchen lassen.
00:32:32: Das ist meine persönliche Meinung.
00:32:34: Ich habe da keinen Spaß dran.
00:32:36: Nur, es ist einfach eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, die Mitarbeiterzahl und die Kosten an den Umsatz anzupassen.
00:32:45: Es kann mir keiner sagen, dass er jetzt ... über die Maßen prospiriert wäre in fünfundzwanzig.
00:32:51: So, und auch sechsundzwanzig nicht.
00:32:53: Also muss ich um ein gesundes Unternehmen haben, muss ich mir doch im September überlegen.
00:32:58: Welches Budget, welchen Umsatz erwarten wir?
00:33:01: zwei sechsundzwanzig?
00:33:02: Welches Budget habe ich dafür?
00:33:05: Und passt oder darf ich
00:33:07: haben?
00:33:08: Das ist eine betriebswirtschaftliche Sache.
00:33:10: Und dann muss ich sagen, welches Budget habe ich dieses Jahr?
00:33:14: Und dann habe ich irgendwo ein Gap.
00:33:16: Und dieses Gap muss ich schließen.
00:33:18: Und das geht natürlich über viele Bereiche, aber der Bereich, der nicht unbedingt am schnellsten geht, aber am meisten eine Auswirkung hat, ist natürlich Mitarbeiter.
00:33:29: Und deswegen mussten wir uns von Mitarbeitern trennen.
00:33:31: Und natürlich macht die Branche draus, Spartaim ist Bleit, Spartaim ist Insolvenz, Spartaim hat das, Spartaim hat das.
00:33:37: Spartaim hat ein Gerichtsprozess, Spartaim geht nicht auf die Messe.
00:33:39: Und da werden dann halt Daten miteinander verknüpft und interpretiert, die zwar schön sind oder die passend gemacht werden, ob sie tatsächlich, sagen wir mal, stimmen.
00:33:51: Okay.
00:33:52: Ich habe jetzt die Chance, da danke ich dir für das einfach mal aus meiner Sicht darzustellen.
00:33:59: Aber ich würde jetzt nie irgendwo das in der Routen oder in einem Kundenrund schreiben oder wir auch immer versuchen hier zu kommentieren, weil es ist einfach.
00:34:09: auch das Gespräch wird dazu führen, dass einige der Meinungen sind, hast du gehört, was der da gesagt hat?
00:34:16: Ist mir aber egal.
00:34:17: Ja,
00:34:17: also ich sag mal so, wer nicht mit geschlossenen Augen durch die Gegend läuft in unserer Branche, der sieht, dass es überall ein bisschen hakt und das ist ja nicht nur was, was euch betrifft in letzter Instanz, das sagen wir auch bei anderen Herstellern gehört, das könnte ich sagen, vielleicht manchmal ein bisschen geschickter formuliert haben.
00:34:39: Aber wir wissen, dass die Firma Haase im Moment nicht produziert.
00:34:42: Wir wissen, dass die Firma Gastkonkurs ist.
00:34:45: Also insofern, das betrifft ja alle und ich glaube auch ein paar Offensätze haben, durchaus zu knacken.
00:34:51: Also ich habe das erlebt selber, dass der Markt so heftig eingebrochen ist.
00:34:56: Ich habe ihn auch schön eingestellt, musste mich dann auch irgendwann davon trennen.
00:35:01: Das ist eine der beschissensten Situationen, die man haben kann.
00:35:04: Und selbst wenn man sich von Mitarbeitern trennt, die man nicht leihen kann, das ist immer blöd.
00:35:08: weil man weiß ja, dass Familien dahinter stecken.
00:35:11: Und das ist einfach so eine Situation, wo du weißt.
00:35:15: Also ich hatte, Gott sei Dank saß ich bis jetzt mit fast zweiundseitig auf der anderen Seite des Tischs, aber wenn du so überrascht wirst, also bei manchen ist es ja nicht überraschend, aber bei manchen ist es halt doch überraschend.
00:35:26: Und du kriegst dann wirklich gesagt, wir müssen uns jetzt auch noch zwanzig Jahren von dir trennen.
00:35:32: Dann bricht ja erst mal eine Welt zusammen.
00:35:34: Also dann denken die Leute ja zuerst mal, was habe ich falsch gemacht, wie geht es meiner Familie, wie geht es jetzt weiter und wie auch immer.
00:35:39: Und ich glaube, wer das nicht mehr spürt, dem fehlt irgendwie so eine gewisse Empathie.
00:35:45: Und das möchte, also soweit möchte ich eigentlich nie kommen, das war mit Sicherheit auch irgendwo so ein Grund, warum ich gesagt habe, ich muss kein Geschäftsführer mehr sein, weil ich finde, also ich persönlich, Ich hoffe, andere können das bestätigen.
00:35:56: Ich glaube, ich finde Macht anstrengend.
00:35:59: Ja, das ist Verantwortung.
00:36:00: Also, ja, Macht, Verantwortung, ich empfinde, dass ich älter werde als anstrengend.
00:36:06: Und Macht korrumpiert auch.
00:36:08: Und da muss immer aufpassen, dass man, sagen wir mal, seinen Grundwerten, die man hat.
00:36:14: dass man denen treu bleibt.
00:36:15: Ich hab mich dann immer so gefragt, woher weißt du eigentlich, was richtig und falsch ist?
00:36:19: Was gut und böse richtig und falsch.
00:36:21: Also woher weißt du das eigentlich?
00:36:23: Oder woher kommt ein innerer Kompass?
00:36:27: Und mehrheitlich kommt der innere Kompass von den Eltern.
00:36:31: Wir haben deine Eltern dir etwas vorgelebt.
00:36:34: Und das ist mir dann so später erst so bewusst geworden bei den eigenen Kindern.
00:36:41: So nach dem Motto, was lebst du denen vor?
00:36:43: Bist du denen ein Vorbild?
00:36:44: Sagen wir mal in vielen Dingen, dass die vielleicht später ... auch einen Kompass haben.
00:36:51: Ich möchte nicht sagen, dass ich einen guten Kompass habe, das können nur andere beurteilen.
00:36:54: Aber dass es einen Kompass gibt, wo du weißt, für dich, das ist moralisch in Ordnung, das ist gut und das ist schlecht.
00:37:01: Und ich glaube, das ist eine ganz spannende Frage, die man sich immer stellen muss.
00:37:05: Sagen wir mal, woher weiß man Dinge?
00:37:08: Woher weiß man, dass einem das jetzt nicht gut tut?
00:37:10: Oder dass ich das nicht tun darf, weil es einfach gegen mich ist, also gegen meine inneren Überzeugungen.
00:37:16: Und ich glaube, vieles, natürlich sind das auch Freunde, Gesellen.
00:37:19: und so weiter und so fort.
00:37:21: Aber hauptsächlich sind es die Vorbilder, und die Vorbilder sind normal von Früß der Jugend, die Eltern.
00:37:26: Ja, das ist mit sich ja was dran.
00:37:27: Also, der Einfluss ist gigantisch.
00:37:30: Mit denen verbringt man am meisten Zeit am Anfang.
00:37:32: Genau.
00:37:34: Ja, wie sehen denn die Pläne für die nähere Zukunft bei euch aus?
00:37:39: Was vermisst
00:37:39: du in der nähere Zukunft?
00:37:40: Weil sie immer so ein relativer Begriff, wie viele Jahre denkst du denn gerade?
00:37:43: Ja, also ich bin ja jetzt auch schon ein bisschen älter, wobei der geht zu einem an den nächsten zwei, drei Jahren.
00:37:48: Was erwartest du da für die Branche?
00:37:50: Jetzt hast du gesagt, du von den Zahlen her wirst du, erwartest du jetzt keine großen Veränderungen fürs nächste Jahr.
00:37:57: Ich sehe im Moment keine Gründe, warum der Markt komplett einbrechen sollte.
00:38:03: Ich sehe aber auch keine, warum er auf einmal wahnsinnig florieren sollte.
00:38:06: Ich glaube, dass wir viel vorweggenommen haben durch diese Zeit, die wir hatten.
00:38:12: Und dass wir das jetzt so langsam wieder dann in normale Fahrwasser kommen, mit denen wir auch gut gelebt haben, vielleicht nicht in dem Übermaß, wie wir es hatten, aber ich glaube, den Offensetz.
00:38:23: dann ging es trotzdem ganz gut.
00:38:25: Und das ist das, was ich jetzt persönlich
00:38:26: erwarte.
00:38:27: Das kann ich nur oder schreibe.
00:38:28: Also hast du gut zusammengefasst, wie auch immer.
00:38:30: Die Branche wird das immer geben.
00:38:32: Die Frage ist nur, in welche Richtung entwickelt sich die Branche?
00:38:36: Wenn man mal die HKI-Statistik nimmt und so die letzten zehn Jahre.
00:38:40: wenn sie jetzt nicht kurzfristig betrachtet sind, also zehn Jahre, dann muss man einfach, was die Stückzahlen-Kabinensatz angeht, konstatieren, dass da mehr als fünfzig Prozent weg ist.
00:38:52: Der Kamin-Einsatz hat definitiv verloren.
00:38:55: Also es sind noch knapp vierzig Prozent von den Stückzahlen, die wir mal vor zehn Jahren hatten.
00:39:01: Jetzt muss man natürlich aufpassen.
00:39:02: Die Geräte sind heute anspruchsvoller.
00:39:04: Sie sind komplexer, sie sind zu teurer.
00:39:07: Es waren damals kleine Geräte, Klapper, viele Klappergeräte.
00:39:10: Heute ist Klapper beim Kamin-Einsatz.
00:39:12: Das ist ja auch so ein Phänomen unserer Branche.
00:39:15: Sag mal, Kamin-Einsätze sind hochschieben und Kaminöfen sind klapper.
00:39:19: Das ist aber nichts, was jetzt die herrscht.
00:39:22: die die Hersteller gepusht haben oder die Ofensetzer, sondern das ist irgendwie durch den Endverbraucher.
00:39:28: hat sich das ergeben, dass klappbare Geräte bei Kamineinsätzen werden immer weniger.
00:39:34: Ja, aber ich glaube, das hängt so ein bisschen auch mit der Wertigkeit oder mit den Preisenanführungsstrichen zusammen.
00:39:40: Das ist eigentlich genau das gleiche bei den Formen, bei den gemauerten Anlagen, ist eckig.
00:39:45: Kaminofen ist rund, oder zumindest rundlich.
00:39:48: Und rund
00:39:49: kannst du komplett vergessen, wir haben ja Spatham, der Hersteller, der die meisten Runden genetten hat, Speedy, PMDR, RDR, MDR, wie auch immer.
00:39:58: Wir sind ja nicht doof, das heißt wir haben die ja nicht aus dem Programm genommen, weil sie so erfolgreich waren, sondern wir haben die deswegen stückweise aus dem Programm genommen, weil diese, ich sag mal, biologisch amorphen Formen, die ja eigentlich sehr schön sind im Haus, baut durch die, ich sag mal Bauhausdicht, Bauhausdicht, überhaupt nicht gefragt sind.
00:40:16: Und trotzdem hast du recht, der Kaminofen ist am liebsten rund.
00:40:19: Das bestverkaufte Kaminofen genannt bei uns ist der Passo.
00:40:21: Das ist ein Klassiker, eine Tonne, boom.
00:40:25: Soviel Formen gibt es ja eigentlich nicht.
00:40:27: Es gibt das Dreik, es gibt das Quadrat und ein Rechteck und es gibt den Kreis.
00:40:32: Der Kreis ist beim Kaminofen das Gesetz, ob der jetzt ein bisschen gezogen ist oder wie auch immer.
00:40:37: Aber eckig
00:40:38: ist definitiv beim Kaminofen nicht so wie beim Kamineinsatz.
00:40:42: Auch beim Kamineinsatz haben sich so viele Dinge.
00:40:45: früher waren es die Frauen prismatisch, wie ich gar nicht mehr reden war, das ist historisch.
00:40:49: Aber dann waren es die geraden Geräte, dann waren es die zwei Seiten, zwei Seiten, ungleichmäßige Schenkel, über Jahre.
00:40:57: Also das, dann kamen die drei Seiten.
00:41:00: Heute sind es die drei Seiten, der Wand orientiert, Raum orientiert, was am meisten verkauft ist.
00:41:04: Also dort sind so Trends, die dann halt.
00:41:08: letztens einer zu mir gesagt, ja wir hätten eine komplett falsche... Modellpolitik sage ich nicht.
00:41:13: Wir haben das produziert, was der Markt verlangt hat.
00:41:18: Und wenn der Markt sich jetzt wandelt, ob jetzt durch Ökodesign oder wie auch immer, das Metergeräte, Meterzwanzigergeräte, für mich ist die Zukunft der nächsten Zeit, wird im Endeffekt im kleineren Maßstab stattfinden.
00:41:32: Weil Häuser, Wohnräume werden kleiner, das heißt, achtzig Zentimeter Scheibenbreite.
00:41:37: wird höchstwahrscheinlich das Maximum sein, ob jetzt zwei-seitig, drei-seitig, egal, aber achtzig wird das Masterding sein, mit Ausnahmen.
00:41:47: So, nur das wird das Masterding sein.
00:41:50: Zusätzlich dazu kommen natürlich die ganzen... Zusatzelemente, ob die bei uns jetzt Kerr heißen oder ob auch bei anderen Green Line oder wie auch immer spielt überhaupt keine Rolle.
00:41:58: Aber das ist natürlich auch die Hersteller schauen voraus, was wird vom Gesetzgeber kommen.
00:42:04: Und deswegen haben wir zum Beispiel auch gesagt, wir müssen die Dinger billiger machen, weil das vieles sind elektronische Komponenten und die werden dann günstig, wenn du Masse kaufst.
00:42:12: Also musst du schauen, dass du mehr verkaufst, weil du verkaufst ja mit jeder Abbrandsteuerung, mit jeder Sesam, mit jeder Seele oder wie auch immer verkaufst wie einen Kamin Einsatz.
00:42:22: Nigger daran verdienen, weil du ja die Marge des Kamineinsatzes hast, um mehr elektronische Komponenten zu kaufen, die dann wieder billiger werden.
00:42:30: Denn der Endverbraucher wird sich irgendwann, wenn es Gesetz ist, fragen, kann ich mir das noch leisten.
00:42:37: Das sind natürlich auch die Ofensitzer nicht ganz unschuldig.
00:42:40: Ich höre das immer.
00:42:41: Ihr Hersteller habt ja jetzt durch Corona und die Energiekrise, wie auch immer, bis zu dreißig Prozent die Preise erhöht.
00:42:50: Das sage ich immer.
00:42:51: Und du?
00:42:52: Was hast du von den Endverbrauchern verlangt in der Zeit, wo jeder was wollte?
00:42:57: Bist du
00:42:57: zurückgegangen oder verlangst du immer doch das Gleiche?
00:43:01: Bei manchen kommt dann die Antwort so ein bisschen, ja, da hast du schon recht.
00:43:05: und wie auch immer sage ich, ja, aber wir müssen uns mal überlegen, kann der Endverbraucher, einen wilden Endverbraucher das noch?
00:43:11: Und wenn man sich das jetzt anschaut und sagt, okay, was bringt die Zukunft, dann ist es so, dass die Branche es geschafft hat, tatsächlich, dass... Holzfeuer, sichtbares Feuer, ob jetzt Holz oder Gas, spielt keine Rolle, etwas mit Lebensqualität zu tun hat.
00:43:28: Das heißt, der Kunde, der Endverbraucher will es aus Gemütlichkeitsgründen haben.
00:43:37: Ob jetzt dieses... durch die Energiekrise, kurzfristige Speicher und ich will Energie sparen.
00:43:44: Das ist ja immer dieser Scherz mit dreißig Kilospäckschein.
00:43:46: In der Seite spare ich jetzt ein Haufen Energie.
00:43:50: Das ist aber gar nicht der Punkt.
00:43:51: Es geht um die Psychologie.
00:43:54: Es geht, ich könnte, wenn ich wollte.
00:43:56: Und ich glaube, die größte Triebfeder, die die größte Triebfeder beim Menschen sind Dinge, die urengster ansprechen.
00:44:03: Urengste sind nur mal, ich habe keine warme Wohnung.
00:44:06: Ich habe nichts zu essen.
00:44:08: Das sind die Grundbedürfnisse.
00:44:10: Und wenn dann plötzlich, ja, Energie wird nicht mehr bezahlbar, dann kommen bei uns diese Urengste hoch und dann sagen, jetzt muss es passieren.
00:44:18: Und das war dieser Überverkauf, über den du gesprochen hast.
00:44:21: Wir werden tatsächlich auf ein Niveau, ein Zwei-Ninzehn werden wir zurückfallen, was aber gar nicht schlimm ist.
00:44:29: Wir müssen nur aufpassen, dass die EU Die EU will ja alles verstromen und ist eigentlich gegen Holzbrand.
00:44:36: Nur CO-Einspeirungen gelingen nur mit Biomasse.
00:44:42: Wir müssen schauen, dass wir uns so verteidigen, so gut es geht.
00:44:45: und da hat gerade ... sagen wir mal, der CFA-CD, also der europäische Verband mit dem HKI-Verband und anderen Dingen, arbeiten natürlich daran auch der EU, mal zu sagen, Freunde, erhielt mal miteinander, weil da war ja letztes Jahr die Situation, dass die EN-Sechzen, Fünfhundertzehn noch nicht durch, die war okay, weil nach fünfzehn Jahren musste mal eine Revedierung kommen, der EN-Sechzen, Fünfzehn, Zwei, Zwei, Neun und Zwei, Vierzig.
00:45:13: Aber dass dann gleichzeitig im November irgendwann das Papier rauskam, dass die Ökodesign richtig auch noch revidiert, weil zwei Abteilungen der EU überhaupt nicht miteinander kommunizieren, das kann natürlich zum Tod der Branche führen, sowas.
00:45:28: Das wurde Gott sei Dank, sagen wir mal, abgeboten durch Einflussmarm und wie auch immer.
00:45:33: und auch das Thema Bürokratieabbau.
00:45:36: Igenweit kam da sehr gut und dass wir auch eine Ratspräsidentin haben, die deutsche ist.
00:45:41: Also, dass da durchaus Möglichkeiten gab, mal den Finger in die Wunde zu legen.
00:45:45: Sie sagen, Freunde, überleg das mal.
00:45:48: Deswegen ist das jetzt etwas geschoben.
00:45:49: Aber der Gesetzgeber wird immer mehr darauf drängen, dass Holzbrand sauberer wird.
00:45:57: Ja.
00:45:57: Jetzt kümmert sie nicht stundenlang drüber aufregen, ob wir wirklich die Verschmutzers sind.
00:46:02: Aber das ist müßig, weil wir werden die Bedingungen bekommen und wir müssen uns frühzeitig darauf anpassen.
00:46:07: Wir müssen aber auch und das gilt für die ganze Branche innovativer werden und nicht nur Getriebene vom Gesetzgebung her in der Hoffnung, dass wir noch überleben, sondern nur wenn wir etwas kreieren, was der Endverbraucher will.
00:46:22: Dann haben wir sehr, sehr viele Chancen, dass es weitergeht.
00:46:25: Und es wird weitergehen.
00:46:27: Wir müssen natürlich auch darauf achten, was sagt die Demoskopie?
00:46:32: Wie wird sich das Käuferverhalten verändern?
00:46:35: Heißt Demoskopie, heißt wieviel Offensitzerbetriebe wird es noch geben?
00:46:38: Wieviel von diesen Betrieben haben wir jetzt durch den Überverkauf gemeint?
00:46:42: Okay, Offenbau mache ich gar keinen mehr, ich mache nur noch Kaminöfen.
00:46:45: Viel schneller, viel schnelleres Geld, viel einfacher, viel problemloser.
00:46:50: Wir müssen dann darauf achten, wie kaufen junge Leute ein.
00:46:52: Kaufen junge Leute noch bei einem Fachhandel ein.
00:46:55: Oder kaufen junge Leute.
00:46:57: Junge Leute kaufen halt alles im Internet.
00:46:59: Junge Leute kaufen heute so fast Autos wie auch immer im Internet.
00:47:03: Ich bin viel zu alt dafür, aber ich kann mir mit zweiundsechzig einfach nicht vorstellen, welchen Sofa, das ich nicht ausprobiert
00:47:08: habe, im
00:47:09: Internet bestellen kann.
00:47:10: Nur die Frage stellen die sich gar nicht.
00:47:13: Die stelle ich mir, weil ich es mir nicht vorstellen kann.
00:47:15: Für die ist das ganz normal.
00:47:17: Ja, die sind damit aufgefachsen.
00:47:18: Und deswegen müssen wir uns natürlich auch überlegen, wie verändert sich das Käuferverhalten.
00:47:23: Und boykottieren wir und versuchen wir den Internethandel zum Beispiel komplett zu eliminieren?
00:47:30: oder versuchen wir die Balance zu finden zwischen dem Fachhandel und dem Internethandel.
00:47:36: Weil da spielen so viele Punkte rein, die wirklich... Also, man kann das natürlich wie alles.
00:47:42: ganz einfach beantworten.
00:47:44: Aber es ist nicht einfach, es ist ein ganz komplexes
00:47:46: Thema.
00:47:47: Aber zusammenfassend glaube ich und ich möchte noch ein paar Jahre arbeiten, dass einfach Holzfeuer oder sichtbares Feuer, ich will es mal so sagen, sichtbares Feuer seine Existenzberechtigung hat und auch es weitergeht, vielleicht auf einem etwas niedrigeren Niveau, aber das war ja immer das Schöne in der Branche.
00:48:09: Alle konnten gut miteinander, weil alle Geld verdient haben.
00:48:12: Ob es der Offensetzer war, ob es der Großhandel war, ob es die Produzenten waren, dass die Produzenten zusammen, also du weißt ja, dass wir immer die Kaffeegeschichte, also sagen wir, dass wir... Die ersten waren die anständigen Kaffee auf der Messe.
00:48:26: Heutzutage ist anständiger Kaffee kein Thema mehr, aber wir waren die ersten.
00:48:29: Und dann war das tatsächlich so nach ein paar Jahren, dass Vormessebeginn, also vor neun Uhr, war die Hälfte der Branche, und zwar die Hersteller, bei uns auf dem Messestand und hat den Kaffee vor der Messe getrunken.
00:48:42: Das war sehr toll.
00:48:43: Und das geht aber auch nur, wenn man sich nicht spinnefeind ist, sondern wenn man miteinander kann.
00:48:48: Und das zeichnet natürlich so eine Branche wie unsere auch aus.
00:48:52: dass man miteinander kann, weil es ist immer noch so dieses nicht verstellste und hochwissenschaftliche Getarbe, sondern im Endeffekt, wir sind alle irgendwo normal geblieben und Handwerk liebklare Ansprachen und so sind auch die Hersteller.
00:49:10: Ja, ich habe das ja schon mehrfach erwähnt, wenn ich das beim GVB sehe, wo ich jetzt als kleiner Ofensetzer dabei bin und da sitzen dann die Geschäftsführer, Inhaber, von den ganzen großen Firmen, die wir im Ofenbau haben und alle sprechen miteinander, ohne sich die Augen auszukratzen, sondern wir arbeiten an einem Ziel und das finde ich schon faszinierend.
00:49:27: Ich glaube es ist auch wichtig, sagen wir mal gerade, wenn man klein ist, unsere ganze Branche ist klein, verglichen mit allen anderen Branchen, wenn man uns alleine mit Heizosanitär vergleicht, ja, das sind wir eine Glitche.
00:49:39: also sagen wir alle miteinander.
00:49:41: Nur, eine Nische hat auch eine große Chance.
00:49:46: Vor allen Dingen, wenn diese Nische ein emotionales Produkt hat.
00:49:50: Mir hat mal ein Großhändler gesagt, der auch andere Produkte verkauft, hat er mir mal gesagt, wenn ich ihn gefragt habe, sagen wir mal mit unserem Umsatz bei euch, bei eurem Gesamtumsatz.
00:50:04: Das ist ja eigentlich ein Witz.
00:50:07: Aber in unserer normalen Branche, in unserer Kernbranche sind die Margen so schlecht, dass ich so viel mal mehr Umsatz machen muss, um das Gleiche zu haben wie bei euch.
00:50:20: Also, von daher kann die Nische, wenn sie sich weiterentwickelt, auch eine große Chance sein.
00:50:25: Vor allen Dingen, das Wichtigste ist die Emotion.
00:50:29: Und deswegen tue ich mir natürlich auch mit Elektro immer noch ein bisschen schwer.
00:50:33: Wobei die Elektrogeräte zum Beispiel jetzt in der Zwischenzeit auch von zwei, drei Herstellern so um sind, dass sie wirklich annehmbar sind.
00:50:42: Wenn es nichts anders mehr geht, aber das zeigt ja eigentlich, warum kaufen Kunde einen Elektrofeuer?
00:50:47: Warum?
00:50:47: Weil er keinen Holzfeuer kriegen kann.
00:50:49: Ja, klar, weil er nicht anders kann, aber er könnte auch sagen, ich lass es komplett.
00:50:54: Er hat das Bedürfnis, das innere Bedürfnis.
00:50:57: Die Illusion, zumindest die Illusion des Feuerstöhrer, aber was ein eigentlicher Wunsch ist ja nicht die Illusion.
00:51:05: Er hätte gerne Holzfeuer oder Gasfeuer.
00:51:07: Nur er darf es nicht, weil das Haus, Kondominien, Apartment wie auch immer gibt es nicht her.
00:51:12: Aber grundsätzlich gibt er doch keine viertausend Euro aus, wenn er nicht dieses Grundbedürfnis hätte, zumindest der Illusion.
00:51:21: Und das zeigt mir eigentlich.
00:51:23: Und da kommen wir ja wieder ganz zurück zu den Dingen, die Feuer der Mensch wie auch immer.
00:51:28: Das ist in uns drin.
00:51:29: Und solange das so ist, haben wir auch eine Chance für die Zukunft.
00:51:35: Das hört sich schon fast nicht nach einem wahnsinnig schönen Schlusswort an, aber ich habe trotzdem noch Fragen.
00:51:40: Was hast du für ein Ofen zu Hause?
00:51:42: Ich habe einen Premium AU-Siebzig, ein Dreiseiter, und das kam im Endeffekt so, dass wir den Premium, und zwar schwebend, wollten wir propagieren.
00:51:55: Ich war gerade neu aus Droh gekommen und war bei der ersten Geschäftsführersitzung dabei.
00:52:04: Es kann doch wohl nicht sein, dass wir für dieses Ding kein Objekt finden, wo wir das einbauen können.
00:52:08: Ein Objekt, was modern ist und was gut aussieht.
00:52:12: Ich hab mein Finger gerufen.
00:52:17: Und das, was man sieht, wenn man den Premium-Film aufruft, den Premium-Film U-Siebzig, das ist tatsächlich mein Wohnzimmer.
00:52:24: Aber lasst euch nicht täuschen, so sieht es bei mir nicht aus.
00:52:28: Ich war total erschrocken, als die kamen zum Filmen, die haben alles ausgeräumt.
00:52:31: Das sind sehr steril, bei mir zu Hause ist es gemütlich.
00:52:34: Aber die Videoleute sind halt einfach
00:52:37: da.
00:52:37: Und ich hatte früher, vorher hatte ich einen Varya-A-FTH.
00:52:42: Ja.
00:52:43: Schön, mit Sandstein außen rum.
00:52:45: Ich bin ganz froh, dass das so gekommen ist, weil der hätte jetzt
00:52:50: rausgemusst.
00:52:51: Weil das war von zwei Tausend Fünf.
00:52:53: Den wäre ich jetzt Ende zwei, vierundzwanzig, wäre mit dem Tuck gewesen.
00:52:57: Hast du schon mal vorgenommen.
00:52:58: Aber deswegen habe ich jetzt ein U-Ninzig dort.
00:53:00: Also wirklich und ich liebe, ich liebe ihn heiß und wenig.
00:53:05: Super.
00:53:06: Hast du noch eine besondere Anektöme?
00:53:08: Eigentlich hast du schon zig Anekdoten erzählt, aber hast du noch eine für uns, wo du sagst, da habe ich was mit einem Ofensetzer erlebt?
00:53:16: Es gibt eigentlich eine Geschichte dies.
00:53:18: Das war so für mich auch so.
00:53:19: dieser Startpunkt oder überhaupt diese Überzeugung, dass Export geil ist.
00:53:24: Und zwar war ich auf der, ich hieß die Nr.
00:53:26: Forte Paris.
00:53:27: Die war immer im Herbst, sofort in Paris und war da mit meinem damaligen Importeur und war auf dem Messerstand.
00:53:36: und dann kam ein Südkoreaner, Herr Jung, weil ich nie vergessen, Herr Jung mit einer Übersetzerin.
00:53:44: Und ich wurde da vorgestellt und wie auch immer und ich habe immer mit der Übersetzerin da gesprochen, habe unsere Produkte vorgestellt und er saß immer nur da, ich kann das jetzt nicht machen, weil wir nur sprechen, keine Miene, nichts, kein Lichen, gar nichts, er saß nur da.
00:53:58: Und ganz zum Schluss, nachdem er nichts mehr eingefallen ist und er auf nichts reagiert hat, auf keinen Kaminofen, auf keinen Kamin, das ist gar nichts, habe ich gesagt, wir machen auch Sonderanfertigungen und habe ihm zwei Bilder gezeigt.
00:54:09: Und die Übersitzerin übersetzt das.
00:54:11: Plötzlich springt der auf und fängt ihn koreanisch an zu erzählen.
00:54:16: Die Übersitzerin hat nur noch einen Kopf geschüttelt und hat überlegt, wie sie das jetzt transportieren kann.
00:54:22: Dann sagt er, was ist los?
00:54:23: Ich war es falsch gemacht, also man weiß hier nicht.
00:54:26: Da haben wir vorhin schon drüber gesprochen.
00:54:28: Er sagt, nee, ich versuche das mal gerade zu übersetzen.
00:54:31: Und er sagt, das Mr.
00:54:33: Yeong hat einen Kunden den Inhaber von Samsung.
00:54:36: Und dieser Inhaber von Samsung hat sich eine... Stilverkleidung aus dem siebzehnten Jahrhundert in Frankreich gekauft.
00:54:43: So mit diesem wirklich mit Sims und allem drum und dran.
00:54:46: Und er findet keinen Hersteller, der ihm eine maßgemachte Kamineinsatz für dieses Ding da macht.
00:54:52: Das ist für uns kein Problem.
00:54:54: Ist eine gerade Kiste, Sonderanfertigung bei über zweitausend Stück im Jahr.
00:54:57: Und da sind auch viele Kassetten dabei.
00:54:59: Aber sowas ist für uns kein Akt.
00:55:01: Sie hat das übersetzen.
00:55:03: Weihnachten.
00:55:05: Entschuldigen Sie mal, wir haben jetzt Mitte Oktober rum.
00:55:10: Das wird ein bisschen schwierig mit verschiffen und wir... Da wird nichts verschifft.
00:55:14: Luftfracht direkt.
00:55:16: Und da, das zeigt jetzt ein Inhaber.
00:55:18: Dann habe ich mir die Maße genommen, ich sei der Jung, muss ich kurz klären.
00:55:21: Ich melde mich morgen bei Ihnen, wir sieten gerade einen Austausch, gerade nach Hause servieren.
00:55:25: Dann rufe ich Herrn Rokosa an und sage Rokosa an.
00:55:28: Ich brauche noch eine Sondereinfertigung, die muss am siebten Dezember raus, per Luftfracht nach Südkorea, weil der Inhaber an Weihnachten vor seinem Graden mit Verkleidung, das siebzehntes Jahrhundert Frankreich, sitzen will.
00:55:41: Kriegen wir das hin?
00:55:42: Auf jeden Fall sowas für ich gut.
00:55:45: Das war die einzige Antwort.
00:55:46: Und
00:55:47: dann habe ich das Ding zeichnen lassen, wie auch immer, und tatsächlich alles gelaufen.
00:55:50: Und das ist dieser Koreaner, bei dem ich dann spät, das war der Anfang dieser Geschäftsbeziehung.
00:55:56: Wie wir dann, heute verkaufen wir, das war eine absolute Ausnahme, wir verkaufen fast keine Kaminansätze nach Südkorea, das sind Wendernkaminöfen.
00:56:03: Aber das sind so Geschichten, die einfach faszinieren sind.
00:56:07: Oder die zweite Geschichte, die mir dazu einfüllt, wo ich auch nur den Hut ziehen kann, war Kellers Kaminhof.
00:56:12: Ja, Kelle, der kam also schon länger her, bestimmt, fünfzehn Jahre her.
00:56:17: Er kam plötzlich und sagte, ich habe einen Kunden, der hat einen S-Zimmer und einen Wohnzimmer.
00:56:24: Inzwischen Wohnzimmer und S-Zimmer sind zwei Stufen, also vierzig Zentimeter Höhenunterschied.
00:56:29: Und er möchte, dass das gleiche Feuer unten im S-Zimmer wie oben im Wohnzimmer, oder umgekehrt, ich weiß es nicht mehr, er möchte das gleiche Feuer
00:56:37: haben.
00:56:38: Und das habe ich gelöst.
00:56:39: Und ich sage, wie?
00:56:40: Oder er hat gefragt, könnt ihr das für mich lösen?
00:56:43: Und dann hat er gesagt, ich habe voll die Idee, hat er gesagt, das sage ich, bauen können wir das, aber ob es umgesetzt kriegt, weiß ich nicht.
00:56:50: Also, was hat er gemacht?
00:56:52: Er hat unten eine Kamin-Tür gesetzt und oben eine Kamin-Tür gesetzt und dazwischen einen Kamin-Einsatz wiederum mit.
00:56:59: als Durchsichtgerät und das Ganze an einen Seilzug mit flexiblen Rauchrohr.
00:57:06: Und wenn der Kunde dann, das Video gibt es heute noch und das war einer der faszinierendsten Dinge, die er gemacht hat.
00:57:13: Wenn der Kunde unten Empfang hat, erst mal im Wohnzimmer und dann sagt er, wir gehen zum Essen, dann hat er auf den Knopf gedrückt und dann ist die ganze Kamineinsatz.
00:57:22: Durchsicht gerät, einfach, vierzig Zentimeter hochgefahren, dann ist man die zwei Treppen hoch und hat oben im Esszimmer das gleiche Feuer gehabt, bei unten.
00:57:30: Fünfzehn
00:57:31: Jahre her.
00:57:32: Das sind schon Dinge, die einfach im Gedächtnis bleiben.
00:57:37: Das sind so außergewöhnliche Dinge, wo Offensitzer auch extrem kreativ waren oder man einen Kunden mit etwas begeistern konnte, von dem man vorher gar nicht wusste, dass es geht.
00:57:52: Martin, ich danke dir für ein umfassendes und sehr, sehr interessantes Gespräch mit vielen Informationen und ich glaube, dass du zumindest ein paar Gerüchte ausräumen konntest.
00:58:06: Vielleicht habe ich auch neue geschaffen.
00:58:08: Vielleicht könnte auch interessant werden.
00:58:11: Aber ich wünsche dir, dass du genauso weitermachst und viel Erfolg.
00:58:15: und vielen Dank.
00:58:16: Ich danke dir für die Einladung.
00:58:18: Wir kennen uns auch schon lange.
00:58:19: Wir hatten lange keinen Kontakt, weil ich ja in Deutschland nicht tätig war.
00:58:22: Gott sei Dank hat sich das über den GVOB und jetzt natürlich auch Dach wieder ergeben.
00:58:27: Und deswegen habe ich mich riesig gefreut, als du dich bei mir gemeldet hast und gesagt hast, Mensch, hättest du mal Lust.
00:58:31: Ich wusste ja um das Format, keine Frage.
00:58:34: Und hat auch mir große Freude gemacht.
00:58:36: Das ist auch wieder so etwas, wo jemand etwas für die Branche tut.
00:58:41: Ein Engagement, was der Branche hoffentlich hilft und was viele interessant finden.
00:58:45: Von daher vielen, vielen Dank.
00:58:47: Ich danke dir.
00:58:53: Vor dem Podcast hat Martin zu mir gesagt, ich darf ihn alles fragen.
00:58:56: Und wie ihr gehört habt, ist er keiner Frage ausgewichen.
00:59:00: Ich hoffe, wir konnten mit ein paar Gerüchten aufräumen, ohne neue
00:59:04: zu streuen.
00:59:06: Ich danke dir, Martin.
00:59:07: für die interessanten Einblicke in dein Leben und dass du Stellung bezogen hast.
00:59:12: Ich wünsche dir, dass du das große Schiff aus Melle gut durch das derzeit unruhige Fahrwasser navigierst und freue mich jetzt schon auf deine nächsten Vorträge.
00:59:21: Ihr möchtet noch mehr aus der Ofenbranche erfahren?
00:59:24: Dann bitte
00:59:25: liken,
00:59:25: teilen, folgen, kommentieren, abonnieren und was euch sonst noch so einfällt.
00:59:29: Hoffentlich
00:59:30: bis zur nächsten Folge!
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